Himbeeren: Experten-Tipps vom Anpflanzen bis zur Ernte

Himbeeren sind ein ebenso leckeres wie auch teures Obst. Umso besser, wenn der Anbau von Himbeeren im eigenen Garten gelingt. Hier gibt es hilfreiche Tipps.

Himbeerstrauch Himbeeren im garten anbauen

Himbeeren aus dem eigenen Garten schmecken am besten [Foto: yuris/ Shutterstock.com]

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist eine der beliebtesten Sommerfrüchte. Ob zu Eis verarbeitet, hübsch garniert auf dem Dessert oder einfach so als fruchtiger Snack für Zwischendurch: Die Himbeere ist süß, lecker und erfrischt bei heißen Temperaturen. Wir verraten Ihnen, wie Sie das süße Früchtchen im eigenen Garten selber anbauen können und geben nützliche Pflegetipps.

Himbeeren: Ein kurzer Steckbrief

Himbeeren sind sommergrüne Halbsträucher, die je nach Sorte einen halben bis zwei Meter hoch werden können. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Strauch erneuert sich laufend aus dem Wurzelstock. Dieser ist folglich sehr empfindlich, worauf bei der Standortwahl, sowie beim Gießen und Düngen zu achten ist. Bei guter Pflege tragen die Himbeersträucher bis zu zehn Jahre schmackhafte Früchte. Wie viele Hobbygärtner vielleicht schon schmerzhaft erfahren haben, sind die Ruten der Himbeere mit feinen Stacheln besetzt und ihre Blätter gezähnt.

Anders als der Name Himbeere vermuten lässt, gehören die weichen Früchte nicht zu den Beeren, sondern sind Sammelsteinfrüchte. Die Sammelsteinfrucht ist ein Verbund aus einzelnen kleinen Steinfrüchten, die sich aus den Blüten der Himbeeren bilden. Bienen und Schmetterlinge freuen sich besonders über die weiße Blüte zwischen Mai und August. Somit zählt die Himbeere zu den sehr bienenfreundlichen Pflanzen. Die Früchte der Himbeere sind in der Regel rot, können je nach Sorte aber auch schwarz oder gelb sein.

Himbeeren anbauen: Tipps zum Anpflanzen im Garten

Damit der Anbau von schmackhaften Himbeeren auch in Ihrem Garten gelingt, haben wir nachfolgend die wichtigsten Punkte zum Thema Anbau zusammengefasst.

Himbeeren: Der richtige Standort

Die Himbeere bevorzugt einen sonnigen Platz auf nährstoffreichen und durchlässigen Böden. So kann Wurzelkrankheiten aufgrund von permanenter Staunässe entgegengewirkt werden. Können Sie Ihrer Himbeere einen solchen Platz gewähren, werden Sie mit einer reichen Ernte und einem ausladenden Blütenreichtum belohnt. Die Himbeere gedeiht zwar auch auf nährstoffärmeren Böden – hier kann es aber zu geringeren Ernten kommen.
Um die Ausbreitung von Wurzelkrankheiten zu verhindern, sollte man bei Neupflanzungen von Himbeeren beachten, dass an dem Standort zuvor keine Vertreter der Rosaceae (wie Brombeeren und Himbeeren) kultiviert wurden. Außerdem sollten Standorte, an denen zuvor Pflanzen angebaut wurden, die für Verticillium-Welke anfällig sind, gemieden werden. Zu diesen Pflanzen zählen unter anderem Kartoffeln, Tomaten, Paprika und Auberginen.

kleiner Himbeerstrauch pflanzen

Achten Sie beim Pflanzen auf einen geeigneten Standort [Foto: Miro Novak/ Shutterstock.com]

Himbeeren anpflanzen: Der richtige Zeitpunkt

Der perfekte Pflanzzeitpunkt für das Anpflanzen von Himbeeren hängt ganz von der Sorte ab. Himbeeren sollten schon im Herbst gepflanzt werden, um den Wurzeln Zeit zu geben, sich über die Herbst- und Wintermonate langsam zu etablieren.
Sollten Sie Ihre Sommerhimbeere erst im Frühjahr pflanzen, müssen Sie vermutlich bis zum nächsten Jahr warten, bis Sie die süßen Früchte ernten können.
Bei Herbsthimbeeren kann noch im selben Jahr mit einer Himbeerernte gerechnet werden. Nichtsdestotrotz sollten Sie dann noch nicht mit zu großen Erträgen rechnen.

