Apfelbaum düngen: Hilfreiche Experten-Tipps

Apfelbäume verweilen gewöhnlich über Jahrzehnte im Garten und schlagen tiefreichende Wurzeln. Muss man sie dann überhaupt noch düngen und wenn ja, wie?

Reihe von Apfelbäumen auf Feld

Beim Düngen von Apfelbäumen ist weniger mehr [Foto: Paul Hardwick Images/ Shutterstock.com]

In vielen Gärten ist ein Apfelbaum (Malus domestica) heimisch. Oftmals herrscht jedoch Unsicherheit, ob und wenn ja, wie ein Apfelbaum zu düngen ist. So viel sei gesagt: Beim Düngen von Apfelbäumen ist weniger definitiv mehr.

Apfelbaum: Muss man einen Apfelbaum düngen?

Der Apfelbaum stellt an sich relativ niedrige Ansprüche an seinen Standort und ist pflegeleicht. Eine gezielte Düngung kann dabei das Wachstum und die Fruchtbildung fördern. Notwendig ist diese im Normalfall aber eher selten. Eine übermäßige Stickstoffdüngung führt indes eher zu übermäßigem Triebwachstum. Wassertriebe bilden sich, die tendenziell anfälliger für Schädlinge und andere Erkrankungen sind. Mit einer Überdüngung kann man also die Gesundheit des gesamten Baumes aufs Spiel setzen. Vielversprechender ist es hingegen, regelmäßig Kompost in den Boden einzuarbeiten − so werden die Bodenstruktur und das Bodenleben gefördert. Insbesondere nach dem Pflanzen können Sie dem Apfelbaum durch eine Kompost-Düngung helfen und ihm den Start am neuen Standort erleichtern.

Apfelbaum bei der Pflanzung düngen

Beim Düngen von Apfelbäumen sollten Sie, wie bei fast allen Obstbäumen, eher sparsam vorgehen. In der Regel reicht es völlig aus, wenn Sie den Aushub des Pflanzlochs mit Kompost durchmischen und die Wurzeln des Baums damit bedecken. Düngen sollten Sie den Baum dann frühestens im nächsten Frühjahr.

Komposterde in Kiste in Garten

Vor allem nach der Pflanzung kann Kompost-Erde helfen [Foto: KaliAntye/ Shutterstock.com]

Apfelbaum wann und wie oft düngen?

Düngen Sie Ihren Apfelbaum am besten im Frühjahr und ein zweites Mal im Juni. Auch hier bietet sich generell guter Kompost an. Sollten Sie dennoch auf einen zusätzlichen Dünger nicht verzichten wollen, so achten Sie darauf, dass der Dünger nicht allzu reich an Stickstoff (N) ist. Generell bieten sich dann organische Dünger an: Sie entlassen ihre Nährstoffe „dosiert“ und die Auswaschung ins Grundwasser kann somit wenigstens verringert werden. Außerdem fördern organische Dünger nachhaltig das Bodenleben, was dem Apfelbaum ebenfalls zu Gute kommen wird. Ab Juli sollten Sie auf das Düngen verzichten, um die Ausreifung der neuen Triebe zu ermöglichen. Bei einer zu späten Düngung können zudem leicht Frostschäden provoziert werden.

Apfelbaum im Winter auf Feld

Bei zu später Düngung können Frostschäden entstehen [Foto: Susan Mary Griffith-Jones/ Shutterstock.com]

Apfelbaum womit düngen?

Am besten Düngen Sie Ihren Apfelbaum mit organischem Dünger, das reicht völlig aus. Verteilen Sie im Frühjahr einfach 1 − 1,5 Liter reifen Kompost auf der Baumscheibe und haken diesen vorsichtig und nicht zu tief ein. Bei zweimaliger Düngung wird die Menge auf die beiden Zeitpunkte aufgeteilt. Ältere Bäume haben einen höheren Nährstoffbedarf. Hier können Sie bis zu 4 Liter Kompost aufgeteilt auf zwei Düngergaben verwenden. Vermischen Sie den Kompost mit 60 bis 80 Gramm Hornspänen oder anderem handelsüblichen organischen Dünger. So gehen Sie in jedem Fall sicher, dass Ihr Apfelbaum ausreichend mit allen Nährstoffen versorgt ist, Sie ihn aber gleichzeitig vor den Folgen einer Überdüngung bewahren.

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David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

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