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Clementinenbaum: Die besten Sorten & Tipps zum Pflanzen

Auch in unseren Breiten lassen sich Clementinenbäumchen pflanzen, man muss nur wissen wie. Wir stellen geeignete Sorten für den Topf vor und verraten, was man bei der Pflege eines Clementinenbaumes beachten sollte.

Clementinenbaum mit reifen Clementinen
Die Clementine ist eng mit der Mandarine verwandt [Foto: guentermanaus/ Shutterstock.com]

Die Früchte des Clementinenbaumes schmecken etwas süßer und milder als die eng verwandten Mandarinen und haben meist keine Kerne. Außerdem lassen sich die Clementinen – im Vergleich zu vielen anderen Vertretern ihrer Zitrusfamilie – sehr leicht schälen. Das macht die Zitruspflanze besonders beliebt. Im Topf lässt sich die mediterrane Pflanze auch hierzulande kultivieren.

Clementinenbaum: Herkunft und Eigenschaften

Sowohl der geografische Ursprung als auch die botanische Herkunft der Clementine sind nicht eindeutig geklärt. Bekannt ist, dass sich ihr Name auf den französischen Mönch Frère Clément zurückführen lässt. Heute wird allgemein angenommen, dass die Clementine (Citrus clementina oder Citrus × aurantium) als Hybride durch zufällige Kreuzung von Mandarine (Citrus reticulata) und Bitterorange (Citrus × aurantium L.) entstanden ist. Im Mittelmeerraum wird sie schon seit langer Zeit kultiviert. Auch in einigen Ländern Nordafrikas sowie in Florida gibt es große Anbaugebiete.

Clementinenbaum mit Früchten
Clementinen werden im Mittelmeerraum sowie in Afrika und Florida angebaut [Foto: Bjorn Kristersson / Shutterstock.com]

Der Clementinenbaum wächst als immergrüner Strauch oder kleiner Baum mit einer runden, kompakten Krone. Clementinen für den Topf sind meist als Halb- oder Hochstamm erzogen. Unter den optimalen Wachstumsbedingungen im Mittelmeerraum können sich Clementinen auch zu bis zu 6 Meter hohen Bäumen entwickeln. Die Äste der Clementine sind dünn und tragen nur selten Dornen. Die sattgrünen Laubblätter der Clementine haben eine lanzettliche Form und eine glänzende, leicht ledrige Oberfläche. Im Frühjahr bilden sich zarte, etwa 1,5 bis 2,5 Zentimeter große weiße Blüten. Die Blumen der Clementine duften angenehm süß. Teilweise kommt es im Herbst zu einer zweiten Blüte. Clementinen sind selbstbestäubend, doch ihre Blüten werden auch gerne von Insekten besucht und auf diese Weise fremd bestäubt.

Aus den befruchteten Blüten bilden sich anschließend die runden Früchte, die botanisch gesehen Beeren sind. Zwischen November und März sind die Clementinen erntereif. Mit ihrer orangen, von zahlreichen duftenden Öldrüsen besetzten Schale haben sie große Ähnlichkeit mit Mandarinen. Was wir im Supermarkt als Mandarinen kaufen, sind tatsächlich sogar meist Clementinen. Im Inneren weisen die eng verwandten Zitrusfrüchte jedoch einige Unterschiede auf. Das Fruchtfleisch der Clementinen ist gelborange und damit etwas heller als das der Mandarinen. Clementinen teilen sich in 8 bis 12 meist kernlose Segmente auf. Mandarinen bestehen dagegen aus neun Segmenten und besitzen viele Kerne.

weiße Blüte des Clementinenbaumes
Die weißen Blüten der Clementine verströmen einen angenehm süßlichen Duft, der auch bestäubende Insekten anzieht [Foto: Tharanga Muthunayake / Shutterstock.com]

Clementinen-Sorten für den Topf

Clementinenbäume sind in Deutschland nicht winterhart und sollten daher in Töpfe gepflanzt werden, damit sie im Herbst einfach an einen frostfreien Ort gestellt werden können. Die Sorte ′Commune′ ist eine frühe Sorte, deren Früchte schnell reifen. Die Sorte ′Red Rubin′ bringt Früchte mit roter Schale und brombeerrotem Fruchtfleisch hervor. Diese haben eine intensive Süße und einen mandarinenähnlichen Geschmack. Bei den Sorten ′Tardivo′ und ′Mandared′ handelt es sich um spät reifende Sorten. Der Anbau dieser Clementinen-Sorten ist in unseren Breiten nur dann zu empfehlen, wenn eine beheizte Orangerie oder ein Wintergarten zur Verfügung steht, in denen die Früchte sicher reif werden können. Bei der Clementine ′Mandared′ handelt es sich um eine relativ neue Züchtung aus Italien, die Früchte mit etwas dunklerem Fruchtfleisch hervorbringt. Ihr Geschmack geht leicht in Richtung Blutorange.

