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Melonen pflanzen: Zuckermelonen, Honigmelonen und Co. selber anbauen

Melonen sind wärmeliebend. Doch mit etwas Pflege können geeignete Sorten auch hierzulande wachsen und gedeihen. Wir haben Experten-Tipps für Sie parat.

Anbau von Melonen
Mit etwas Pflege können geeignete Sorten auch hierzulande angebaut werden [Foto: tchara/ Shutterstock.com]

Wassermelonen (Citrullus lanatus) und Zuckermelonen (Cucumis melo) gelten als süße Erfrischungen in heißen Sommern und sind in Deutschland sehr beliebt. Doch obwohl der Großteil aus wärmeren Ländern importiert wird, ist der Melonenanbau auch in unseren Breiten möglich. Es gibt eine große Vielzahl an Sorten und Variationen, die Sie mit ein paar Tricks in Ihrem eigenen Garten kultivieren können. Wir zeigen, wie Sie am besten von der Aufzucht bis zur Ernte verfahren.

Melonen pflanzen: Standort, Zeitpunkt und Vorgehen

Grundsätzlich ist zu beachten, dass der Erfolg im Melonenanbau stark von der Auswahl des richtigen Standorts abhängig ist. Der Zeitpunkt des Einpflanzens ins Freiland spielt ebenso eine wichtige Rolle, da Melonenpflanzen sehr kälteempfindlich sind.

Der perfekte Standort für Melonen

In Deutschland gelingt der Melonenanbau im Freiland nur, wenn für ausreichend Wärme gesorgt ist. In rauen Gegenden lohnt sich daher der Anbau im Gewächshaus, im Weinbauklima sollte das Auspflanzen ins Beet dagegen kein Problem darstellen. Achten Sie beim Auspflanzen ins Freiland auf einen sonnigen, warmen und windgeschützten Ort. Auch der Boden sollte sich schnell erwärmen können – eine lockere Bodenstruktur ist in jedem Fall vorteilhaft.

Melonenanbau in Landwirtschaft
Wassermelonen lieben die Wärme [Foto: lunamarina/ Shutterstock.com]

Da Melonen im Garten als Starkzehrer gelten, sollte die Erde zusätzlich sehr humos und nährstoffreich sein. Sowohl sandige als auch sehr tonige Böden müssen für einen erfolgreichen Melonenanbau mit viel Kompost oder einer hochwertigen Komposterde wie unserer Plantura Bio-Komposterde verbessert werden. Die Komposterde ermöglicht eine bessere Durchlüftung schwerer Böden, wodurch sich dieser besser auf eine für Melonen günstige Temperatur erwärmt. Sandige Böden hingegen können mithilfe der Komposterde sehr viel besser Wasser speichern. Außerdem setzt die Komposterde kontinuierlich Nährstoffe frei und ist damit ganz besonders für die nährstoffhungrigen Melonen geeignet.

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Tipp: Zusätzliche Wärme rund um die Melonenpflanze steigert den Ertrag und die Süße der Früchte. Aus diesem Grund lohnt sich der Anbau auf einem Mistbeet, einem warmen Kompost oder auch auf schwarzer Mulchfolie. Auch das Aufstellen von alten Fenstern rings um die Melonenpflanze schafft eine wärmere Pflanze, ebenso wie ein guter Windschutz.

Der richtige Zeitpunkt zum Melonenpflanzen

Alle Melonensorten – egal, ob Wasser- oder Zuckermelonen – werden aufgrund ihrer Kälteempfindlichkeit erst ab Ende Mai bis Juni ausgepflanzt. Falls Sie Melonen im Gewächshaus ziehen, können Sie schon ab April auspflanzen, da die Pflanzen es dort kontinuierlich warm haben. Sie sollten beim Anbau im Gewächshaus beachten, dass Melonenpflanzen in kriechender Form durchaus viel Platz einnehmen können. Die Anbringung von Rankhilfen lohnt sich daher sehr, damit die Pflanzen nach oben wachsen können.

