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Bohnenkraut: Vom Pflanzen bis zum Ernten & Trocknen

Wo und wann sät man Bohnenkraut? Wie geht man bei der Ernte vor? Und kann man Bohnenkraut einfrieren oder trocknen? Wir verraten alles rund um das Pflanzen von Bohnenkraut im eigenen Garten.

Nahaufnahme Bonenkraut
Bohnenkraut ist ein beliebtes Küchenkraut, das leicht im eignen Garten angebaut werden kann [Foto: romiri/ Shutterstock.com]

Bohnenkraut (Satureja) darf in keinem Kräuterbeet fehlen. Das aromatische Kraut wird seit jeher für seinen leckeren Geschmack und zusätzlich für seine heilende Wirkung geschätzt. Es ist anspruchslos und gedeiht ohne großes Zutun im Topf, auf dem Balkon oder im Garten. Woher es ursprünglich stammt, wie Sie es am besten anbauen, pflegen, vermehren und ernten; und wie es in der Küche verwendet wird, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Bohnenkraut gehört zu der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist verwandt mit anderen mediterranen Kräutern wie Thymian (Thymus vulgaris), Oregano (Origanum vulgare) oder Rosmarin (Rosmarinus officinalis). Bohnenkraut stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum sowie vom Schwarzen Meer. Bereits die Römer nutzten Bohnenkraut in der Küche und darüber hinaus als Heilkraut. Heute ist es in ganz Europa verbreitet und kommt im Süden Europas auch immer noch wild vor. Ebenfalls in Südafrika, Indien und Nordamerika wird es angebaut. Blühende Bohnenkräuter werden außerdem von Bienen verschiedener Art sehr geschätzt, weshalb das leckere Würzkraut in Kombination mit einer Bienenweide gleich doppelt nützlich ist.

Blühendes Bohnenkraut
Bohnenkraut blüht je nach Sorte weiß, rosa oder lila [Foto: Horst Lieber/ Shutterstock.com]

Während Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis) als einjährige, krautige Pflanze wächst, ist Bergbohnenkraut (Satureja montana) ein immergrüner Halbstrauch. Sommerbohnenkraut wird bis zu 25 Zentimeter hoch, Bergbohnenkraut sogar bis zu 70 Zentimeter. Beide bilden eine starke Hauptwurzel aus. Die aufrecht wachsenden Stängel verholzen schnell, beim Sommerbohnenkraut schimmern sie außerdem lila. Die Blätter beider Arten sind schmal, lineal-lanzettlich und dunkelgrün. Je nach Sorte blüht Bohnenkraut in Weiß, Rosa oder Violett. Sommerbohnenkraut blüht von Juli bis Oktober, Bergbohnenkraut von Juni bis September.

Bohnenkraut-Arten und -Sorten

In der Gattung der Bohnenkräuter existieren über 35 Arten. Für den Anbau interessant sind dabei vor allem drei Arten, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

Sommerbohnenkraut

Das wohl am meisten angebaute und bekannteste unter den Bohnenkräutern ist das Sommerbohnenkraut. Es ist zudem unter den Namen „Gartenbohnenkraut“ oder „Echtes Bohnenkraut“ geläufig. Der Geschmack dieser Art ist aromatisch und würzig, aber nicht allzu streng. Sommerbohnenkraut ist einjährig und muss daher jedes Jahr neu ausgesät werden. Einige interessante Sorten für den Anbau im eigenen Garten oder im Topf möchten wir Ihnen im Folgenden gerne vorstellen:

  • ‘Aromata’: Sehr starkwüchsig und aromatisch.
  • ‘Compact’: Zeichnet sich durch einen kompakten Wuchs und ein tolles Aroma aus.
  • ‘Cyrano’: Bis zu 50 cm hoch, besonders große und breite Blätter.
  • ‘Safira’: Aromatisch und wuchskräftig.
  • ‘Pikanta’: Pfeffriger Geschmack, kompakt und buschig.
  • ‘Saturn’: Trägt besonders viele, große Blätter, die reich an ätherischem Öl sind.
Sommerbohnenkraut
Sommerbohnenkraut ist einjährig [Foto: Mira Drozdowski/ Shutterstock.com]

Bergbohnenkraut (Winterbohnenkraut)

