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Mangold: Alles zum Anbauen & Ernten des gesunden Gemüses

Das gesunde Gemüse wird bei uns wieder beliebter. Hier erfahren Sie alles, was man zum Anbauen und Ernten von Mangold wissen muss.

Mangold im Garten angebaut
Mangold wird bei uns immer beliebter und kann gut im eigenen Garten wachsen [Foto: Kanjanee Chaisin/ Shutterstock.com]

Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris) war lange eine Seltenheit im Gemüseregal und auch im Garten. Erst seit den letzten Jahren sieht man das Blattgemüse wieder häufiger. Zu Recht, denn Mangold schmeckt nicht nur gut und ist gesund, er ist auch äußerst dekorativ im Gartenbeet. Dazu kommt, dass er überaus simpel im Anbau ist und somit jeder und jede im Garten in den Genuss von Mangold aus eigener Ernte kommen kann. Damit der Anbau auch bei Ihnen gelingt, verraten wir Ihnen in diesem Artikel alles über die Herkunft, verschiedene Sorten, das Anbauen, Pflegen und Ernten von Mangold.

Mangold

Auch wenn man es nicht sofort am Erscheinungsbild erkennen mag: Mangold ist eine Kulturform der Rübe (Beta vulgaris) und zählt somit zur Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae). Enge Verwandte sind zum Beispiel Rote Bete (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. conditiva) oder die Zuckerrübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris var. altissima). Botaniker waren sich in der Vergangenheit über die richtige Bezeichnung des Mangolds nicht immer einig, was zu vielen, meist kuriosen Alternativnamen geführt hat. Im Englischen spricht man von „Swiss Chard“, wobei sich dieser Begriff vom lateinischen Wort für „Distel“, „carduus“, ableiten lässt. Mit Disteln hat der Mangold jedoch so gar nichts am Hut. Auch weitere Bezeichnungen wie „Perpetual Spinach“ oder „Römischer Kohl“ ergeben nur wenig Sinn. Auch seinen negativ konnotierten Namen „Spargel des armen Mannes“ hat der Mangold längst abgelegt.

Herkunft und Eigenschaften von Mangold

Mangold ist eine uralte Nutzpflanze und stammt ursprünglich aus Vorderasien. Schon bald verbreitete er sich im ganzen Mittelmeerraum, wo die alten Griechen und Römer nicht nur seinen leckeren Geschmack, sondern auch seine Verwendbarkeit als Heilpflanze zu schätzen wussten. So wurde er zum Beispiel als Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden oder Blutarmut eingesetzt. Bereits in der Spätantike gelangte das bunte Blattgemüse nach Mitteleuropa und zählte dort zu den wichtigsten Gemüsepflanzen. Besonders beliebt wurde er, weil er im Sommer gut Spinat (Spinacia oleracea) ersetzen konnte.

Bei uns geriet Mangold allerdings zunehmend in Vergessenheit, seitdem Tiefkühlspinat ganzjährig verfügbar war, während in südlichen Teilen der Welt Mangold nie an Beliebtheit eingebüßt hat. Erst in den letzten Jahren erlebte der Mangold wieder einen Aufschwung – mittlerweile nicht mehr nur bei Feinschmeckern oder besonders gesundheitsbewussten Menschen. Manch einer mag auch schon einmal in der Salatmischung aus dem Supermarkt auf Mangold gestoßen sein, denn er wird zunehmend auch als Baby-Leaf-Salat angeboten.

Mangold auf einem Teller liegend
Schon die alten Griechen und Römer wussten den leckeren Mangold zu schätzen und nutzten ihn auch als Heilpflanze [Foto: Dani Vincek/ Shutterstock.com]

Mangold ist eine zweijährige Pflanze, die erst im zweiten Jahr blüht. Er wächst als grundständige Rosette und trägt langstielige, bis zu 30 Zentimeter lange Blätter. Je nach Sorte können die Blätter und Stiele unterschiedliche Farben haben und runzelig oder glatt sein. Die Blüten sind eher unscheinbar und grün an dem circa einen Zentimeter langen Stängel. Das Saatgut ist im Knäuel angeordnet, jedes Knäuel enthält dabei zwei bis fünf Samen.