Himbeeren anpflanzen: So viel Platz brauchen Himbeeren

Himbeersträucher bilden ausufernde Wurzeln. Setzen Sie deshalb Ihre Lieblinge nicht zu dicht nebeneinander, um konkurrenzbedingte Verluste zu vermeiden. Innerhalb einer Reihe sollte der Abstand der Himbeerpflanzen mindestens 50 cm betragen.
Die Reihenabstände sollten Sie auch nicht zu knapp wählen, damit beim täglichen Gang zum Gießen und Pflegen der Boden nicht zu sehr verdichtet wird. Wir raten dazu, die Himbeerreihen mit mindestens 1 m Abstand zu pflanzen.

Himbeersteckline in Reihe gepflanzt

Halten Sie zwischen den Pflanzen genügend Abstand [Foto: Leonid Eremeychuk/ Shutterstock.com]

Himbeeren anbauen: Eine Rankhilfe bauen

Die Himbeere wächst sehr ausladend in die Breite und bildet lange Ranken aus. Beim Bau einer Rankhilfe sollte man darauf achten, dass man stabiles und witterungsbeständiges Material verwendet. Am einfachsten ist es, für jede Pflanzreihe ein eigenes Spalier zu bauen. Dazu schlägt man mit circa 30 cm Abstand zu den äußersten Pflanzen jeweils einen stabilen Holzpfahl in den Boden. Zwischen den beiden Pfählen spannt man Schnüre, der erste ungefähr 50 cm über dem Boden, dann im Abstand von 30 cm noch zwei bis drei darüber (je nachdem, wie lang die Pfähle sind und wie hoch man seine „Himbeerhecke“ ziehen möchte). Als Schnüre eignen sich mit Kunststoff ummantelte Drähte oder Wäscheleinen hervorragend.

Experten-Tipp: Spannen Sie ausgehend von den Pfosten noch einige Schnüre schräg nach unten Richtung Boden, um Ihrem Konstrukt Halt zu geben. Für die Befestigung im Boden eignen sich Erdanker oder einfach lange Zeltheringe.

Himbeeren pflanzen: Anleitung

Bevor die Pflanzen gesetzt werden, empfiehlt es sich, die Wurzelballen einige Minuten zu wässern.

Vor dem Pflanzen werden die Ruten auf circa 30 cm eingekürzt, die Wurzeln können ebenfalls leicht beschnitten werden. Um die Wurzelbildung zu fördern, kann Kompost und/oder Torf mit in das Pflanzloch gegeben werden. Beim Einsetzen sollten die Knospen direkt an der Sprossbasis etwa 5 cm mit Erde bedeckt sein. Anschließend werden die Pflanzen reichlich angegossen. Um die Feuchtigkeit zu halten, wird der Boden mit Rindenmulch bedeckt.

Pflanzt man mehrere Sträucher in einem Beet, liegt der optimale Pflanzabstand bei etwa 50 cm. Damit alle Pflanzen genügend Licht bekommen und ausreichend belüftet werden, sollte man einen Abstand von rund einem Meter zwischen den einzelnen Reihen wählen. Somit werden die Himbeeren auch durch das Begehen und die dadurch entstehende Bodenverdichtung nicht beeinträchtigt.

Die meisten Himbeeren wachsen relativ hoch und sollten daher zur Unterstützung der früchtetragenden Ranken an ein Gerüst angebunden werden. Dazu würde sich auch der Gartenzaun eignen, jedoch sollten die Himbeeren gut durchlüftet sein, um den Befall mit Grauschimmel vorzubeugen. Hier empfiehlt sich der Bau einer Rankhilfe, wie es weiter oben im Artikel bereits beschrieben wurde.

Zusammenfassung Himbeeren anpflanzen:

  • Wurzelballen einige Minuten anfeuchten
  • Ruten auf ca. 30 cm kürzen
  • Kompost oder Torf in das Pflanzloch geben
  • Pflanze einsetzen, sodass die Knospen direkt an der Sprossbasis etwa 5 cm mit Erde bedeckt sind
  • Boden mit etwas Grünschnitt bedecken, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten
Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
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Himbeeren auf dem Balkon oder im Topf anbauen

Normalerweise ist die Himbeere eine reine Gartenpflanze, da sie viele Wurzelausläufer und reichlich lange Ranken ausbildet. Mittlerweile gibt es jedoch Sorten auf dem Markt, die aufrecht wachsen und vergleichsweise kurze Triebe bilden. Trotzdem sollten Sie einige Dinge beachten, wenn Sie Himbeeren auf dem Balkon anbauen wollen:

  1. Großer Kübel (mind. 25 l Volumen), um ausreichend Platz für die Bildung von Wurzeln zu gewährleisten
  2. Windgeschützter Standort, um Umkippen zu verhindern
  3. Sonniger Platz
  4. Am besten vor Südwand platzieren

Himbeeren einfach selbst vermehren

Himbeeren sind sehr wüchsige Halbsträucher, weshalb das Vermehren auch relativ simpel ist. Es gibt drei Methoden, um Ihre eigenen Himbeeren erfolgsversprechend zu vermehren.

