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Honigmelone anpflanzen: Tipps zum Anbau im Garten & Topf

Auch bei uns kann die exotische Honigmelone im Garten angebaut werden. Wir verraten, was man beim Anpflanzen von Honigmelonen im Beet und Topf beachten muss und geben wichtige Tipps zur richtigen Pflege.

Reife Honigmelonen an der Pflanze
Honigmelonen gibt es in vielen Formen, Farben und Variationen – ihren süßen Geschmack haben sie aber alle gemeinsam [Foto: Irondaru/ Shutterstock.com]

Honigmelonen (Cucumis melo) gehören zu den begehrtesten Erfrischungen des Sommers und haben viele Liebhaber. Doch nicht immer müssen die süßen Naschereien aus dem Supermarkt stammen – tatsächlich kann man die Honigmelone auch wunderbar im eigenen Garten oder sogar auf dem Balkon anpflanzen. Was Sie beim Honigmelonen-Anpflanzen beachten müssen und welche Sorten sich besonders gut für den eigenen Anbau eignen, verraten wir Ihnen hier.

Honigmelone anbauen: Die besten Sorten

Fälschlicherweise werden Melonen häufig als Obst bezeichnet, dabei handelt es sich um ein Gemüse. Botanisch gesehen gehören sie tatsächlich zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und sind eng mit Gurken (Cucumis sativus) und Kürbissen (Cucurbita) verwandt. Mit weit über 500 Arten tritt die Melone in zahlreichen Arten, Farben und Variationen auf. Jedoch werden Melonen in zwei Gruppen eingeteilt: Wassermelonen (Citrullus lanatus) und Zuckermelonen (Cucumis melo) – zu den Letzteren gehört auch die bekannte Honigmelone. Da die Honigmelone ursprünglich aus dem Mittelmeerbereich stammt, eignen sich jedoch nicht alle Sorten für den Anbau in Deutschland. Allerdings gibt es immer mehr moderne Züchtungen, die auch im kälteren deutschen Klima gedeihen. Wenn man Honigmelonen anpflanzen möchte, sollte man daher immer darauf achten, Sorten zu wählen, die mit den klimatischen Bedingungen hierzulande zurechtkommen.

Honigmelonen-Sorten für den Garten

Für den Anbau in Deutschland haben sich weniger kälteempfindliche, robuste Sorten bewährt. Zu den Sorten von Honigmelonen, die sich besonders zum Anpflanzen im eigenen Garten eignen, zählen beispielsweise die folgenden:

‘Blenheim Orange’: Zuverlässiger Ertrag auch bei schlechten klimatischen Bedingungen; ovale Früchte bis 1 kg mit duftendem, süßem Fruchtfleisch.

‘Petit gris de Rennes’: Reift auch bei kälteren Temperaturen gut aus; kleine runde Früchte zwischen 500 g und 700 g mit orangem, süßem Fruchtfleisch mit leichtem Karamellgeschmack.

‘Ananas’: Sehr kältetolerante Honigmelone; ovale, gelbe bis beige Früchte mit einem Netzmuster und weißem, saftig-süßem Fleisch mit leichter Ananasnote.

‘Sweet Granite’: Sehr frühe Melonensorte, besonders geeignet für Regionen mit kurzen Sommern und kühlem Wetter; orange-gelbe Früchte mit Netzmuster und süßem Fruchtfleisch.

Reife Honigmelone liegt auf einem Tisch
Honigmelonen lassen sich auch in deutschen Gärten anbauen [Foto: MK photograp55/ Shutterstock.com]

Honigmelonen-Sorten für den Topf

Honigmelonen anpflanzen ist nicht schwer – tatsächlich kann man Honigmelonen sogar auf dem Balkon anpflanzen, wenn man ihnen einen sonnigen Standort zu bieten vermag. Wenn Sie Honigmelonen im Topf pflanzen möchten, ist jedoch die Wahl der richtigen Sorte das A und O. Zu den Sorten, die sich für den Anbau im Topf eignen, gehören beispielsweise:

‘Minnesota Midget’: Ideale Anfängersorte, die dank niedriger Wuchshöhe von etwa 40 cm, buschigem Wuchs und kurzer Ranken für den Anbau im Topf geeignet ist; frühreife Melonensorte mit nur 60 Tagen Reifezeit; hohe Anzahl an kleinen, süßen Früchten.

