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10 Tipps für leckere Himbeeren aus eigenem Anbau

Klein und süß: Himbeeren sind ein wahrer Genuss an heißen Sommertagen. Mit diesen zehn Tipps gedeihen die leckeren Beeren auch in Ihrem Garten.

Himbeeren auf der Hand vor Himbeerstrauch geerntet

Himbeeren aus dem eigenen Garten schmecken am besten [Foto: Draw05/ Shutterstock.com]

Himbeeren sind einfach nur lecker – ganz egal, ob frisch gepflückt, auf Süßspeisen oder zu Marmelade verarbeitet. Was Sie beim Anbau von Himbeeren in Ihrem Garten beachten sollten, haben wir in den nachfolgenden 10 Tipps zusammengefasst.

Tipp 10: Sommer oder Herbst?

Himbeeren gehören zum Sommer? Nicht ganz: Mittlerweile gibt es auch eine ganze Reihe von Himbeersorten, die erst im Herbst ihre Früchte tragen. Oft sind die Sommerhimbeeren zwar ertragreicher und schmecken intensiver, die Herbsthimbeeren holen aber in puncto Geschmack weiter auf und sind weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Wer also sowohl im Sommer als auch im Herbst frische Himbeeren genießen will, greift einfach zu verschiedenen Sorten. Wem das zu anstrengend ist, findet mit den Two-Timer-Sorten eine passende Alternative. Diese Kreuzung aus Sommer- und Herbsthimbeeren trägt oftmals sowohl im Frühsommer als auch im Herbst zahlreiche Früchte.

Himbeeren am Strauch reife Früchte

Es gibt sowohl Sommer- als auch Herbsthimbeeren [Foto: yuris/ Shutterstock.com]

Tipp 9: Der richtige Standort

Auch wenn die Himbeere zu den Waldpflanzen zählt, mag sie den Schatten nicht. Am besten gedeiht die Pflanze an sonnigen Standorten – schließlich bevorzugt sie auch in der Natur sonnige Lichtungen und Waldränder. Obwohl die Himbeere auch auf nährstoffarmen Böden gut gedeiht, trägt sie auf nährstoffreicheren Böden deutlich mehr Früchte. Ist der Boden zudem durchlässig, sodass keine Staunässe entstehen kann, geht es der Himbeere gleich doppelt gut. Um Krankheiten vorzubeugen, sollte bei einer Neuanpflanzung darauf geachtet werden, dass auf der Fläche zuvor keine Brombeeren oder Himbeeren standen. Auch Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen sind keine guten Vorgänger – sie sind anfällig für die Verticillium-Welke, welche sich auf die Himbeeren übertragen kann.

Himbeeren in der Sonne Pflanze Strauch Früchte

Himbeeren bevorzugen einen sonnigen Standort [Foto: KanphotoSS/ Shutterstock.com]

Tipp 8: Ab auf den Wall

Himbeeren sind sehr anfällig für Wurzelfäule. Damit sie trotz nicht optimaler Bodenbedingungen im Garten ohne Probleme gedeihen, ist das Anlegen eines kleinen Dammes eine gute Möglichkeit. Als erstes sollte der vorhandene Untergrund aufgelockert werden. Dann schütten Sie einen etwa 30 cm hohen und 60 cm breiten Damm aus humusreicher Erde auf. Auf diesen kleinen Wall können Sie nun mittig Ihre Himbeerpflänzchen setzen. Himbeeren im Topf lassen sich übrigens fast das ganze Jahr einsetzten. Ideal ist jedoch der Herbst, so tragen die Pflanzen mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits im darauf folgenden Sommer Früchte.