Clementinen pflanzen und selbst aus Samen ziehen

Clementinenbäume werden aufgrund ihrer geringen Winterhärte in Kübel gepflanzt. Ab April können Clementinen nach draußen auf den Balkon oder die Terrasse gestellt werden. Wählen Sie dafür einen vollsonnigen, vor Zugluft geschützten Standort. Da die Gefahr besteht, dass die Wurzeln der Clementine im Sommer überhitzen, sollten Sie sich bei der Pflanzung für ein Pflanzgefäß in einem hellen Farbton entscheiden. Weiße Töpfe reflektieren das Licht und können sich nicht so schnell aufheizen wie dunkle Töpfe. Außerdem muss das Gefäß ein Abflussloch besitzen, damit überschüssiges Wasser ablaufen und keine Staunässe entstehen kann. Wählen Sie einen ausreichend großen Topf, in dem der Clementinenbaum wachsen und alt werden kann. Zitruspflanzen vertragen das Umtopfen nämlich nicht so gut wie andere Pflanzen. Wie alle Zitruspflanzen mag auch die Clementine keinen Kalk. Wählen Sie daher ein nährstoffreiches, kalkarmes Substrat mit einer guten Wasserdurchlässigkeit und einem pH-Wert von 5,5 bis 6. Im Handel werden spezielle Zitruserden angeboten.

Clementinenbaum im Topf
Wie andere Zitruspflanzen sollte auch die Clementine in einen Topf gepflanzt werden [Foto: Shift Drive / Shutterstock.com]

Alternativ können Sie ein passendes Substrat auch selbst herstellen: Wählen Sie eine torffreie Pflanzerde, wie beispielsweise unsere Plantura Bio-Universalerde, und mischen Sie je ein Sechstel Sand und Tongranulat – wie Bentonit – unter die Erde. Zu guter Letzt empfiehlt sich noch die Beigabe von etwas saurem Urgesteinsmehl, zum Beispiel Granit- oder Basaltmehl. So entsteht ein leicht saures, durchlässiges Substrat, in dem das Gießwasser gut versickern kann, die Feuchtigkeit durch die enthaltenen Tonminerale aber auch einige Zeit gehalten wird.
Egal, welche Erde Sie verwenden: Sie sollten den Topfgrund mit Tongranulat oder Tonscherben bedecken, damit überschüssiges Wasser beim Gießen gut ablaufen kann und keine Staunässe entsteht. Stellen Sie den Wurzelballen anschließend in das teils gefüllte Pflanzgefäß und füllen Sie es mit Substrat auf.

Tipp: Pflanzen Sie die Clementine minimal höher in den Topf als andere Pflanzen, damit der Wurzelhals beim Gießen schnell abtrocknet. Sonst kann in der weiteren Kultur leicht Fäulnis am Wurzelhals entstehen.

Wenn Sie keinen Clementinenbaum kaufen möchten, können Sie Ihre Clementine auch selbst aus einem Samen ziehen. Bis Sie die ersten eigenen Früchte genießen können, brauchen Sie jedoch Geduld. Wenn Sie Kerne Ihrer Lieblingsclementine gefunden haben, müssen Sie das Fruchtfleisch vollständig entfernen und die Samen dann etwa zwei Tage bei Zimmertemperatur trocknen. Füllen Sie Anzuchtgefäße mit einem geeigneten Substrat wie beispielsweise unserer Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde, befeuchten Sie diese und stecken Sie die Samen hinein. Stellen Sie die Gefäße an einen hellen, warmen Ort und halten Sie die Erde mit einer Sprühflasche feucht. Innerhalb von etwa 4 bis 6 Wochen keimen die Clementinensamen. Wenn die Pflänzchen die Anzuchtgefäße vollständig durchwurzelt haben, sollten sie in größere Töpfe umgetopft werden. Mit etwas Glück trägt die Clementine nach einigen Jahren die ersten Früchte.

Sprosse von selbst gezüchteten Clementinenbäumen
Clementinenbäumchen können auch aus Samen selbst gezogen werden [Foto: Krumina Maryna / Shutterstock.com]

Tipp: Clementinen können auch über Stecklinge vermehrt werden. Schneiden Sie hierzu einen jungen, biegsamen und etwa 10 bis 20 Zentimeter langen Trieb von einem anderen Bäumchen ab. Schneiden Sie ihn unten schräg ab und stecken Sie ihn tief in ein Gemisch aus nährstoffarmer Anzuchterde und Sand. Befeuchten Sie das Ganze kräftig und drücken Sie den Trieb an. Anschließend wird der Topf mit einer Plastiktüte abgedeckt und an einen warmen, nicht zu hellen Ort gestellt. Bis der Steckling Wurzeln geschlagen hat und sich neue Blätter bilden, kann es übrigens mehrere Monate dauern.

