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Markerbsen im Portrait: Anbau und Sorten

Markerbsen: Ein Klassiker in der deutschen Gemüselandschaft. Wir zeigen die bewährtesten Sorten und geben Tipps zum erfolgreichen Anbau im eigenen Garten.

Markerbsen Blüte Garten

So schön blüht die Markerbse [Foto: llee_wuCC BY-ND 2.0]

Die Markerbse (Pisum sativum convar. medullare) ist eine Varietät der Erbse. Die meisten kennen die Markerbse als klassische Tiefkühlerbse. Im reifen Zustand sind die Körner leicht schrumpelig und recht süß. Der Zuckergehalt liegt bei modernen Sorten knapp unter 10%. Und genau dies macht die Markerbse so beliebt. Ein frischer Geschmack mit einem hohen Zuckergehalt der die Aromen zusätzlich fördert.

Der Anbau von Markerbsen entspricht dem der Erbsen. Im Frühjahr zwischen Ende März und Anfang April werden die Körner in einer Tiefe von etwa 5cm gesteckt. Nach ein bis zwei Wochen keimen dann die ersten Pflänzchen. Werden die Pflanzen größer, benötigen die höher werdenden Sorten eine Rankhilfe. Entweder greift man hier zum Standardgerüst aus dem Baumarkt oder man bastelt selber. Bambus oder Haselnusstriebe eigenen sich hier besonders gut.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anbau finden Sie hier: Erbsen anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit.

Erbsen binden Stickstoff im Wurzelbereich. Sie zählen zu den sogenannten Leguminosen. Sorgt man vor der Saat für ein ausreichendes Nährstoffangebot (Beigabe von Kompost und ein paar Hornspänen) ist eine zusätzliche Düngung nicht nötig. Diese kann sogar Krankheiten begünstigen. Viel wichtiger als Dünger ist das regelmäßige Gießen. Denn Erbsen lieben eine gute Versorgung mit Wasser. Ist der Boden und die Luft recht trocken, tritt bei nicht resistenten Sorten schnell der Echte Mehltau auf.

Hat man früh gesät, kann man bereits im Juni die erste Ernte einfahren. Wegen der frühen Erntezeit eigenen sich Erbsen besonders gut als Vorkultur. Zudem bringen die Pflanzen Stickstoff in den Boden ein, weshalb nach der Ernte das Wurzelwerk auch im Boden belassen werden sollte.

Im Gegensatz zu Schalerbsen sollte man bei Markerbsen nicht zu lange mit der Ernte warten. Denn sind die Körner überreif, kann man sie zwar gut trocknen und haltbar machen, jedoch werden die Körner der Markterbse beim Kochen nicht weich. Will man Erbsen trocknen, sollte man ausschließlich zu Schalerbsen greifen. Diese enthalten zwar mehr Stärke als Zucker, jedoch werden deren Körner beim Kochen weich. Erntet man die Markerbsen rechtzeitig, hat man wunderbare frische und aromatische Erbsen, von denen man sich sicher sein kann, dass sie keinen chemischen Spritzmitteln ausgesetzt waren.

Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
  • Floragard Aktiv-Tomaten- und Gemüseerde: Hochwertige Spezial-Erde für ein naturgesundes, sicheres Wachstum von nährstoffbedürftigem Fruchtgemüse.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden.
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Markerbsen-Sorten

Markerbsen sind besonders beliebt. Einer der Gründe dürfte der recht hohe Zuckergehalt sein. Zucker verstärkt hier die Aromen der Markerbse, weshalb sie wohl auch als sehr wohlschmeckend empfunden wird. Hat man sich bei der Aussaat verschätzt und hat in Folge eine zu reiche Ernte, ist schnell Abhilfe geschaffen: Markerbsen eigenen sich sehr gut zum Konservieren und Tiefkühlgemüse.
Wenn Sie Hilfe bei der Sortenwahl brauchen, schauen Sie doch mal hier vorbei: Erbsensorten: die richtige Sorte wählen.

  • Evita: mittelfrühe Sorte mit robustem Wuchs; ertragreich und sehr aromatisch.
  • Exzellenz: moderne Sorte mit guter Fruchtqualität und sehr hohem Ertrag.
  • Grandera: Erbsensorte Grandera wächst recht robust und leidet selten an Krankheiten; ertragreich und besonders schmackhaft.
  • Jumbo: mittelspäte Sorte mit sehr langen und großen Hülsen; ertragreich und guter Geschmack.
  • Lancet: spätere Sorte mit gesundem Wachstum; hoher Ertrag und wohlschmeckend.
  • Markana: robuste Sorte mit einem kompakten und standfesten Wachstum; benötigt keine Rankhilfe; geschmacklich gut.
  • Maxigolt: mittelspäte Sorte mit sehr guter Kornqualität; sehr aromatisch auf Grund des hohen Zuckergehalts; tolerant gegen Fusarium.
  • Novelia: mittelfrühe Erbsensorte mit robustem Wuchs; recht hoher Zuckeranteil und aromatischer Geschmack; widerstandsfähig gegen Mehltau.
  • Salout: bewährte und ertragreiche Sorte mit gutem Geschmack; sehr frühe Reifezeit.
  • Sublima: mittelspäte Markerbse mit hohem Zuckergehalt; aromatisch und ertragreich; gute Resistenz gegen Brennfleckenpilze, Mehltau und Fusarium.
  • Vada: mittelfrühe und sehr ertragreiche Sorte mit gut gefüllten Hülsen; empfehlenswerter Geschmack.
  • Vitara: gut geeignete Sorte für den Anbau im eigenen Garten; lange Erntezeit, guter Ertrag und sehr resistent gegen Fusarium und Echten Mehltau.
  • Wunder von Kelvedon: mittelfrühe Sorte mit hohem Ertrag; das Wunder von Kelvedon hat sich mittlerweile einen festen Platz in der Sortenlandschaft von Markerbsen erkämpft.
frisch geerntete Markerbsen

Frisch geerntete Erbsen. [Foto: CristinaCC BY 2.0]

Schädlinge und Krankheiten

Markerbsen können im eigenen Garten gut kultiviert werden. Sie benötigen wenig bis überhaupt keinen Dünger und mit etwas Geschick, kann man auf Pflanzenschutz auch getrost verzichten. Bei Trockenheit können nicht resistente Sorten der Markerbse am Echten Mehltau erkranken. Ein anderer Pilz der Erbsen häufiger befällt ist Fusarium, der zur Welke der Blätter führt. Als Schälding ist in unseren Breiten eigentlich nur der Erbsenwickler erwähnenswert.

Detailliertere Informationen zu Krankheiten und Schädlingen von Erbsen finden Sie unter: Die rankende Erbse im Portrait: Herkunft und Anbau

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