Mangold-Sorten

Die Mangold-Sorten lassen sich hauptsächlich in die beiden Gruppen Cicla und Flavescens unterteilen: In Schnittmangold und Stielmangold.

Schnitt- oder Blattmangold gehört zur Cicla-Gruppe und wächst ähnlich wie Spinat. Diese Gattung wird auch nach dem Ernten neu austreiben. Mit dem Winterende treibt der Blattmangold als eines der allerersten Gemüse erneut aus und liefert so rechtzeitig frisches Gemüse aus dem eigenen Garten. Der Anbau der meisten Mangold-Pflanzen aus der Cicla-Gruppe gelingt auch wunderbar auf dem Balkon oder der Terrasse.

Der Stielmangold gehört hingegen zur Flavescens-Gruppe. Seine Stiele sind im Vergleich zur Cicla-Gruppe deutlich länger und kräftiger. Die Pflanzen wachsen zudem um einiges schneller und bilden stark gerippte Blattadern.

Zur Vielfalt der Mangoldgruppen kommt außerdem die farbliche Vielfalt der einzelnen Sorten hinzu. Das Farbspektrum reicht hierbei von blassem Hell- und Dunkelgrün über Rot und Orange bis hin zu gelben und purpurnen Farbnuancen. Die Oberfläche der Blätter kann glatt, gewellt oder uneben sein. Im Folgenden haben wir für Sie einige bekannte Mangold-Sorten für den heimischen Garten aufgelistet.

Blattmangold-Sorten:

  • ‘Charlie’: Ein ganz besonderer Blatt-Mangold mit grünen Blättern und dunkelroten Stielen; sehr dekorativ, kann auch als Baby-Leaf-Salat verwendet werden
  • ‘Grüner Schnitt’: Eine Schnittmangold-Sorte, die feine, zartgrüne Blätter hervorbringt; sie ist anspruchslos und kann lange geerntet werden
  • ‘Verde da taglio’: Diese Blattmangold-Sorte trägt leuchtend grüne Blätter, die besonders zart schmecken; sie ist frosthart und die jungen Blätter können auch gut als Salat gegessen werden

Stielmangold-Sorten mit weißen Stielen:

  • ‘Fordhook Giant’: Eine der wüchsigeren Mangold-Sorten mit bis zu 100 Zentimetern Höhe (bei guten Kulturbedingungen); weiße, sehr breite Stängel mit grünen und stark gekräuselten Blättern; altbewährte und sehr schmackhafte Sorte
  • ‘Genfer Krautstiel’: Robuste Mangold-Sorte aus der Schweiz, die im Freien gut überwintert und im zeitigen Frühjahr schmackhaftes Blattgemüse hervorbringt; extrem breite, weiße Blattstiele mit grünen, gekräuselten Blättern
  • ‘Glatter Silber’: Ein klassischer Stielmangold mit breiten, silberweißen Stängeln und dunkelgrünem Blatt; äußerst robust und ertragreich
  • ‘Jessica’: Schwere, kräftige Pflanzen liefert diese Stielmangold-Sorte; der Wuchs ist kompakt und die Pflanzen werden 30 bis 40 Zentimeter hoch
  • ‘Lucullus’: Sorte mit dünnen, weißen Stielen und einem hohen Blattanteil; besonders zart und bei früher Ernte auch als Salat verwendbar
  • ‘Walliser’: Sorte mit weißen, breiten Stängeln und hellgrünem Blattwerk; hohe Sorte mit guter Schossfestigkeit; äußerst schmackhaft
  • ‘White Silver’: Mangold-Sorte mit breiten, silberweißen Stängeln und dunkelgrünem Blattwerk; soll besonders vitaminreich sein; gutes Aroma
Mangold mit weißen Stielen
Die Sorte ‘Jessica’ trägt weiß-silbrige Stiele und sattgrüne Blätter [Foto: Yulia von Eisenstein/ Shutterstock.com]

Stielmangold-Sorten mit bunten Stielen:

