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Organischer Rasendünger: Vorteile von natürlichem Dünger

Für ein sattes Grün muss der Rasen richtig gedüngt werden. Warum man dabei auf organischen Rasendünger zurückgreifen sollte, erfahren Sie hier.

Rasen mit Erde Querschnitt

Die Wahl des Rasendüngers beeinflusst die Qualität des Bodens unter dem Rasen [Foto: Lukas Gojda/ Shutterstock.com]

Sowohl Inhaltsstoffe als auch Wirkung von organischen und mineralischen Rasendüngern unterscheiden sich voneinander. Mit der Wahl der richtigen Rasenpflege nehmen Sie nicht nur Einfluss auf das diesjährige Erscheinungsbild Ihres Rasens, sondern auch auf seine Fähigkeit, den Winter zu überstehen, und auf den Boden unter seinen Wurzeln. Wir klären Sie über organische Rasendünger auf, damit Sie beim Einkauf die richtige Wahl treffen können.

Organischer Rasendünger

Organische Rasendünger versprechen eine Rasenpflege mit gutem Gewissen. Doch manch einer behauptet, dass ein wüchsiger Rasen mit solch einem „Öko-Kram“ nichts werden könne. In diesem Artikel können Sie erfahren, warum der natürliche Weg auch der wirksamste sein kann.

Organischer Rasendünger: Inhaltsstoffe und Wirkung

Wie unterscheiden sich nun die Inhaltsstoffe in einem organischen Rasendünger von denen in einem mineralischen Rasendünger? Die Nährelemente liegen nicht rein, sondern in organischen Strukturen verbaut vor, was natürlich die Wirkung des Düngers beeinflusst.

Inhaltsstoffe organischer Rasendünger

Organische Rasendünger enthalten die für den Rasen wichtigen Nährstoffe in organisch verpackter Form. Diese „Verpackung“ kann tierischen oder pflanzlichen Ursprungs sein: Viele organische Dünger werden aus Schlachtabfällen wie Blut, Horn und Knochen hergestellt. Doch immer häufiger kommen auch rein pflanzliche Ausgangsstoffe zum Einsatz, die in der Lebensmittelindustrie anfallen, oder es wird Tierkot in getrockneter Form verwendet.

Pferdemist als Dünger in einer Schubkarre

Organische Rasendünger aus Tierkot riecht in der Regel strenger als pflanzlicher Dünger [Foto: Gatherina/ Shutterstock.com]

Grundsätzlich enthält ein organischer Dünger all die Nährelemente, welche das darin enthaltene Lebewesen selbst aufgenommen hat, um leben zu können. Dementsprechend liegen in einem Rasendünger aus Pflanzen auch alle Nährstoffe vor, die Pflanzen benötigen. Selbstverständlich kann die Menge variieren – je nachdem, welcher Teil des Lebewesens verwendet wurde. Düngemittelhersteller variieren die Zusammensetzung der Ausgangsstoffe so, dass die Bedürfnisse verschiedenster Kulturpflanzen befriedigt werden können. Die Nährelemente Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg), Schwefel (S) und Calcium (Ca) sind in Rasendüngern an die Bedürfnisse des Rasens angepasst. Die Spurennährelemente Eisen (Fe), Zink (Zn), Molybdän (Mo), Mangan (Mn), Bor (B), Chlor (Cl), Nickel (Ni) und Kupfer (Cu) werden nur in geringsten Mengen benötigt und werden in der Düngemittelherstellung daher kaum beachtet. Sie sind jedoch stets in Spuren vorhanden. Da Rasen einen erhöhten Bedarf an Stickstoff, Kalium und Magnesium hat, sind diese Nährelemente in organischen Rasendüngern besonders stark vertreten.

Wirkung organischer Rasendünger

Die Wirkung organischer Rasendünger entspricht der natürlichen Nährstoffversorgung von Pflanzen. Denn anders als bei der Düngung mit mineralischen Düngern müssen die Pflanzennährstoffe erst von ihrer organischen Hülle befreit werden, um verfügbar zu sein. Die Umsetzung von organischem Material in mineralische Nährstoffe kann dabei nur von Bodenlebewesen durchgeführt werden, wobei es sich um einen biologischen Prozess handelt. Würmer, Insekten und andere mehrzellige Bodenbewohner übernehmen die grobe Zerkleinerung, anschließend machen sich Bodenbakterien ans Werk, um Strukturen auf zellulärer Ebene zu bearbeiten. Da die Arbeit der Bodenlebewesen eine gewisse Zeit braucht, setzt die Wirkung organischer Rasendünger etwas zeitverzögert und allmählich innerhalb eines Monats nach der Ausbringung ein. Anschließend folgt eine Phase gleichmäßiger Freisetzung, bis die enthaltenen Nährstoffe aufgebraucht sind. Es kommt also zu einer natürlichen Langzeitwirkung.

