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Pilzkraut: Ein außergewöhnlicher Exot unter den Kräutern

In seiner tropischen Heimat als Gemüse und Küchenkraut geschätzt ist Pilzkraut ein echter Geheimtipp für außergewöhnliches Aroma aus eigenem Anbau!

Blüte Pilzkraut Rungia klossii im Garten anbauen

Pilzkraut blüht nicht nur wunderschön, sondern hat auch ein herrliches Aroma [Foto: Anna Muratore]

Mit seinen stahlblauen Blütenrispen und den glänzenden Blättern wirkt Rungia klossii nicht gerade wie ein typisches Küchenkraut, sondern wie eine exotische Zierpflanze. Hinter dem wohlklingenden botanischen Namen verbirgt sich das Pilzkraut, das derzeit in deutschen Gärten immer beliebter wird. Die Deutsche Bezeichnung leitet sich vom intensiven Waldpilzaroma ab, mit dem es schon manchen Testesser überrascht hat. Im Gegensatz zu den meisten anderen Küchen- und Gewürzkräutern zählt Pilzkraut zu den Akanthusgewächsen, ist also enger mit der schwarzäugigen Susanne verwandt als mit Rosmarin oder Petersilie. In seiner Heimat, dem Hochland von Papua-Neuguinea, gelten die fleischigen Blätter des Pilzkrautes als beliebtes Blattgemüse. Hierzulande ist es bisher kaum bekannt, jedoch ist das Kraut eine ausgezeichnete Zutat für Pilzgerichte aller Art.
Synonyme: Rungia, engl. mushroom plant

Anbau von Pilzkraut

Pilzkraut bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen und nährstoffreiche, humushaltige Böden. Wer eher karge Böden hat oder Pilzkraut im Topf anbauen möchte, verwendet am besten eine hochwertige Erde wie unsere torffreie Plantura Bio-Universalerde. Da es in seiner Heimat tropischen Regenschauern ausgesetzt ist, sollte man das Wässern nicht vernachlässigen. Insbesondere in Trockenperioden ist deshalb regelmäßiges Gießen Pflicht!

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Trotz seiner Toleranz gegenüber leichter Fröste wird Pilzkraut am besten im Haus überwintert. So lässt sich auch den ganzen Winter über bequem von der Fensterbank aus ernten. Wir empfehlen daher die Topfkultur, die die Überwinterung zu einem Kinderspiel macht!

Sorten: Pilzkraut bleibt Pilzkraut

Bisher gibt es im Handel nur die Naturform des Pilzkrautes. Sorten mit unterscheidbaren Eigenschaften sind noch nicht bekannt.

Pilzkraut durch Stecklinge vermehren

Am weitesten verbreitet ist die Vermehrung von Pilzkraut durch Stecklinge. Dazu werden bis zu 25 cm lange Triebe tief in Bio-Aussaaterde gepflanzt, denn an den Blattknoten bilden sich die neuen Wurzeln. Um Fäulnis zu verhindern, sollten allerdings die unteren Blätter der Triebe entfernt werden. Sie wollen nun auch Pilzkraut im Garten anpflanzen? In unserer Anbauanleitung finden Sie hilfreiche Tipps und Tricks.

Pflege von Pilzkraut

Trotz seiner tropischen Herkunft ist Pilzkraut pflegeleicht anzubauen, wenn man seinen Wasser- und Nährstoffbedarf beachtet. Es liebt nährstoffreiche Böden – eine vornehmlich organische Düngung im Frühjahr ist daher zu empfehlen. Dafür verwenden Sie am besten einen Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Universaldünger, der seine Nährstoffe langsam und schonend an die Pflanze abgibt.

Gießen sollte man regelmäßig, da die Pflanze an tropische Regengüsse angepasst ist. Werden die Triebe des Pilzkrauts nicht regelmäßig geschnitten, beginnen sie zunehmend zu verholzen und weniger Blattmasse zu produzieren. Durch regelmäßiges Einkürzen der Triebspitzen entwickelt die Pflanze einen buschigen Wuchs. Auch einen gelegentlichen Radikalschnitt kurz unter dem Boden verkraftet sie gut.

Pilzkraut im Garten anbauen

Pilzkraut ist eine tolle Ergänzung für Ihr Kräuterbeet [Foto: Rolf Müller]

Ernte und Lagerung von Pilzkraut

Geerntet werden die ca. 10 cm langen Triebspitzen der Pflanze – regelmäßiges Ernten kann daher lästige Schneidmaßnahmen ersetzen. Allerdings lassen sich die aromareichen Triebe nur wenige Tage lagern, sodass Pilzkraut immer frisch verwendet werden sollte.

Inhaltsstoffe und Verwendung von Pilzkraut als Küchenkraut und Blattgemüse

In seiner Heimat Papua-Neuguinea wird Pilzkraut nicht nur als Würzzutat verwendet, sondern zählt dort zu den beliebtesten Blattgemüsen. Kein Wunder, denn Pilzkraut ist gesund, enthält viel Chlorophyll und sogar mehr Kalzium als Grünkohl! Mit der vielzitierten Verwendung als pflanzliche Proteinquelle ist es jedoch nicht weit her – mit nur knapp 3% enthält es zwar mehr Eiweiß als Pilze, doch liegt damit weit hinter Hülsenfrüchten zurück.

Hierzulande ist Pilzkraut bisher vor allem als Küchenkraut bekannt, das das Aroma von Pilzgerichten verstärken und beispielsweise Salate oder Sandwiches um eine weitere Geschmacksnote bereichern kann. Dazu sollte es erst gegen Ende des Kochvorgangs hinzugegeben werden, da sich der Pilzgeschmack beim Kochen verstärkt und andere Aromen überlagert.

Als Blattgemüse kann Pilzkraut entweder roh oder gekocht verzehrt werden und verleiht Suppen, Wok- und Pastagerichten eine würzige Note. Die Zubereitung erfolgt ähnlich wie bei Spinat durch kurzes Blanchieren oder Dünsten.

Krankheiten und Schädlinge

Bisher sind weder Krankheiten noch Schädlinge bekannt, die dem Pilzkraut schaden können.

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