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Orangenbaum: Pflanzen, Pflegen, Überwintern & Co.

Ein Orangenbaum macht sich als Einzelpflanze prima auf Terrasse und Balkon. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um das wärmeliebende Zitrusgewächs.

Orangenbaum Plantage

Orangen gelten als das am meisten angebaute Obst der Welt [Foto: sripfoto/ Shutterstock.com]

Orangenbäume (Citrus × sinensis L.) sind beliebte Exoten, die hierzulande aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit leider nur im Kübel angebaut werden können. Mit der richtigen Überwinterung können sie trotzdem viele der duftenden Blüten und mit viel Glück sogar einige der süßen, orangen Früchte ausbilden. Überwiegend in subtropischen und tropischen Ländern kultiviert, gelten Orangen als das am meisten angebaute Obst der Welt. Tatsächlich handelt es sich bei der Orange aber nicht um eine natürliche Art, denn die aus Asien stammende Frucht ist aus einer Kreuzung von Mandarine (Citrus reticulata) und Pampelmuse (Citrus maxima) entstanden. Wir zeigen, worauf Sie beim Orangenbaumkaufen achten müssen und wie Sie den Baum optimal pflegen.

Orangenbaum kaufen: Darauf ist zu achten

Der erste Schritt, um einen eigenen Orangenbaum auf dem Balkon oder der Terrasse anzubauen, ist natürlich der Kauf eines kleinen Bäumchens. Orangenbäume können Sie problemlos in jedem Gartencenter oder jeder Gärtnerei kaufen, entscheidend bei der Auswahl sind jedoch folgende Faktoren:

  • Größe der Pflanze
  • Sorte
  • Gesundheitszustand

Grundsätzlich können ohne Probleme kleinere Exemplare erworben werden, da Orangenbäume sehr schnell wachsen. Bei der Sortenauswahl sollten Sie unbedingt darauf achten, ob Sie eine süße Orangensorte möchten oder doch eine Bitterorange bevorzugen. Bitterorangen sind zwar für den Verzehr eher ungeeignet, betören aber mit ihrem starken Blütenduft. Ein wesentliches Kriterium beim Kauf eines Orangenbaumes ist zuletzt die Gesundheit der Pflanze, die Sie vor dem Erwerb immer überprüfen sollten. Kontrollieren Sie die Pflanze auf Schädlinge und kranke Pflanzenteile, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Bei Orangen bietet es sich grundsätzlich immer an, ein veredeltes Exemplar auszuwählen, da die Widerstandsfähigkeit dadurch steigt.

Orangenbaum pflanzen

Für einen üppigen Wuchs von Orangenbäumen ist das sachgemäße Umtopfen der exotischen Pflanze wichtig, damit sich die Wurzeln ausbreiten können und neues Substrat nachgeliefert wird. Aber wie pflanzt man einen Orangenbaum eigentlich richtig und welcher Standort eignet sich?

Geeigneter Standort für den Orangenbaum

Als wärmeliebende Pflanze benötigt das Zitrusgewächs spezielle Bedingungen für ein optimales Wachstum. Exemplare, die auf Balkon oder Terrasse stehen, sollten im Sommer immer an einer vollsonnigen Stelle an der Hauswand oder Mauer platziert werden. Es eignen sich daher Süd- und Westlagen aufgrund der höheren Sonnenintensität besonders gut. Beim Anbau im Haus sollten Sie stets für einen hellen Platz am Fenster sorgen. Sowohl bei Orangenbäumen, die drinnen als auch draußen stehen, ist es ratsam, genügend Platz einzukalkulieren. Die mediterranen Gewächse können bei den richtigen Temperaturen und genügend Sonne rasant wachsen.

