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Kornelkirsche: Blüte, Sorten & Standort

Die Kornelkirsche war in früheren Zeiten eine wichtige Obstart und kommt vielerorts in Hecken und an Waldrändern vor. Wir geben Tipps zur Pflanzung, Ernte und Verarbeitung der Kornelkirsche.

reife Kornelkirschen am Baum
Kornelkirschen galten lange Zeit als wichtiges Obstgehölz [Foto: Oksana Shevchenko/ Shutterstock.com]

Im Mittelalter galt die Kornelkirsche zusammen mit der Mispel (Mespilus germanica) als wichtiges Obstgehölz, geriet aber wieder in Vergessenheit und ist heute ein allgegenwärtiges Wildobst, das in vielen Gärten vorkommt. In diesem Artikel erfahren Sie alles zur Kornelkirsche, zu ihrer Geschichte, Ansprüchen an den Standort, zu Pflanzung und Pflege sowie zur Verwendung der Steinfrüchte.

Kornelkirsche: Blüte, Herkunft und Eigenschaften

Die Kornelkirsche (Cornus mas) gehört zur Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae) und kommt natürlich von Europa bis Kleinasien vor. Die Wildform findet man oft in Vogelschutzhecken, an Waldrändern und lichten Mischwäldern. Die Kornelkirsche ist im deutschsprachigen Raum auch als Dirndlstrauch, Tierlibaum, Herlitze oder Gelber Hartriegel bekannt. Seit Urzeiten wird die essbare Kornelkirsche als Nahrungsmittel genutzt, aus der älteren Eisenzeit ab 800 v. Chr. stammen die ältesten Funde von Kernen in Tongefäßen.

Die Kornelkirsche kann mehr als 100 Jahre alt werden. Sie wächst in dieser Zeit zu einem Baum oder Großstrauch mit 6 bis 8 m Höhe und Breite heran. Pro Jahr legt sie etwa 20 bis 30 cm an Höhe zu und zählt damit zu den konkurrenzschwächeren, vergleichsweise langsam wachsenden Gehölzen. An den rotbraunen und grüngrauen Trieben sitzen die eiförmig-elliptischen Blätter der Kornelkirsche, die im Sommer glänzend grün und im Herbst gelblich bis rotorange gefärbt sind. Typischerweise sind die Blätter ober- und unterseits behaart, am Rand gewellt und dabei 4 bis 10 cm lang. Die sonnengelben, in kugeligen Trugdolden sitzenden Blüten der Kornelkirsche erscheinen bereits ab Februar bis April, lange bevor sich die ersten Blättchen zeigen. Sie sind eine wertvolle Nahrungsquelle für allerlei Bestäuber wie Bienen und Hummeln.

Kornelkirschen-Zweig mit Blüte
Cornus mas hat einen frühe gelbe Blüte und typisch grün-rote junge Zweige [Foto: Mariyana M/ Shutterstock.com]

Ab Mitte August bis Ende September reifen die etwa 2 cm großen, ovalrunden, essbaren Früchte der Kornelkirsche, die sich nun tiefrot verfärben und weich werden. Die Steinfrucht umgibt sich mit schmackhaftem, fruchtig und säuerlich schmeckendem, angenehm süßem Fruchtfleisch. Bei Vollreife fallen die Früchte ab und bieten so auch zahlreichen Tieren wie Siebenschläfer, Haselmaus und auch diversen Vögeln im Herbst Nahrung. Die Kornelkirsche ist ein reichtragendes Wildobstgehölz, das je Strauch 20 bis 40 kg, an alten Pflanzen bis zu 70 kg Ertrag im Jahr bringt.

Die beliebtesten Sorten der Kornelkirsche

Bereits seit mehr als 100 Jahren wird züchterisch an der Kornelkirsche gearbeitet, heutzutage vor allem an der HBLFA Schönbrunn in Wien und am Institut für Obstzüchtung in Bojnice in der Slowakei, zudem in Bulgarien und der Kaukasusregion. Hier liegt das Augenmerk vor allem auf der Fruchtgröße und dem Geschmack. Wir stellen die beliebtesten Kornelkirsch-Sorten und ihre Eigenschaften vor.