‘Ancien’: Reifen auch im deutschen Klima dank relativ kurzer Vegetationszeit gut aus; Pflanzen müssen nicht geschnitten werden; aromatische, süße, aber kleinbleibende Früchte.

Junge Melonenpflanzen in Töpfen
Honigmelonen kann man auch im Topf pflanzen [Foto: pornprapa66/ Shutterstock.com]

Honigmelonen im Garten anbauen

Honigmelonen im Garten anzubauen, hört sich schwerer an, als es ist. Tatsächlich kann man die einjährige Pflanzen auch im Garten wunderbar anbauen, wenn man bei der Pflege einige Punkte beachtet.

Wann pflanzt man Honigmelonen?

Honigmelonen stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerbereich und brauchen dementsprechend warme Temperaturen. Deshalb empfiehlt es sich, die Melonenpflanzen bereits im Haus vorzuziehen und erst die größeren Melonenpflänzchen ins Beet umzusetzen. Der ideale Zeitpunkt, um mit der Anzucht zu beginnen, ist Anfang bis Mitte April. Umziehen in ihr neues Beet können die Honigmelonen je nach Sorte ab Mitte Mai. Die Samen fangen besonders gut an zu keimen, wenn diese vorher für 24 bis 48 Stunden in einer Thermoskanne mit lauwarmem Wasser einweichen. Für die Aussaat können eine klassische Anzuchterde – wie die Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde – und Anzuchttöpfe genutzt werden. Pro Topf sollte nur ein Samen verwendet werden. Etwa zwei bis drei Zentimeter tief kommt dieser in die Erde und sollte regelmäßig mit einer Sprühflasche angefeuchtet werden. Die Anzuchttöpfe sollten an einem hellen und warmen Standort mit durchschnittlich 23 bis 25 °C, beispielsweise einer sonnigen Fensterbank, aufgestellt werden. Nach acht bis zehn Tagen dürften die Samen dann anfangen zu keimen.

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Tipp: Um das Klima eines Gewächshauses nachzuahmen, können Sie Klarsichtfolie über die Töpfe spannen. Das hält Erde und Samen feucht. Die Folie sollte aber täglich geöffnet werden, damit frische Luft an die Samen gelangt und es nicht zur Schimmelbildung kommt.

Junge Melonenpflanzen werden im Topf vorgezogen
Melonen sollten erst im Topf vorgezogen werden [Foto: Lovemenow/ Shutterstock.com]

Der ideale Pflanzzeitpunkt für Honigmelonen:

  • Aussaat im Haus: Mitte bis Ende April
  • Samen werden 4 bis 6 Wochen vorgezogen
  • Vorziehen an hellem Standort bei 23 – 25 °C
  • Auspflanzen ins Beet: Je nach Sorte ab Mitte Mai