Diese Tipps sollten bei der richtigen Standortwahl beherzigt werden:

  • Vollsonniger Standort
  • Bei Kultur draußen: Süd- oder Westseite des Hauses
  • Bei Kultur im Haus: Heller Platz am Fenster
  • Ausreichend Raum zum Wachsen

Orangenbaum pflanzen: Anleitung

Beim Pflanzen von Orangenbäumen gilt es einige Dinge zu beachten, damit die Pflanze gut wachsen kann und Blüten sowie Früchte ausbildet. Im Folgenden sind die wichtigsten Punkte zusammengestellt:

  1. Ausreichend großen Kübel wählen
    Häufig limitiert ein zu kleiner Kübel das Wachstum von Orangenbäumen, wählen Sie beim Umtopfen daher einen geeigneten Kübel aus. Dieser sollte in der Regel um ein Drittel größer als der Wurzelballen sein, damit sich neue Wurzeln ausbilden können. Junge Orangenbäume werden optimalerweise jedes Jahr umgetopft, ältere alle paar Jahre.
  2. Die richtige Erde für den Orangenbaum aussuchen
    Für den Anbau von Zitruspflanzen wie Orangen und Zitronen gibt es im Handel spezielle Zitruserde, die alle passenden Eigenschaften für den Anbau im Topf mitbringt. Sollten Sie eine andere Erde auswählen oder sie selbst zusammenmischen, sollte das Substrat in jedem Fall durchlässig und nicht lehmig sein.
  3. Orangenbaum in passender Höhe pflanzen
    Beim Einsetzen des Baums in den neuen Topf sollte darauf geachtet werden, eine dünne Drainageschichte am Boden des Kübels auszulegen. Diese kann zum Beispiel aus Blähton oder Kies bestehen und leitet überschüssiges Wasser ab. Füllen Sie wenige Zentimeter Erde über die Drainageschicht, bevor Sie den Orangenbaum einsetzen. Nach dem Einsetzen sollten die Hohlräume mit Substrat aufgefüllt werden.
  4. Orangenbaum nach dem Pflanzen gut angießen
    Im letzten Schritt sollten Sie den frisch eingesetzten Baum kräftig angießen, um direkt genügend Wasser bereitzustellen. Achten Sie trotzdem darauf, die Erde nicht komplett mit Wasser zu tränken.

Orangenbaum richtig pflegen

Orangen benötigen wie viele andere Zitruspflanzen ein gewisses Maß an Pflege, dies gilt insbesondere während der Wachstumszeit im Sommer. Wir zeigen, was es zu beachten gilt.

Orangenbaum mit Erde im Topf

Zitruserde ist ideal für Orangenbäumchen im Kübel (Anzeige: Herzlichen Dank an Floragard)

Orangenbaum: Wie oft und wie viel gießen?

Während des Sommers benötigen Orangenbäume eine hohe Menge an Wasser, besonders bei der Bildung von Früchten. Gießen Sie Ihren Baum daher täglich und vermeiden Sie das komplette Austrocknen der Erde. Am besten eignet sich hierfür kalkarmes Wasser wie beispielsweise Regenwasser. Während der Überwinterung können Sie das Gießen dann stark zurückfahren.

Orangenbaum: Wann und womit düngen?

Als geeigneter Zeitpunkt für das erste Düngen im Jahr bietet sich der Frühling an, wenn die Wachstumsphase anfängt. Grundsätzlich wird nur über die Wachstumsperiode im Sommer gedüngt, im Herbst sollten Sie die Düngung einstellen. Als wirkungsvollen Dünger bietet sich der Einsatz von handelsüblichen Zitrusdüngern an, die dem Gießwasser beigemischt werden können. Als ökologischere Alternative zu normalen Düngern lohnt sich der Einsatz von Bio-Zitruspflanzendünger oder die Verwendung von Langzeitdünger.

Folgende Produkte empfehlen wir für mediterrane Pflanzen:
  • Plantura Bio-Tomatendünger: Ideales Nährstoffverhältnis für alle Gemüse- und Obstarten mit hohem Kaliumbedarf. Als organischer Dünger ist er für die langfristige Nährstoffversorgung von Tomaten aber auch Obst hervorragend geeignet.
  • Floragard Zitrus- & Mediterranpflanzenerde: Spezialerde zum Pflanzen von mediterranen Kulturen wie Feigen- und Olivenbäumen sowie Zitruspflanzen. Ideal auf die Bedürfnisse mediterraner Pflanzen abgestimmter pH-Wert.
  • Cuxin Flüssigdünger für mediterrane Pflanzen: Spezialdünger mit vielen organischen Rohstoffen für eine milde Düngewirkung. Ein höchst nährstoffreiches Flüssigkonzentrat, das reich an Spurenelementen ist und für schöne Blätter und gesunde Früchte sorgt.