Tipp: Melonen reagieren sehr empfindlich auf plötzliche kalte Temperaturen und erholen sich von einem Kälteschock so langsam, dass die Ernte des Jahres in Gefahr gerät. Daher sollten Jungpflanzen vor dem Auspflanzen abgehärtet werden, indem man sie bereits 2 Wochen vor dem Pflanztermin tagsüber im Freien in den Halbschatten stellt.

Vorgehen beim Melonenpflanzen

Achten Sie auch beim Auspflanzen ins Freiland auf ausreichenden Raum pro Pflanze. Wenn Sie die Pflanzen zu dicht ins Beet setzen, steigt das Risiko für Pilzerkrankungen und die Melonen haben nicht genug Platz zum Wachsen. Kalkulieren Sie daher mindestens einen Quadratmeter pro Pflanze ein.

junge Melonenpflanzen
Das Auspflanzen ist möglich, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist [Foto: Kira Mika/ Shutterstock.com]

Die wichtigsten Informationen zum Melonenanbau auf einen Blick:

  • Warmer, sonniger und windgeschützter Standort
  • Lockerer, nährstoffreicher und humoser Boden, schwarze Mulchfolie unter der Pflanze erhöht die Wärme
  • Verbesserung des Bodens mit Komposterde wie unserer Plantura Bio-Komposterde
  • In rauen Gegenden am besten im Gewächshaus, auf einem geschützten Komposthaufen oder hinter windschützenden, wärmenden Glasscheiben
  • Auspflanzen ins Freiland ab Ende Mai, ins Gewächshaus ab April
  • Mindestens 1 m² Platz pro Pflanze

Tipp: Melonen können sogar in großen Kübeln angebaut werden. Das hat den Vorteil, dass sich die Erde schneller erwärmt, sofern die Pflanzgefäße an einem warmen, sonnigen Platz stehen. Besonders sind hierfür kleinfrüchtige Sorten wie die Taschenmelone geeignet.

Melonen anbauen: Selber aussäen oder Pflanzen kaufen?

Viele Hobbygärtner greifen beim Melonenanbauen am liebsten auf vorgezogene Jungpflanzen zurück, doch auch die Aussaat im eigenen Haus ist leicht umzusetzen. Wir stellen beide Varianten und ihre Vor- und Nachteile vor.

Melonen selber aussäen

Alle Melonensorten werden zwischen Anfang und Ende April im Haus vorgezogen. Setzen Sie dazu jeweils einen Samen pro Topf 1 bis 2 cm tief. Bei einer optimalen Keimtemperatur von 25 – 28 °C keimen die Samen innerhalb von 3 bis 7 Tagen. Direkt nach der Keimung werden die Pflänzchen hell und kühler aufgestellt, bei 18 bis 24 °C – so bleiben sie kompakt und stehen stabil. Zwischen Ende Mai und Anfang Juni können die Pflänzchen ausgepflanzt werden.

Tipp: Melonen haben sehr empfindliche Wurzeln und können deswegen nicht pikiert werden. Es wird daher immer nur ein Samen in einen ausreichend großen Topf gesät. Auch beim Auspflanzen in den Garten möchten Melonenpflänzchen sehr vorsichtig behandelt werden.

vorgezogene Melonensprossen
Das Vorziehen ist wichtig für einen erfolgreichen Anbau [Foto: Silverfoxz/ Shutterstock.com]

Vorziehen von Melonenpflanzen auf einen Blick:

  • Aussaat von Anfang bis Ende April in 1 – 2 cm Tiefe, je ein Samen in einen ausreichend großen Topf
  • Ideale Keimtemperatur 25 – 28 °C (min. 18°C)
  • Nach der Keimung kühler aufstellen: 18 – 25 °C
  • Nicht pikieren

Melonenpflanzen kaufen

Wenn Sie sich ein wenig Arbeit ersparen möchten, kann sich der Kauf bereits vorgezogener Jungpflanzen durchaus lohnen. Diese können Sie von Mai bis Juni im Gartencenter kaufen und anschließend genauso ins Freiland auspflanzen. Ein Vorteil dieser Jungpflanzen ist, dass sie häufig auf Unterlagen von Kürbissen veredelt werden und damit weniger anfällig für Wurzelerkrankungen sind. Insgesamt liegen die Kosten bei vorgezogenen Pflanzen sehr viel höher im Vergleich zur eigenen Aufzucht, da eine Packung Samen nur wenige Euro kostet.