Die zweite bekannte Bohnenkraut-Art stellt das Bergbohnenkraut dar. Aufgrund seiner Winterhärte wird es auch Winterbohnenkraut genannt. Es ist frosttolerant, lässt sich mehrjährig kultivieren und zeichnet sich durch seinen besonders intensiven Geschmack aus, der nicht wenigen zu stark ist. Deshalb wird das Bergbohnenkraut auch kaum kommerziell angebaut. Lediglich zur Gewinnung von ätherischem Öl wird es oftmals genutzt, nicht aber als Gewürz. Für Hobbygärtner kann das Winterbohnenkraut aber eine echte Alternative oder Ergänzung zum einjährigen Bohnenkraut darstellen, da es noch pflegeleichter ist und viele Jahre im Garten überdauern kann. Außerdem ist es eine schöne Zierpflanze in Steingärten und wird als natürliches Mittel zur Bekämpfung von Samenkäfern, Mehltau und Blattläusen im Garten eingesetzt.

Tipp: Eine Besonderheit unter den Bergbohnenkräutern ist das sogenannte Zitronenbohnenkraut. Die Sorte ‘Citriodora’ sieht aus wie Bergbohnenkraut, trägt aber rosa Blüten und hat ein deutlich milderes Aroma. Wie der Name schon verrät, schmeckt diese besondere Bergbohnenkraut-Variation zitronig und eignet sich gut zum Grillen oder zum Marinieren von Gemüse oder Fleisch.

Blüte des Bohnenkrautes
Bergbohnenkraut wird auch Winterbohnenkraut genannt und ist mehrjährig [Foto: Heike Rau/ Shutterstock.com]

Kriechendes Bohnenkraut

Die dritte Bohnenkraut-Art, die für Hobbygärtner interessant sein könnte, ist das Kriechende Bohnenkraut (Satureja spicigera). Diese Art ist besonders geeignet für diejenigen, die Bohnenkraut als Bodendecker nutzen möchten. Zum Beispiel im Steingarten oder zum Begrünen von Mauern bietet sich Kriechendes Bohnenkraut besonders gut an. Natürlich ist es auch zum Würzen geeignet.

Bohnenkraut pflanzen

Bohnenkraut sollte erst dann gesät oder gepflanzt werden, wenn nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Wer schon früher mit dem Säen von Bohnenkraut anfangen möchte, kann es auf der Fensterbank oder unter Glas ab Anfang April vorziehen.

Die Bohnenkraut-Aussaat direkt ins Gartenbeet nehmen Sie am besten erst ab Mitte Mai vor, wenn die Eisheiligen vorüber sind. Auch für das Auspflanzen von vorgezogenen oder gekauften Pflänzchen in den Garten ist es erst b Mitte Mai an der Zeit.

Bohnenkraut – ganz gleich, ob Sommer- oder Bergbohnenkraut – mag es am liebsten sonnig und warm. Deshalb ist es wichtig, dass die Standortwahl dementsprechend ausfällt. Der Boden sollte locker und durchlässig sein. Außerdem lieben Bohnenkräuter kalkhaltige Böden, gelegentlich etwas zermahlene Eierschale oder Holzasche tut ihnen also gut. Lediglich die Nährstoffansprüche sind für Berg- und Sommerbohnenkraut unterschiedlich. Während das einjährige Bohnenkraut es gern nährstoff- und humusreich hat, bevorzugt Bergbohnenkraut magere und nährstoffarme Böden.

Wann sollte man Bohnenkraut pflanzen?

  • Vorziehen: ab Anfang April
  • Ins Freiland pflanzen: Mitte Mai
  • Direktsaat ins Freiland: Mitte Mai bis August
Bohnenkraut in Blumenkasten
Bohnenkraut kann sowohl im Beet als auch im Topf gut gedeihen [Foto: Ed Samuel/ Shutterstock.com]

Wo wird Bohnenkraut gepflanzt?

