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Pak Choi: Das leckere Wok-Gemüse im Garten ernten

Pak Choi eignet sich ideal für die schnelle oder asiatische Küche! Hier erfahren Sie alles über die Herkunft des Kohls und ob man Pak Choi nach der Blüte noch essen kann.

Pak Choi im Beet
Pak Choi gehört zu den Kohlgewächsen und stammt aus Ostasien [Foto: siraphat/ shutterstock.com]

Der Pak Choi (Brassica rapa subsp. chinensis) hat eine optische Ähnlichkeit zum Mangold (Beta vulgaris ssp. vulgaris), was ihm im englischen Sprachraum auch den Namen „Chinese chard“ gegeben hat. Als fester Bestandteil der asiatischen Küche befinden sich die Hauptanbaugebiete überwiegend in Asien. Daneben wird seit einigen Jahren auch in holländischen Gewächshäusern Pak Choi im größeren Maßstab angebaut. Aber auch im Freiland findet man auf manchen Äckern das besondere Gemüse.

Pak Choi: Herkunft und Eigenschaften

Pak Choi stammt aus dem ostasiatischen Raum und wird dort in vielen Gerichten traditionell zubereitet und in großen Mengen verspeist. Größere Anbaugebiete gibt es in Korea, Japan, Taiwan und China. Bei uns wird das asiatische Gemüse erst seit relativ kurzer Zeit angebaut. Im deutschen kennt man Pak Choi auch als Chinasalat, chinesischer Blattkohl oder Japankohl. In den Niederlanden heißt er Paksoi, im Englischen Chinese Chard oder Chinese Mustard. Übersetzt bedeutet Pak Choi übrigens „Weißes Gemüse“.

Je nach Sorte gibt es Formen mit weißen oder hellgrünen, leicht brechenden Stängeln, sowie roten oder grünen Blättern und verschiedenen Wuchsgrößen. Die löffelförmigen Blätter der Pflanze formen nach einiger Zeit eine rundliche Rosette aus. Im Gegensatz zum Chinakohl (Brassica rapa ssp. pekinensis) bilden die Pflanzen keinen festen Kopf aus. Der Geschmack des Pak Choi ist milder, saftiger und aromatischer als der des verwandten Chinakohls, außerdem fehlt der typische Kohlgeschmack hier völlig. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kohlarten verwendet man den Pak Choi im Ganzen, also die Blätter und die saftigen, hellen Blattrippen. Als Standort benötigt das asiatische Gemüse einen lockeren, nährstoffreichen Boden und milde Witterung. Für die Anzucht in Töpfen und Balkonkästen empfehlen wir unsere Plantura Bio-Tomaten- & Gemüseerde, die eine kompostreiche, lockere Struktur besitzt und Nährstoffe für die erst Wachstumsphase enthält.

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Die Blüte ist beim Anbauen von Pak Choi nicht gerade gern gesehen, denn statt Blättern bildet sich ein länglicher Stängel mit zitronengelben, kreuzförmigen Blüten aus. Die Blattrippen werden holziger und es können kaum Blätter geerntet werden. Pak Choi ist eine Langtagpflanze, das heißt Tageslichtdauern von mehr als 10 bis 14 Stunden Licht bringen ihn zum Blühen. Niedrige Temperaturen fördern die Blütenbildung zusätzlich. Um das zu verhindern, werden schossfeste Sorten gezüchtet und der Pak Choi erst ausgesät, wenn die Tageslänge nach Ende Juni wieder kürzer wird, es aber sommerlich warm ist. Auch wenn Ihr Pak Choi blüht, können Sie ihn natürlich trotzdem ernten und essen. Die Blüten und Knospen des Pak Choi selbst sind essbar, sie schmecken etwas scharf und würzig. Alternativ können Sie die Blüten stehen lassen und später Saatgut ernten. Hierzu erfahren Sie mehr im Abschnitt Pak Choi vermehren.

Pak-Choi-Blüten
Die kreuzförmigen, hellgelben Blüten des Pak Choi sind essbar [Foto: sundaemorning/shutterstock.com]

Pak Choi pflegen

Pak Choi ist recht pflegeleicht, sobald er an einem guten Standort sitzt. Die Pflanzen benötigen jedoch viel Wasser und sollten daher gut gemulcht und in trockenen Sommern regelmäßig gegossen werden. Pak Choi braucht nährstoffreiche Böden und viel Wasser, um rasch zu wachsen und einen guten Ertrag zu bringen. Wir empfehlen einen vornehmlich organischen Langzeitdünger, wie unseren Plantura Bio-Tomatendünger. Das Granulat wird rund um die Pflanzen oberflächlich eingearbeitet und im Boden von Mikroorganismen zersetzt. Die so freigelegten Nährstoffe versorgen den Pak Choi über zwei Monate hinweg bis zur Erntereife.