Regenwurm auf feuchter Erde

Die Umsetzung von organischem Material in mineralische Nährstoffe wird von Bodenlebewesen durchgeführt [Foto: Andrei Metelev/ Shutterstock.com]

Da die Bodenlebewesen von ihrer Umgebung beeinflusst werden, geschieht die Umsetzung stets witterungsabhängig: Feuchte, Wärme und ein sauerstoffreicher Boden fördern hierbei die Umsetzung. Kälte und ein zu nasser, sauerstoffarmer Boden hemmt sie hingegen. Diese Tatsache ist jedoch keinesfalls ein Nachteil: Auf diese Weise sind immer dann viele Nährstoffe verfügbar, wenn auch für den gedüngten Rasen „wüchsiges“ Wetter herrscht und er viele Nährstoffe benötigt. Mehr zu organischen Düngern im Allgemeinen finden Sie hier.

Tipp: Neben der sogenannten Mineralisierung, also der Freisetzung von Nährstoffen aus dem organischen Material, kann parallel auch ein anderer Prozess ablaufen: die Humifizierung. Bei dieser wird das Material in Ermangelung mikrobieller Aktivität nicht abgebaut, sondern nur zerlegt und modifiziert. Auf den Abbau folgt der Aufbau sogenannter Huminsäuren, welche die Basis für Humus darstellen. Mehr zur Bildung von Humus und zu den wirkenden Einflussfaktoren finden Sie auch in diesem Spezialartikel.

Zusammenfassung Wirkung und Inhaltsstoffe von organischem Rasendünger:

  • Organischer Rasendünger enthält Nährstoffe in einer natürlichen Verpackung
  • Neben den für den Rasen besonders wichtigen Hauptnährstoffen sind auch Spurenelemente enthalten
  • Die Freisetzung der Nährstoffe ist abhängig von Bodenorganismen
  • Die Lebensbedingungen der Organismen beeinflussen dabei die Freisetzung
  • Organischer Rasendünger besitzt eine natürliche Langzeitwirkung
  • Neben der Nährstofffreisetzung kann es auch zur Bildung von Humus kommen
Rasen Nahaufnahme nass

Organischer Dünger wird im Frühjahr wieder wirksam, wenn der Rasen Nährstoffe braucht [Foto: Rad Radu/ Shutterstock.com]

Organischer Herbstrasendünger

Auch für die Vorbereitung des Rasens auf den Winter eignen sich organische Dünger. Organische Herbstrasendünger sind allerdings nicht mehr stickstoff-, sondern kaliumbetont, denn Kalium sorgt für eine hohe Frosttoleranz und die Senkung des Stickstoffgehalts verhindert, dass frisch sprießende Halme den oft schon kalten Temperaturen des Herbstes zum Opfer fallen. Sinken die Temperaturen ab, stoppt die Nährstofffreisetzung, sodass Auswaschungen oder Fehldüngungen verhindert werden. Bringt das nächste Frühjahr dauerhaft wärmere Temperaturen, läuft die Freisetzung der Nährstoffe langsam wieder an und kann so einen kräftigen Frühjahrstrieb des Rasens fördern. All diese Eigenschaften von organischen Düngern machen sie zu einer besonders guten Wahl bei der Pflege des herbstlichen Rasens. Hier können Sie Informationen zur richtigen Düngung im Herbst einholen und an dieser Stelle erfahren Sie alles über unseren Plantura Bio-Herbstrasendünger.

Plantura Bio-Herbstrasendünger in zwei Händen in einem Kornfeld

Organischer Herbstrasendünger schützt vor Frostschäden und fördert den Frühjahrstrieb

Zusammenfassung organischer Herbstrasendünger:

  • Herbstrasendünger haben einen niedrigen Stickstoffgehalt und einen hohen Kaliumgehalt
  • Beides schützt den Rasen vor Frostschäden
  • Organische Herbstrasendünger schützen vor dem Winter vor Auswaschung und Fehldüngung und können den Frühjahrstrieb fördern

Organischer und mineralischer Rasendünger im Vergleich

Die Verwendung mineralischer Rasendünger wird von vielen mehr oder weniger professionellen Gärtnern bevorzugt. Auf den ersten Blick hat dies Vorteile: Der günstige Preis, der hohe Nährstoffgehalt und die sofortige Wirkung lässt Sparfüchse und Ungeduldige aufhorchen. Um mit diesen vermeintlichen Vorteilen aufzuräumen, haben wir organische und mineralische Rasendünger für Sie vergleichend gegenübergestellt.