  • Sonniger und warmer Standort
  • Lockerer und durchlässiger Boden
  • Kalkliebend 
  • Sommerbohnenkraut: nährstoffreiche und humose Erde
  • Bergbohnenkraut: magere und nährstoffarme Böden

Tipp: Gute Beetnachbarn für Bohnenkraut sind natürlich Bohnen aller Art, wie Gartenbohnen (Phaseolus vulgaris) oder Ackerbohnen (Vicia faba). Aber auch neben Zwiebeln (Allium cepa), Rote Beete (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva), Erdbeeren (Fragaria x ananassa) oder Pflücksalat (Lactuca sativa var. crispa) passt Bohnenkraut sehr gut. Um Bohnenkraut zu säen oder zu pflanzen, befolgen Sie unsere einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bohnenkraut Pflanzen:

  1. Zum Vorziehen: Töpfe mit Erde – zum Beispiel mit der Plantura Bio-Kräutererde – befüllen
  2. Bohnenkraut ist ein Lichtkeimer: Samen max. 1 cm mit Erde bedecken
  3. Keimdauer: 3 bis 4 Wochen
  4. Für die Saat und das Pflanzen im Garten: Beet vorbereiten
  5. Erde mit einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie dem Plantura Bio-Universaldünger anreichern
  6. Boden je nach Bohnenkraut-Art mit Sand/Bims/Zeolith abmagern
  7. Pflanzrillen anlegen oder reitwürfig ansäen
  8. Reihenabstand: 30 cm
  9. Pflanzabstand: 25 cm
  10. Gut angießen
  11. Nach dem Auflaufen gegebenenfalls vereinzeln

Tipp: Bohnenkraut kann auch gut im Topf auf der Fensterbank, dem Balkon oder der Terrasse angebaut werden. Für den Anbau im Topf ist eine gute Erde das A und O. Unsere Plantura Bio-Kräutererde bietet Ihrem Bohnenkraut und auch anderen Kräutern die besten Voraussetzungen, um gut zu wachsen. Außerdem ist eine Drainageschicht wichtig, damit keinen Staunässe entsteht. Hierfür können Sie zum Beispiel Blähton oder Tonscherben verwenden.

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Bohnenkraut vermehren

Während Sommerbohnenkraut sich gut generativ, also durch Samen, vermehren lässt, muss Bergbohnenkraut vegetativ vermehrt werden. Das erfolgt über Stecklinge oder durch Teilung. Stecklinge schneiden Sie am besten im Juli oder August. Dazu wählen Sie halb verholzte Stecklinge aus und pflanzen diese in Stecklingssubstrat. Das geht übrigens mit Sommer- und mit Bergbohnenkraut.

Die beste Zeit für eine Teilung ist im Frühjahr. Große Bohnenkraut-Exemplare können mit einem Spaten ausgegraben und geteilt werden. Durch Teilung lässt sich nur Bergbohnenkraut vermehren.

Bohnenkraut im Beet
Bohnenkraut fühlt sich in Mischkultur mit Bohnen oder Salat sehr wohl [Foto: Verena Joy/ Shutterstock.com]

Wer nicht jedes Jahr neue Samen für sein Sommerbohnenkraut kaufen möchte, kann dieses auch selber gewinnen. Dazu muss die Pflanze blühen und danach Samen ausbilden können. Für die Bestäubung von Sommerbohnenkraut sind Ameisen zuständig. Diese sollten also nicht aus dem Kräuterbeet verjagt werden. Sommerbohnenkraut blüht von Juli bis Oktober – danach reifen die Samen ab und können geerntet werden. Die gesammelten Samen werden gereinigt und an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert. Im nächsten Jahr sind sie dann bereit zum Aussäen.

Mehr über die Stecklingsvermehrung können Sie in unserem Spezial-Artikel dazu in Erfahrung bringen.

Tipp: Da Bohnenkraut mit den Jahren seine Wuchskraft verliert, empfehlen wir, die Pflanzen alle zwei bis drei Jahre zu erneuern.

Bohnenkraut pflegen

Bohnenkraut ist in jeder Hinsicht äußerst anspruchslos und macht kaum Arbeit. Entfernen Sie lediglich regelmäßig das Unkraut durch Jäten oder legen Sie eine Mulchschicht an. Das Regenwasser sollte für die Wasserversorgung des Bohnenkrauts genügen, lediglich Topfpflanzen müssen Sie regelmäßig gießen. Auch in längeren Trockenperioden freut sich das Kraut natürlich über Wasser.
Düngen Sie Ihr Bohnenkraut einmal jährlich im Frühjahr. Hierzu eignet sich am besten ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung oder Kompost. Unser Plantura Bio-Universaldünger schont die Natur, wirkt nachhaltig und enthält alle Nährstoffe, die Ihr Bohnenkraut braucht. Alle Bohnenkraut-Arten schneiden Sie am besten kurz vor der Blüte, circa im Juli, einmal um etwa zehn Zentimeter zurück. Das regt die Pflanze zu neuem Wachstum an, sodass Sie noch einmal ernten können.