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Pak Choi ernten, lagern und haltbar machen

Ab August bis Ende September sind die Pflanzen erntereif. Entweder man schneidet nach und nach und von außen nach innen einige Blätter ab oder man erntet die ganze Pflanze auf einen Schlag. Auch blühende Pflanzen können geerntet werden, sie sind dann aber nicht mehr so zart, sondern leicht holzig am Stiel. Ganze Pak Choi Pflanzen halten sich feucht eingeschlagen einige Tage lang im Kühlschrank. Erntet man die Pflanze samt Wurzelwerk, kann er auch einige Wochen im Keller gelagert werden. Hier sollte die Wurzel mit Sand eingeschlagen werden. Einfrieren sollte man Pak Choi nicht, da er beim späteren Auftauen matschig wird und fade schmeckt.

Pak Choi vermehren

Samenfeste Sorten von Pak Choi kann man selbst im Garten vermehren. Hierfür benötigt man natürlich blühende Pflanzen. Blüten bildet der Pak Choi, wenn die Jungpflanzen niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren oder es mehr als 10 bis 14 Stunden Tageslicht gibt. Sie können beispielsweise im Mai aussäen, oder die Jungpflanzen ab April im Freien ungeschützt anziehen. So sollten genügend Pflanzen zum Schossen und Blühen kommen. Die essbaren Blüten werden gerne von Insekten besucht und bestäubt. Nun bilden sich die für Kohlgewächse typischen Schoten mit Samen. Wollen Sie die Pak Choi Samen gewinnen, so müssen Sie abwarten, bis die Schoten bräunlich und trocken werden. Nun schneiden Sie die Samenstände ab und lassen sie im Haus noch etwas nachtrocknen, bis sie rascheln. Dann können die Samen aus den Schoten befreit werden, sollten sich diese nicht ohnehin schon geöffnet haben. Die trocken und kühl aufbewahrten, runden Samen sind etwa drei bis fünf Jahre keimfähig.

Pak-Choi-Jungpflanzen
Aus den selbst gewonnenen Samen keimen im nächsten Jahr neue Pak Choi Pflanzen [Foto: Sirichai Rattanaphanakul/shutterstock.com]

Krankheiten und Schädlinge an Pak Choi

Pak Choi gilt als robust und kaum krankheitsanfällig. Die Kohlhernie jedoch kann der Pflanze sehr zusetzen. Aus diesem Grund sollte am selben Standort auch nur alle vier bis fünf Jahre Kohl angebaut werden. In unserem Garten konnten wir noch keinen Befall mit dem Kohlweißling beobachten, auch wenn dieser Schmetterling ab und an auch diese Kohlart befallen soll. Erdflöhe können den Blättern viele kleine Löcher verpassen, schwächen die Pflanze und beeinträchtigen die Optik. Um Erdflöhen vorzubeugen, sollte der Boden stets leicht feucht gehalten werden, zum Beispiel durch Mulchen. Im Spezialhandel gibt es auch sehr feinmaschige Netze, die junge Pflanzen vor dem Befall von Erdflöhen und Kohlweißlingen schützen.

Pak Choi: Inhaltsstoffe und Verwendung in der Küche

Neben hohen Gehalten an Vitamin B und C enthält Pak Choi besonders viele Mineralstoffe. Magnesium, Calcium, Kalium und Eisen kommen in großen Mengen vor. Wie bei Kohl üblich, enthält auch der asiatische Pak Choi sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföle und Flavonoide, die eine antimikrobielle Wirkung besitzen.

Pak Choi kann roh und gekocht verzehrt werden, denn er ist deutlich leichter verdaulich als andere Kohlarten. In der heimischen Küche können die frischen Pak Choi Pflanzen roh zu Salat zubereitet werden. Deutlich häufiger dient Pak Choi als angebratene, geschmorte oder gedünstete Beilage zu allerlei Gerichten. Generell wird er in der westlichen Küche ähnlich wie Mangold oder Spinat zubereitet. Man sollte den Pak Choi nur kurz andünsten, da dieser sehr schnell zerfällt und Vitamine verloren gehen. Damit sich nicht die vielen wertvollen Mineralstoffe herauslösen, sollte der Pak Choi möglichst nur blanchiert werden.

Pak Choi gibt es in den verschiedensten Varianten und Farben, als Mini oder Baby Pak Choi oder mit roten Blättern. Entdecken Sie die Vielfalt und lernen Sie in unserem Spezialartikel die verschiedenen Pak Choi Sorten kennen.

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