Honigmelonen im Beet anpflanzen

Sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind, können Sie die Honigmelonen in das Beet pflanzen. Meist werden als Stichtag die Eisheiligen (also Mitte Mai) genannt, da zu dieser Zeit die Gefahr der Spätfröste vorbei ist. Zwei Wochen bevor die Setzlinge ausgepflanzt werden, sollten sie eine Portion Grünpflanzendüngung zur Stärkung erhalten. Draußen benötigt die Pflanze einen sonnigen, aber windgeschützten Platz. Jungpflanzen sollten am Anfang jedoch nicht in der prallen Mittagssonne stehen, da es sonst schnell zu Verbrennungen an den empfindlichen Blättern kommen kann. Bei der richtigen Standortwahl ist außerdem zu beachten, dass keine anderen Gewächse aus der Kürbisfamilie in der Nähe stehen, um eine Kreuzbestäubung zu vermeiden – auch im vorherigen Jahr sollten keine Kürbisgewächse an dieser Stelle gestanden haben, da andernfalls das Risiko für Erkrankungen und einen verringerten Wuchs steigt. Da Honigmelonen zu den Starkzehrern gehören, brauchen sie einen besonders nährstoff- und humusreichen, aber auch lockeren Boden. Als gute Vorkultur eignen sich deshalb Hülsenfrüchte, da diese eine natürliche Gründüngung darstellen und den Boden zusätzlich auflockern. Diese sollten sich schnell von der Sonne erwärmen lassen, aber auch eine gute Wasserspeicherkapazität besitzen. Außerdem ist ein leicht saurer pH-Wert optimal, um das Wachstum der Pflanzen zu unterstützen.

Melonenpflanze im Beet
Melonen brauchen einen lockeren Boden [Foto: romiri/ Shutterstock.com]

Der Abstand zwischen den einzelnen Jungpflanzen sollte mindestens 80, besser aber noch 100 Zentimeter betragen, damit die Pflanzen später genügend Platz haben und nicht miteinander konkurrieren müssen. Es empfiehlt sich außerdem, ein Spalier oder mehrere Schnüre für die Pflanzen zu spannen, sodass sie nach oben ranken können – dies verbessert nicht nur die Vitalität der Pflanzen, sondern die Früchte können auch später einfacher geerntet werden.

Was ist der perfekte Standort für eine Honigmelone?

  • Sonnig und windgeschützt
  • Jungpflanzen müssen beschattet werden
  • Keine anderen Kürbisgewächse in der Vorkultur oder als Beetnachbar
  • Durchlässiger, nährstoffreicher Boden
  • Leicht saurer pH-Wert
  • Pflanzabstand: 80 – 100 cm
  • Rankhilfe aufstellen

Honigmelonen im Topf pflanzen

Wenn man Honigmelonen anbauen möchte, bedarf es keines riesigen Gartens. Tatsächlich kann man Honigmelonen auch im Topf pflanzen und somit selbst in kleineren Gärten oder auf dem Balkon kultivieren. Entscheidend für eine erfolgreiche Kultivierung ist ein ausreichend großes Gefäß von mindestens 25 Litern Volumen, in dem sich die Pflanze gut entfalten kann. Auf ein späteres Umpflanzen in größere Gefäße kann das Gewächs sehr empfindlich reagieren, weshalb man die Honigmelone von Anfang an in ein ausreichend großes Gefäß pflanzen sollte. Bei der Standortwahl gelten dieselben Bedingungen wie bei auch im Beet: Die Honigmelone mag einen sonnigen, aber windgeschützten Standort mit lockerem und nährstoffreichem Boden. Jungpflanzen sollten jedoch ebenfalls anfänglich beschattet werden, da sie rasch zu Verbrennungen neigen. Anders als im Beet steht einer im Topf gepflanzten Honigmelone deutlich weniger Substrat zur Verfügung, weshalb besonders auf eine gute Qualität und eine ausreichende Nährstoffkonzentration der Erde geachtet werden sollte. Damit auch bei Regen keine Staunässe entsteht, ist der Topf für die Honigmelone mit ausreichend großen Ablauflöchern zu versehen. Je nach Sorte kann außerdem eine Rankhilfe auch auf dem Balkon für Honigmelonen notwendig sein.

Tipp: Beachten Sie, dass die Pflanze Ranken von bis zu fünf Metern ausbilden kann. Honigmelonen im Topf haben, je nach Sorte, deshalb auf einem kleinen Balkon eventuell nicht genug Platz, um sich zu entfalten.

Melonen wachsen im Beet
Einige Melonensorten wachsen kriechend über den Boden, andere klettern in die Höhe [Foto: P A/ Shutterstock.com]

Was braucht eine Honigmelone im Topf?

