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Blutpflaume: Früchte, Pflanzen & Pflegen der Zierpflaume

Der Blutpflaumen-Baum (auch Zierpflaume genannt) überzeugt nicht nur durch seine Optik, sondern auch durch seine leckeren Früchte. Wir verraten, wie man die Blutpflaume richtig pflanzt und was es beim Schneiden und Düngen zu beachten gilt.

Blutpflaumen-Baum in Blüte
Mit ihren rosafarbenen Blüten und dem rot gefärbten Laub hat die Blutpflaume einen besonderen Zierwert [Foto: anmbph/ Shutterstock.com]

Die Blutpflaume (Prunus cerasifera ˈNigraˈ) verdankt ihren Namen der charakteristischen rötlichen Färbung ihrer Blätter. Neben dem hübschen roten Laub verleihen die rosa leuchtenden Blüten dem Gehölz einen besonderen Zierwert.

Blutpflaume: Blütezeit, Herkunft und Eigenschaften

Bei der Blutpflaume handelt es sich um eine Sorte der Kirschpflaume (Prunus cerasifera), deren Laub in einem metallisch glänzenden dunklen Rotton erscheint. Ursprünglich stammt sie aus Vorderasien. Bei uns ist das früh blühende Ziergehölz nicht nur in Gärten und Parks anzutreffen, sondern man findet es auch häufig verwildert in der freien Natur oder auf Streuobstwiesen und in Hecken an Straßen- und Feldrändern. Die Blutpflaume wächst als Großstrauch beziehungsweise als kleiner bis mittelhoher Baum und erreicht Höhen von 5 bis 7 Metern. Der Stamm besitzt eine schwärzlich gefärbte Borke. Ältere Triebe haben eine dunkelbraun-rote, glänzende Rinde und sind in der Regel mit feinen Dornen überzogen. Einjährige Triebe sind braun-rot gefärbt. Vor dem Blattaustrieb zeigen sich ab Mitte März die zarten, 2 bis 3 Zentimeter großen Blüten der Blutpflaume. Diese setzen sich aus fünf radial angeordneten Blütenblättern zusammen. Sie sind zartrosa gefärbt und umgeben die ebenfalls rosafarbenen Staubgefäße.

Blüten der Blutpflaume
Ab Mitte März öffnen sich die zahlreichen Blüten der Blutpflaume, in denen Insekten reichlich Nahrung finden [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Ab April entwickeln sich die sommergrünen Blätter. Sie sind circa 5 Zentimeter lang, haben eine elliptische Form und werden im Laufe der Vegetationszeit noch etwas dunkler. Ende April bis Anfang Mai bilden sich nach der Blüte saftige, süße Pflaumen. Die 2 bis 3 Zentimeter dicken Kirschpflaumen sind ab Juli erntereif.

Blutpflaumen-Sorten

Die gängigste Blutpflaumen-Sorte ist Prunus cerasifera ‘Nigra’. Diese Sorte wurde um 1916 aus den USA eingeführt. Sie wächst als Großstrauch, kann aber auch als Baum mit Stamm gezogen werden. Sie erreicht eine Höhe von 3 – 4 Metern und eine Breite von 2 – 5 Metern. Charakteristisch sind die dunkelroten, glänzenden Blätter und die rosa leuchtenden Blüten.

Rote Blätter der Blutpflaume
Charakteristisch für die Blutpflaume ist das dunkelrote, glänzende Laub [Foto: Iva Villi/ Shutterstock.com]

Eine weitere Blutpflaumen-Sorte ist Prunus cerasifera ‘Woodii’. Sie lässt sich optisch kaum von der Sorte ‘Nigra’ unterscheiden.

Die Sorte Prunus cerasifera ‘Hollywood’, bei uns auch bekannt unter dem Sortennamen ‘Trailblazer’, wächst ebenfalls als locker verzweigter Strauch. Sie wird 3 – 7 Meter hoch und 1 – 2,5 Meter breit. Ihre Früchte sind etwas größer als bei den zuvor genannten Sorten, weshalb sie auch als „Großfruchtige Blutpflaume“ bezeichnet wird.

