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Zitrusfrüchte: Liste der besonderen Arten & Sorten

In unserer Zitrusfrüchte-Übersicht finden Sie spannende Arten von Zitrusfrüchten. Außerdem stellen wir Ihnen ein paar besondere Zitrusfrucht-Kreuzungen vor. Haben Sie beispielsweise schon einmal von einer Zitrone mit Tentakeln oder Kaviar aus Limetten gehört?

Pomelo und Kumquat im Vergleich
Zitrusfrüchte können ganz unterschiedlich aussehen [Foto: Mike_O/ Shutterstock.com]

Die exotischen Zitrusfrüchte sind aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken. Sie stecken voller Vitamin C, schmecken frisch, manchmal sauer und lassen sich unglaublich vielfältig in der Küche verwenden. Zitruspflanzen (Citrus) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie stammen aus dem tropischen und subtropischen Südosten Asiens und ihre Früchte werden häufig unter der Sammelbegriff Agrumen zusammengefasst.

Die bekanntesten Vertreter aus der Zitrusfamilie sind wohl Zitronen (Citrus x limon), Limetten (Citrus × aurantiifolia), Orangen (Citrus x sinensis), Clementinen (Citrus x clementina) oder auch Mandarinen (Citrus reticulata). Neben diesen allseits bekannten Arten haben Zitrusfrüchte aber noch viel mehr zu bieten. Tatsächlich gibt so viele Variationen, dass es schwierig sein kann zwischen den ganzen Zitrusfrüchten die Übersicht zu behalten. Wussten Sie zum Beispiel, dass nicht alle Limetten-Sorten grün und rund sind? Oder, dass die besondere Zitronensorte Buddhas Faust Tentakel besitzt? Tatsächlich kann man viele dieser besonderen Zitrusfrucht-Arten trotz ihres spektakulären Aussehens sogar bei uns anbauen. Natürlich sind die meisten Zitrusfrüchte dabei nur in der Kübelkultur gut aufgehoben, da Sie warme Temperaturen bevorzugen. Wenn man die Pflanzen ähnlich wie den altbekannten Zitronenbaum regelmäßig umtopft und ihnen auch sonst die benötigte Pflege schenkt, steht dem Anbau der exotischen Zitrusfrüchte jedoch nichts im Weg.

Tipp: Warum gibt es so viele verschiedene Zitrusfrüchte? Wer sich einmal näher mit den verschiedenen Zitrusfrüchten und ihren zahlreichen Arten beschäftig hat, stellt sich schnell die Frage, warum die Gattung der Zitrusfrüchte so vielfältig ist. Tatsächlich bilden die Zitruspflanzen eine sogenannte „Superspezies“: Während es normalerweise nicht möglich ist, Arten untereinander frei zu kreuzen, hybridisieren die verschiedenen Zitrusfrüchte gerne miteinander. Im Laufe der Zeit kam es immer wieder zu zufälligen Kreuzungen in der Natur, aber auch zu gezielten Kreuzungen durch den Menschen. Daher entstand mit der Zeit eine enorme Vielfalt – die Verwandtschaftsverhältnisse sind jedoch nicht immer ganz klar.

Cedro: Die königliche Zitronatzitrone 

Die Zitronatzitrone (Citrus medica) wird im Italienischen auch Cedro genannt und zählt zu den Königinnen unter den Zitrusfrüchten. Grund dafür ist das intensive Aroma und der frische Duft der im Supermarkt eher seltenen Zitronen. Die Besonderheit dieser Zitronenfrucht liegt in ihrer dicken Schale, die einen Großteil der bis zu vier Kilo schweren Früchte aus macht. Aus ihr wird, wie der Name schon sagt, Zitronat hergestellt, welches Sie wahrscheinlich aus Weihnachtsgebäck kennen. Ursprünglich kommt diese Zitronenart wahrscheinlich aus Südostasien, sie wurde aber bereits um 70 nach Christus nach Südeuropa eingeführt. Mittlerweile wird die Cedro auf der ganzen Welt geschätzt, denn sie lässt sich wie gewöhnliche Zitronensorten auch im Kübel problemlos anpflanzen.