  • ˈAureaˈ: Langsam wachsende Kornelkirsche mit auffallend hellem, gelb-grünem Laub und einer Wuchshöhe bis zu 4 m.
  • ˈJolicoˈ: Kornelkirsche mit über 3 cm großen Früchten und später Reifezeit ab Mitte September. Hellrote Früchte mit einem Ertrag von 20 bis 40 kg je erwachsenen Strauch. Die Sorte entstand an der HBLFA in Schönbrunn in Wien.
  • ˈKasanlakˈ: Birnenförmige, große Früchte mit dunkelroter Farbe und früher Reife ab Mitte August. Die Sorte stammt aus Bulgarien und erreicht eine Wuchshöhe von 2 bis 3 m.
  • ˈPancherevoˈ: Diese schmale Sorte erreicht eine Höhe von bis zu 5 m und wächst eher als Kornelkirschen-Baum denn als Strauch. Die großen Früchte bringen jeweils bis zu 15 g auf die Waage.
  • ˈSchönbrunner Gourmet-Dirndlˈ: Eine Züchtung der HBLFA Schönbrunn mit sehr süßen, birnenförmigen, um 3 cm großen Früchten und einem Ertrag von 15 bis 25 kg je Strauch.
  • ˈYellowˈ: Gelbe Kornelkirsche mit sehr früher Reifezeit ab Mitte August und etwa 2 cm großen, milder und weniger sauer schmeckenden Früchten. Sehr guter Bestäuber für alle gelben Kornelkirsch-Sorten.
gelbe und rote Kornelkirschen
Die gelben Früchte der Kornelkirsch-Sorte ˈYellowˈ erscheinen unauffälliger am Strauch, schmecken aber weniger sauer als rotfrüchtige Sorten [Foto: maxstockphoto/ Shutterstock.com]

Tipp: Zum Verwechseln ähnlich sieht die Japanische Kornelkirsche (Cornus officinalis) aus, die etwa eine Woche vor Cornus mas blüht und deren junge Triebe braun statt grün-rot gefärbt sind. Aber auch diese fernöstliche Art liefert essbare rote Früchte und bietet eine hübsche Herbstfärbung.

Kornelkirsche pflanzen: Standort und Vorgehen

Der ideale Standort für die Kornelkirsche liegt sonnig bis halbschattig. Sie liebt Wärme und erreicht in geschützten Lagen auch erstaunliche Größen. Bei uns ist die Kornelkirsche aber völlig winterhart und kommt auch mit kühleren Gebieten zurecht. Auch was den Boden angeht, stellt sie wenige Ansprüche, denn sie wächst sowohl auf eher sandigen als auch lehmigen oder humosen Böden, solange diese nicht allzu trocken sind. Der Säuregrad des Bodens darf schwachsauer bis stark alkalisch sein, bevorzugt wird aber ein pH-Wert im kalkhaltigen Bereich von 7,4 und höher.
Das heimische Wildobst eignet sich für die Pflanzung als Hecke, Kornelkirschen als Hochstamm können jedoch auch als zierendes Bäumchen mit Einzelstellung im Garten gepflanzt werden. Kornelkirschen sind in jungen Jahren konkurrenzschwach, was man bei der Pflanzung im Verbund mit anderen Gehölzen und Sträuchern beachten sollte. Hier sollten die schwachwüchsigen Kornelkirschen freigestellt werden, damit sie mehr Freiraum haben und nicht überwachsen werden.