Blutpflaume als Hochstamm

Die oben genannten Blutpflaumen-Sorten lassen sich auch als Hochstamm erziehen und werden auch als solche im Pflanzenfachhandel angeboten. In dieser Wuchsform kann die Blutpflaume wunderbar in Einzelstellung im Garten gepflanzt werden.

Zwerg-Blutpflaume

Wie der Name verrät, zeichnet sich die Zwerg-Blutpflaume Prunus x cistena durch eine geringere Wuchshöhe (1,5 – 2,5 Meter) gegenüber anderen Blutpflaumen-Sorten aus. Die schwachwüchsige Sorte gilt als Ursprungsart und öffnet zwischen Ende April und Mai ihre zahlreichen rosa-weißen Blüten.

Säulen-Blutpflaume

Die Blutpflaumen-Sorte Prunus cerasifera ‘Crimson Pointe’® wird aufgrund ihres aufrechten, säulenförmigen Wuchses als Säulen-Blutpflaume bezeichnet. Sie erreicht Höhen von 3 – 5 Metern, wird dabei jedoch nur 1 – 1,8 Meter breit.

Blutpflaume als Hochstamm
Vom Strauch bis zum Hochstamm gibt es die Blutpflaume in den unterschiedlichsten Wuchsformen [Foto: Dusan UHRIN/ Shutterstock.com]

Blutpflaume pflanzen: Standort und Vorgehen

Blutpflaumen sind sehr robuste und anspruchslose Pflanzen. Der perfekte Standort für die Blutpflaume ist vollsonnig bis absonnig und warm. An halbschattigen oder schattigen Plätzen gedeiht das Ziergehölz ebenfalls, bildet jedoch meist weniger Blüten aus. Der Boden sollte mäßig trocken bis feucht und nährstoffreich sein und einen hohen Lehmanteil sowie eine neutrale bis alkalische Bodenreaktion haben. Auf den meisten Gartenböden gedeiht das Gehölz problemlos. Wenn die Blutpflaume erfolgreich angewachsen ist und sie sich gut an ihrem Standort etabliert hat, überdauert sie auch trockene Sommermonate ohne Schäden.

Der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung einer Blutpflaume ist der Herbst oder das Frühjahr. Wenn der richtige Standort im Garten gefunden ist, gräbt man ein Pflanzloch, das etwa doppelt so groß wie der Pflanzcontainer oder der Ballen sein sollte. Es wird mit etwas gelockertem Gartenboden oder einer Pflanzerde aufgefüllt. Hier eignet sich beispielsweise unsere torffreie Plantura Bio-Universalerde sehr gut. Durch den hohen Kompost-Anteil und die organische Aufdüngung bietet sie optimale Startbedingungen für eine langfristig gute Pflanzenentwicklung. Bei Containerpflanzen sollte man die Wurzeln vor dem Pflanzen leicht anritzen. Durch die dabei entstehenden Verletzungen wird ihre Verzweigung angeregt. Anschließend stellt man den Pflanzballen in das Pflanzloch, füllt es mit Substrat auf und gießt ordentlich an.

Tipp: Große Blutpflaumen beziehungsweise als Hochstamm erzogene Bäume sollten mit einer stabilen Baumanbindung an mindestens einem, besser zwei Holzpfählen befestigt werden. Ohne Anbindung haben die jungen Bäume wenig Halt und können nicht gut anwachsen, da die neu entstehenden Feinwurzeln bei jeder oberirdischen Bewegung immer wieder abgerissen werden. Bei kleinen Containerpflanzen ist diese Maßnahme jedoch nicht nötig.

