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Buchsbaumzünsler Falter: So erkennen Sie ihn sicher

Das Erkennen des Falterfluges des Buchsbaumzünslers ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen und frühen Bekämpfung. Wir stellen Ihnen den Falter vor.

Buchsbaumzünsler Motte an einer Wand
Haben Sie einen ausgewachsenen Falter entdeckt, ist die Gefahr eines Befalls groß [Foto: Floki/ Shutterstock.com]

Der Falter des Buchsbaumzünslers (Cydalima perspectalis) ist im Gegensatz zu den lästigen Raupen hübsch anzusehen. Vom Duft des Schmetterlingsflieders angezogen kann man ihn in seltenen Fällen auch tagsüber beobachten, obwohl er die dunklen Nachtstunden bevorzugt. Wir haben für Sie alles zusammengetragen, was man über den kleinen Schmetterling wissen muss.

Buchsbaumzünsler Falter

Die Sichtung eines Buchsbaumzünsler Falters bedeutet, dass es bald zur Eiablage und damit zum Auftreten der hungrigen Raupen am Buchsbaum (Buxus) kommen wird. Damit Sie ihn sicher erkennen, erklären und zeigen wir, wie der Falter des Buchsbaumzünslers aussieht, wann man ihn finden kann und wie der Lebenszyklus dieses kleinen Schmetterlings abläuft.

Buchsbaumzünsler im Sonnenlicht
Die Raupen des Buchsbaumzünslers lassen sich recht leicht erkennen – etwa am schwarzen Köpfchen [Foto: Gertjan Hooijer/ Shutterstock.com]

Wie sieht der Falter des Buchsbaumzünslers aus?

Beim Buchsbaumzünsler handelt es sich um einen Kleinschmetterling mit einer Flügelspannweite von gerade einmal 4 bis 4,5 Zentimetern. Das entspricht ungefähr den oberen zwei Gliedern ihres Zeigefingers. Sind die Flügel ausgebreitet, verlaufen sie schräg nach hinten. Sowohl die Hinterflügel als auch die Vorderflügel enden halbrund. Der Flügelansatz ist behaart, die Facettenaugen sind schwarz und die Fühler lang und dünn. Wie alle Schmetterlinge besitzt auch der Falter des Buchsbaumzünslers einen Saugrüssel, den er eingerollt unter dem Kopf trägt, wenn er ihn nicht zum Trinken von Blütennektar benötigt. Mit der Färbung der Flügel ist es so eine Sache: Am häufigsten anzutreffen sind weiße Flügel, deren Ränder mit einem braunen Band gesäumt sind. Dieses Band ist an der Vorderkante durch einen weißen Fleck durchbrochen. Seltener kommen allerdings auch weiß-beige, vollständig braune, fast schwarze und sogar dunkelviolett schimmernde Farbschläge vor. Die Färbung des Hinterleibes ist immer der Farbe der Flügel angepasst und reicht daher ebenfalls von reinweiß bis schwarz.

Falter auf Pflanzen
Am häufigsten sind die Falter mit weiß-braunen Flügeln [Foto: IanRedding/ Shutterstock.com]

Wann kann man den Buchsbaumzünsler Falter finden?

Der Zünsler ist vorwiegend nachtaktiv. Tagsüber hält er sich in Ruhestellung an der Blattunterseite von Pflanzen in der näheren Umgebung des Buchsbaumes auf. Wer genau wissen will, wann sich Falter im eigenen Garten aufhalten, der sollte mit einer Pheromon-Falle für Buchsbaumzünsler seine eigenen Beobachtungen anstellen. Im Juni und August wird das Aufstellen am ehesten erfolgreich sein, in sehr warmen Jahren kann auch im Mai und Juli schon ein Falter in die Falle gehen. Das Wissen um den Falterflug ist ein wichtiges Teilstück einer erfolgreichen Bekämpfung, denn während des mehrtägigen Falterfluges finden Paarung und Eiablage statt, sodass das Auftauchen der ersten gefräßigen Larven recht präzise vorausgesagt werden kann.

Lebensweise und Lebenszyklus des Buchsbaumzünslers

Je nach Witterung und Temperatur treten in Europa zwei bis drei Generationen pro Jahr auf, die Überwinterung erfolgt im Raupenstadium. Etwa ab Mitte März bis Mai durchlaufen die Larven mehrere Entwicklungsstadien, werden dabei bis fünf Zentimeter groß und fressen fleißig am Buchsbaum. Hielten sie sich zu Anfang noch im geschützten Inneren des Strauches auf, dringen sie nun nach und nach auch in die Peripherie vor.

Der Buchsbaumzünsler überwintert als verpuppte Larve bis ins kommende Frühjahr [Foto: Cosmin Manci/ Shutterstock.com]

Nach dem letzten der sechs Raupenstadien folgt die Verpuppung und dann der Schlupf des Falters. Dieser lebt nur etwa acht bis neun Tage lang, in denen er sich paart und Eier ablegt. Handelt es sich um die letzte Generation des Jahres, überwintern die geschlüpften Raupen im dritten oder vierten Larvenstadium, verpuppt in Gespinsten aus Raupen-Seide im Strauch, bis sie bei Temperaturen über 12 °C im März wieder aktiv werden und der Zyklus von neuem beginnt. Im relativ kühlen Deutschland entstehen für gewöhnlich zwei Generationen. Der Entwicklungszyklus ist in der nachfolgenden Tabelle nochmals zusammengefasst.

MonatAprilMaiJuniJuliAugustSeptember
EntwicklungszustandRaupen (überwintert)KokonsFalter, EierEier, RaupenKokons, FalterFalter, Eier, Raupen
GenerationGeneration VorjahrGeneration 1Generation 2

Weil sich die Entwicklung des Falters vom Ei bis zum Schmetterling bei warmen Temperaturen kräftig beschleunigen kann, sind diese Angaben allerdings nur grobe Richtwerte.

Der geschlüpfte Falter lebt nur 8 bis 9 Tage in denen er seine Eier ablegt [Foto: Cosmin Manci/ Shutterstock.com]
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