Im Herbst zwischen Oktober und Mitte November ist die beste Pflanzzeit für die Kornelkirsch-Sträucher, da sie nun bereits Blätter abwerfen und in die Winterruhe übergehen. Bis zum Blattaustrieb im Frühling des nächsten Jahres konzentriert sich die Pflanze nur auf die Wurzelbildung und kann gut anwachsen. Alternativ ist auch eine Pflanzung im zeitigen März möglich, die Kornelkirschen müssen dann aber im Sommer regelmäßig gewässert werden, da noch nicht ausreichend Wurzelmasse vorhanden ist. Möchten Sie eine Hecke anlegen, sollten etwa 2,5 Pflanzen auf einen laufenden Meter gerechnet werden, was einem Pflanzabstand von 40 cm entspricht. In Einzelstellung nimmt die Kornelkirsche im Laufe der Jahre einen Platz von etwa 4 bis 5 m Breite ein, weshalb zu benachbarten Pflanzen mindestens 2 m Abstand gehalten werden sollten.

kahle Kornelkirsche
Die beste Pflanzzeit für Kornelkirschen liegt zur Zeit der Winterruhe bis Ende November oder im März [Foto: Erik Agar/ Shutterstock.com]

Zunächst wird ein großes Pflanzloch ausgehoben und die Kornelkirsche mitsamt Wurzelballen hineingesetzt. Den Erdaushub vermengen Sie für eine gute Nährstoffversorgung mit reifem Kompost oder einem vorwiegend organischen Langzeitdünger wie unserem Plantura Universaldünger in Bioqualität. Da die im Granulat enthaltenen Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff und Phosphor nur langsam über mehrere Monat hinweg freigesetzt werden, unterstützen sie die Kornelkirsche in der Anwachsphase schonend und nachhaltig. Befüllen Sie nun das Pflanzloch um das Gehölz herum erneut und drücken Sie die Erde leicht an. Wässern Sie anschließend einmal ausgiebig, um Substrat an die Wurzeln zu spülen und einen Bodenschluss herzustellen. Im Frühjahr sollten Sie zusätzlich aus Erde einen Gießring modellieren, um reichlich und effektiv wässern zu können.

Tipp: Als Kübelpflanze ist die Kornelkirsche nur in ihren jungen Jahren mit geringer Wuchshöhe geeignet. Damit sich die Wurzeln gut entwickeln können, braucht die Pflanze unterirdisch viel Platz und sollte nur in einen entsprechend großen Topf gepflanzt und jährlich umgesetzt werden. Zusätzlich müssen die Töpfe vor Frost geschützt überwintert werden, da im Topf das Risiko besteht, dass der Wurzelballen mitsamt Erde durchfriert und großen Schaden nimmt.

Kornelkirsche pflanzen auf einen Blick:

  • Sonniger bis halbschattiger Standort in geschützter Lage
  • Bevorzugter pH-Wert: 7,4 und höher
  • Beste Pflanzzeit: Oktober bis Mitte November
  • Pflanzabstand bei Heckenpflanzung: circa 40 cm
  • Pflanzabstand bei Einzelpflanzung: mindestens 2 m zu benachbarten Pflanzen
  • Großes Loch ausheben und Kornelkirsche hineinsetzen
  • Erdaushub mit Langzeitdünger vermengen und um die Pflanze verteilen
  • Erde andrücken und ausgiebig wässern
  • Bei Pflanzung im Frühjahr einen Gießring modellieren
  • Kübelpflanzung aufgrund des geringen Platzes nur bei jungen Kornelkirschen möglich
Kornelkirschen-Baum in einem Park
Die Kornelkirsche kann im Alter mehr als vier Meter hoch und breit werden [Foto: Elena Rostunova/ Shutterstock.com]

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen

Als heimisches Wildgehölz ist die Kornelkirsche von Natur aus sehr pflegeleicht, doch auch sie profitiert von ein paar gärtnerischen Aufmerksamkeiten. Wir haben die wichtigsten Maßnahmen zur Pflege von Kornelkirschen für Sie zusammengetragen.