Die Blutpflaume kann auch in einen Kübel für den Balkon oder die Terrasse gepflanzt werden. Allerdings ist dafür nur die Zwerg-Blutpflaume mit ihrer vergleichsweise niedrigen Wuchshöhe geeignet. Bei der Wahl eines geeigneten Topfes muss darauf geachtet werden, dass er ausreichend groß ist (mindestens 40 Liter) und ein Abflussloch besitzt. Mit einer zusätzlichen Drainageschicht aus Tonscherben kann Staunässe zuverlässig vermieden werden. Als Substrat eignet sich entweder Gartenboden oder eine Pflanzerde wie unsere Plantura Bio-Universalerde. Sie hat eine gute Struktur und enthält alle wichtigen Nährstoffe für eine gesunde Pflanzenentwicklung.

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Blutpflaume pflegen

Insgesamt ist die Blutpflaume ein sehr robustes und anspruchsloses Gehölz. Neben einer gelegentlichen Düngung und dem Gießen junger Blutpflaumen können nach Wunsch Schnittmaßnahmen vorgenommen werden. Weitere Pflegemaßnahmen sind normalerweise nicht nötig.

Blutpflaume düngen und gießen

Als anspruchsloses Ziergehölz bedarf die Blutpflaume keiner regelmäßigen Düngung. Eine Düngung mit Hornspänen oder Kompost oder die Verwendung einer hochwertigen Pflanzerde bei der Pflanzung bietet ihr jedoch gute Voraussetzungen für ein kraftvolles Wachstum. Um den Nährstoffgehalt des Bodens aufrecht zu erhalten, kann auch später ab und an eine Kompostdüngung im Frühjahr erfolgen.

Bei Blutpflaumen im Kübel ist eine gelegentliche Düngung ratsam. Weil hierbei Kompost eher unhandlich ist, kann ein organischer Volldünger wie unser Plantura Bio-Universaldünger zum Einsatz kommen. Vermieden werden sollte die mineralische Düngung, gerade bei Kübelpflanzen: Sie sorgt langfristig dafür, dass die Erde zusammensackt und sich das Pflanzenwachstum durch den daraus resultierenden Sauerstoffmangeln an der Wurzel verschlechtert.

Insbesondere direkt nach der Pflanzung ist eine ausreichende Wasserversorgung wichtig, damit die Jungpflanze gut anwächst. Ältere Blutpflaumen müssen in der Regel nicht gegossen werden. Auch längere Trockenperioden in den Sommermonaten schaden den entwickelten Blutpflaumen meist nicht.

junge Zierpflaume
Junge Blutpflaumen sollten nach der Pflanzung regelmäßig gegossen werden [Foto: anmbph/ Shutterstock.com]

Blutpflaume schneiden

Die Blutpflaume muss nicht regelmäßig zurückgeschnitten werden. Ein gelegentlicher Rückschnitt fördert allerdings die Blühfreudigkeit. Bei Bedarf kann auch die Kronenform durch Schnittmaßnahmen verändert werden und man kann die Blutpflaume auch als Halb- oder Hochstamm erziehen. Bei älteren Blutpflaumen kann die Krone ausgelichtet werden, wenn diese zu dicht wächst. Hierbei werden nicht die Spitzen eingekürzt, sondern immer gleich ganze Äste entfernt. Achten Sie dabei darauf, dass Sie auf Zapfen schneiden: Das bedeutet, dass beim Entfernen eines Triebes oder Astes immer circa 5 cm lange Stummel, die Zapfen, stehen gelassen werden. Diese Maßnahme ist wichtig, da Bäume der Gattung Prunus ihre Wunden kaum durch Überwallen, also die Bildung von Wundgewebe (Kallus), verschließen, sondern an den betroffenen Stellen lediglich zurücktrocknen.

Tipp: Die Blutpflaume ist bei uns winterhart. Lediglich in rauen Lagen sollten die Stämme junger Bäume im Winter mit Kalk gestrichen oder umhüllt werden, da ihre junge Rinde anfällig für Frostrisse ist.

