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Nektarinenbaum pflanzen, pflegen & ernten

Die Nektarine ist eng mit dem Pfirsich verwandt. Wir stellen die glatte Mutation der sonst so pelzigen Pfirsiche vor und bieten Ihnen Tipps zum eigenen Anbau, zur Pflege und zur Verwendung des Nektarinenbaumes.

Nektarinenbaum
Nektarinen können in geschützten Gärten viele Früchte tragen [Foto: Jasmina976/ Shutterstock.com]

Wer Nektarinen vom eigenen Nektarinenbaum aus dem Garten ernten möchte, benötigt nicht zwangsläufig ein Gewächshaus. An einem geschützten Standort mit viel Sonne geht aus der herrlichen Nektarinenblüte bald eine saftige Frucht hervor. Auch der Nektarinenbaum im Topf ist eine Option für winterkalte Regionen und bringt einen Hauch von Mittelmeer auf dieTerrasse.

Nektarinenbaum: Herkunft, Eigenschaften und Blütezeit

Da die Nektarine (Prunus persica var nucipersica) eine Unterart des Pfirsichs (Prunus persica) ist, lässt sich die Herkunft auf den asiatischen Bereich zurückführen. Wie der Artname „persica“ schon verrät, fanden erste Kultivierungen in Persien statt. Heutzutage liegen die Hauptanbaugebiete in Italien, Spanien, Griechenland und Frankreich. Doch auch hierzulande werden Nektarinen gewerblich angebaut, vor allem in Süddeutschland und dem Alten Land. Es liegt also nahe, die manchmal leicht säuerlichen Früchte auch im eigenen Garten anzubauen.

Je nach Witterung blüht der Baum zwischen März und April circa eine Woche lang. Die Blüten sind weiß bis zartrosa und ähneln somit denen des Pfirsichs. Bei den Knospen fällt hierbei eine Besonderheit auf: Der Nektarinenbaum bildet nämlich im Optimalfall Drillingsknospen aus. Das bedeutet, eine Blütenknospe wird von zwei vegetativen Beiknospen begleitet. Nur diese Konstellation ergibt große und gesunde Früchte, denn die äußeren Knospen entwickeln sich während der Vegetationsperiode zu Blättern, welche die zugehörige Frucht mit Energie durch Photosynthese versorgen.

Trieb der Nektarine
Ein vielversprechender Trieb des Nektarinenbaums [Foto: Blue Pebble/ Shutterstock.com]

Die leckersten Nektarinen-Sorten

Nicht alle Nektarinen-Sorten sind für den Anbau in Deutschland geeignet, da viele ein sehr hohes Wärmebedürfnis haben, das hier vor Ort kaum zu erfüllen ist. Wir haben vier empfehlenswerte und leckere Sorten für Sie ausgesucht.

  • ‘Fantasia’: Mittelfrühe Reifezeit ab Mitte August, eher mittelgroße gelb-rote Früchte, festes gelbes Fruchtfleisch und reiche Ernte.
  • ‘Super Crimson’: Frühe Reifezeit ab Ende Juli, eher mittelgroße Früchte, gelbes Fruchtfleisch, besonders winterhart und ertragreich.
  • ‘Silver Gem’: Mittelfrühe Reifezeit ab Mitte August, weißfleischig, geringe Frostanfälligkeit bei mittleren Erträgen.
  • ‘Ruby Gem’: Späte Reifezeit gegen Anfang September, weißfleischig, hoher Ertrag, für große Früchte ist eine stärkere Ausdünnung notwendig.

Nektarine pflanzen: Tipps für Freiland und Topf

Beim Pflanzen der Nektarine gibt es einiges zu beachten. Wir haben wichtige Aspekte, wie Sie hierbei am besten vorgehen, zusammengestellt.

Nektarine selber ziehen

Mit etwas Mehraufwand kann man sich einen Nektarinenbaum auch selber ziehen. Kerne von Nektarinen aus dem Supermarkt sind allerdings häufig nicht geeignet, denn die dort angebotenen Sorten stammen aus wärmeren, subtropischen Ländern und haben dementsprechend ein hohes Wärmebedürfnis. Wer geeignete Früchte und damit passende Samen auftreiben kann – zum Beispiel bei einem regionalen Obstbauern –, sollte diese im Oktober aussäen. Regulär weisen Früchte aus regionalem Anbau eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit auf.

