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Kräuter für die Sonne: Welche Kräuter vertragen viel Sonne?

Wenn Sie Kräutern einen sonnigen Standort bieten können, ist die Auswahl groß. Hier finden Sie besonders gut geeignete sonnenliebende Kräuter und erfahren mehr über ihre Ansprüche.

Kräuter an sonnigem Standort
Von Lavendel über Rosmarin, Oregano und Thymian. Viele bekannt Küchenkräuter sind am liebsten in der Sonne [Foto: Bildagentur Zoonar GmbH/ Shutterstock.com]

Kräuter haben nicht nur gesundheitliche Vorzüge, auch vielen Gerichten verleihen sie das gewisse Etwas. Doch nicht jedes Kraut wächst an jedem Standort. Wenn Sie ein paar Dinge wie Licht- und Nährstoffbedarf beachten, steht einer üppigen Kräuterernte aus dem eigenen Garten nichts mehr im Wege. Dieser Artikel stellt Ihnen einige Sonnenkräuter und ihre Ansprüche an den Boden vor.

Kräuter für die Sonne mit niedrigem Nährstoffbedarf

Die allermeisten Kräuter für die Sonne mit niedrigem Nährstoffbedarf sind sogenannte mediterrane Kräuter. Sie stammen aus dem trockenen und warmen Mittelmeerraum und können an passenden Standorten leicht angebaut werden. Geeignet für den Anbau ist zum Beispiel unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, die teilweise noch mit Sand gemischt werden kann, um die natürlichen Standortbedingungen der Kräuter nachzuahmen.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis): Rosmarin ist ein mehrjähriger, immergrüner Kleinstrauch, der bei uns in der Regel 70 bis 150 cm hoch wird. Er eignet sich für direkte Sonneneinstrahlung und liebt einen mageren Boden. Zudem braucht er nur wenig Wasser. Seine nadelartigen Blätter können vielseitig in der Küche verwendet werden – von einfachen Rosmarin-Kartoffeln bis Ratatouille.

Rosamarin mit Blüten
Rosmarin mit seinen nadelartigen Blättern und blauen Blüten [Foto: Maren Winter/ Shutterstock.com]

Thymian (Thymus vulgaris): Wie Rosmarin stammt auch der Thymian ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Das zeigt sich unter anderem in den sehr ähnlichen Standortansprüchen, aber auch in der Küche ergänzen sich die beiden sonnenliebenden Kräuter perfekt. Die Wuchshöhe des Thymians ist mit 10 bis 40 cm kleiner als der Rosmarin und auch seine Blätter sind deutlich kleiner. Abseits der Küche werden dem Thymian verschiedene Heilwirkungen zugeschrieben, zum Beispiel gegen Erkältungen, Husten oder Magen-Darmbeschwerden, was ihm den Titel Heilkraut des Jahres 2006 einbrachte.

Thymian im Beet
Im Garten bildet Thymian kleine Halbsträucher, er ist aber auch für die Kultur im Topf geeignet [Foto: Frank Fischbach/ Shutterstock.com]

Oregano (Origanum vulgare): Der mediterrane Oregano bevorzugt ebenfalls trockene, nährstoffarme Böden und ist ein typisches Kraut für sonnige Standorte. Oregano ist mehrjährig, wobei er in unseren Breitengraden oft mit der Kälte zu kämpfen hat. Es gibt jedoch Arten, die Temperaturen bis -15 °C aushalten, sodass ein überwinternder Anbau auch bei uns gelingen kann. An geeigneten Standorten kann Oregano Wuchshöhen von bis zu 65 cm erreichen, doch er ist auch für die Kultur im Topf als Kraut für sonnige Balkone geeignet.

Frischer und getrockneter Oregano
Die Blätter des Oregano können sowohl frisch, als auch getrocknet verwendet werden [Foto: catalina.m/ Shutterstock.com]

Bohnenkraut (Satureja): Auch Bohnenkraut bevorzugt warme, sonnige, magere und eher trockene Standorte. Bei uns verbreitet sind vor allem zwei Arten: Das einjährige Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis) und das zwei- bis mehrjährige Winter- oder Bergbohnenkraut (Satureja montana). Entsprechend seinem Namen harmoniert das Bohnenkraut perfekt mit Bohnengerichten jedweder Art. Doch auch abseits davon kann Bohnenkraut mit seinem herben, leicht scharfen Geschmack vielseitig in der Küche verwendet werden. So eignet es sich hervorragend für Fleisch- und Fischgerichte oder zur Verfeinerung von Kräuterbutter und -quark.