Wie pflegt man Bohnenkraut?

  • Bohnenkraut ist Genügsam genügsam und pflegeleicht
  • Unkraut entfernen und Boden auflockern
  • Nur bei längerer Hitze und Trockenheit gießen
  • Im Frühjahr einmalig mit einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung – beispielsweise dem Plantura Bio-Universaldünger – oder mit Kompost düngen
  • Vor der Blüte um ca. 10 cm einkürzen; dadurch wird ein stärkerer Blattwuchs gefördert
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Bohnenkraut überwintern

Ist Bohnenkraut eigentlich winterhart? Das kommt auf die jeweilige Bohnenkraut-Art an. Winterbohnenkraut ist winterhart. Allerdings stammt das Kraut aus dem Mittelmeerraum und kann nur bis Winterhärtezone 6 (-20 °C) ohne Schutz den Winter gut überstehen. In kälteren Gebieten sollte man es vor Frost schützen. Im Beet lässt es sich dafür mit Reisig oder Stroh abdecken. Im Topf benötigt Bergbohnenkraut im Winter immer Schutz, denn die Erde im Pflanzgefäß kann schnell durchfrieren. Stellen Sie Ihr Bergbohnenkraut im Topf im Winter daher besser in einen kühlen, hellen und frostfreien Schuppen oder ins Treppenhaus. Sommerbohnenkraut übersteht den Winter leider nicht und muss jedes Jahr neu ausgesät oder angepflanzt werden.

Bohnenkraut im Winter
Bergbohnenkraut ist winterhart [Foto: Marco.Warm/ Shutterstock.com]

Bohnenkraut ernten

Wann erntet man Bohnenkraut? Und wie geht man dabei vor? Bohnenkraut kann vor und während der Blüte geerntet werden. Vor der Blüte ist der Gehalt an ätherischen Ölen in den Blättern am höchsten. Das heißt, das Kraut ist dann am aromatischsten. Während der Blüte lässt das Aroma etwas nach. Das können sich besonders diejenigen zu Nutze machen, denen das Bergbohnenraut eigentlich zu scharf und zu kräftig ist. Die Erntezeit von Sommerbohnenkraut liegt, wie der Name schon sagt, nur im Sommer, bis in den Herbst hinein. Bergbohnenkraut kann fast ganzjährig geerntet werden. Lediglich für einige Monate im Winter ruht es.

Für die Ernte von Bohnenkraut nehmen Sie eine Schere oder ein scharfes Messer zur Hand. Nun werden die Stängel des Bergbohnenkrauts bis zur Hälfte abgeschnitten. Bei Sommerbohnenkraut können Sie die Stängel bis kurz über dem Boden abschneiden. Kenner des Bohnenkrauts bündeln die Triebe dann schon bei der Ernte zusammen. Das erleichtert später das Trocknen oder Einfrieren.

Ernte des Bohnenkrautes
Bohnenkraut kann vor oder während der Blüte geerntet werden [Foto: lantapix/ Shutterstock.com]

Wann und wie wird Bohnenkraut geerntet?

  • Vor und während der Blüte ernten, da dann der Gehalt an ätherischen Ölen am größten ist
  • Sommerbohnenkraut: Juli bis Oktober
  • Bergbohnenkraut: fast ganzjährig
  • Frische Triebe kurz über dem Boden (Sommerbohnenkraut) oder bis zur Hälfte (Bergbohnenkraut) mit einer Schere oder einem scharfen Messer abschneiden

Bohnenkraut richtig lagern und konservieren

Wie kann ich Bohnenkraut lagern und haltbar machen? Und sollte ich dazu Bohnenkraut trocknen oder einfrieren? Diese Fragen beantworten wir Ihnen im nächsten Abschnitt.