Zitronatzitrone
Die Zitronatzitrone zählt zu den Königinnen unter den Zitrusfrüchten [Foto: Pfeiffer/ Shutterstock.com]

Buddhas Hand: Goldene Besonderheit aus Asien

Wer eine besondere Zitrone sucht, kommt an der Zitronensorte Buddhas Hand nicht vorbei: Die Buddhas-Hand-Zitrone (Citrus medica var. sarcodactylis) gehört zur Gattung der Zitronatzitronen (Citrus medica) und kann zu den alten Citrus-Arten gezählt werden. Diese besondere Zitrone hat ihren Ursprung vermutlich im östlichen und südöstlichen Asien, wird heute wegen ihres kuriosen Aussehens und ihrer aromatischen Schale aber weltweit als Topfpflanze gehalten. Ihren Namen verdankt Buddhas Faust ihren Fruchtansätzen, die aus mehreren Armen bestehen, welche sich zu den charakteristischen Fingern entwickeln. Das ungewöhnliche Äußere der Pflanze kommt dadurch zustande, dass die Fruchtblätter der Zitruspflanze nicht vollständig miteinander verwachsen – jeder Finger geht damit auf eine Samenanlage in der Blüte zurück. Diese können auf unterschiedlichste Weisen wachsen: Mal sind ihre „Finger“ ausgestreckt, mal ähneln sie eher einer Faust. Dabei sieht keine Frucht identisch aus. Die bis zu vier Kilo schweren Früchte der Buddhas Hand zu verarbeiten, ist glücklicherweise gar nicht so schwer: Da die Frucht vor allem viel Schale und wenig Fruchtfleisch oder Saft enthält, wird die Buddhas Hand in Rezepten hauptsächlich wegen ihres aromatischen und gar nicht bitter schmeckenden Schalenabriebs verwendet.

reife Buddhas-Hand-Zitrone
Die Zitronensorte ‘Buddhas Hand’ beeindruckt mit ihrer ungewöhnlichen Form [Foto: 1234zoom/ Shutterstock.com]

Amalfi-Zitronen: Die großen Zitronen aus Italien

Die Amalfi-Zitrone (Citrus limon ‘Sfusato Amalfitano’) gilt als eine der geschmackvollsten Zitrusfrucht-Arten der Welt. Die von der Amalfi-Küste stammende Zitronenart zeichnet sich neben ihrer leicht schrumpeligen Früchten, die etwa doppelt oder dreifach so groß wie handelsübliche Zitronen werden, vor allem durch ihr Aroma aus: Frisch und intensiv, dabei jedoch relativ säurearm. In ihrer Heimat werden die Amalfi-Zitronen wegen ihres besonderen Geschmacks vorzugsweise für die Herstellung von Limoncello, eines traditionellen Zitronenlikörs, verwendet. Doch auch optisch sind die Zitronenbäume ein Hingucker: Hat die Amalfi-Zitrone Saison, verwandeln sich viele Abschnitte der Amalfi-Küste in ein wahres Meer aus Zitronenhainen mit goldgelben Früchten. Auch als Topfpflanze macht die Amalfi-Zitrone bei uns eine gute Figur.

Amalfi-Zitronen zum Verkauf
Amalfi-Zitronen sind besonders groß [Foto: Trilobyter/ Shutterstock.com]

Pomelo: Die gesunde Tropenfrucht

Mit ihrem milden Geschmack haben Pomelos (Citrus maxima) schon viele Liebhaber gefunden. Tatsächlich handelt es sich bei den Pomelos um Zitrusfrüchte, welche als Sorten der Pampelmuse (Citrus maxima) zuzuordnen sind. Die Früchte sind eine Zucht aus der Kreuzung der Pampelmuse und der Grapefruit (Citrus paradisi). Dank dieser Kreuzung sind die Früchte weniger bitter als Pampelmusen – beim Essen sind Pomelos daher bei vielen Menschen deutlich beliebter als die bittere Pampelmuse. Gleichzeitig zählen die Pomelos unter den Zitruspflanzen-Arten zu den Obstsorten mit viel Vitamin C und sind damit besonders gut für das Immunsystem. Heutzutage findet man Pomelos in beinahe jeder gut sortierten Obsttheke. Wussten Sie auch, dass man die leckere Zitrusfrucht ebenfalls zuhause anbauen kann? Eine Anleitung zum Schälen und Essen von Pomelos finden Sie übrigens in diesem Artikel.

geschälte Pomelo mit rotem Fruchtfleisch
Pomelos sind nicht so bitter wie eine klassische Pampelmuse [Foto: Sopida Klumnoi/ Shutterstock.com]