Gießen und düngen

Kornelkirschen können zwar Trockenperioden gut überstehen, grundsätzlich bevorzugen sie allerdings Böden, die niemals völlig austrocknen und selbst im Hochsommer etwas Feuchte speichern. Am richtigen Standort müssen nur frisch gepflanzte Sträucher der Kornelkirsche gewässert werden, da sich hier das Wurzelsystem erst noch richtig ausbilden muss. Etablierte Pflanzen versorgen sich nach spätestens zwei bis drei Jahren selbst mit Wasser. Für die Kornelkirsche genügt eine Erhaltungsdüngung einmal jährlich im Frühjahr zur Zeit des Blattaustriebs. Arbeiten Sie hierfür oberflächlich etwas reifen Kompost oder Langzeitdünger auf organischer Basis, wie unseren Plantura Bio-Universaldünger, um die Pflanze herum ein. Mikroorganismen im Boden zersetzen das Granulat mit der Zeit und setzen pflanzenverfügbare Nährstoffe frei.

Plantura Bio-Universaldünger
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Kornelkirsche schneiden

Kornelkirschen müssen nicht zwingend geschnitten werden, wenn genügend Platz vorhanden ist. Die Blüten entwickeln sich am einjährigen Holz. Deshalb muss man bei einem starken Schnitt mit einem Ernteausfall rechnen. Die Pflanzen selbst vertragen Schnittmaßnahmen wie das Auslichten jedoch gut, zudem können die Großsträucher auch in der Höhe und Breite durch regelmäßiges Schneiden begrenzt werden, was in Hecken von Vorteil ist. Sie können sich sogar bei einem Radikalschnitt aus dem Stock heraus erholen und neue Triebe bilden. Die Kornelkirsche ist selbst derart schnittverträglich, dass sie als Formgehölz in kugeliger Gestalt, als Bonsai oder Spalier gezogen werden kann. Dabei trägt sie allerdings durch den häufigen Schnitt seltener und deutlich weniger Früchte.

Kornelkirsche: Krankheiten und Schädlinge

Die Kornelkirsche wird kaum von Schädlingen befallen, einzelne Blätter werden von Raupen miniert. Öfter entdeckt man braune Punkte auf den Blättern der Kornelkirsche und anderen Hartriegelgewächsen, die durch Pilze wie Septoria oder Bakterien wie Pseudomonas syringae ausgelöst werden, die aber selten die Pflanze bedrohen. Hier schafft ein Auslichtungsschnitt zur besseren Durchlüftung und das Entfernen des abgefallenen, kranken Laubs Abhilfe. Auf Grundstücken, die an Äcker und Wälder angrenzen, ist die Gefahr von Wildverbiss jedoch wesentlich höher als der Befall mit Krankheitserregern.

Kornelkirschen-Blätter mit Flecken
Blattflecken an der Kornelkirsche stamen von Pilz- oder Bakterieninfektionen [Foto: Picmin/ Shutterstock.com]

Kornelkirsche vermehren

Die Wildform der Kornelkirsche kann über ihre Samen vermehrt werden. Diese besitzt allerdings eine sehr lange und stabile Keimruhe und es handelt sich hierbei außerdem um Kaltkeimer, die meist erst nach zwei Wintern keimen. Die Anzucht erfolgt hier der Einfachheit halber im Freien. Graben Sie gekaufte oder selbstgewonnene Samen im Spätherbst etwa 3 bis 5 cm tief im Beet ein, markieren Sie die Stelle und gedulden Sie sich, bis die ersten Keimlinge frühestens im nächsten Frühjahr aus der Erde schauen.

Eine deutlich schnellere Vermehrungsart, auch für Sorten, ist das Bewurzeln von Stecklingen. Hierbei schneiden Sie im Frühsommer nach der Blütezeit der Kornelkirsche 10 bis 15 cm lange Triebstecklinge vom noch weichen, gerade erst verholzenden Neuaustrieb desselben Jahres und stecken diese tief in angefeuchtete Anzuchterde, die zur Hälfte mit Sand vermischt wurde. Unsere Plantura Kräuter- & Aussaaterde eignet sich dafür ideal, denn sie ist arm an Nährstoffsalzen, die dem frisch geschnittenen Steckling dringend benötigtes Wasser entziehen würden. Gleichzeitig bietet der hohe Kompostgehalt und die daraus folgende Wasserspeicherung ein gutes Milieu für die Wurzelbildung. Die Stecklinge sollten während der nächsten zwei bis drei Wochen warm, hell und feucht stehen, ideal sind 15 bis 20 °C und eine lichtdurchlässige Abdeckung, die eine hohe Luftfeuchte aufrechterhält. So bilden sich rasch Wurzeln und die Stecklinge können nach etwa vier Wochen in nährstoffreichere Erde umgesetzt oder im Herbst ausgepflanzt werden. Erwachsene Pflanzen bilden zudem oft Wurzelschosser, die ausgegraben und verpflanzt werden können.