  • ‘Bright Lights’: Nicht winterharte Sorten; Unterschiede in Form und Farbe (keine reine Sorte, sondern Saatgut-Mischung in einer Tüte aus unterschiedlichen Sorten)
  • ‘Bright Yellow’: Beliebte Sorte mit leuchtend tiefgelben, recht breiten Stängeln; grüne Blätter; widerstandsfähig und robuster Wuchs
  • ‘Feurio’: Leuchtend rote Stängel; grüne Blätter mit einem leichten Rotstich; sehr aromatisch und schmackhaft
  • ‘Pirol’: Für Liebhaber der gelben Farbe bietet sich diese Sorte an – die Stängel des Mangolds erstrahlen in leuchtendem Gelb, während die Blätter grün mit gelben Blattadern sind
  • ‘Rainbow Chard’: Unterschiedliche Farben und Formen (keine reine Sorte, sondern Saatgut-Mischung in einer Tüte aus unterschiedlichen Sorten)
  • ‘Rhubarb Chard’: Schöne Mangold-Sorte mit tiefroten Stängeln und dunkelrot-grünen Blättern; sehr aromatisch

Tipp: Mittlerweile werden einige Mangold-Sorten auch als Zierpflanzen in heimische Beete gepflanzt, denn die leuchtend gelb, orange oder rot gefärbten Stiele sind eine wahre Augenweide. Als Zierde wird der Mangold häufig zweijährig gezogen.

Mangold mit bunten Stielen
Die Mischung ‘Rainbow Chard’ ist bunt wie ein Regenbogen [Foto: Andi Berger/ Shutterstock.com]

Mangold kaufen: Darauf sollten Sie achten

Sowohl Jungpflanzen als auch Saatgut für Mangold können Sie im Handel erwerben. Wer mit Samen eigene Mangold-Pflänzchen heranzieht, spart Geld und kann meist aus einer größeren Auswahl an Sorten schöpfen. Achten Sie beim Kauf jedoch unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum. Mangold-Samen verlieren mit der Zeit ihre Keimfähigkeit. Samenfestes Saatgut aus biologischer Erzeugung finden Sie bei Bingenheimer Saatgut oder Dreschflegel. Eine große Auswahl an konventionellen und biologischen Mangold-Samen bietet zudem das Samenhaus. Wer sich für den Kauf von Jungpflanzen entscheidet, spart Zeit und Arbeit. Mangold-Pflanzen können Sie in Gärtnereien, Gartencentern und mit etwas Glück auch auf dem Wochenmarkt kaufen. Beim Kauf sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Pflänzchen gesund sind und einen kräftigen Eindruck machen.

Worauf sollte man beim Kauf von Mangold-Pflanzen achten?

  • Passende Sorte
  • Frei von Mehltau und Blattläusen
  • Keine beschädigten oder abgeknickten Pflanzenteile
  • Saftige, kräftige Blätter
  • Kein Fäulnisgeruch

Mangold anbauen

Mangold anzubauen ist zum Glück kinderleicht und gelingt auch Menschen ohne grünen Daumen und Einsteigern im Garten. Der Standort für das gesunde Gemüse sollte sonnig bis halbschattig sein. Außerdem freut sich Ihr Mangold über nährstoffreiche und feuchtigkeitsspeichernde Erde. Ab Mitte Februar können Sie mit dem Vorziehen von Stielmangold beginnen, mit der Aussaat von Blattmangold auf der Fensterbank ab Anfang Mai. Die Aussaattiefe beträgt dabei circa zwei Zentimeter. Eine Direktsaat ins Freiland kann ab Anfang April für Stielmangold und ab Mai für Blattmangold erfolgen. Der Pflanzabstand im Beet ist stark abhängig von der jeweiligen Gruppe und Sorte und sollte zwischen 15 und 45 Zentimetern liegen. Beim Anbauen von Mangold gehen Sie wie folgt vor.

Wie wird Mangold richtig angebaut?

