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Buddhas Hand: Die Königin der Zitronatzitronen

Buddhas Hand beeindruckt alle Citrus-Liebhaber mit einer außergewöhnlichen Fruchtform. Hier erfahren Sie alles über diese einzigartige Zitrone.

Buddhas Hand offen am Strauch

‚Buddhas Hand‘ ist wohl die auffälligste Sorte der Zitronatzitronen [Foto:1234zoom/ Shutterstock.com]

Die Buddhas Hand Zitrone (Citrus medica var. Sarcodactylis) zählt zu den alten Zitrussorten und gehört zudem zur großen Familie der Zitronatzitronen. Ihren Namen verdankt sie ihren bizarren, fingerartigen Früchten, die auf unterschiedlichste Weise wachsen können. Mal sind ihre „Finger” ausgestreckt, mal ähneln sie eher einer Faust. In diesem Artikel erfahren Sie alles über die kuriose Zitronensorte aus dem fernen Osten.

Buddhas Hand

Wer diesen Namen hört, hat wohl einen spirituellen Glücksbringer oder Ratgeber im Kopf. Allerdings verbirgt sich dahinter eine ganz besondere Frucht. Reist man nach China oder Indien, wird man häufig auf Buddhas Hand stoßen, denn dort wird sie oft in religiösen Zeremonien und Opfergaben verwendet.

Herkunft und Eigenschaften von Buddhas Hand

Die Herkunft von Buddhas Hand wird im Nordosten Chinas oder Indiens vermutet. Die fruchtfleischlosen Segmente dieser Zitrusfrucht sind wie Finger geformt, wodurch die Frucht ihren Namen erhalten hat. Die frost- und kälteempfindliche Zitronatzitrone gedeiht besonders gut in Süd- und Mittelitalien oder entlang der südkalifornischen Küste. Auch in Deutschland kann Buddhas Hand in einem größeren Gefäß gut kultiviert werden, sie muss jedoch hell überwintern. Die im Winter heranreifenden Früchte können über Monate am Zitronenbaum verweilen und müssen nicht sofort geerntet werden.

Verschiedene Sorten von Buddhas Hand

Besonders in Asien gibt es verschiedene Sorten der Zitronatzitrone. Hierbei wird zwischen Sorten mit einer offenen Hand beziehungsweise nach außen gespreizten Fingern und Sorten mit einer geschlossenen Hand unterschieden. In Deutschland werden im Handel besonders häufig Früchte der Sorten ‚Digitata‘ oder ‚Fingered‘ angeboten. Nach buddhistischer Tradition bevorzugte Buddha selbst eine geschlossene Frucht, da diese einer zum Gebet geschlossenen Hand mehr ähnelt.

Buddhas Hand geschlossen am Baum

Besonders die geschlossenen Früchte werden im Buddhismus oft als Opfergaben dargebracht [Foto: Heiti Paves/ Shutterstock.com]

Verwendung von Buddhas Hand

Die Knospen und äußeren Blütenblätter sind leicht violett gefärbt und verströmen einen intensiven und für zitronenartigen Geruch. Auch die Früchte haben einen sehr angenehmen Zitronenduft und werden in Asien häufig als Duftspender für Räume oder Kleiderschränke verwendet, ähnlich wie bei uns getrocknete Lavendelblüten. Neben der Verwendung als Duftspender oder in der Küche werden besonders die Früchte mit geschlossener Hand im Buddhismus als Altargabe verwendet. Vor allem in China ist Buddhas Hand ein beliebtes Neujahrsgeschenk, da die Früchte symbolisch für Zufriedenheit, Glück und Gesundheit stehen.

Mittlerweile haben auch Spitzenköche weltweit die frisch und intensiv duftenden Früchte entdeckt. Zur Hochsaison im Winter zählt Buddhas Hand zu den teuersten Zitrusfrüchten. Da die Früchte meistens kein Fruchtfleisch und somit auch keinen Saft enthalten, wird vor allem die Zitronenschale in der Küche verwendet. Der Schalenabrieb kann ähnlich wie der Trüffel zum Abschmecken von verschiedensten Speisen und Nachspeisen verwendet werden, da sie im Gegensatz zu anderen Zitrusfrüchten nicht bitter ist. Größere Schnitzer der Zitronenschale werden gerne in Cocktails beigegeben, um dem Getränk eine frische und aromatische Note zu verleihen. Zu Zitronat weiterverarbeitet kann die Schale von Buddhas Hand auch zum Backen von Lebkuchen oder Stollen verwendet werden. Ebenfalls eignet sie sich für die Zubereitung von Marmeladen oder die Herstellung von Zitronenlikören. Probieren Sie doch auch Zitronensalz mit Buddhas Hand oder als exotische Zutat im Salatdressing.

Buddhas Hand im Topf mit Dünger

Auch bei uns ist der Anbau von Buddhas Hand möglich

Buddhas Hand kaufen

Leider ist Buddhas Hand in unseren Supermärkten kaum zu finden. Wer dennoch in den Genuss der Zitronensorte kommen möchte, ohne in die gehobene Gastronomie gehen zu wollen, kann sich in unterschiedlichen Online-Shops seinen eigenen kleinen Zitronenbaum aussuchen. Achten Sie dabei auf die richtige Pflege. Der mit Abstand häufigste Pflegefehler bei Zitruspflanzen ist zu seltenes Gießen oder zu geringe Wassermengen bei den Gießdurchgängen.

Mehr Informationen zur Zitronatzitrone finden Sie hier.

Wenn Sie sich für weitere außergewöhnliche Zitrusfrüchte interessieren, finden Sie mehr dazu hier in unserem Spezial-Artikel.

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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