Bohnenkraut
Die ganzen Stängel des Bohnenkrauts werden bei vielen Bohnengerichten mitgekocht [Foto: EQRoy/ Shutterstock.com]

Lavendel (Lavandula angustifolia): Lavendel kennt man von den Lavendelfeldern in der Provence, die die mediterrane Herkunft und das Sonnenbedürfnis des mehrjährigen Halbstrauchs zeigen. Bei uns kann Lavendel in eher nährstoffarmen, kalkhaltigen und durchlässigen Böden angebaut werden. Zwischen Mai und September blüht der Lavendel und bildet seine zugleich zierenden und duftenden lilafarbenen Blüten aus. In der Küche werden die Blätter und Blüten verwendet, aber auch in der Heilkunde wird der Lavendel dank seiner beruhigenden, schlaffördernden und antibakteriellen Wirkung oft angewendet.

Lavendelfeld
In der Provence sind die Bedingungen für Lavendel optimal, aber auch bei uns kann er angebaut werden [Foto: aniana/ Shutterstock.com]

Salbei (Salvia officinalis): Die Blätter des Echten Salbeis sind länglich oval, mit weißen Trichomen überzogen und verströmen dank der enthaltenen ätherischen Öle einen intensiven Duft. Sie sind durch ihren angenehm bitteren und würzigen Geschmack für viele italienische Fleischgerichte unverzichtbar. Die Gattung Salvia ist sehr artenreich, sodass es geschmacklich doch einige Unterschiede gibt: Manche Sorten schmecken nach Limone, Marzipan oder Pfirsich. Der Salbei stammt aus dem Mittelmeerraum und bevorzugt durchlässige, karge Böden. Unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde sollte für optimale Bedingungen für den Salbei am besten mit etwa 30 % Sand vermengt werden.

Salbeiblätter
Die charakteristischen, filzigen Blätter des Echten Salbei können vielseitig verwendet werden [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Currykraut (Helichrysum italicum): Der Duft und Geschmack des Currykrauts erinnert sofort an eine asiatische Gewürzmischung, auch wenn das Sonnenkraut in dieser gar nicht vorkommt. Wie die meisten anderen hier genannten Arten hat das Currykraut seine Heimat nämlich im Mittelmeerraum. So wächst es am besten in durchlässigen, mageren Substraten und verträgt keine Staunässe. Mit seinen silbrig-grauen Blättern und den gelben Blüten hat das Currykraut zusätzlich zu seinem markanten Geschmack auch einen gewissen Zierwert.

Currykraut
Das Currykraut ist eine duftende und hübsch blühende Bereicherung für den Garten [Foto: Andriy Tkachenko/ Shutterstock.com]
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Kräuter für die Sonne mit höherem Nährstoffbedarf

Folgende Kräuter haben etwas höhere Ansprüche und benötigen viele Nährstoffe sowie teilweise auch viel Wasser. Nur was die Pflege angeht, sind die meisten recht genügsam. Für den Anbau im Topf empfiehlt sich ein nährstoffreiches Substrat, wie unsere Plantura Bio-Universalerde. Sie liefert den Pflanzen alle Nährstoffe, die sie benötigen, und sorgt mit ihrem relativ hohen pH-Wert auch für eine Umgebung, in der sich die Sonnenkräuter wohlfühlen.

Basilikum (Ocimum basilicum): Basilikum wird oft mit Rosmarin, Thymian, Oregano und Co. in einen Topf geworfen. Dabei stammt Basilikum ursprünglich aus den Waldgebieten der Subtropen. Das erklärt, warum es Basilikum eher feucht und warm mag und pralle Mittagssonne nicht so gut wegsteckt. Basilikum ist einjährig und eignet sich daher gut als Kraut für Sonnenbalkone. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Sorten des Echten Basilikums, zum Beispiel Zimt-, Anis-, Zitronen- oder Thaibasilikum. Manche Sorten können sogar überwintert werden. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel Basilikum überwintern.