Ist die Kornelkirsche giftig?

Die Kornelkirsche ist völlig unbedenklich für den Menschen, sie wurde lange Zeit als wichtiges Obstgehölz gepflegt und geerntet. Ihre Früchte boten in der kalten Jahreszeit schließlich eine wichtige Vitaminquelle. Auch für Haustiere wie Katzen oder Hunde sind Kornelkirschen nicht giftig oder gefährlich. Nur wenn sie zu viele der Früchte mitsamt Stein verschlucken, kann es zu Verdauungsproblemen kommen.

Kornelkirschen-Saft und reife Früchte
Kornelkirschen verarbeitet in Form von Saft oder Sirup bringen Erfrischung an heißen Tagen [Foto: Krzycho/ Shutterstock.com]

Kornelkirsche: Ernte und Verwendung

Ab Mitte August beginnt die Erntezeit der Kornelkirschen. Der genaue Zeitpunkt ist von der Sorte abhängig. Sobald die Früchte erntereif sind, dauert die Erntezeit etwa 1-2 Wochen an. Vollreife Früchte fallen meist vom Strauch herunter. Daher spannt man ein feinmaschiges Netz unter die Pflanzen. Kräftiges Abschütteln sorgt dafür, dass noch weitere, nahezu vollreife Früchte hinabfallen und mehr auf einmal geerntet werden kann. So spart man sich das mühselige Auflesen und Waschen von am Boden liegenden Früchten. Bereits weiche Kornelkirschen sollten Sie unverzüglich verarbeiten oder alternativ einfrieren. Noch nicht ganz reife Früchte lassen sich kühl maximal zehn Tage lang lagern.

Nur vollreife Früchte schmecken angenehm süß-sauer und nehmen eine sehr weiche Konsistenz an. Zu unreife Früchte sind hingegen eher hart und noch äußerst sauer. Rosafarbene, halbreife Kornelkirschen reifen jedoch gut nach, was besonders durch Wärme gefördert werden kann.

Reife Kornelkirschen eignet sich als gesunder Snack zum Naschen, besitzen sie doch einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt von 70 bis 125 mg pro 100 g. Für manche schmecken sie frisch jedoch zu sauer, aber durch verschiedenste Verarbeitungsmethoden lassen sich Kornelkirsch-Säfte, Sirup oder der in Russland bekannte Likör „Dernovka“ herstellen. Eingelegt in Hochprozentiges ergibt sich zudem der in Österreich beliebte „Dirdl-Schnaps“. Köstliche Kornelkirsch-Marmeladen und Gelee entstehen beim Einkochen der Früchte, die man anschließend durch ein Sieb passiert, um die Steine zu entfernen. Ähnlich wie Preiselbeeren (Vaccinium vitis-idaea) passt die Kornelkirsche sehr gut in Form von Soßen oder Kompott zu Wildgerichten. Um das Wildobst für mehrere Jahre haltbar zu machen, sollten Sie die Kornelkirschen trocknen, kandieren oder einfrieren. Sogar die halbreifen, grünen Früchte können als „Falsche Oliven“ entsteint und in Weinessig eingelegt genossen werden. Früher nutzte man die wertvollen Inhaltsstoffe und die Heilwirkung von Kornelkirschen als Hausmittel zur Linderung von Darmentzündungen oder Fieber.

Eine weitere Wildobst-Art, die an Bedeutung gewinnt, ist die Felsenbirne (Amelanchier). Wir zeigen auf, wie sich die dekorativen Kleinbäume und Sträucher in Ihrem Garten wohlfühlen und ob sich die Früchte zum Verzehr eignen.

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