Melonen: Geeignete Arten und Sorten

Melonen weisen eine größere Variation auf, als viele denken. Trotzdem lassen sich die Pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) grob in zwei Arten unterscheiden: Wassermelonen (Citrullus lanatus) und Zuckermelonen (Cucumis melo). Zur Letzteren zählt auch die allseits beliebte Honigmelone mit ihrer gelben Schale und dem süßen Geschmack. Weitere Sorten sind die Cantaloupe-Melone mit ihrem charakteristisch orangen Fruchtfleisch und die Netzmelone mit ihrer netzartigen, rauen Schale.

Grundsätzlich sind nur frühreife Melonen-Varietäten für den Anbau im kalten Mitteleuropa geeignet. Späte Sorten benötigen eine längere und wärmere Vegetationsperiode und kommen bei uns gar nicht bis zur Reife, ehe es bereits wieder kühl wird. Auch eher kleine Melonensorten versprechen bessere Erfolge im Anbau, denn die Entwicklung der Früchte nimmt weniger Zeit in Anspruch.

verschiedene Melonenarten
Es stehen verschiedene Melonenarten zum Anbau zur Verfügung [Foto: Miriam Doerr Martin Frommherz/ Shutterstock.com]

Wassermelonensorten

Bush Sugar Baby

  • Neue Züchtung, die aus Sugar Baby hervorgegangen ist
  • Frühreif mit kleineren Früchten: 2 – 4 kg (pro Pflanze 1 – 2 Früchte)
  • Rotes Fruchtfleisch mit dunkler Schale
  • Pflanze bleibt recht kompakt (1 m² pro Pflanze)

Crimson Sweet

  • Weltweit verbreitete und beliebte Sorte
  • Ovale und hellgrüne Früchte. Hohes Fruchtgewicht: 5 – 8 kg
  • Aromatisches, hellrotes Fruchtfleisch
  • Gute Resistenz gegen Blattfäule und andere Pilzkrankheiten
  • 1,5 – 2 m² pro Pflanze

Asahi Miyako

  • Frühreife japanische Züchtung; sehr hoher Zuckergehalt
  • Früchte mit hellgrüner-dunkelgestreifter Schale mit hellrotem Fruchtfleisch
  • 3,5 – 5 kg schwere Früchte
  • 1,5 m² pro Pflanze

Weitere Wassermelonensorten, die für den Anbau in Deutschland geeignet sind, finden Sie hier.

Zuckermelonensorten

Giallo Canaria 3

  • Gelbe kanarische Honigmelone
  • Ovale und gelbe Früchte
  • Weißes und süßes Fruchtfleisch
  • 1,5 m² pro Pflanze

Bari F1

  • Cantaloupe-Melone
  • Runde Früchte mit orangem Fruchtfleisch und graue Schale
  • Sehr aromatisch
  • 1 – 2 m² pro Pflanze

Hales Best

  • Netzmelone
  • Runde Früchte mit weiß-grauer Netzstruktur als Schale
  • Oranges bis rotes Fruchtfleisch
  • 1 – 2 m² pro Pflanze

Melonen pflegen und entspitzen

Egal, um welche Melonenart und -sorte es sich handelt, die richtige Pflege der exotischen Pflanzen ist unabdingbar für eine reiche Ernte. Wir stellen Ihnen vor, wie Sie Melonenpflanzen richtig gießen und düngen.

Melonen richtig gießen

Melonen benötigen eine hohe Menge an Wasser, um optimal wachsen zu können. Lassen Sie den Boden nie komplett austrocknen. Dies gilt insbesondere, während die Blüten und Früchte ausgebildet werden. Verwenden Sie wenn möglich kein kaltes Wasser, sondern nur warmes wie zum Beispiel aus der Regentonne. Auf zu kaltes Gießwasser reagieren Melonenpflanzen empfindlich. Achten Sie zusätzlich beim Gießen darauf, die Blätter nicht zu benetzen, da ansonsten das Risiko für Pilzerkrankungen steigt.