Lilablättriges Basilikum
Es gibt ein Vielzahl verschiedener Basilikumsorten, so zum Beispiel auch lilablättrige [Foto: Nick Pecker/ Shutterstock.com]

Dill (Anethum graveolens): Heutzutage wird Dill vor allem mit Gurken und Fisch in Verbindung gebracht. In der Vergangenheit wurde er jedoch vor allem als Heilkraut verwendet, denn er soll die Wundheilung unterstützen und schmerzlindernd wirken. Dill bevorzugt windgeschützte Standorte mit humus- und nährstoffreichen Böden. Da er einjährig ist, bietet sich Dill auch gut als Kraut für sonnige Balkone an.

Dill
Nach der Anzucht in einer Kräutererde fühlt sich Dill in eher nährstoffreichen Substraten wohler [Foto: Marina Demidiuk/ Shutterstock.com]

Schnittknoblauch (Allium tuberosum): Äußerlich ähnelt Schnittknoblauch normalem Schnittlauch, geschmacklich jedoch steht er dem Knoblauch in nichts nach – aber ohne dabei überall dessen typischen Geruch zu hinterlassen. Zudem ist Schnittknoblauch pflegeleicht und kann fast das ganze Jahr über geerntet werden, was nur einige Vorteile gegenüber seinem großen Bruder, dem richtigen Knoblauch, sind. Auch gegen die Kultur im Topf ist nichts einzuwenden, sodass Schnittknoblauch gut auf sonnige Balkone passt. Am besten gedeiht er in humus- und nährstoffhaltiger, gleichmäßig feuchter Erde ohne Staunässe. Wollen Sie für den Anbau unsere Bio-Universalerde verwenden, sollten Sie diese noch mit etwas Tonmehl (Bentonit) vermischen, was unter anderem die Wasserhaltefähigkeit verbessert. Nur für die Anzucht bietet sich eine Kräuter- und Anzuchterde an.

Schnittknoblauch
Schnittknoblauch: Sieht aus wie Schnittlauch, schmeckt wie Knoblauch [Foto: Peter Turner Photography/ Shutterstock.com]

Lorbeer (Laurus nobilis): Lorbeer ist empfindlich gegenüber Frost, sodass sich die Kultur in Töpfen anbietet, in denen er an einem frostfreien, möglichst hellen Ort überwintert werden kann. Als Substrat eignet sich humose, nährstoffreiche, aber trotzdem durchlässige Erde. Dafür können Sie zum Beispiel unsere Plantura Bio-Universalerde mit etwas Sand vermischen. Der Lorbeer darf nicht mit der Lorbeerkirsche verwechselt werden, da diese leicht giftig ist. Im Gegensatz dazu finden die Blätter des Lorbeers vielseitig Verwendung in unseren Küchen und als Heilpflanze.

Lorbeerblätter
Da sie relativ hart sind und intensiv schmecken, werden Lorbeerblätter oft nur mitgekocht [Foto: Csendon/ Shutterstock.com]

Ysop (Hyssopus officinalis): Wie Rosmarin, Oregano und Thymian gehört auch Ysop zur Familie der Lippenblütler und zählt zu den mehrjährigen Halbsträuchern. Der Ysop bevorzugt windgeschützte, sonnige Standorte mit kalk- und nährstoffreichen Böden. Wenn diese Bedingungen gegeben sind, ist er sehr pflegeleicht. Für optimale Anbaubedingungen sorgen Sie, wenn Sie unsere Bio-Universalerde mit etwas Gartenkalk vermischen, um den pH-Wert zu erhöhen. Neben vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der Küche und als Heilkraut hat der Anbau von Ysop auch einen ganz praktischen Nutzen, denn mit seinem starken Duft vertreibt er Schnecken und andere Schädlinge.

Ysop
Auf den ersten Blick ähnelt Ysop Lavendel, er hat aber einen ganz eigenen Geschmack [Foto: Kaichankava Larysa/ Shutterstock.com]

Kapuzinerkresser (Tropaeolum majus): Die einjährige Pflanze ist ein echtes Multitalent. Kapuzinerkresse wächst schnell, ist ein Bodendecker und hat dekorative Blätter und wunderschöne Blüten, die äußerst wohlschmeckend sind. Sie bevorzugt sonnige Standorte, gedeiht aber auch im Halbschatten noch gut. Am besten wächst Kapuzinerkresse im Topf oder im Beet in leicht feuchten, nährstoffreichen Substraten.

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In keinem Garten gibt es nur Platz für Kräuterbeete in der Sonne. Falls Sie auch an anderen Stellen Kräuter anbauen möchten, können Sie in unseren Artikeln Kräuter für den Schatten und Kräuter für den Halbschatten weiterlesen.

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