So gehen Sie beim Ziehen einer Nektarine aus einem Samen vor:

  • Kerne von Fruchtfleisch befreien.
  • Kerne bis zur Aussaat feucht lagern, z.B. in einem nassen Küchentuch.
  • Kerne knacken und den mandelförmigen Samen entnehmen.
  • Samen für einen Monat bei 7 °C und gleichbleibender Feuchte lagern, um die Keimhemmung aufzuheben, zum Beispiel in einer Schale mit feuchtem Sand.
  • Nach einem Monat die Samen bei 15 bis 20 °C aufstellen und weiter feucht halten.
  • Gekeimte Samen in nährstoffarmes Anzuchtsubstrat wie Plantura Bio-Kräuter- und Aussaaterde überführen, um Wurzelbildung zu unterstützen.
  • Weiterhin bei 15 bis 20 °C kultivieren.
  • Durch Zimmergewächshaus oder Plastikhaube vor dem Austrocknen schützen. Wichtig: Lüften Sie das kleine Gewächshaus täglich, denn sonst kann es schnell zur Schimmelbildung kommen.
  • Sobald sich mehrere Laubblätter entwickelt haben, kann die Nektarine an einen wärmeren Ort oder ins Freie gestellt werden, allerdings zunächst in den Schatten, um das Laub vor Sonnenbrand zu schützen.

Wichtig: Junge Nektarinenbäume sind nur unzureichend frosthart und sollten vor Winterkälte geschützt werden.

Kern der Nektarine
Im Inneren des Steins befindet sich der Samen der Nektarine [Foto: alenvl/ Shutterstock.com]

Tipp: Ein aus einem Kern gezogener Nektarinenbaum wird erst nach Durchlaufen seiner mehrjährigen Jugendphase (vegetative Phase) zu blühen und zu fruchten beginnen. Wer so lange nicht warten will, sollte statt der Vermehrung über Samen lieber einen veredelten Baum kaufen oder selbst einen Nektarinenbaum veredeln.

Anbau im Topf

Für den Nektarinenbaum besteht auch die Möglichkeit einer Pflanzung im Topf. Dabei kann man mit dem Standort variieren und somit den Ansprüchen der Pflanze im Sommer und Winter gerecht werden. Außerdem kann der Nektarinenbaum durch die Begrenzung des Wurzelraums klein gehalten werden.

Für Obstbäume sollte immer ein Topf mit einem Fassungsvermögen von mindestens 30 Litern gewählt werden. Nutzen Sie eine nährstoffreiche, strukturstabile, gut durchlässige und schwach saure Erde. Um zu verhindern, dass die Pflanzerde nach kurzer Zeit zusammensackt, sollte sie mit einem Drittel gebrochenem Blähton gemischt werden – so wird Sauerstoffmangel an der Wurzel vermieden. Auch beim Anbau im Topf ist es ratsam, das kleine Bäumchen anzubinden, damit es sicher anwächst. Eine Unterschale ist jedoch nicht zu empfehlen, da Staunässe vermieden werden sollte. Alternativ kann man mit Kies, Blähton oder Bims eine mindestens 5 cm starke Drainageschicht in den Kübel schichten. So können Sie sich auch auf dem Balkon oder der Terrasse an Ihrem Bäumchen erfreuen.

Tipp: Gerade Obstbäume im Topf benötigen jährliche Nährstoffgaben. Das ihnen zur Verfügung stehende Substrat enthält rasch nicht mehr ausreichend Nährstoffe, vor allem bei starkem Wachstum und kräftiger Fruchtbildung. Verwenden Sie am besten einen organischen Volldünger wie unseren Plantura Bio-Universaldünger, der neben den Hauptnährelementen auch viele Spurennährelemente einbringt und eine natürliche Langzeitwirkung entfaltet. Die Nährelemente bleiben also über eine längere Zeitspanne pflanzenverfügbar und garantieren somit eine optimale Versorgung mit Nährstoffen.

Anbau im Freiland

Auch im Freiland ist ein passender Standort für die Nektarine sonnig, warm und geschützt. Haben Sie einen solchen Platz gefunden, können Sie mit der Pflanzung beginnen. Die beste Zeit dafür ist der Frühling, zwischen März und April.

