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Pepino: Pflanzen, Pflegen & Überwintern der Melonenbirne

Die Pepino (auch Melonenbirne) überzeugt mit außergewöhnlichen Früchten. Wie Sie die Birnenmelone anbauen können, wann die Melonenbirne reif ist und wie die Früchte schmecken, erfahren Sie im Folgenden.

reife Pepinos
Pepinos stammen aus Südamerika und können auch bei uns angepflanzt werden [Foto: Darika Nachiangmai/ Shutterstock.com]

Pepinos werden auch als Birnenmelone oder Melonenbirne bezeichnet, denn sie schmecken nach einer exotischen Mischung beider Früchte. Wir stellen Ihnen die Pepino vor und geben Tipps zum Anbau und zur Ernte.

Pepino: Eigenschaften und Herkunft

Die Pepino (Solanum muricatum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist eng mit Tomate (Solanum lycopersicum), Chili (Capsicum) und Aubergine (Solanum melongena) verwandt. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und verlangt warme Temperaturen. Deshalb wird sie bei uns oft nur einjährig gezogen, obwohl sie eigentlich eine mehrjährige Pflanze ist.

Pepinos erreichen eine Wuchshöhe von 60 bis 120 Zentimetern, in Ausnahmefällen bis 150 Zentimeter. Sie ähneln äußerlich Chilipflanzen, die Blätter sind lanzettförmig bis löffelartig geformt und dunkelgrün gefärbt. Die Blüten der Pepino wiederum ähneln jenen von Auberginen, sie sind fünfzählig und violett gestreift. Die Blütezeit beginnt im Juni und dauert bis in den September an.

Die Früchte der Pepino bilden sich nacheinander und reifen ab Juli bis Oktober. Die Melonenbirnen sind elliptisch, apfelförmig oder eiförmig rund, werden durchschnittlich 10 bis 20 Zentimeter groß und bis zu 400 Gramm schwer. Die zweikämmrige Beerenfrucht besitzt bei Reife eine hellgelbe bis sonnengelbe Färbung mit dunkelvioletten Längsstreifen. Das weiche und schmackhafte Fruchtfleisch ist goldgelb bis gelborange gefärbt. Die Pepino-Frucht kann roh und mit Schale genossen werden. Der Geschmack der reifen Melonenbirne ist dabei süß und fruchtig, er erinnert an Melone und Birne.

Pepino-Blüten
Die Blüte der Pepino ist fünfzählig und violett gestreift [Foto: ChWeiss/ Shutterstock.com]

Übersicht der Pepino-Sorten

Bei den Pepinos gibt es nur wenige Sorten, meist wird die wärmeliebende Pflanze ohne Sortenbezeichnung angeboten. Wir möchten Ihnen dennoch eine kleine Sortenübersicht mit an die Hand geben.

  • ‘Sugar Gold‘: Melonenbirne mit überhängendem Wuchs bis 100 cm. Sie eignet sich daher ideal für eine hängende Ampel. Die goldgelben, birnengroßen Früchte schmecken süß und fruchtig.
  • ‘Copa‘: Spätreifende Pepino mit einer Wuchshöhe um 100 cm. Reife, schmackhafte Birnenmelonen können von September bis Oktober geerntet werden.
Pepino-Sorte Copa
Birnenmelonen unterscheidet man nur selten in Sorten, wie hier ‘Copa‘ [Foto: jiangdi/ Shutterstock.com]

Melonenbirne pflanzen

Pepinos lassen sich wie kleinwüchsige Tomaten kultivieren, da sie ähnliche Ansprüche an den Standort und die Pflege stellen.

Der richtige Pepino-Standort

Birnenmelonen bevorzugen einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden. Die kleinbleibenden Pflanzen eignen sich ideal für Balkongärten, Ampelpflanzungen und die Haltung im Topf. Pepinos bevorzugen einen geschützten, warmen Standort. Sie sind kälteempfindlich und sollten erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ausgepflanzt werden.

So funktioniert das Anpflanzen

Für die Pflanzung in Kübel, Ampeln oder Balkonkästen sollten Sie eine nährstoffreiche Pflanzerde, wie unsere Plantura Bio-Tomatenerde, wählen. Die lockere Textur und der hohe Kompostgehalt verhindern Staunässe und speichern gleichzeitig pflanzenverfügbares Wasser nach dem Gießen. Füllen Sie das Substrat in die vorbereiteten Pflanzgefäße. Die Töpfe sollten mindestens 5 Liter Erdvolumen fassen und einen guten Wasserablauf besitzen. Setzen Sie vorgezogene oder gekaufte Jungpflanzen der Pepino in die Erde, allerdings nicht tiefer als zuvor. Drücken Sie die Erde rundherum an und wässern Sie anschließend kräftig.

