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Quittensorten: Die besten Sorten für den Garten

Die Quitte als alte Obstsorte gewinnt langsam wieder an Beliebtheit. Wir haben für Sie die besten alten und bewährten Quittensorten zusammengefasst und erklären den Unterschied zwischen Apfel- und Birnenquitten.

Quittenbaum mit grün-gelben Früchten
Fast in Vergessenheit geraten erleben Quitten aktuell eine kleine Renaissance [ Foto: stock_studio/ shutterstock.com]

Quitten (Cydonia oblonga) erfreuten sich Jahrhunderte lang größter Beliebtheit. Doch mittlerweile sind viele alte Quittensorten in Vergangenheit geraten und so mancher kann eine Quitte nicht als solche erkennen. Doch die Früchte sind nicht nur würzig-aromatisch, sondern haben auch gesundheitlich so einiges zu bieten.

Alte Quittensorten

Die Vielfalt an Quitten ist groß. Bei genauerem Hinsehen lassen sich dabei viele alte Regionalsorten finden. Der Quittenhof MUSTEA in Franken beispielsweise hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte Quittensorten zu finden, zu erhalten und zu vertreiben. Das fördert nicht nur die Sortenvielfalt, sondern auch die Geschmacksknospen, denn alte Sorten sind häufig würziger und aromatischer als Neuzüchtungen. Unter den Sorten-Vorschlägen werden Sie daher auch einige alte Sorten entdecken, wie etwa die ‘Baumwollquitte’ und die ‘Fränkische Hausquitte’. Viele Regionen haben dabei ihre eigenen Sorten. Schauen Sie sich doch einmal um, vielleicht gibt es auch bei Ihnen in der Region die eine oder andere heimische Quittensorte?

Rohkost-Quittensorten

Im Gegensatz zu den anderen heimischen Obstsorten sind Quitten nicht zum Rohverzehr geeignet. Ein weißer Haarflaum bedeckt die Schale und schmeckt ausgesprochen bitter. Zudem ist das Fleisch der Früchte viel zu hart, um herzhaft hinein zu beißen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, und so gibt es doch die eine oder andere Sorte, die direkt vom Baum verzehrt werden kann.

  • ‘Türkische Süßquitte’: Die Sorte aus der Türkei ist auch unter dem Namen Shirin-Quitte bekannt und schmeckt ausgesprochen süß und aromatisch. In der Türkei wird sie gern zur Zubereitung verschiedenster Süßspeisen verwendet.
  • ‘Honigquitte’: Die ‘Honigquitte’ ist eine ursprünglich fränkische Sorte. Wie der Name es andeutet ist sie ausgesprochen süß und ihr Fruchtfleisch ist angenehm weich. Leider sind die Früchte daher recht druckempfindlich und nur wenige Tage lagerfähig.

Apfelquitte: Die besten Sorten

Die Anzahl an Quittensorten ist riesig und so werden sie gern eingeteilt in Apfel- und Birnenquitten. Die Einteilung ist im Prinzip nicht weiter tiefsinnig, sondern richtet sich rein nach der Form der Früchte. Apfelquitten haben demnach eine rundliche Form, die an einen Apfel erinnert. Rückschlüsse auf den Geschmack lassen sich dabei aber nicht ziehen.

Gelbe Apfelquitten an einem Ast
Die Früchte der Apfelquitten zeichnen sich durch ihre runde apfelartige Form aus [Foto: Olha Trotsenko/ Shutterstock.com]
  • ‘Konstantinopeler Apfelquitte’: Die meistangebaute Apfelquitte in Deutschland ist die ‘Konstantinopeler Apfelquitte’. Sie bringt einen hohen Ertrag und ist frostunempfindlich. Die Früchte sind aromatisch und nur leicht mit bitterem Pelz umfilzt.
  • ‘Leskovac’: Diese Sorte wird auch als die ‘Riesenquitte von Leskovac’ bezeichnet. Keine Wunder, denn die Früchte dieser serbischen Sorte aus dem vorletzten Jahrhundert sind wahrlich riesig. Dabei sind sie ausgesprochen saftig und mildaromatisch, leider jedoch auch etwas druckempfindlich. Wichtig bei dieser Sorte ist, dass ein zweiter Quittenbaum einer anderen Sorte in der Umgebung wächst. Die Sorte ‘Leskovac’ ist nämlich selbststeril und trägt nur bei einer Befruchtung durch fremde Pollen Früchte.
  • ‘Baumwollquitte’: Wie so viele alte deutsche Quittensorten stammt auch die ‘Baumwollquitte’ aus Franken. Sie zeichnet sich durch das nussige Aroma ihrer Früchte aus. Diese reifen erst spät aus, sind dafür aber ausgesprochen lagerfähig.

Birnenquitte: Die besten Sorten

Im Gegensatz zu Apfelquitten sind die Vertreter der Birnensorten eher länglich und birnenförmig. Dabei handelt es sich jedoch um ein rein äußerliches Kriterium. Die Geschmacksintensität und Härte des Fruchtfleisches hängt allein von der Sorte selbst ab.

Birnenquitte an einem Ast
Die Früchte von sogenannten Birnenquitten sind etwas länglicher als die von Apfelquitten [Foto: Orest lyzhechka/ Shutterstock.com]
  • ‘Portugiesische Birnenquitte’: Weithin bekannt und angebaut ist die ‘Portugiesische Birnenquitte’. Sie ist starkwüchsig und liefert einen reichen Ertrag. Die großen Früchte sind weich und saftig, daher allerdings auch recht druckempfindlich.
  • ‘Bereczki’: Aus Ungarn kam einst die Sorte ‘Bereczki’ in den deutschsprachigen Raum. Ihre Früchte beginnen schon im September zu reifen und sind süßsäuerlich und aromatisch.
  • ‘Fränkische Hausquitte’: Wer besonders den Duft der Quitten liebt, dem sei zur ‘Fränkischen Hausquitte’ geraten. Ihr Duft ist ausgenommen würzig und die Quitten sind sehr lange lagerfähig. Auch der Geschmack lässt nichts zu wünschen übrig und so entfalten die harten Früchte ein äußerst intensives Quittenaroma.

Das Wichtigste zu Ernte und Lagerung der Quitten erfahren Sie in diesem Artikel.

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