Hierzu wird ein Pflanzloch ausgehoben, welches einen doppelt so großen Durchmesser und ebensolche Tiefe haben sollte wie der Wurzelballen des Bäumchens. Lockern Sie die Erde am Boden des gegrabenen Loches auf. In das Pflanzloch wird großzügig reifer Kompost oder eine hochwertige Pflanzerde, wie unsere Plantura Bio-Universalerde, verteilt, um dem Baum seinen Start am neuen Standort zu erleichtern. Unsere Erde wird nachhaltig und ohne Zusatz tierischer Bestandteile produziert. Sie liefert über mehrere Monate Nährstoffe aus organischen Düngern. Am besten wird die Pflanzerde mit dem vorhandenen Boden gründlich gemischt. Tendenziell lieben Nektarinen trockene und durchlässige Böden. Stark humose oder zu schwere, tonige Böden sollten auf jeden Fall mit mindestens 30 % Sand gemischt werden. Bevor Sie das Bäumchen nun in die Erde setzen, werden die Wurzeln etwas eingeritzt und der Wurzelballen aufgelockert. Das regt die Wurzeln zu neuem Wachstum an, was für das Anwachsen von Vorteil ist. Durch die Verletzung werden die Wurzeln über Pflanzenhormone zur Verzweigung angeregt. Die dabei entstehenden feinen Adventivwurzeln sind besonders wichtig für die Versorgung des Baumes. Im ersten Jahr sollten Sie unbedingt regelmäßig gießen. Ideal ist hierfür ein Gießring, den Sie bereits bei der Pflanzung aus der ausgehobenen Erde modellieren können.

Es empfiehlt sich auch, ein selbst gezogenes oder noch kleines Bäumchen zunächst im Kübel zu halten und es erst nach zwei Jahren ins Freiland zu setzen. Ein Schnitt ist beim Nektarinenbaum förderlich, Genaueres erläutern wir Ihnen im Folgenden.

Früchte der Nektarine
Ein Schnitt garantiert eine reichhaltige Nektarinen-Ernte [Foto: Jane Biriukova/ Shutterstock.com]

Ein Stützpfahl wird üblicherweise in der Richtung eingeschlagen, aus der am meisten Wind zu erwarten ist, um den Baum vor zu viel Bewegung oder gar dem Umfallen zu schützen. Die Anbindung sollte etwa eine Handbreit unter dem Kronenansatz liegen. Das Anbinden des Baumes hat zudem den wichtigen Zweck, die Feinwurzeln durch Reduzierung starker überirdischer Bewegung zu bewahren.

Tipp: Man kann den Nektarinenbaum auch im Gewächshaus pflanzen oder den Topf dort hineinstellen. Das schützt den Baum vor Spätfrösten und kommt seinem Wärmebedürfnis entgegen. Nach den Eisheiligen kann man den Baum ruhigen Gewissens unter freien Himmel stellen und bei ausreichender Wärme mit einer lang anhaltenden Ernte rechnen.

Nektarinenbaum-Pflege

Damit Ihr selbst gepflanztes Bäumchen gedeihen kann, finden Sie nachfolgend die wichtigsten Tipps zur Pflege des Nektarinenbaumes.

Düngen und Gießen

Da die Nektarine aus eher wärmeren Gebieten stammt, kommt sie mit wenig Wasser aus. Allerdings gilt es, Staunässe auf jeden Fall zu vermeiden.

Durch eine Mulchschicht, die um den Stamm des Baumes verteilt wird, kann man sich in heißen Sommern das eine oder andere Gießen sparen, da durch den Mulch weniger Wasser verdunstet und die Erde schön feucht bleibt. Allgemein sollte man den Baum vor Kalk schützen. Zum Gießen eignet sich somit Regenwasser am besten.