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Pflege der Melonenbirne: Das ist zu beachten

Die Pepino benötigt nur wenige Pflegemaßnahmen. Sie muss nicht ausgegeizt werden, sondern darf sich munter verzweigen und Blüten bilden. Hängt die Pflanze in eine bestimmte Richtung, sollte sie mithilfe von Holz- oder Metallstäben gestützt werden. Pepinos sind durstige Zeitgenossen und daher regelmäßig zu gießen. Als Starkzehrer verlangt die Birnenmelone außerdem vermehrte Nährstoffgaben.

Regelmäßiges Gießen und Düngen bescheren eine reiche Ernte an Pepino-Früchten. Beides kann mithilfe eines organischen Flüssigdüngers, wie unseres Plantura Bio-Tomaten- & Gemüsedüngers, kombiniert werden. Er wird etwa einmal wöchentlich zum Gießwasser gegeben und zusammen ausgebracht. Die enthaltenen Nährstoffe werden somit direkt an die Wurzeln gespült und können auch bei akuten Mangelsymptomen schnell Abhilfe schaffen.

Tipp: Wenn Ihre Pepino-Pflanzen im Beet oder Gewächshaus sitzen, sollten Sie eine Mulchschicht rundherum ausbringen. Die großen, überhängenden Früchte liegen auf diese Weise trocken und faulen nicht durch Bodenkontakt.

Melonenbirne überwintern

Die Pepino ist grundsätzlich eine mehrjährige Pflanze, die auch bei uns überwintert werden kann. Das Vorgehen ist das gleiche wie beim Überwintern von Tomaten. Sobald die Temperaturen dauerhalft unter 10 °C fallen, sollten die Pepinos eingewintert werden. Die Pflanze wird als Ganzes hell, kühl und mit seltenen Wassergaben im Winterquartier überwintert. Alternativ können Stecklinge überwintert werden.

Inneres einer Birnenmelone
Im Inneren der Pepino sind nur wenige Samen vorhanden [Foto: itaci/ Shutterstock.com]

Melonenbirne vermehren: So klappt es

Die Pepino lässt sich über Samen oder vegetativ über Stecklinge vermehren. In den Früchten der reifen Birnenmelone finden sich meist nur sehr wenige Samen, die entnommen, getrocknet und mehrere Jahre lang gelagert werden können. Diese Pepino-Samen werden bereits früh, nämlich ab Februar, auf der warmen Fensterbank vorgezogen und ab Mitte Mai ausgepflanzt. Im Frühsommer ist die Vermehrung der Pepino über Stecklinge einfacher und auch deutlich schneller vorzunehmen. Von den Triebspitzen schneiden Sie etwa 10 cm lange Stecklinge ab und lassen sie entweder in Wasser oder in mit Sand angereicherter Anzuchterde hell und bei etwa 20 °C bewurzeln. Mit etwas Glück blühen die jungen Pflanzen noch im selben Jahr oder, nach erfolgreicher Überwinterung, als kräftige Pflanze im darauffolgenden Jahr.

Melonenbirne: Ernte und Verwendung

Die Erntezeit der Birnenmelone beginnt ab Juli, bis im Oktober die letzten Früchte reif sind. Sobald sich die Früchte auf Fingerdruck weich anfühlen und etwas duften, können sie geerntet werden. Melonenbirnen sollten nicht im Kühlschrank gelagert werden, da sie unter der Kälte leiden, rasch an Geschmack verlieren und matschig werden. Bei Zimmertemperatur halten sich die Birnenmelonen einige Wochen lang frisch. Sie können Pepinos roh essen, als Dessert und Eis zubereiten oder haltbar machen und einkochen. Chutney oder eine Marmelade aus Melonenbirnen bringt im Winter den fruchtigen Geschmack des Sommers wieder. Lediglich in unreifem Zustand sind Melonenbirnen giftig und können wegen des hohen Solaningehalts Magenkrämpfe und Übelkeit hervorrufen.

Auch die Tamarillo (Solanum betaceum) ist eine enge Verwandte von Tomate, Chili und Co. Wir stellen sie im Steckbrief vor und geben Tipps zu Anbau und Ernte der Baumtomate.

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