Tangelo ‘Minneola’: Die orangefarbene Hybride

Zu den seltenen Zitronenfrüchten, die bisher nur wenige kennen, gehört mit Sicherheit die Tangelo ‘Minneola’ (Citrus reticula x Citrus paradisi). Bei der auffallenden orangen Zitrusfrucht handelt es sich um eine Kreuzung der Grapefruitsorte ‘Ducan’ und der Mandarine ‘Dancy’. Die Kreuzung der Zitrusfrüchte führte zu einer relativ hohen Zitruspflanze, die sattorange Früchte trägt. Die ‘Minneola’ überzeugt aber nicht nur mit ihrem Aussehen, sondern auch mit ihrem Geschmack: Die saftige Zitrusfrucht hat ein intensives Aroma, dass sich durch eine gute Süße mit zart herber Säure auszeichnet, welches die Tangelos auch beim Anbau im Topf entwickeln.

reife Tangelos
Die orange Farbe ist das Markenzeichen der Tangelo [Foto: Brent Hofacker/ Shutterstock.com]

Persische Limette: Die Pflegeleichte

Die Zitrusfrucht mit dem langen Blatt, die Persische Limette (Citrus latifolia), wird auch Tahiti Limette genannt. Sie ist um einiges anspruchsloser als die Echte Limette (Citrus × aurantiifolia) und gehört deshalb zu den Limettenarten, die sich auch gut in Deutschland anbauen lassen. Der Limonenbaum stellt weniger hohe Ansprüche an Licht und Wärme und übersteht unseren kalten, dunklen Winter daher auch um einiges leichter. Geschmacklich steht die Persische Limette der Echten Limette in nichts nach. Einziger Unterschied: Die Früchte dieser Limettensorte sind nicht rund, sondern oval.

Persische Limette
Persische Limetten sind leichter im Anbau als Echte Limetten [Foto: Phil Lowe/ Shutterstock.com]

Kaffirlimette: Die runzelige Variante

Der Eine oder andere ist vielleicht beim Lesen von fernöstlichen Rezepten über Kaffirlimetten-Blätter als Zutat gestolpert. Die Kaffirlimette (Citrus hystrix), auch Kaffernlimette genannt, ist saftarm, aber sehr aromatisch. Wirklich schön anzusehen ist diese Limettensorte allerdings nicht. Die Schale der Frucht ist runzelig und hat Dellen. Ihr spezielles Aussehen macht die Kaffirlimette aber durchaus mit ihrem intensiven Aroma wett. Die Früchte und vor allem die Blätter werden in der asiatischen Küche zum Beispiel in thailändischen Currys sehr geschätzt. Wer gerne mit Kaffirlimetten-Blättern kocht, kann die exotische Zitrusfrucht auch bei uns im Topf kultivieren.

Kaffirlimette am Ast
Die Kaffirlimette ist zwar schrumpelig, aber sehr aromatisch [Foto: smileimage9/ Shutterstock.com]

Kaviarlimette: Bunte Finger aus Australien

Limettenkaviar ist eine luxuriöse Spezialität und stammt nicht etwa von Fischen, sondern von den Früchten der Kaviarlimette (Microcitrus australasica). Diese exotische Frucht ist zwar nah mit den Zitrusgewächsen verwandt, genau genommen handelt es sich dabei aber gar nicht um eine Limettenart, sondern um eine Micorcitrus-Art. Aufgrund ihrer Herkunft werden die seltenen Zitrusfrüchte auch Australische Fingerlimetten genannt. In den länglichen Früchten der Fingerlimette befinden sich kleine, runde Perlen, die wirklich so aussehen wie Kaviar und mit einem intensiven Limettenaroma aufwarten. Dabei weisen Kaviarlimetten eine unglaubliche Sortenvielfalt auf: Fruchtfleisch und Schale der Fingerlimetten können rot, grün, pink oder gelb sein. Kaviarlimetten benötigen einen geschützten, warmen und vollsonnigen Standort und vertragen keinen oder nur leichten Frost. Ein Anbau im Kübel ist möglich, optimalerweise sollte aber ein heller Wintergarten vorhanden sein, damit die Pflanze auch den Herbst noch hell und warm verbringen kann, ehe sie in die Winterruhe verlegt wird.

reife Kaviarlimette
Die Kaviarlimette ist eine besondere Limetten-Variation [Foto: Tommy Atthi/ Shutterstock.com]