Orangenbaum richtig und gekonnt schneiden

Auch Orangenbäume werden wie andere Obstbäume zu bestimmten Anlässen geschnitten, wenn beispielsweise die Krone ausgelichtet werden soll oder der Baum allmählich verkahlt. Doch abhängig davon, was Sie vorhaben, unterscheidet sich der Zeitpunkt und die Schnitttechnik. Wir zeigen, wann Sie die Schere zücken sollten und wie Sie dann vorgehen.

Orangenbaum: Wann beschneiden?

Zum Zweck eines Formschnitts und zum Auslichten von nach innen wachsenden und toten Trieben bietet sich stets ein Schnitt im Herbst an. Führen Sie den Schnitt idealerweise kurz vor der Überführung in die Winterruhe durch. Stärkere Schnittmaßnahmen wie eine Verjüngung sollten im Frühjahr durchgeführt werden.

Orangenbaum Äste schneiden

Orangenbäume können, je nach Zweck. zu unterschiedlichen Zeiten geschnitten werden [Foto: seleel/ Shutterstock.com]

Beachten Sie beim Schneiden folgende Zeitpunkte:

  • Form- und Auslichtung: Ende der Wachstumsperiode (Herbst)
  • Verjüngungsschnitt: Frühjahr

Orangenbaum: Wie beschneiden?

Bei leichten Schnittarbeiten im Herbst können Sie die Krone des Orangenbaums auslichten, indem Sie dicht wachsende Triebe entfernen. Damit der überwinternde Baum nicht zu viel Platz in Anspruch nimmt, lohnt sich zudem ein leichter Formschnitt überstehender Triebe. Ein Verjüngungsschnitt bietet sich dann an, wenn der Baum zunehmend verkahlt und kaum Blätter mehr bildet. Schneiden Sie die Pflanze bis auf wenige Stümpfe zurück, sodass sie den Sommer über wieder austreiben kann.

Weitere Tipps für den perfekten Schnitt von Orangenbäumen finden Sie hier.

Orangenbaum erfolgreich überwintern

Ein wesentlicher Aspekt beim Umgang mit Orangenbäumen ist die alljährliche Überwinterung, da die subtropische Pflanze nicht winterhart ist. Ideal zur Überwinterung hat sich eine Temperatur von circa 10 °C erwiesen, Temperaturen über 15 °C sollten unbedingt vermieden werden. Zu hohe Temperaturen erfordern bei dem Baum auch viel Licht, welches im deutschen Winter leider nicht genügend zur Verfügung steht. Suchen Sie daher für Ihren Orangenbaum einen hellen, aber kühlen Ort aus.

Orangenbaum Winter Schnee

Bereits Temperaturen von unter 5 °C können Ihrem mediterranen Baum stark zusetzen und sollten stets vermieden werden [Foto: Alonso Aguilar/ Shutterstock.com]

Ab welcher Temperatur wird es für den Orangenbaum kritisch?

Für die Überwinterung vom Orangenbaum sollte zwar ein kühler Ort ausgewählt werden, trotzdem sollte er immer frostfrei bleiben. Bereits Temperaturen von unter 5 °C können Ihrem mediterranen Baum stark zusetzen und sollten stets vermieden werden.

Achten Sie bei der Überwinterung von Orangenbäumen auf folgende Aspekte:

  • Ideale Temperatur bei 10 °C
  • Nicht unter 5 °C oder über 15 °C
  • Kühler und heller Platz

Weitere Informationen zur richtigen Überwinterung Ihres Orangenbaums finden Sie hier.

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