Wasserversorgung von Melonen
Eine gute Wasserversorgung sorgt für große Melonen [Foto: kirillov alexey/ Shutterstock.com]

Melonen richtig düngen

Besonders wichtig für das Wachstum von Melonenpflanzen ist die ausreichende Nährstoffversorgung. Arbeiten Sie vor dem Auspflanzen der Jungpflanzen zunächst einen vornehmlich organischen Bio-Dünger wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger in den Boden ein. Alternativ ist auch Kompost gut geeignet. So versorgen Sie die jungen Pflanzen schon zu Anfang und auch längerfristig mit wichtigen Nährelementen und lockern die Bodenstruktur auf. Während der Blüten- und Fruchtbildung wird eine erneute Düngergabe ausgebracht, damit die Pflanzen genügend Kraft für die Entwicklung der großen und süßen Früchte haben.

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Melonen entspitzen

Eine bewährte Pflegemaßnahme zur Steigerung des Ertrags in kalten Regionen und im Freiland ist das sogenannte Entspitzen. Dazu wird der Haupttrieb einer Melonenpflanze nach dem fünften Blatt abgeschnitten. Dadurch bildet die Pflanze vermehrt Seitentriebe, die ebenfalls an der Spitze gekappt werden können. Mit dieser Methode regen Sie die Pflanze zu kompakterem Wachstum und früher Fruchtbildung an. Wenn Sie ein Stück oberhalb wachsender Früchte zusätzlich die Spitze entfernen, bleibt mehr Energie für das Wachstum der Melone übrig und sie werden eher einige große und süße, statt viele unterentwickelter Melonen ernten können.

Triebe der Melonenpflanze
Das Kappen der Triebe fördert den Fruchtansatz [Foto: Zulashai/ Shutterstock.com]

Melonen ernten: Zeitpunkt und richtiges Vorgehen

Sobald der Sommer sich dem Ende neigt, ist es bei Melonen Zeit für die Ernte. Je nach Melonensorte kann ab Ende August bis in den Herbst geerntet werden. Reife Exemplare sollten Sie nun mit einem scharfen Messer am Fruchtansatz abschneiden. Ernten Sie grundsätzlich nur reife Früchte, da Melonen nur begrenzt nachreifen können. Aber woran lässt sich die optimale Reife eigentlich erkennen?

Wann ist die Melone reif?

Je nach Melonenart ist die Reife an unterschiedlichen Kriterien zu erkennen. Alle Melonensorten haben bei ihrer Reife eine kräftige Farbe und klingen beim Klopfen dumpf bis hohl. Zusätzlich zeichnen sich am Stiel beim Fruchtansatz leichte Risse ab. Reife Zuckermelonen sind daneben noch an dem süßlichen Duft zu erkennen.

An diesen Kriterien erkennen Sie die reifen Melonen:

  • Kräftiges Grün bei Wassermelonen, intensives Gelb bei Honigmelonen
  • Dumpfer bis hohler Klang beim Klopfen
  • Leichte Risse am Fruchtansatz
  • Süßer Duft bei Zuckermelonen
Ernten der Melone
Im Spätsommer können Sie die ersten Früchte ernten [Foto: Kotcha K/ Shutterstock.com]

Melonen richtig lagern und Haltbarkeit verlängern

Grundsätzlich gelten Melonen – egal, ob Wasser- oder Zuckermelone – nicht als besonders lange haltbar. Bei Zimmertemperatur halten sich die süßen Früchte ungeschnitten nur etwa zwei Wochen. Lagern Sie Melonen daher an einem kühlen und dunklen Ort wie dem Keller. Ist die Melone bereits angeschnitten, sollten Sie diese mit Frischhaltefolie umwickeln und in den Kühlschrank legen. Leider verliert sie dadurch auch einiges an Aroma. Das Einfrieren von Melonen dagegen ist nicht zu empfehlen, da das Fruchtfleisch nach dem Auftauen sehr matschig wird.

Mehr speziell zu den besten Melonenarten und sorten für den Anbau in Deutschland können Sie in unserem Spezialartikel zu diesem Thema erfahren.

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