Himbeeren vermehren: Ausläufer abstechen und einpflanzen

  • Neue Ruten abstechen (erscheinen ca. einen halben Meter entfernt von Mutterpflanze)
  • Im Herbst eingraben, damit sich Pflanzen über Winter bewurzeln können
  • Im nächsten Frühjahr alten Haupttrieb abschneiden (das verzögert zwar die Ernte um ein Jahr, stärkt die Pflanzen aber ungemein)

Himbeeren vermehren: Absenker eingraben

  • Altbewährte Methode bei vielen Pflanzen
  • Lange, elastische Jungruten entblättern und Richtung Boden biegen
  • Entblätterten Abschnitt mit Erde bedecken
  • Im Frühjahr oder Herbst dann die Rute von Mutterpflanze trennen, wenn sie ausreichend bewurzelt ist

Himbeeren vermehren: Stecklinge setzen

  • Im Frühsommer etwa bleistiftlange Stücke aus leicht verholzten Trieben schneiden
  • In Anzuchterde setzen und stets feucht halten
  • Nach 2 – 3 Wochen an einem sonnigen Ort sind die Stecklinge bereit fürs Beet

Himbeersorten: Beliebte und altbewährte Sorten

Bei Himbeeren kann man grundsätzlich zwischen Sommer-, Herbst- und sogenannten Two-Timer-Sorten unterscheiden. Wir zählen einige prominente und bewährte Sorten auf und informieren jeweils über die Vor- und Nachteile.

Himbeerstrauch

Herbsthimbeeren können Sie von August bis Oktober genießen

Sommerhimbeeren:

  • Tragen nur an zweijährigen Ruten
  • Meist ertragreicher
  • Anfälliger gegen Schädlinge und Krankheiten (Himbeerkäfer, Rutenkrankheit)
  • Beliebte Sommersorten:
    • Meeker: Am häufigsten angebaute Sorte in Deutschland; sichere und hohe Erträge
    • Glen Ample: Stachellos, dafür etwas schwächer im Ertrag; Früchte sind hellrot
    • Elida: Sehr frühe Sorte (Anfang Juni reif); kräftiges Rot der Beeren
    • Rubaca: Späte Sommersorte; hellrote Früchte
    • Golden Queen: Goldgelbe Farbe der Früchte; relativ robust

Herbsthimbeeren:

  • Ruten werden jährlich geschnitten, deshalb geringere Anfälligkeit für Rutenkrankheit
  • Geringere Erträge
  • Weniger aromatische Früchte
  • Wegen fehlender zeitlicher Überschneidung kaum bis keine Eiablage des Himbeerkäfers
  • Beliebte Herbstsorten:
    • Autum Bliss: Aromatisch im Geschmack; eignet sich für Kultivierung im Kübel oder auf dem Balkon
    • Aroma Queen: Süße Früchte; hoher Ertrag
    • Polka: Feste Früchte; etwas blassere Farbe
    • Himbotop: Bekannte Sorte; süße Früchte
    • Alpengold: Herbstsorte mit gelben Früchten; keine Dornen
gelbe Himbeeren

Sehr außergewöhnlich sind Sorten mit gelben Früchten [Foto: Grisha Bruev/ Shutterstock.com]

Two-Timer:

  • Ertragreichere Herbsthimbeersorten, die durch Kreuzungen mit Sommerhimbeeren gezüchtet wurden
  • Relativ sichere Doppel-Ernte (Frühsommer und Herbst)
  • Beliebte Sorte:

Himbeeren richtig pflegen: Schneiden, düngen und Co.

Die Himbeere ist eine sehr wüchsige Pflanze, sowohl was das oberirdische, als auch das unterirdische Wachstum angeht. Regelmäßige Pflege und ein rigoroser Schnitt sind deshalb Pflicht. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Pflegetipps und erklären das genaue Vorgehen.

Himbeeren richtig gießen

Die Himbeere mag es gern dauerhaft feucht. Dabei liegt die Betonung aber ausschließlich auf „feucht“, denn zu gut gemeintes Gießen kann schnell zu Staunässe führen, was wiederum Fäule und andere Krankheiten bedingen kann. Gießen Sie Ihre Himbeeren also nur an wirklich heißen Sommertagen täglich.