Pursha-Limette: Der Römer

Die Pursha-Limette (Citrus × limon ‘Pursha’) wird auch Römische Limette oder Süße Limette genannt. Im Englischen trägt sie den Namen „mediterranean sweet lemon“. Aber lassen Sie sich von ihrem Namen nicht hinters Licht führen: Wirklich süß ist der Saft dieser Limettenart trotzdem nicht. Da die Pflanzen der Pursha-Limette eher klein bleiben und eine schöne, runde Krone bilden, scheinen sie wie gemacht für den Anbau im Topf und können auch bei uns angebaut werden. Ab Frühjahr trägt der Limonenbaum außerdem herrlich duftende weiße Blüten. Die Pursha-Limette ist reich an Saft und aus ihrer Schale werden ätherische Öle gewonnen. Ursprünglich kommt diese Limettenart aus Asien, heute wird sie aber vor allem in Süditalien – von Sizilien bis Rom – angebaut. Apropos Italien: Aus der Schale der aromatischen römischen Limette wird ebenfalls häufig der italienische Likör Limoncello gewonnen. In Deutschland kann man die Pursha-Limette übrigens ebenso als Topfpflanze kultivieren wie einen klassischen Limettenbaum.

Pursha-Limetten am Baum
Die Pursha-Limette hat ein intensives Aroma [Foto: Andriy Nekrasov/ Shutterstock.com]

Tipp: Damit Zitruspflanzen tatsächlich aromatische Früchte tragen, benötigen sie genügend Nährstoffe. Gerade für Topfpflanzen ist die Anwendung eines Flüssigdüngers besonders einfach und wirksam. Unser Plantura Bio-Zitrus- & Mediterrandünger eignet sich für alle gängigen Zitruspflanzen und enthält alle nötigen Nährstoffe. Unser Bio-Flüssigdünger wird einfach über das Gießwasser verabreicht und sorgt zusätzlich für gestärkte Wurzeln und widerstandsfähige Pflanzen.

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Echte Limette: Der Cocktail-Klassiker

Wenn man an Limetten denkt, kommt einem wohl als erstes die „klassische“ runde, grüne Limette in den Sinn. Dabei handelt es sich um die sogenannte Echte Limette (Citrus aurantifolia) oder Mexikanische Limette. Diese wird gern für fruchtig-saure Cocktailkreationen wie den Caipirinha verwendet. Ursprünglich in den Subtropen Zuhause, kann die Limette auch bei uns im Topf angebaut werden. Allerdings ist die Echte Limette sehr licht- und wärmebedürftig, daher ist beim Anbau dieser Zitrusfrüchte etwas Fingerspitzengefühl und Expertenwissen vonnöten.

Tipp: Limetten sind nur in den Tropen immergrün. Das liegt an der Temperatur: Während es in den Tropen das ganze Jahr über beinahe gleich warm ist, die Temperaturen nur von Nacht zu Tag schwanken, erfahren die Pflanzen bei uns einen periodischen Wechsel von der kalten zur warmen Jahreszeit. Weil die Limettenpflanze aber so besonders lichthungrig ist, verfärben sich ihre Blätter bei uns im Winter gelb, sobald es im Winter insgesamt dunkler wird.

Echte Limette um ein Glas Capirinha
Den Caipirinha-Cocktail aus Brasilien gibt es nicht ohne die Echte Limette [Foto: Leonardo Izar/ Shutterstock.com]

Rangpur Limette: Die Orangene

Woher die Rangpur Limette (Citrus × limonia) genau stammt, ist unklar. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Kreuzung aus Zitrone (Citrus x limon) und Mandarine (Citrus reticulata). Namensgeber für diese Limette ist auf jeden Fall die Region Rangpur in Bangladesch. Die Früchte der Rangpur Limette verfärben sich von Grün bis hin zu Gelb-orange, weshalb sie auch als „Orange Limette“ bekannt ist. Die Limette hat sogar oranges Fruchtfleisch, welches im ersten Moment süß, dann aber erfrischend bitter schmeckt. Trotz ihres ungewöhnlichen Aussehens ist die Rangpur-Limette übrigens keine Diva – sie kann wie die Echte Limette in Deutschland gepflanzt werden.

Rangpur-Limetten am Baum
Die Rangpur-Limette verfärbt sich orange [Foto: okcahaa/ Shutterstock.com]

Tipp: Zitruspflanzen vertragen das häufige Umtopfen nicht sehr gut und stellen außerdem besondere Ansprüche an ihre Erde und Nährstoffversorgung. Wir erklären Ihnen im Detail, wie Sie Zitronen umtopfen – äquivalent können Sie für alle anderen hier genannten Citruspflanzen verfahren.

