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Kakaomotten: Aussehen & Tipps zur Bekämpfung

Wie erkennt man das Aussehen der Kakaomotte (Ephestia elutella), auch Speichermotte genannt? Wie schadet die Motte uns und wie geht man bei der Bekämpfung vor? Wir zeigen, wie man Speichermotten mit natürlichen Mitteln loswird.

Kakao als Nahrung für Kakaomotten
Ephestia elutella wird häufig mit Kakaoprodukten assoziiert [Foto: grafvision/ Shutterstock.com]

Ephestia elutella ist eine Motte mit vielen Namen. Der Vorratsschädling ist unter den Bezeichnungen Kakaomotte, Speichermotte, Tabakmotte oder Heumotte bekannt. Keiner dieser Namen kommt dabei von ungefähr, sondern bezeichnet lediglich eines der Produkte, die der kleine Zünsler gerne befällt. Dadurch wird auch gleich klar, wieso der Falter in unseren Augen als Schädling gilt. Die Larven kontaminieren eine ganze Reihe von Produkten, die uns lieb und teuer sind: von Lebensmitteln wie Kakaobohnen und anderen Schokoladenzubereitungen, Getreiden, Nüssen und Trockenfrüchten über Genussartikel wie Tabak bis hin zu Stroh und Heu. Die Kakaomotten können dabei sowohl kleine Schäden in privaten Küchen und Vorratskammern als auch große Probleme in Lagerhäusern und Getreidespeichern oder -silos verursachen. Wie Sie die kleinen Vorratsschädlinge in Ihrem Haushalt erkennen und gezielt bekämpfen können, erfahren Sie in den nachfolgenden Abschnitten.

Kakaomotten: Herkunft und Eigenschaften

Die Kakaomotte ist ein heimischer Schädling und stammt aus Mitteleuropa. Hier kommt die Art auch im Freiland vor, hat sich im Laufe der Zeit jedoch sehr gut an den Menschen und seine Angewohnheit, Lebensmittel zu lagern, angepasst. Durch den weltweiten Handel von Produkten gelangte der Falter irgendwann auch in die südlicheren Teile Europas, nach Nordamerika und schließlich in die ganze Welt. Die adulten Tiere fliegen bei uns ab Mai und bis weit in den Herbst hinein, mitunter bis in den November. Die Eiablage erfolgt in dieser Zeit meist direkt in ein brauchbares Nahrungsangebot, zum Beispiel ein Getreidesilo oder eine offene Packung Tee, Schokolade oder Haferflocken. Die Larven schlüpfen somit direkt in einem Futterparadies und können sich je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Futterangebot innerhalb von 40 bis 100 Tagen zu neuen Faltern entwickeln.

Nahrung der Kakaomotte
Kakaomotten finden sich in zahlreichen offenen Lebensmitteln [Foto: aboikis/ Shutterstock.com]

So erkennt man Speichermotten

Um einen Speichermotten-Befall zu erkennen, muss man nach ein paar typischen Anzeichen suchen, denn nicht immer fliegen die adulten Tiere gut sichtbar durch die Küche. Oft sind auch nur die unscheinbaren Larven oder deren Gespinste zu finden.

Aussehen der Kakaomotte

Die adulte Kakaomotte ist ein kleiner, unscheinbarer Falter von etwa einem Zentimeter Länge und bis zu zwei Zentimetern Flügelspannweite. Die leicht glänzenden Vorderflügel der Motte sind braun-grau gefärbt und von wenigen dunklen Querstreifen durchzogen. Die Hinterflügel erscheinen etwas heller – fast schon silbrig – und sind an den Rändern von einem Fransensaum geziert. Die Larven, die sich meist direkt in den gelagerten Lebensmitteln finden, sind bis zu 15 Millimeter große, madenförmige Raupen mit einem dunklen Kopf und – je nach Futter – einem weißlichen bis gelblichen Körper. Nach einem schönen und farbenfrohen Schmetterling sucht man hier also vergeblich.

Speichermotten-Schadbild erkennen

Nicht immer sind die adulten Tiere im Flug oder die Raupen direkt in den Lebensmitteln zu finden. Trotzdem hinterlassen die Tierchen Spuren in den befallenen Produkten. Die Gespinste der Larven sorgen für ein Verklumpen von Getreidekörnern, Mehl oder Teeblättern. Das Schadbild ähnelt daher sehr dem der Mehlmotte (Ephestia kuehniella) und ist nur schwer von diesem zu unterscheiden. Eine genaue Bestimmung der Lebensmittelmotten ist in diesem Fall allerdings auch nicht notwendig. Verklebte Produkte sind in jedem Fall unverzüglich zu entsorgen.

Ähnlichkeit Mehlmotten und Kakaomotten
Die Mehlmotte ist leicht mit der Kakaomotte zu verwechseln [Foto: Jurik Peter/ Shutterstock.com]

Kakaomotten-Bekämpfung: So wird man sie natürlich los

Möchte man den kleinen Schädlingen den Kampf ansagen, hat man die Qual der Wahl zwischen einer ganzen Reihe herkömmlicher Bekämpfungsmethoden. Der Klassiker sind hier chemische Mottensprays, welche die kleinen Schädlinge abtöten sollen. Derartige Chemiekeulen basieren allerdings oft auf Inhaltsstoffen, die weder gut für die Umwelt noch für die Gesundheit sind. Eine nachhaltige und ungefährliche Methode ist dagegen der Einsatz von Schlupfwespen. Die winzigen Nützlinge sind die natürlichen Gegenspieler der Motten und bekämpfen diese sicher und effizient. Aber auch hier gilt: Befallene Lebensmittel sind zuerst restlos zu entsorgen, denn die Gespinste und der Larvenkot sind gesundheitsschädlich.

