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Eichenprozessionsspinner: Ausschlag bei Mensch & Tier vermeiden

Die Raupe des Eichenprozessionsspinners kann einen Ausschlag, Atemprobleme und Hautreizungen hervorrufen. Wir erklären, wie Sie dies vermeiden können.

Eichenprozessionsspinner sitzen auf Ast
Die langen Brennhaare der Raupen sind die Ursache für unsere allergische Reaktion [Foto: Natalia van D/ Shutterstock.com]

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) ist nicht nur ein Schädling an Eichen, er gilt auch als Hygieneschädling. Grund hierfür ist die starke allergische Reaktion, welche die Haare am Körper der Raupe auslösen können. Dies betrifft nicht nur Menschen, sondern auch Hunde, andere Haustiere und Wildtiere.

Ausschlag durch den Eichenprozessionsspinner vermeiden

Im Folgenden finden Sie mögliche Symptome des Kontakts mit dem Eichenprozessionsspinner und Tipps zum Vermeiden derselben. Anschließend soll es um die Gefährdung unserer vierbeinigen Begleiter gehen. Wenn Sie mehr über die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Erfahrung bringen wollen, werden Sie hier fündig.

Eichenprozessionsspinner: Ausschlag und andere Symptome

Gelangen die Brennhaare der Raupen auf ungeschützte Hautpartien, bleiben sie hängen und können eine überempfindliche Reaktion des Immunsystems auslösen, denn sie enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Man spricht dann von einer Raupendermatitis oder Erucismus. Juckreiz, Hautentzündungen, Flecken oder Nesselsucht sind mögliche Symptome. Solche Hautreaktionen sollten behandelt werden, da sie unbehandelt bis zu zwei Wochen anhalten. Gelangen Brennhaare in die Atemwege, werden diese gereizt, bei einschlägiger Vorbelastung kann es sogar zu Atemnot kommen. Auch in den Augen führen sie zu Rötungen, Reizungen und Schwellungen. Neben all diesen Symptomen sind weiterhin noch „Allgemeinsymptome“ möglich: Schwindel, Fieber und Müdigkeit können beispielsweise auftreten. Nur in Einzelfällen kann es auch zu einem allergischen Schock kommen.

Ausschlag von Eichenprozessionsspinner auf der Hand
Nesselsucht ist ein Zeichen der allergischen Reaktion auf die Brennhaare [Foto: Juergen Faelchle/ Shutterstock.com]

Hautreizungen und Atembeschwerden durch den EPS vermeiden

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners stellen nicht nur ab dem dritten Larvenstadium und bis zu ihrer Verpuppung eine gesundheitlich-hygienische Gefahr dar. An ihrem Körper und in den Gespinstnestern befinden sich ebenjene Brennhaare, die mit Widerhaken ausgestattet sind und heftige Haut- und Atemwegsreizungen hervorzurufen vermögen. Auch jahrealte Gespinstnester können noch diese Wirkung hervorrufen. Und weil die Haare sehr leicht sind und mit dem Wind umherfliegen, reichern sie sich auch im nahegelegenen Unterholz an, wo Menschen und Tiere mit ihnen in Kontakt kommen können. Um allergische Reaktionen im Zusammenhang mit dem Eichenprozessionsspinner zu vermeiden, sollten Sie die folgenden Handlungsempfehlungen beherzigen.

Wie können allergische Reaktionen durch den Eichenprozessionsspinner vermieden werden?

  • Lesen Sie diesen Artikel zum Bekämpfen und Entfernen des Eichenprozessionsspinners, um bestens über das Auftreten und die Entwicklung des Spinners informiert zu sein.
  • Zur Risikogruppe für den Kontakt mit den Brennhaaren gehören zum Beispiel Forstarbeiter, Straßenbauer und Baumpfleger, Landschaftspflegebetriebe und Schädlingsbekämpfungsfirmen. Diese sollten die Augen besonders offen halten, wenn sie sich in der Nähe von Eichen aufhalten.
  • Auch in Siedlungsbereichen wie Parkanlagen, Sport- und Spielplätzen, auf Wanderwegen oder Schulhöfen kann an Einzelbäumen ein Befall auftreten, der dann viele Passanten gefährden könnte.
  • Falls Sie ein Nest entdecken, melden Sie dieses dem zuständigen Ordnungs- oder Grünflächenamt, sodass Ihre Mitbürger gewarnt werden können bzw. Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden.
  • Befindet sich das Nest auf Ihrem Privatgrund, sollten Sie dessen Nähe meiden oder eine Schädlingsbekämpfungsfirma engagieren.
  • Meiden Sie bevölkerte Nester von Eichenprozessionsspinnern möglichst und versuchen Sie nicht, Raupen und Gespinste selbst zu entfernen.
  • Das Fällen oder Verbrennen befallener Pflanzen sorgt für eine Verbreitung der Brennhaare mit dem Wind, was vermieden werden sollte.
  • Falls Sie sich in der Nähe bevölkerter Nester aufhalten müssen, tragen Sie lange Kleidung und Handschuhe, sodass möglichst viel Haut bedeckt ist.
  • Berühren Sie die Raupen und Gespinste nicht.
  • Waschen Sie Ihre Kleidung bei 60 °C und duschen Sie sich selbst gründlich ab, wenn Sie sich in der näheren Umgebung eines Nestes aufgehalten haben.
Eichprozessionsspinner sitzen im Nest unter Ast
Sollten Sie auf ein Nest von Spinner-Raupen treffen, sollten Sie sich nicht nähern [Foto: Von Natalia van D/ Shutterstock.com]

Eichenprozessionsspinner gefährlich für Hunde und andere Haustiere?

Nun sollten alle Haustierbesitzer aufhorchen! Auch für Hunde und andere Haustiere sind die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners gefährlich. Zwar ist die Haut der Tiere weitestgehend durch das Fell geschützt, allerdings werden die Raupen des Eichenprozessionsspinners aus Neugier beschnüffelt oder verzehrt oder die Tiere streifen auf Spaziergängen durch kontaminiertes Unterholz. So kann es zu starken Entzündungen im Nasen- und Mundbereich der Vierbeiner kommen. Wenn Ihr Tier entsprechende Symptome zeigt und sich in der Nähe von Eichen aufgehalten hat, können Sie Ihre Vermutung dem Tierarzt gegenüber äußern, um die richtige Behandlung zu fördern. Auch sollten Sie vorsichtig nachspüren, ob sich dort, wo Ihr Vierbeiner zu Schaden kam, vielleicht ein lebendiges Nest befindet. Dieses sollten Sie dann möglichst melden, um von anderen Spaziergängern, Haustieren, freilaufenden Katzen und auch Wildtieren weiteren Schaden abzuwenden.

Wie Sie im Ernstfall den Eichenprozessionsspinner bekämpfen, erfahren Sie hier.

Eichenprozessionsspinner sitzen auf den Wurzeln
Die Raupen halten sich nicht nur oben im Baum, sondern auch am Boden auf, wo Hunde sie erreichen können [Foto: Smeerjewegproducties/ Shutterstock.com]
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