Bohnenkraut trocknen

Bohnenkraut gewinnt durch die Trocknung sogar noch an Geschmack und Aroma. Wie Sie Ihr Bohnenkraut kinderleicht durch Trocknen konservieren, finden Sie nun in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Bohnenkraut trocknen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Die geernteten Bohnenkraut Bohnenkraut-Stängel bündeln und zusammenbinden.
  2. Die Bündel kopfüber, möglichst dunkel bei 20 – 25 °C aufhängen, bis sie sich leicht zerreiben lassen.
  3. Alternativ auf Backpapier ausbreiten und an der Luft an einem dunklen Ort bei 20 – 25 °C trocknen lassen.
  4. So lange hängen oder liegen lassen, bis die Blätter komplett durchgetrocknet sind.
  5. Nach dem Trocknen die Blätter von den Stängeln lösen.
  6. In einen licht- und luftundurchlässigen Behälter füllen.
Bohnenkraut und andere Kräuter beim Trocknen
Zum Trocknen wird Bohnenkraut gebündelt und aufgehängt [Foto: angelakatharina/ Shutterstock.com]

Bohnenkraut einfrieren

Kann man Bohnenkraut einfrieren? Ja! Neben dem Trocknen bietet Einfrieren eine weitere Möglichkeit, Bohnenkraut haltbar zu machen. Sie können frisches Bohnenkraut ebenso wie bereits getrocknetes einfrieren. Entweder zupfen Sie die Blätter von den Stielen und frieren diese oder komplette Bündel ein. Sie können dann als Ganzes später zum Kochen verwendet werden. Bohnenkraut lässt sich auch sehr gut mit Gemüse zusammen einfrieren.

Tipp: Bohnenkraut sollten Sie maximal für vier Monate einfrieren, weil das Aroma und die Inhaltsstoffe sich mit der Zeit verflüchtigen.

Verwendung und Heilwirkung von Bohnenkraut

Alle Fragen rund um die Verwendung und Heilwirkung von Bohnenkraut beantworten wir Ihnen nun im Folgenden.

Wie schmeckt Bohnenkraut?

Bohnenkraut schmeckt aromatisch und würzig. Es dominieren Minze- und Pfeffer-Noten. Es kann leicht scharf schmecken und viele erinnert der Geschmack an Thymian.

Kann man Bohnenkraut roh essen?

Bohnenkraut kann problemlos frisch verzehrt werden. Allerdings ist Bohnenkraut, anders als viele andere Kräuter, getrocknet um einiges aromatischer als roh.

Wie verwende ich Bohnenkraut?

Das aromatische Kraut kann vielfältig in der Küche zum Einsatz kommen. Zuallererst wird Bohnenkraut als Gewürz verwendet und verträgt sich natürlich wunderbar mit Bohnengerichten verschiedenster Art. Aber nicht nur Bohnen schmecken gut mit Bohnenkraut. Probieren Sie es doch einmal zum Würzen von Antipasti, in Dressings, Saucen, zu Pellkartoffeln, im Kräuterquark oder Frischkäse oder zu Eierspeisen. Ein Klassiker ist natürlich auch Bohnenkraut in der Suppe.

Bohnensuppe
Bohnenkraut schmeckt natürlich am besten zu Gerichten mit Bohnen [Foto: zebratomato/ Shutterstock.com]

Hat Bohnenkraut Heilwirkung?

Bereits im Mittelalter wurde Bohnenkraut als Heilkraut verwendet. Vor allem Verdauungsbeschwerden wurden hiermit behandelt. Bohnen und andere Hülsenfrüchte sind nicht einfach zu verdauen. Damit es nicht zu unangenehmer Gasbildung im Magen kommt, hat man schon früh die positive Wirkung von Bohnenkraut entdeckt, es wird seit jeher zusammen mit Hülsenfrüchten gegessen. Bohnenkrauttee lässt sich als Hausmittel gegen Husten, Durchfall und Krämpfe einsetzen. Außerdem hat Bohnenkraut antibakterielle Eigenschaften.

Besonders gut machen sich Kräuter wie Bohnenkraut in einer selbstgebauten Kräuterschnecke. Wie Sie in nur 10 Minuten selbst eine Kräuterschnecke bauen, zeigen wir Ihnen in einem Video.

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