Blutpflaume vermehren

Blutpflaumen können über Samen oder über Stecklinge vermehrt werden. Die Anzucht aus Samen ist eine sehr zeitaufwändige Angelegenheit, während Stecklinge der Kirschpflaume nur selten durchkommen.
Glücklicherweise ist es möglich, die Blutpflaume zu veredeln. Die beste Methode für die Veredelung der Blutpflaume wäre die Kopulation. Die Edelreiser werden im Winter bis etwa Ende Januar geschnitten. Bis zur Veredelung zwischen März und April sollten diese kühl und dunkel gelagert werden.

Blutpflaumen-Früchte: Essbar oder giftig?

Die Früchte der Blutpflaume sind essbar. Lediglich die im Kern enthaltenen Samen sind giftig. Daher sollte man die Kerne nicht herunterschlucken. Die reifen Kirschpflaumen sind roh genießbar und haben einen süßen Geschmack. Man kann sie wunderbar zu aromatischen Konfitüren oder Kuchen verarbeiten.

Früchte der Blutpflaume
Die Blutpflaumen-Früchte sind essbar und lassen sich sehr gut zu aromatischen Konfitüren verarbeiten [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

Blutpflaumen-Ernte: Wann sind sie reif?

Die Fruchtbildung beginnt spätestens Anfang Mai, wenn die Blüten verblüht sind. Etwa zwei Monate später (ab Anfang Juli) sind die Früchte reif und können geerntet werden.

Die etwa 3 cm großen Blutpflaumen verfärben sich zur Reife kirschfarben, tiefrot bis violett. Die Früchte geben auf Fingerdruck leicht nach, werden weicher und läuten so die Erntezeit der Blutpflaume ein.

Blutpflaume: Krankheiten und Schädlinge

Für die Blutpflaume relevante, doch in der Regel nicht lebensbedrohliche Krankheiten sind der Echte Mehltau, Monilia (Spitzendürre und Fruchtfäule) sowie die Schrotschusskrankheit. Dabei handelt es sich um Pilzkrankheiten, die häufig bei Obstgehölzen auftreten. Schädlinge, die die Blutpflaume befallen, sind im Wesentlichen die Blattlaus und der kleine Frostspanner.

Große Blutpflaumen sind von Pilzkrankheiten in der Regel selten beeindruckt. Bei jungen Pflanzen sollte das betroffene Laub jedoch entfernt werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. Auch kann bei jungen Pflanzen noch über einen Standortwechsel nachgedacht werden, wenn zu vermuten ist, dass ein unpassender Standort die Erkrankung befördert hat. Zudem kann eine ausreichende Kalium- und Calcium-Versorgung Pilzerkrankungen vorbeugen. Hierfür eignet sich zum Beispiel unser Plantura Bio-Universaldünger sehr gut. Mit seiner Langzeitwirkung und seinem ausgewogenen NPK-Verhältnis fördert er die Erhaltung gesunder, vitaler Pflanzen. Ebenfalls förderlich für die Gesundheit der Blutpflaume sind gelegentliches Kalken oder das Verteilen von Eierschalen als Dünger.

Ein mäßiger Blattlausbefall muss in der Regel nicht bekämpft werden. Wenn sie Marienkäfer in ihrem Garten haben, sorgen diese für einen Rückgang des Befalls. Wenn Sie massive Probleme mit Blattläusen an Ihrer Kirschpflaume haben, finden Sie in unserem Artikel zur Bekämpfung von Blattläusen Hilfe.

Blutpflaume mit Schädlingen
Jungen Kirschbäumen und Kirschpflaumen können Blattläuse ganz schön zusetzen [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Wenn Sie sich über weitere dekorative Ziergehölze für Ihren Garten informieren möchten, werden Sie in unserem Spezialartikel über 10 Sträucher und Bäume mit intensiver Herbstfärbung fündig.

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