Da Schlupfwespen lebendige Helfer sind und nur eine kurze Lebensspanne haben, kann man sie nicht einfach im Baumarkt kaufen. Stattdessen werden die Nützlinge direkt und frisch vom Hersteller geliefert – genau wie unsere Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten. Diese erhalten Sie auf kleinen Kärtchen, die Sie ganz einfach nur in den betroffenen Bereichen auslegen müssen. Die Anzahl der Karten ist dabei von der Größe Ihrer Küche oder Vorratskammer abhängig. Für eine Küche von normaler Größe empfehlen wir das Ausbringen von vier Karten. Legen Sie die Karten direkt nach dem Erhalt aus, denn die Schlupfwespen schlüpfen schon kurze Zeit später und machen sich sofort an die Arbeit. Sie suchen gezielt nach Motteneiern und parasitieren diese sehr effizient. Um eine vollständige Eliminierung der Schädlinge – sowie etwaiger Folgegenerationen – zu gewährleisten, muss dieser Prozess viermal durchgeführt werden, weshalb sie in einem Abstand von je 14 Tagen drei weitere kostenlose Lieferungen an frischen Schlupfwespen auf kleinen Kärtchen erhalten.

Die Schlupfwespen selbst sind extrem dezente Helfer. Mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen, stellen sie keinerlei Störung dar. Nach getaner Arbeit sterben die Tierchen nach nur wenigen Tagen ab, da sie sich ohne Motteneier auch selbst nicht mehr weiter fortpflanzen können. Außerdem sind Schlupfwespen vollkommen harmlos für Sie, Ihre Kinder oder Ihre Haustiere – sie besitzen noch nicht einmal einen Stachel.

Plantura Schlupfwespen Gegen Lebensmittelmotten
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Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Zusammenfassung: So einfach lassen sich Kakaomotten mit Schlupfwespen bekämpfen

  1. Bestellen Sie Ihre Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten (die Menge der Karten richtet sich nach der Größe Ihrer Küche/Vorratskammer: Eine Karte deckt einen Quadratmeter ab).
  2. Legen Sie die Karten im betroffenen Bereich für 14 Tage aus.
  3. Sie bekommen alle 14 Tage eine kostenlose Folgelieferung frischer Schlupfwespen.
  4. Wiederholen Sie die Anwendung für weitere 3 x 14 Tage.

Tipp: Hormonfallen für die männlichen Falter können Sie während der Anwendung übrigens weiter benutzen, sie stören die Schlupfwespen nicht. Auf diese Weise können Sie genau beobachten, wie die Population von Woche zu Woche kleiner wird.

Speichermotten vorbeugen

Hat man die lästigen Schädlinge erst einmal bekämpft, möchte man seine Vorräte natürlich in Zukunft vor einem Befall schützen. Der beste Weg führt dabei über luftdicht geschlossene Glas- oder Plastikbehälter, in denen Sie Ihre Lebensmittel sicher lagern können. Denn die dünnen Papier- und Plastikverpackungen, in denen die Lebensmittel normalerweise geliefert werden, bieten leider keinen ausreichenden Schutz und sind daher für eine längere Lagerung ungeeignet. Die kleinen Speichermotten-Raupen fressen sich ganz einfach durch das dünne Material. Füllen Sie auch frisch gekaufte Lebensmittel um, denn manchmal können Motten bereits beim Produzenten in die Verpackung geraten. Regelmäßiges Staubsaugen sorgt außerdem dafür, dass sich die Schädlinge in der Wohnung gar nicht erst einnisten.

Luftdichte Behälter gegen Kakaomotten
Luftdicht verschlossene Behälter sind der beste Schutz vor Lebensmittelmotten [Foto: Jurik Fox Forest Manufacture/ Shutterstock.com]

Wenn Sie schon häufiger Probleme mit Lebensmittelmotten in Ihrem Zuhause hatten, kann es sich außerdem lohnen, das Vorkommen der Falter genauer zu beobachten. Für diesen Zweck gibt es sogenannte Pheromonfallen, die die adulten Falter-Männchen mit einem betörenden Duft anlocken und in eine Klebefalle locken. Hier muss allerdings Folgendes beachtet werden: Derartige Fallen stellen nur ein Mittel zur Indikation und Identifikation dar und sind auf keinen Fall ausreichend, um einen Befall mit Kakaomotten zu bekämpfen.

Zusammenfassung – Speichermotten vorbeugen:

  • Lebensmittel zur Lagerung in luftdichte Glas- oder Plastikbehälter umfüllen
  • Auch frisch gekaufte Lebensmittel kontrollieren
  • Regelmäßig staubsaugen
  • Optional: Pheromonfallen anbringen für eine schnelle Befallserkennung

Schlupfwespen haben sich als effektive Lösung gegen eine Vielzahl von Schädlingen hervorgetan. Weitere Informationen zur Biologie und Nutzwirkung erfahren Sie in unserem großem Schlupfwespen-Steckbrief.

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