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Clementinenbaum pflegen

Die Clementine ist eine pflegeleichte Zitruspflanze. Jungpflanzen sollten häufig mit einer kleinen Wassermenge versorgt werden, ältere Clementinenbäume müssen seltener gegossen werden. Staunässe ist grundsätzlich zu vermeiden. Gießen Sie daher lieber etwas zurückhaltend. Ein Zuviel an Wasser führt zu Fäulnis am Stammgrund. Zu wenig Wasser hingegen bewirkt, dass sich die Blätter einrollen und abfallen. Sie treiben aber anschließend wieder durch. Im Winter sollten Zitruspflanzen besonders sparsam gegossen werden. Eine kleine Wassermenge reicht, um die Erde stets leicht feucht zu halten.

Clementinenbäume im Topf sollten während der Vegetationszeit von April bis November regelmäßig gedüngt werden. Dafür eignet sich ein Flüssigdünger wie unser Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger sehr gut. Er unterstützt die Pflanze bei der Bildung vieler Blüten, kraftvoller Früchte und starker Wurzeln. Düngen Sie die Clementine alle 1 bis 2 Wochen über das Gießwasser. Die Dosierung beträgt dabei 3 bis 5 ml Dünger pro Liter Wasser. Zusätzlich sollten Sie einmal im Jahr einen Phosphat-Dünger wie zum Beispiel Superphosphat oder Doppelsuperphosphat verwenden, um die ausreichende Phosphorversorgung der Clementinen sicherzustellen.

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Neben dem Gießen und Düngen bedarf die Clementine keiner intensiven Pflege. Je nach Alter der Pflanze sind unterschiedliche Schnittmaßnahmen nötig. Grundsätzlich treibt die Pflanze nach dem Schnitt stärker aus, die Blüte ist aber reduziert. Jungpflanzen müssen in den ersten Jahren regelmäßig geschnitten werden, um die kompakte Form zu erhalten. Bei alten Pflanzen sollten ganze Triebe entfernt oder lange Neutriebe entspitzt werden, Schnitte in der Mitte von Trieben sind aber zu vermeiden, da sonst seltsame und wertlose Verzweigungen entstehen. Abgestorbene Zweige sollten ebenfalls entfernt werden, während noch grüne, blattlose Zweige bleiben dürfen.

Bei der Pflege des Clementinenbaumes ist weiterhin zu beachten, dass Zitruspflanzen nur ungern umgetopft werden. Wählen Sie daher immer ein ausreichend großes Gefäß. Wird ein Umtopfen doch nötig, ist darauf zu achten, dass der „Kernballen“ unbeschädigt bleibt.

Clementinenbaum überwintern

Clementinen gehören zu den kältetolerantesten Zitruspflanzen. Ältere Clementinenbäume überstehen kurzfristige Frostperioden bis maximal -5 °C in der Regel ohne Schäden. Um sicherzugehen, dass Ihr Clementinenbäumchen die kalte Jahreszeit gut übersteht, sollten Sie es jedoch besser an einem frostfreien, hellen Ort überwintern. Stellen Sie den Topf im Herbst in einen unbeheizten Raum der Wohnung (beispielsweise das Treppenhaus) oder in ein Gartenhaus und überwintern Sie den Clementinenbaum bei einer Temperatur zwischen 5 und 15 °C. Im Frühjahr, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind, kann die Clementine dann wieder auf den Balkon oder die Terrasse wandern. Während der Wintermonate benötigt die Pflanze keinen Dünger und muss nur selten gegossen werden. Versorgen Sie sie gelegentlich mit einem Schluck Wasser, sodass das Substrat nie vollständig austrocknet.

Clementinen ernten und lagern

Je nach Sorte können die Früchte zwischen November und März geerntet werden. Werden die Clementinen an einem kühlen Ort, zum Beispiel im Kühlschrank oder Keller, gelagert, bleiben sie frisch und über mehrere Wochen haltbar.

reife Clementinen geschält
Zwischen November und März sind die Früchte ernte- und genussreif [Foto: margouillat photo / Shutterstock.com]

Inhaltsstoffe der Clementine

Die kalorienarmen Clementinen sind wie auch andere Zitrusfrüchte wahre Vitamin-C-Bomben. Mit dem Verzehr einer Clementine wird der tägliche Vitamin-C-Bedarf zu etwa einem Drittel gedeckt. Darüber hinaus enthalten Clementinen weitere wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie Calcium und Kalium.

Wenn Sie mehr über die Clementine lernen möchten, können Sie in unserem Spezialartikel zum Unterschied zwischen Mandarine und Clementine wissenswerte Fakten erfahren.

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