  • Ausreichend großes Pflanzgefäß (mindestens 25 Liter)
  • Sonniger, windgeschützter Standort
  • Lockeres, nährstoffreiches Substrat
  • Ausreichend große Ablauflöcher
  • Je nach Honigmelonensorten Rankhilfe erforderlich

Honigmelonen nach dem Pflanzen pflegen

Das Einpflanzen ist vollbracht: Doch wie pflegt man Honigmelonen richtig, damit man sich auf eine reiche Ernte freuen kann? Am wichtigen ist das Gießen – Melonen brauchen regelmäßig Wasser, um ihre großen Früchte auszubilden. Dieses sollte allerdings nicht kalt sein, da die Temperaturschwankungen die Fruchtqualität schmälern können: Ideal ist daher regelmäßiges Gießen mit temperiertem Wasser. Es sollte so gegossen werden, dass die Erde etwa bis zu 20 Zentimeter Tiefe durchfeuchtet ist. Doch Obacht: Staunässe können Honigmelonen nicht vertragen, sodass auch zu viel Gießen schädlich sein könnte. Sobald die Fruchtansätze zu erkennen sind, sollte etwa alle zwei bis drei Tage gegossen werden – in besonders heißen Sommern auch täglich.

Außerdem ist es wichtig, für eine optimale Nährstoffversorgung der Melonenpflanzen zu sorgen. Dies beeinflusst nämlich nicht nur, wie gut die Pflanze und die Frucht wachsen, sondern auch, wie gut sie Krankheiten und Schädlingen widerstehen können und wirkt sich auf die Lagerfähigkeit der Früchte aus. Direkt beim Einpflanzen ist es sinnvoll, einen vornehmlich organischen Langzeitdünger wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger zu verwenden. Dieser ist besonders gut geeignet, da die Honigmelone, genau wie Tomaten, einen erhöhten Kaliumbedarf hat. Nach 2 Monaten düngen Sie noch einmal nach, damit ist die Pflanze bis zum Ende des Jahres gut versorgt.

Plantura Bio-Tomatendünger
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Einen Schnitt brauchen die Honigmelonen im Regelfall nicht. Werden die Honigmelonen ohne Rankhilfe angebaut, ist es wichtig, regelmäßig aufkeimendes Unkraut zu entfernen, bis die Triebe der Melonen vollständig den Boden verdecken. Bilden sich endlich die ersten Früchte, sollten diese auf einer Unterlage wie Stroh, Blumentöpfen oder Holzbrettern platziert werden, damit sie vor Nässe und Fäulnis geschützt sind.

Im Gegensatz zu Cantaloupe – oder Netzmelonen zeigen reife Honigmelonen den richtigen Erntezeitpunkt nicht durch ihren prägnanten Duft an. Auch der von Wassermelonen (Citrullus lanatus) bekannte Klopftest gibt keine eindeutige Aussage über die Reife. Tatsächlich ist es nicht ganz einfach, den Reifegrad einer Honigmelone zu bestimmen. Am besten erkennt man die Reife einer Honigmelone an ihrer Schale: Diese sollte, je nach Sorte, kräftig gefärbt sein und angenehm süß duften. Außerdem gibt sie bei leichten Druck nach, darf aber nicht zu weich sein.

Reife Melone
Reife Honigmelonen kann man am besten an ihrer Schale erkennen [Foto: Fotosr52/ Shutterstock.com]

Was muss man bei der Pflege von Honigmelonen beachten?

  • Regelmäßiges Gießen mit temperiertem Wasser
  • Mit Bio-Tomatendünger mit Langzeitwirkung düngen
  • Kein Schnitt nötig
  • Unkraut regelmäßig jäten
  • Auf dem Boden liegende Früchte auf Unterlage legen

Sie möchten noch mehr über Melonen erfahren? Alles Wissenswerte rund um die verschiedenen Melonenarten haben wir in unserem Artikel „Melonen: Herkunft, Arten und Vielfalt“ für Sie zusammengefasst.

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