Limequat: Die ganz Kleine

Limequats (Citrus floridana)sind eine Kreuzung aus der Echten Limette und der Kumquat (Fortunella margarita). Kumquats werden auch Zwergorangen genannt, weil sie besonders klein sind – offiziell gehören sie jedoch nicht zu den Orangen-Arten. Die Limequats haben ihre geringe Größe von den Kumquats geerbt – die Früchte haben einen Durchmesser von nur zwei bis vier Zentimeter – und sehen dabei aus wie kleine Miniatur-Limetten. Wie bei der Kumquat kann die ganze Frucht gegessen werden, sowohl die Schale als auch die Kerne. Das Fruchtfleisch hat einen intensiven, sehr sauren Geschmack und die Schale den durchdringenden Geschmack der Limette. Vor allem weil Limequats um einiges kälteresistenter sind als ihre Mutter die Limette, ist der Anbau des Limonenbaums auch bei uns möglich.

Limequats in einer Schüssel
Limequats sind eine Kreuzung aus Limetten und Kumquats [Foto: neil langan/ Shutterstock.com]

Lumie: Die süße Limone

Unter den verschiedenen Zitrusfrüchten gehört die Lumie (Citruslumia) zu den Sorten, die hierzulande noch nicht sehr bekannt sind. Tatsächlich hat die süße Limone aber einiges zu bieten: Sie hat einen milden, limettenähnlichen Geschmack, mit viel Süße und nur wenig Säure. Durch ihren frischen, süßen Geschmack werden die Zitrusfrüchte gerne zu Saft oder als Bestandteil von Cocktails verwendet. Allerdings kann der Saft bereits nach einigen Minuten an der Luft seine Süße verlieren, sodass er sich nur für den Direktverzehr eignet. Wer den delikaten Geschmack der Lumie frisch erleben will, kann die Zitrusfrucht auch bei uns als Topfpflanze kultivieren.

zwei reife Lumien
Die Lumie ist besonders süß [Foto: COULANGES/ Shutterstock.com]

Amanatsu: Die japanische Seltenheit

Zu den seltenen Zitrusfrüchten gehört in jedem Fall die Amanatsu (Citrus natsudaidai): Die Hybride aus Grapefruit und Mandarine wird kommerziell nur im Süden Japans angebaut. Sie wird wegen ihres vielseitigen, intensiven Aromas geliebt, welches zugleich bitter, süß und sauer ist. Zudem ist die seltene Zitrusfrucht leicht zu schälen, sodass sie sich gut für den direkten Verzehr eignet. In unserer Gegend ist die Pflanze bislang nur bei Liebhabern bekannt. Tatsächlich gilt die Amanatsu aber als robuster als viele geläufige Zitrusfrüchte-Arten, sodass auch der Anbau bei uns möglich ist.

aufgeschnittene Amanatsu
Die Amanatsu ist in Japan sehr beliebt [Foto: Jeeranan Thongpan/ Shutterstock.com]

Jaffa-Orange: Die Kernlose

Wer nach einer besonderen Art von Orange (Citrus x sinensis) Ausschau hält, sollte sich die Jaffa-Orange – auch unter dem Namen Shamouti-Orange bekannt – näher anschauen. Die Orangensorte wird wegen ihrer beinahe kernlosen Frucht und ihres süßen Geschmackes angebaut und gilt als hervorragende Ess-Orange. Tatsächlich handelt es sich sogar bei einem Großteil der in Deutschland verkauften Ess-Orangen um die Jaffa-Orange, da die kernlose Frucht als besonders lecker gilt. Die Jaffa-Orange stammt aus dem gleichnamigen Stadtteil Tel-Avivs in Jerusalem und ist selbst Namenspate des bekannten Biskuit-Gebäcks „Jaffa-Cake“. Auch der frischgepresste Saft der Jaffa-Orange ist ein aromatischer Genuss. Allerdings eignet sich Saft aus Jaffa-Orangen nicht für die Aufbewahrung, denn er wird nach einiger Zeit bitter. Wer den Geschmack der Jaffa-Orange frisch vom Baum genießen will, kann die Pflanze wie einen gewöhnlichen Orangenbaum im Topf kultivieren.

aufgeschnittene Jaffa-Orange
Jaffa-Orangen haben kaum Kerne [Foto: Viktor1/ Shutterstock.com]

Wenn wir Ihnen nun Lust auf exotische Früchte gemacht haben, finden Sie hier noch mehr Informationen über ein paar Früchte, von denen Sie sicher noch nie gehört haben.
Wer sein Immunsystem unterstützen möchte, findet bei uns auch 15 Obstsorten mit besonders viel Vitamin C.

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