Vorteile von organischem Rasendünger

AspektOrganische Rasendünger...Mineralische Rasendünger...
Bodenlebenregen die Vielfalt und Aktivität des Bodenlebens an, was die Bodenstruktur verbessert.vermindern die Vielfalt und Aktivität des Bodenlebens, was die Bodenstruktur verschlechtert.
Humusgehaltsorgen für den Erhalt oder sogar den Aufbau von Humus, wodurch dich Nährstoff- und Wasserspeicherfähigkeit steigt.führen wegen der hohen Nährstoffgehalte zum Humusabbau, die Bodenqualität sinkt.
Überdüngung und Auswaschungstellen Nährstoffe nur bei wüchsiger Witterung zur Verfügung. So werden Überdüngungen und Auswaschungen vermieden.stellen Nährstoffe unabhängig von der Witterung bereit, sodass Überdüngungen und eine Auswaschung von Nährstoffen ins Grundwasser wahrscheinlicher sind.
Langzeitwirkungbesitzen eine natürliche Langzeitwirkung.wirken kurz, außer wenn Sie als Depotdünger mit Langzeitwirkung hergestellt werden. In diesem Fall sind sie teurer.
Wirkgeschwindigkeitwirken verzögert, doch eine langsame Umsetzung fördert gleichmäßiges Wachstum.wirken sehr schnell, wodurch häufig ein stoßweises Wachsen erfolgt.
Herstellungsind in ihrer Herstellung weniger energieintensiv und nutzen in der Nahrungsmittelindustrie anfallende Reste.werden unter hohem Energiebedarf hergestellt oder in zum Teil begrenzten fossilen Lagerstätten abgebaut.
Bodenchemieentsprechen der natürlichen Nährstoffversorgung von Pflanzen, wodurch die Bodenchemie im Gleichgewicht bleibt.umgehen etliche Schritte in der komplexen, natürlichen Nährstoffbereitstellung des Bodens, was zu unerwünschten Änderungen des pH-Wertes und damit zur Festlegung von Pflanzennährstoffen führen kann.
Nährstoffeenthalten neben den deklarierten Nährstoffen auch wichtige Spurennährstoffe.enthalten nur die angegebenen Nährstoffe, sodass irgendwann ein Mangel an Spurennährstoffen auftreten kann. Dieser ist häufig schwer erkennbar.
Preissind kurzfristig teurer, sparen jedoch spätere Maßnahmen zur Bodenverbesserung und entlohnen den Anwender in der Regel mit gesünderen Pflanzen, seltenerem Gießen und gleichmäßigerem Wachstum.sind kurzfristig günstiger, verursachen jedoch über Bodenschäden, Auswaschung, eventuelle Schäden an Pflanzen und sogar erhöhten Wasserbedarf auf Dauer weitere Kosten.
Brachpieper auf der Wiese

Für alle Tiere im Garten – auch den bedrohten Brachpieper – sind organische Rasendünger unbedenklich [Foto: Szymon Bartosz/ Shutterstock.com]

Organischen Rasendünger kaufen

Auch organische Rasendünger werden inzwischen in einer kaum überschaubaren Fülle angeboten. Sie unterscheiden sich in ihren Ausgangsstoffen und ihrer Nährstoffbetonung, in der Körnung und auch im Preis. Häufig wird nicht zwischen einer Düngung im Frühjahr und einer solchen im Herbst unterschieden, obwohl dies für Sie als Anwender sehr wichtig ist. Auch kommt es vor, dass ein eigentlich organisch-mineralischer Dünger wie ein organisches Produkt beworben wird, obwohl dieser kaum die Eigenschaften eines echten organischen Düngers aufweist. Viele umweltbewusste Anwender werden nicht fündig, weil sie einen Dünger suchen, der ohne Schlachtabfälle auskommt und damit das Wohl aller Tiere und der Umwelt im Ganzen schützt. Weil auch wir mit dem bestehenden Angebot nicht zufrieden waren, haben wir einen eigenen organischen Rasendünger entwickelt. Unser Plantura Bio-Rasendünger und unser Plantura Bio-Herbstrasendünger enthalten nur pflanzliche Rohstoffe und sind für die Umwelt und all Ihre Haustiere absolut unbedenklich. Auch der oft lästige Geruch von organischen Düngern auf tierischer Basis entfällt natürlich. Somit ist sind unsere Plantura Bio-Rasendünger die ideale Wahl für echte Rasenfreunde.

Mehr Informationen zum Thema Rasendünger finden Sie hier in unserem Artikel in der Übersicht.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Plantura Bio-Rasendünger: BIO-Rasendünger mit Langzeitwirkung (3 Monate) für einen dichten und tiefgrünen Rasen ohne Unkraut und Moos.
  • Floragard Rasensand: Verbessert die Wasserdurchlässigkeit und erhöht die Belastbarkeit der Rasenfläche.
  • Plantura Bio-Herbstrasendünger: Organischer Dünger zur optimalen Nährstoffversorgung. Fördert einen robusten und dicht wachsenden Rasen.
 
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