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Pak Choi: das leckere Wok-Gemüse aus dem eigenen Garten

Pak Choi eignet sich ideal für die schnelle oder asiatische Küche! Hier erfahren Sie Alles über die Herkunft und einen problemlosen Anbau.

Pak Choi selber anbauen Wokgemüse

Pak Choi hat einen mild-herben, nussartigen Geschmack und passt hervorragend zu asiatischen Gerichten [Foto: erik forsbergCC BY 2.0]

Der Pak Choi (Brassica rapa subsp. Chinensis) hat eine optische Ähnlichkeit zum Mangold, was ihm im englischen Sprachraum auch fälschlicherweise den Namen Chinese chard gegeben hat. Als fester Bestandteil der asiatischen Küche befinden sich die Hauptanbaugebiete überwiegend in Asien. Daneben wird seit einigen Jahren auch in holländischen Gewächshäusern Pak Choi im größeren Maßstab angebaut.

Je nach Sorte gibt es Formen mit weißen oder hellgrünen Stängeln. Die Blätter der Pflanze formen nach einiger Zeit eine kreisförmige Rosette aus. Im Gegensatz zum Chinakohl bilden die Pflanze keinen festen Kopf aus. Geschmacklich erinnert Pak Choi an den verwandten Chinakohl, ist jedoch noch milder im Geschmack. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kohlarten isst man nicht nur die tiefgrünen Blätter, sondern auch die weißen oder hellgrünen Stiele. Diese sind besonders saftig und zart.
Syn: Pak Choi, Pok/Bok Choi (alternativ auch mit y statt i), chinesischer Blätterkohl, im Englischen teilweise auch Chinese chard oder Chinese mustard

Pak-Choi Anbau & Ernte: So geht’s

Pak Choi bevorzugt gerne feuchtwarmes Klima um optimal zu wachsen. Dennoch gibt es auch für die hiesigen Breiten Sorten, die problemlos im eigenen Garten kultiviert werden können.

Die Pflanze ist sehr schnell wachsend und kann schon nach 50-60 Tagen geerntet werden. Bereits im April kann auf der Fensterbank ausgesät werden. Alternativ ist es auch möglich, Pak Choi als Nachfrucht zu kultivieren. Hierfür wird er ab Juni direkt ins Freiland gesät. Das Saatgut bedeckt man am besten mit 1-2 cm lockerer Erde.

Der Standort sollte sonnig, der Boden nährstoffreich und gut drainiert sein. Leichte Gartenböden sollten mit Kompost und etwas Mist aufgebessert werden. Der Pflanzabstand sollte 20cm zwischen den Pflanzen und 25 zwischen den Reihen betragen. Wichtig ist, dass immer ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht. Im Hochsommer ist eine regelmäßige Bewässerung sinnvoll.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier: Pak Choi anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit.

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Ab August sind die Pflanzen erntereif. Entweder man schneidet nach und nach und von außen nach innen einige Blätter ab oder man erntet die ganze Pflanze auf einen Schlag. Ganzer Pak Choi hält sich feucht eingeschlagen für einige Tage im Kühlschrank. Erntet man die Pflanze samt Wurzelwerk, kann er auch einige Wochen im Keller lagern. Hier sollte er mit Sand eingeschlagen werden.

Pak Choi-Sorten

Generell gibt es mehrere Unterscheidungsmerkmale von Pak Choi Sorten. Es existieren Sorten mit weißen oder hellgrünen Stielen. Letztere werden als Shanghai Pak Choi bezeichnet. Je nach Verwendung gibt es kompakte, kleinbleibende Sorten, die im Handel auch gerne als Baby Pak Choi bezeichnet werden. Größere wachsende Sorten werden üblicherweise zu Wok Gemüse verarbeitet.

  • Joi Choi (F1): wüchsige und robuste Sorte mit weißen Blattstielen; etwas größerer Platzbedarf als andere Sorten.
  • Mei Qing Choi: kompakte und vasenförmige Sorte mit hellgrünen Blattstielen (Shanghai Pak Choi); auch als Mini-Pak Choi kultivierbar.
  • Tatsoi: besonders kompakte Sorte mit dunkelgrünen Blättern und weißen Blattstielen; Pflanze kann ganz oder nach und nach (von außen nach innen) geerntet werden.
  • Misome: kompakte Sorte mit hellgrünen Blattstielen; besonders in Deutschland sehr gängig.
  • White Celary Mustard: größere Sorte mit weißen und fleischigen Blattstielen; besonders ertragreiche Sorte mit exzellentem Geschmack.

Wenn Sie mehr über die Sorten erfahren wollen, schauen Sie doch mal hier vorbei: Pak Choi: die richtige Sorte zum Anbauen wählen.

Krankheiten und Schädlinge

Pak Choi gilt als robust. Die klassischen Kohlkrankheiten machen ihm deutlich seltener zu schaffen als den anderen Kohlarten. In unserem Garten konnten wir noch keinen Befall mit dem Kohlweißling beobachten, auch wenn dieser Schmetterling ab und an auch diese Kohlart befallen soll. Erdflöhe können den Blättern viele kleine Löcher verpassen, schwächen die Pflanze und beeinträchtigen die Optik. Ist der Boden stets leicht feucht (bsp. durch Mulchen) beugt dies den Erdflöhen vor. Im Spezialhandel gibt es auch sehr feinmaschige Netze, die junge Pflanzen vor dem Befall von Erdflöhen und Kohlweißlingen schützen. Die Kohlhernie kann der Pflanze sehr zusetzen. Aus diesem Grund sollte am selben Standort auch nur alle vier bis fünf Jahre Kohl angebaut werden.

Inhaltsstoffe und Verwendung in der Küche

Neben Vitamin C und B enthält Pak Choi besonders viele Mineralstoffe: Kalium, Calcium und Eisen sind nur einige. Wie bei Kohl üblich enthält auch der asiatische Pak Choi sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföle und Flavonoide.

In der heimischen Küche können die frischen Köpfe als Rohkost zu Salat zubereitet werden. Deutlich häufiger dient Pak Choi als angebratene oder gedünstete Beilage zu allerlei Gerichten. Generell wird in der westlichen Küche er ähnlich wie Mangold oder Spinat zubereitet. Die Kochzeit sollte nicht zu lange sein, damit durch die Hitze nicht zu viele Vitamine verloren gehen. Auch sollte man die Blätter und zarten Stiele nicht in Wasser (aus)kochen, da sich so viele wertvolle Mineralstoffe herauslösen.

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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