Um die Qualität fruchtbarer Böden vor und nach dem Pflanzen zu erhalten, empfiehlt sich ein Bodendünger wie unser Plantura Bio-Bodenaktivator. Dieser kann die Bodenstruktur und den Humusgehalt verbessern sowie die Population von Mikroorganismen erhöhen. Diese stellen wiederum selbst langfristig Nährstoffe für die Pflanzen zur Verfügung. Der Nährstoffgehalt von Bodenaktivatoren ist verhältnismäßig gering, was den eher niedrigen Anforderungen von Obstbäumen entgegenkommt. Bei einer Topfkultur sollten Sie eine regelmäßige Düngung mit allen essentiellen Nährstoffen vornehmen. Am leichtesten lässt sich das mit einem organischen Dünger wie unserem vornehmlich organischen Plantura Bio-Universaldünger realisieren, denn dieser setzt über einen langen Zeitraum nicht nur die Hauptnährelemente Stickstoff, Phosphate und Kalium frei, sondern auch zahlreiche wichtige Spurennährelemente.

junge Nektarine
Gerade junge Nektarinen-Bäume benötigen im Sommer etwas Bewässerung [Foto: QiuJu Song/ Shutterstock.com]

Nektarinenbaum schneiden

Der Schnitt der Nektarine ist erforderlich, um langfristig wiederkehrende Ernten zu garantieren. Der Nektarinenbaum bildet nämlich an einjährigem Holz, also an Zweigen, die im Vorjahr gebildet wurden, die besten Früchte aus. Das Ziel des Schnittes ist somit, den Baum dazu anzuregen, dieses Holz in Massen zu bilden. Hierzu bedarf es jährlich eines starken Schnittes. Der starke Schnitt löst den sogenannten Wahnfruchttrieb aus, der die Bildung vieler Drillingsknospen nach sich zieht, welche besonders hochwertige Früchte hervorbringen. Empfehlenswert ist die Form eines Buschbaumes, wodurch mehr Schutz vor Frost gewährleistet wird. Zudem sollte eine lichte und offene Krone das Ziel darstellen, denn diese bringt eine Verjüngung des Holzes mit sich.

Ein Rückschnitt beim Nektarinenbaum ist zu verschiedenen Zeiten möglich. Sie können auch den Baum mehrmals im Jahr zuschneiden, da er in der Regel sehr frohwüchsig ist. Empfohlene Zeitpunkte sind nach der Ernte (August bis September) oder kurz vor der Blüte (Februar).

Zunächst gilt es, hängende Zweige zu entfernen, da diese schwach wachsen. Weiterhin sollte Licht in den Baum gebracht werden. Das beinhaltet auch, dass stark senkrecht wachsende Zweige und sich kreuzende Äste zu entfernen sind. Behalten Sie stets Äste, die leicht aufsteigen, jung sind und in eine günstige Richtung wachsen, also keinem anderen Trieb zur Konkurrenz werden.

Nun werden die Leitäste des Nektarinenbaumes bearbeitet. Sie gehen vom Mitteltrieb des Baumes oder – bei einer Trichterkrone – von mehreren Haupttrieben ab und tragen das Fruchtholz. Junge, gesunde Leittriebe werden nicht beschnitten. Ältere Triebe, die bereits im vergangenen Jahr Früchte getragen haben, werden auf einen etwa 20 cm langen Stummel eingekürzt – sie werden von den jüngeren Trieben ersetzt. An den Stummeln oder an anderer Stelle bilden sich durch diesen Wechselschnitt neue Triebe, die für die Ernte des Folgejahres heranwachsen.

In der gesamten Krone sollten Sie darauf achten, dass Sie kreuzende Triebe vermeiden, sodass ein einzelner Zweig genug Platz hat. Am Ende sollten je zwei bis vier Leitäste in jeder Himmelsrichtung übrigbleiben.

Wichtig: Wie bei allen Steinobst-Arten wird auch die Nektarine stets so geschnitten, dass ein Zapfen oder Stummel stehen bleibt. Denn Steinobst besitzt nur ein geringes Wundheilungsvermögen und trocknet ein gutes Stück ein statt Wunden zu überwallen. Das bedeutet, bei einem Schnitt werden stets zwei Augen, also neue Triebknospen, stehen gelassen.

Nektarinenbaum schneiden auf einen Blick

  • Zu mehreren Zeiten möglich.
  • Der Nektarinenbaum bildet auf einjährigem Holz Früchte, also ist eine Holzverjüngung mittels eines Schnitts durchzuführen.
  • Der Wechselschnitt garantiert langfristig eine reiche Ernte.
  • Dünne, schwache oder in die falsche Richtung wachsende Äste sind nicht gewollt, also auch keine senkrechten Triebe.
  • Ziel ist eine lichte, offene Buschbaumform.
Nektarinen-Blüten
Nektarinen-Bäume werden jährlich stark geschnitten, um neues Fruchtholz zu erhalten [Foto: images72/ Shutterstock.com]

Nektarinenbaum: Krankheiten und Schädlinge

Nektarinen sind anfällig gegenüber einigen Krankheiten, darunter auch Insekten und pilzliche und bakterielle Erreger.