  • Beet auflockern und Unkraut entfernen
  • Mit Kompost oder einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung anreichern
  • Saatrillen mit Abstand von 30 bis 40 cm ziehen
  • Saatgutablage in 2 – 3 cm Tiefe
  • Saatgut mit Erde bedecken
  • Gut angießen
  • Pflänzchen nach dem Aufgehen vereinzeln
  • Pflanzabstand: 15 – 45 cm

Wie Sie Mangold richtig im Garten anbauen, erklären wir ausführlich in unserem Spezial-Artikel zum Thema.

Mangold pflegen: Alles über das Gießen und Düngen

Der Mangold mag es gerne feucht, weshalb Sie darauf achten sollten, Ihren Mangold regelmäßig zu gießen. Neue Wassergaben sind immer dann notwendig, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist.

Tipp: Mit einer Mulchschicht aus Grasschnitt oder Laub können Sie nicht nur den Boden vor dem Austrocknen schützen, sondern Sie unterdrücken außerdem ungewolltes Unkraut.

Als Starkzehrer benötigt das Blattgemüse ausreichend Nährstoffe, um gut wachsen zu können – das beginnt bereits beim Einpflanzen. Ein Dünger mit organischer Langzeitwirkung wie unser Plantura Bio-Universaldünger schafft beste Startbedingungen für Ihren Mangold. Alle sechs bis acht Wochen muss nun nachgedüngt werden. Alternativ kann Mangold auch mit Kompost gedüngt werden.

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Regelmäßiges Hacken um die Mangold-Pflanzen herum sorgt für einen lockeren Boden und eine erhöhte Mineralisation. Und Unkraut entfernen Sie damit auch gleich. Was Sie bei der Pflege von Mangold nicht vergessen sollten, sind Schnecken. Diese lieben nämlich besonders den jungen Mangold. Deshalb sollte das Mangold-Beet vor Schnecken geschützt werden – oder Sie bekämpfen die unterwünschten Plagegeister.

Hacke im Gartenbeet
Regelmäßiges Hacken tut dem Mangold gut [Foto: Giedra Bartas/ Shutterstock.com]

Wie Mangold richtig pflegen?

Mangold überwintern

Mangold ist eine zweijährige Pflanze. Das bedeutet, dass er erst im zweiten Jahr Blüten bildet. Es ist also äußerst wichtig, ihn gesund durch den Winter zu bringen. Generell gilt, dass Blattmangold widerstandsfähiger gegenüber Frost ist als Stielmangold. Er kann sogar den Winter über geerntet werden und wird nur bei besonders starkem Frost geschützt. Dafür können Sie ihn mit Stroh, Reisig oder einem Vlies bedecken. Etwas anders sieht es hingegen bei Stielmangold aus. Viele Sorten sind nicht frosttolerant und gehen im Winter ein. Einige Sorten können jedoch auch zweistellige Minusgrade überstehen. Die Sorten ‘Jessica’, ‘Hunsrücker Schnitt’ oder ‘Genfer Krautstiel’ eignen sich gut zum Überwintern. Ernten können Sie Stielmangold im Winter allerdings nicht. Er wird im Herbst vor dem ersten Frost mit einer dicken Mulchschicht aus Rindenmulch oder Laub bedeckt.

Wie wird Mangold erfolgreich überwintert?

  • Schnittmangold ist widerstandsfähiger als Stielmangold
  • Schnittmangold kann im Freien überwintern und den Winter über geerntet werden
  • Bei starken Frösten mit Stroh oder Vlies abdecken
  • Bei Stielmangold sind frosttolerante Sorten entscheidend
  • Diese können im Winter nicht geerntet werden
  • Mit dicker Mulchschicht schützen
Mulchschicht im Garten
Im Winter wird Mangold mit einer dicken Mulchschicht vor Frost geschützt [Foto: Dervin Witmer/ Shutterstock.com]

Mangold vermehren

Mangold können Sie selbst durch Samen vermehren. Dazu müssen einige Pflanzen, wie oben beschrieben, überwintert werden. Wählen Sie hierfür sechs bis zehn besonders kräftige und schöne Pflanzen aus und ernten Sie im ersten Jahr von diesen nur wenige Blätter. Im nächsten Jahr nehmen Sie im Frühjahr den Frostschutz von den Pflanzen und lassen diese im Spätsommer blühen. Ab Anfang September können Sie dann mit der Saatgutgewinnung beginnen. Sammeln Sie die Knäuel, in denen die einzelnen Samen zusammengeschlossen sind, im Ganzen ein. In einem Stoffsäckchen kann das Saatgut gut nachtrocknen. Anschließend wird es gereinigt und beschriftet. An einem kühlen und trockenen Ort können die Samen dann bis zum nächsten Frühjahr aufbewahrt werden.