Himbeeren düngen

Besonders einige Wochen vor der Ernte, sollten Sie Ihren Himbeeren mit einer ausgewogenen Düngung etwas nachhelfen. Am besten eignet sich dafür organischer Dünger, der schon etwas vorgerottet ist, damit er schnell wirken kann. Zudem verbessern organische Dünger die Bodenverhältnisse enorm: Das Bodenleben wird angeregt, das Korngrößenspektrum vergrößert sich, sodass der Boden besser durchlässig wird und zudem wird ein Nährstoffdepot angelegt, was über lange Zeit Nährstoffe kontinuierlich nachliefert. Ab Juni sollte dann jedoch nicht mehr gedüngt werden, da die Ruten ausreifen müssen, um rechtzeitig in Winterruhe zu gehen.

schwarze Himbeeren

Schwarze Himbeeren sind etwas ganz besonderes im Garten [Foto: Sentelia/ Shutterstock.com]

Himbeeren im Topf gießen und düngen

Genau, wie die Himbeeren im Garten, muss man sie auch im Topf richtig gießen. Dabei ist ebenso darauf zu achten, dass keinesfalls Staunässe entsteht, der Boden aber auch nicht austrocknet. Auch im Winter müssen Sie die Himbeersträucher ab und an gießen.

Himbeeren, die im Topf angebaut werden, müssen zweimal jährlich gedüngt werden. Um jedes Jahr eine gute Ernte einzufahren, sollten Sie die Erde im Topf alle zwei bis drei Jahre austauschen.

Himbeeren schneiden

Der Zeitpunkt und das Vorgehen beim Schneiden von Himbeeren orientiert sich maßgeblich an der Sorte. Sommerhimbeeren tragen erst an den Trieben Früchte, die die Pflanze schon im letzten Jahr ausgebildet hat. Herbsthimbeeren können hingegen auch schon an den neuen Trieben desselben Jahres Früchte tragen.
Das richtige Schneiden und Erziehen am Draht ist besonders für Sommerhimbeeren sehr wichtig. Mitte Mai, wenn die Triebe der Himbeeren circa 30 bis 40 cm aus der Erde ragen, sollten Sie sich die zehn stärksten Triebe (je laufendem Meter) heraussuchen, die restlichen werden auf Bodenhöhe abgeschnitten.

Herbsthimbeeren werden jedes Jahr komplett zurückgeschnitten, denn die neu ausgebildeten jungen Jahrestriebe sind am fruchtbarsten. Innerhalb eines laufenden Meters sollten Sie im zeitigen Frühling circa 20 frischausgetriebene Routen aussuchen, die Sie stehen lassen, die restlichen schneiden Sie ebenfalls auf Bodenhöhe ab.

Tipp: Für beide Sorten, sowohl Sommer- als auch Herbsthimbeeren, gilt: Ragen die Ranken über den oberen Spalierdraht hinaus, schneiden Sie die Triebspitze im Spätherbst eine Hand breit über diesem ab. Dadurch wird die Bildung von Knospen für das nächste Jahr am restlichen Trieb gefördert.

Weitere Experten-Tipps zum Schneiden von Himbeeren finden Sie hier.

Himbeeren hochbinden

Vor allem die Sommerhimbeeren bedürfen einer gewissen Unterstützung, damit Sie hoch hinauskommen. Mit dem Fortschreiten der Saison (und damit auch dem Längenwachstum) sollte man die Ranken an den Drähten des Spaliers befestigen. Dazu eignen sich breite Kunststoffbänder, die die Ranken nicht einschneiden oder beschädigen.

Tipp: Verwenden Sie für die einjährigen Ranken eine andere Band-Farbe, als für die zweijährigen. Somit können Sie diese gut unterscheiden und verhindern, dass die falschen Triebe beschnitten werden.

Die Herbsthimbeeren benötigen weniger Hilfe, um stabil in die Höhe zu schießen. Es genügen zwei Drähte (einer 30 cm über dem Boden, der andere in circa 170 cm Höhe), um die wesentlich stabileren Ruten für den bevorstehenden Fruchtbesatz zu stützen. Die Routen müssen dabei nicht einmal angebunden werden, sofern die Drähte beidseitig der Pflanze gespannt sind.

Himbeeren: Erntezeit erkennen

Wie bei vielen Strauchbeeren, erstreckt sich die Erntezeit über einen längeren Zeitraum. Abhängig von der Sorte und den Wetterbedingungen kann die Erntezeit variieren. Wir nennen Ihnen Eckdaten zum Orientieren, damit Sie Ihre Himbeeren auch wirklich reif ernten.