  • Kräuselkrankheit: Pilzbefall, der zum Kräuseln der Blätter bei zu feuchter Witterung während des Austriebs führt.
  • Schorf und Schrotschuss: Pilzbefall, der Frucht- und Blattbildung beeinträchtigt; zeigt sich allerdings auch an Trieben.
  • Blattläuse: Durch Fraßschäden blühen Knospen nicht auf und Blätter sind angefressen.

Tipp: Entfernen Sie immer Fruchtmumien vom Baum – das sind Früchte, die bereits anfangen zu vertrocknen, dennoch aber am Baum hängen bleiben. Diese dienen der Spitzendürre und Fruchtfäule als Sporenlager und sorgen im Folgejahr für eine erneute Infektion.

Ist der Nektarinenbaum winterhart?

Zu beachten ist, dass das Holz zwar oft robust ist, jedoch ist die frühe Blüte gefährdet, bei Spätfrösten zu verfrieren, wodurch die Ernte auf dem Spiel steht. Mittlerweile ist jedoch die Sortenvielfalt so groß, dass es zahlreiche Sorten gibt, die nicht nur winterhart, sondern – noch weitergehend – auch sehr robust gegenüber starken Temperaturschwankungen, Wind und frostigen Bodentemperaturen sind. Dennoch sollte ein wärmerer und geschützter Ort im Garten gewählt werden und kein winterkalter. Eine geeignete Sorte wäre die ‘Silver Gem’.

Pflanzen im Topf sollte man im Winter beziehungsweise bereits nach Ende der Vegetationszeit – also nach der Ernte – an einen geschützten Ort stellen. Dennoch haben Pfirsiche und Nektarinen ein gewisses Kältebedürfnis, das befriedigt werden muss, damit die Knospen nach dem Winter gleichmäßig und kräftig austreiben. Der Baum sollte also nicht im Haus, sondern lediglich frostsicher überwintert werden. Optimal sind hierbei 0 bis 10 °C.

Nektarine im Winter
Die Blüten der Nektarine sind frostempfindlich [Foto: Bogdan Vacarciuc/ Shutterstock.com]

Erntezeit und Verwendung der Nektarinen

Die Nektarine reift, je nach Sorte und Standort, von Ende Juni bis September am Baum und kann dann nach und nach geerntet werden. Am besten werden die Früchte mit dem Drucktest geprüft. Gibt die Schale leicht nach, können Sie die Frucht ernten. Es empfiehlt sich, die Nektarinen fortlaufend zu ernten, da sich die Reifung über mehrere Wochen erstreckt.

Auch junge, veredelte Bäume bilden relativ rasch nach dem Einpflanzen Früchte aus. Dennoch kann man im ersten Jahr keine Früchte erwarten. Im zweiten Jahr je nach Sorte und spätestens ab dem dritten Jahr bildet das Bäumchen Blüten aus, die den ersten Ernteerfolg ankündigen. Gerade junge Bäume sollten von der Fruchtbildung abgehalten werden, um das Anwachsen zu fördern. Dazu entfernt man einfach sich bildende Früchte.

Die Verwendung der Nektarine ist vielfältig. Ob in Marmeladen, in einem Kuchen, zur Verzierung oder Aufwertung von Häppchen oder zur Verwendung für Desserts – die Nektarine überzeugt mit ihrem süßen Saft, den der Name „Nektarine“ bereits ankündigt. Anders als Pfirsiche haben Nektarinen nämlich einen geringeren Wasseranteil, dafür jedoch mehr Zucker. Ob in einem Obstsalat oder ganz einfach beim Naschen – eine Nektarine kann und sollte mit Schale verspeist werden, in ihr stecken nämlich die meisten Vitamine.

Nektarinen in der Küche
Nektarinen eignen sich hervorragend für die Aufwertung von kleinen Häppchen [Foto: DronG/ Shutterstock.com]

Nektarinen sind Ihnen nicht exotisch genug? Fortgeschrittene Hobbygärtner mit einem hellen Wintergarten oder Südfenster können sich auch am Anbau von Ananas versuchen.

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