Himbeersträucher Himbeeren grün Gras

Himbeeren gedeihen am besten auf einem kleinen Damm [Foto: Alla Sheptiienko/ Shutterstock.com]

Tipp 7: Klettergerüst

Bei guten Bedingungen wachsen die Himbeeren einem wortwörtlich über den Kopf: Bis zu zwei Meter hoch kann der stachelige Strauch werden. Doch bei dieser stattlichen Größe fällt es der Pflanze oft schwer, ihr eigenes Gewicht zu tragen. Abhilfe schafft da eine Rankhilfe. An dieser können die Ranken empor klettern und ausladend in die Breite wachsen. Da die Himbeere bis zu zehn Jahre lang Früchte tragen kann, sollten Sie beim Bau der Rankhilfe auf wetterfestes, langlebiges Material achten. Ansonsten überlebt die Himbeere ihr Heim. Eine einfache Lösung sind Spaliere aus Holz und Seil. An den Enden jeder Himbeerreihe werden Pfähle in die Erde geschlagen und in der Höhe von 50 cm, 80 cm, 110 cm und eventuell noch 140 cm Schnüre dazwischen gespannt. Um etwas mehr Ordnung zu schaffen, können die Triebe auch per Hand an den Schnüren befestigt werden (zum Beispiel mit Drähten). Wählt man nun noch unterschiedliche Farben für die ein- oder zweijährigen Triebe, vereinfacht man sich auch das Schneiden.

Himbeerstrauch mit Schnur zum anbinden Rankhilfe Himbeerstrauch

Eine Rankhilfe ist beim Wachsen von Vorteil [Foto: Fedor Sidoro/ Shutterstock.com]

Tipp 6: Dünger und Wasser

Himbeeren mögen es gerne feucht, jedoch nicht nass. So freuen sie sich im Sommer über die eine oder andere Gießkanne. Übereifriges Wässern führt jedoch zu Staunässe und im schlimmsten Fall zu Krankheiten oder zum Verfaulen. Auch von Dünger profitiert die Pflanze: Besonders in den Wochen vor der Ernte kann ein guter Dünger ein bisschen nachhelfen. Ab Juni jedoch sollte sich die Pflanze auf den Winter vorbereiten und nicht mehr gedüngt werden. Zur Nährstoffversorgung eignet sich bei der Pflanze vor allem organischer Dünger. Vorgerottet sind ihre Nährstoffe schnell verfügbar und regen sogar das Bodenleben zusätzlich an.

Sprinkler vor Himbeerstrauch Himbeeren wässern

Himbeeren sollten gut gegessen, jedoch nicht übernässt werden [Foto: Vadym Zaitsev/ Shutterstock.com]

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Plantura Bio Universaldünger: Bio-zertifizierter, tierfreier, organischer Langzeitdünger aus vornehmlich organischen Ausgangsstoffen. Ideal für die langfristige Nährstoffversorgung Ihrer Pflanzen. Begünstigt ein gesundes Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.
  • Floragard Bio-Erde Beeren Obst: Bio Spezialerde aus natürlichen Rohstoffen und ohne Torf für die Anzucht von Beeren- und Säulenobst.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Tipp 5: Der Griff zur Schere

Ab und zu muss auch die Himbeere zum Friseur. Dabei ist der richtige Schnitt maßgeblich abhängig von der Sorte. Sommerhimbeeren tragen erst an den zweijährigen Trieben Früchte, diese sollten also auf gar keinen Fall entfernt werden. Herbsthimbeeren tragen jedoch schon an den neuen Trieben Früchte, weshalb Sie die Pflanze jedes Jahr komplett zurückschneiden können. Im zeitigen Frühling können dann etwa 20 frisch ausgetriebene Ruten pro Meter ausgesucht werden, der Rest wird auf Bodenhöhe abgeschnitten. Sommerhimbeeren sollten dagegen Mitte Mai geschnitten werden. Hier werden die zehn stärksten Triebe ausgewählt, der Rest wird ebenfalls auf Bodenhöhe zurückgeschnitten. Zeigen die Ranken bei beiden Sorten über den höchsten Spalierdraht, dürfen sie im Spätherbst ebenfalls beschnitten werden. So wird die Bildung neuer Triebe gefördert.