Wie wird Mangold richtig vermehrt?

  • 6 – 10 Pflanzen stehen lassen
  • Nur mäßig ernten
  • Überwintern
  • Blühen lassen
  • Samengewinnung ab Anfang September
  • Samenknäuel im Ganzen ernten
  • Trocknen und reinigen
  • Trocken und kühl lagern
Mangoldsamen in einer Schüssel
Mangold kann durch Samen selbst vermehrt werden [Foto: Lunov Mykola/ Shutterstock.com]

Mangold ernten und lagern

Je nach Sorte und geplanter Verwendung kann die Ernte 60 bis 100 Tage nach der Aussaat erfolgen. Dabei ernten Sie den Stielmangold von außen nach innen. Das Innere bleibt immer stehen, damit die Pflanze sich regenerieren kann. Beim Blattmangold ernten Sie auch die Blätter von außen nach innen oder schneiden alle Blätter knapp über dem Boden komplett ab. Auch wenn beim Blattmangold alle Blätter abgeschnitten werden, wächst er wieder nach. Mangoldstiele und -blätter eignen sich nicht für eine längere Lagerung, weshalb auch stets nur so viel geerntet werden sollte, wie unmittelbar verbraucht werden kann. Kurz blanchiert kann das Blattgemüse jedoch gut eingefroren werden.

Wie wird Mangold geerntet und gelagert?

  • Stielmangold von außen nach innen ernten; Mangoldherz immer stehen lassen
  • Blattmangold ebenfalls von außen nach innen ernten oder alle Blätter knapp über dem Boden abschneiden
  • Frischer Mangold ist im Kühlschrank 1 – 2 Tage lagerfähig
  • Zum Einfrieren Mangold kurz blanchieren

Genaueres zum Ernten, zur Lagerung und zum Haltbarmachen von Mangold erfahren Sie hier.

Inhaltsstoffe und Verwendung von Mangold

Mangoldgemüse enthält viele Vitamine (A, B, C, E, K) sowie Eisen, Natrium, Magnesium und Kalium. Ähnlich wie Rhabarber (Rheum rhabarbarum) oder Spinat (Spinacia oleracea) enthält er ebenfalls viel Oxalsäure. Menschen mit einer Nierenerkrankung sollten deshalb lieber auf Mangold verzichten. Im Gegensatz zu anderen Rübenarten werden bei Mangold lediglich die Blätter und Blattstiele verzehrt. Das Wurzelwerk ist sehr zuckerhaltig, jedoch nicht essbar. Vor Einführung der Zuckerrübe wurde Zucker übrigens teilweise durch Auskochen der Mangoldwurzeln gewonnen.

Gekochtes Mangoldgemüse
Mangold ist nicht nur gesund und voll guter Inhaltsstoffe, er lässt sich auch äußerst vielseitig in der Küche einsetzen [Foto: asife/ Shutterstock.com]

Als Blatt- und Stielgemüse wird Mangold traditionell in der mediterranen Küche verwendet. Junge Blätter der Blattmangold-Gruppe können beispielsweise zu Salat verarbeitet werden. Bei Stielmangold werden Blattwerk und Stiele meist gesondert zubereitet. Die Blätter kann man in der Küche ähnlich wie Spinat verwenden. Die Stiele würfelt man, blanchiert sie und brät sie anschließend an. Bittere Mangold-Sorten werden blanchiert und/oder gebraten – durch die Wärmeeinwirkung verschwindet der bittere Geschmack. Generell sind Sorten mit rotem Stiel etwas kräftiger im Geschmack.

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