Wann sind Himbeeren wirklich reif?

Sommerhimbeeren sind (passend zum Namen) im Juni bis Juli erntereif. Herbsthimbeeren können vom späten August bis tief in den Herbst hinein geerntet werden. Limitierend für die Erntezeit ist dabei der erste Frost.
Two-timer-Sorten können zweimal beerntet werden: Das erste Mal, wie die Sommerhimbeeren, im Juni und Juli, das zweite Mal dann zwischen August und Oktober.

Ast mit reifen Himbeeren

Mit ein paar Tipps erkennen Sie die optimale Erntezeit [Foto: Nitr/ Shutterstock.com]

Hinweis: Die sogenannten Two-timer-Sorten sind im Prinzip nichts anderes als Herbsthimbeeren. Die klassischen Herbsthimbeersorten können auch zweimal Früchte tragen, wenn die Bedingungen stimmen. Two-timer-Sorten sind dahingehend gezüchtet, dass die zweimalige Ernte mit größerer Sicherheit stattfinden kann.

Tipp: Verlassen Sie sich bei der Himbeerernte nicht nur auf den richtigen Zeitraum, sondern auch auf Ihre scharfen Gärtnersinne. Während die Größe für die Ernte unerheblich ist, sollten die Beeren durchgehend kräftig gefärbt sein, das typische Himbeeraroma versprühen und sich leicht vom Strauch lösen lassen. Trifft das alles zu, dann haben Sie den perfekten Erntezeitpunkt erwischt.

Himbeeren lagern und haltbar machen

Die Himbeere ist eine typische Sommerfrucht. Wer auch in den kälteren Jahreszeiten nicht auf die Süße seiner Himbeerernte verzichten will, der hat einige Möglichkeiten, um seine Himbeeren haltbar zu machen.

Himbeeren einfrieren

Die wohl bekannteste Methode, um die Himbeeren haltbar zu machen, ist das Einfrieren. Im Supermarkt erhält man ganzjährig tiefgefrorene Himbeeren, aber auch aus dem eigenen Garten kann man seinen Tiefkühlvorrat wieder auffüllen. Nach der Ernte sollten Sie die Himbeeren vorsichtig waschen und dann abtropfen lassen. Danach sind sie bereit für den Gefrierschrank.

gefrorene Himbeeren in Schüssel

Himbeeren lassen sich hervorragend einfrieren [Foto: baibaz/ Shutterstock.com]

Hinweis: Händeln Sie die Himbeeren mit großer Vorsicht – sie sind sehr anfällig gegen Druck.

Himbeeren einkochen

Wie fast jede süße Frucht, eignet sich auch die Himbeere ideal zum Einkochen. Ob als ganze Frucht im eigenen Sirup oder verarbeitet als Marmelade oder Gelee: Die Himbeere bietet einige Möglichkeiten. Wenn Sie ganze Himbeeren einkochen wollen, sollten Sie nur wenig Gelierzucker verwenden und die restliche Süße über normalen Zucker zuführen. Beim Kochen von Himbeermarmelade sollten Sie jedoch reichlich Gelierzucker verwenden, um eine streichzarte Konsistenz zu erhalten. Eine genaue Anleitung, sowie mehr zum Ernten und Lagern von Himbeeren finden Sie hier.

Himbeeren einkochen Topf Geschirrtuch Schüssel mit Himbeeren

Wie fast jede süße Frucht, eignet sich auch die Himbeere ideal zum Einkochen [Foto: Sarycheva Olesia/ Shutterstock.com]

Himbeeren trocknen

Getrocknetes Obst wird immer beliebter. Viele ernährungsbewusste Hobbygärtner legen sich einen eigenen Dörr-Ofen zu, um Ihre liebevoll aufgezogene Ernte haltbar zu machen. Die Himbeere eignet sich allerdings nicht wirklich gut zum Trocknen. Sie hat einen hohen Wasseranteil (rund 80 %), weshalb nach dem Trocknen nur noch die Schale und die Samen übrigbleiben würden.

Lukas

Ich studiere mit voller Überzeugung Agrarwissenschaften – für mich eine naheliegende Wahl, da ich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb meiner Eltern groß geworden bin und früh gelernt habe, fürsorglich mit Pflanzen und Tieren umzugehen.
Lieblingsobst: Weintrauben, Mango und Bananen
Lieblingsgemüse: Rosenkohl, Spinat und Kartoffeln

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