Himbeerstrauch Ast schneiden mit Schere

Regelmäßiges zuschneiden ist besonders wichtig [Foto: rodimov/ Shutterstock.com]

Tipp 4: Grüner Teppich

Der Boden um wilde Waldhimbeeren ist fast das ganze Jahr über mit altem Laub bedeckt. Kein Wunder also, dass auch die Gartenhimbeere gegen eine schöne Mulchschicht nichts einzuwenden hat. Die Mulchschicht isoliert nämlich nicht nur den Boden, sodass es weniger Temperaturschwankungen gibt. Sie hält auch die Feuchtigkeit im Boden, sodass die Himbeere es schön feucht hat, so, wie sie es gerne mag. Am geeignetsten für die Himbeere ist eine Schicht aus Rasenschnitt oder Herbstlaub. Diese haben nicht nur den Vorteil, dass sie umsonst im Garten anfallen und ansonsten auf dem Kompost landen würden. Zusätzlich reichern sie den Boden beim Verrotten mit Humus und Nährstoffen an und dienen so als natürlicher Dünger.

Himbeersträucher mit Stroh bedeckt garten

Auch eine Mulchschicht ist hilfreich [Foto: Grandpa/ Shutterstock.com]

Tipp 3: Erntezeit

Man hat das ganze Frühjahr gewartet und freut sich auf die ersten frischen Himbeeren. Doch wann ist der Zeitpunkt endlich gekommen? Auch wenn der Erntezeitpunkt von vielen Faktoren abhängt, ist eine grobe Richtung der Zeitraum von Juni bis Juli bei Sommer- und der August bis zum ersten Frost bei Herbsthimbeeren. Am besten verlassen Sie sich jedoch auf Ihre Sinne. Sind die Beeren gleichmäßig und kräftig gefärbt und steigt Ihnen ein köstlicher Duft in die Nase, ist es Zeit zum Sammelkorb zu greifen. Auch sollten sich die Himbeeren leicht lösen lassen. Die Größe der Beeren ist dagegen nicht ausschlaggebend. Sobald die Beeren ihren kräftigen Farbton erreicht haben, wachsen sie nicht weiter, auch wenn man sie am Strauch lässt. Stattdessen beginnen sie zu faulen oder werden von Tieren gefressen, was schade um die süßen Früchte wäre.

Himbeeren pflücken per hand Himbeerstrauch Garten

Wenn ein süßer Duft aufsteigt, sind die Himbeeren bereit zur Ernte [Foto: oceanfishing/ Shutterstock.com]

Tipp 2: Himbeeren vom Balkon?

Die Himbeere ist eine reine Gartenpflanze? Falsch gedacht! Auch wenn sich nicht alle Sorten für den Anbau in Töpfen eignen, gibt es mittlerweile Züchtungen die auch Balkongärtner erfreuen. Diese wachsen besonders aufrecht und mit vergleichsweise kurzen Trieben, sodass sie auch im Topf gedeihen, wenn man einige Tipps beachtet. Der Kübel sollte ausreichend groß sein (mindestens 25 l), um den Wurzeln Platz zu geben. Ihr Stellplatz sollte sehr sonnig und windgeschützt sein, damit die Pflanze nicht umkippt. Der ideale Platz für eine Himbeer-Topfpflanze ist somit vor einer Südwand. Wenn Sie diese wenigen Hinweise beachten, kann auch schon bald bequem vom Balkon genascht werden.

Himbeeren auf Balkon Zweig

Himbeeren wachsen auch auf dem Balkon [Foto: pixularium/ Shutterstock.com]

Tipp 1: Himbeeren für das ganze Jahr

Der Sommer ist rum, der Herbst fast vorbei und die letzten Himbeeren geerntet. Jetzt heißt es schnell essen, schließlich sind die frischen Beeren nicht lange haltbar. Doch Stopp: Wer seine eigenen Himbeeren auch im Winter genießen will, kann sie ganz einfach haltbar machen. Eingefroren halten sich die Früchte ewig und verlieren kaum an Geschmack. Vor dem Einfrieren sollten die Himbeeren noch einmal gründlich durchsortiert und abgewaschen werden. Schimmelige oder angefressene Beeren gehören nicht mit in die Tüte. Gründlich abgetropft, damit sich keine unnötigen Eiskristalle bilden, können die Himbeeren dann in Portionen im Gefrierfach auf ihren Einsatz warten.

Gefrorenen Himbeeren

Himbeeren kann man gut einfrieren [Foto: Alesikka/ Shutterstock.com]

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