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Kellerasseln bekämpfen & erfolgreich vertreiben

Kellerasseln sind nicht gefährlich, aber viele ekeln sich vor den Krebstieren. Hier erfahren Sie, wie Sie Kellerasseln erfolgreich bekämpfen und vertreiben.

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Kellerasseln sind nicht gefährlich, aber viele ekeln sich vor den Krebstieren [Foto: Amante DarmaninCC BY 2.0]

Kellerasseln sind nur auf den ersten Blick kleine, nutzlose Tierchen, die sich den ganzen Tag unter Blumentöpfen oder Steinen verstecken. Doch eigentlich sind Kellerasseln sehr nützlich und ihnen kommt im Kreislauf der Natur eine bedeutende Rolle zu. Ähnlich wie Regenwürmer sorgen Kellerasseln für einen nährstoffreichen Boden und sollten deswegen nur bei einer wirklichen Plage bekämpft werden. Übrigens gibt es auch die Möglichkeit, die kleinen Asseln mit einem Trick zu fangen. Dadurch werden Sie die Tiere in Ihrer Wohnung los und im Garten sorgen diese für einen nährstoffreichen Boden und damit für eine gute Ernte.

Kellerasseln

Kellerasseln (Porcellio scaber) gehören zur Ordnung der Krebstiere (Crustacea) und wie der Name schon erahnen lässt, leben viele Verwandte der Kellerassel nicht an Land, sondern im Wasser. Dass die bis zu 2 cm große und dunkelgrau-bräunlich gefärbte Kellerassel auch ihren Ursprung als Wasserbewohner hatte, wird an den Atemorganen deutlich. Denn die Kellerassel besitzt ein Lungensystem ähnlich wie bei Spinnen und zusätzlich nicht mehr voll funktionsfähige Kiemen. Die kleinen Larven der Kellerasseln sind sogar noch auf die Wasserumgebung angewiesen. Nachdem die Jungtiere aus ihrem Ei geschlüpft sind, finden sie am Muttertier eine mit Flüssigkeit gefüllte Bauchtasche vor. Dort verbringen sie einen kurzen Zeitraum ihres ungefähr zwei Jahre andauernden Lebens. Auch optisch unterscheiden sich die Larven von den erwachsenen Kellerasseln. Oft erscheinen die Larven fast durchsichtig und haben, nicht wie die erwachsenen Kellerasseln sieben Laufbeinpaare, sondern nur sechs Beinpaare.

Die wirklichen Stärken der Kellerasseln sind ihre Essgewohnheiten. Zu ihrer Nahrung gehören fast ausschließlich abgestorbene Pflanzenmaterialien. Abgestorbene Wurzeln oder morsches Holz, welches von Pilzen durchwachsen ist, stehen ganz oben auf dem Speiseplan der Kellerassel. Nur in ganz seltenen Fällen machen sich Kellerasseln auch über frisches Pflanzenmaterial her. Das können zum Beispiel über den Winter eingelagerte Kartoffeln oder Obst sein. Durch das Zerkleinern und Verdauen der abgestorbenen Biomasse wird Humus gebildet. Zudem werden die gespeicherten Nährstoffe in den abgestorbenen Pflanzen schneller freigesetzt und sind für andere Pflanzen wieder nutzbar. Die Kellerassel ist also ein Nützling und hilft den Nährstoffkreislauf in der Natur zu schließen.

Die leicht durchsichtigen Larven sind gut zu erkennen [Foto: Henrik Larsson/ Shutterstock.com]

Hinweis: Einige Leute empfinden zwar Ekel vor Kellerasseln, gefährlich sind sie für den Menschen aber nicht, denn Kellerasseln übertragen keine gefährlichen Krankheiten.

Hier fühlen sich Kellerasseln wohl

Kellerasseln kommen zwar fast weltweit vor und sind auch die häufigste Landasselart (Oniscidea), allerdings gibt es einen Knackpunkt, der den Lebensraum der Kellerassel stark einschränkt: Wasser. Zwar sind Kellerasseln nicht unbedingt auf eine direkte Wasserquelle angewiesen, aber wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, werden die Asseln nicht lange überleben können. Die Asseln besitzen zwar einen recht starken Rückenpanzer, doch diesem fehlt eine wasserundurchlässige Wachsschicht. Diese schützt zum Beispiel Insekten effektiv vor starkem Wasserverlust. Die Kellerassel versteckt sich deswegen tagsüber im Keller, Gewächshaus und Garten unter Steinen oder Blumentöpfen. In der freien Natur sind es Gebüsche oder die Streuschicht im Wald, wo die Kellerassel es sich gemütlich macht.

Kellerasseln bekämpfen und vertreiben

Da die Kellerassel eigentlich ein Nützling ist und zudem völlig ungefährlich für den Menschen, stellt sich die Frage, ob eine Bekämpfung von Kellerasseln sinnvoll sein kann. Unter bestimmten Umständen kann die Kellerassel als Lagerschädling auftreten. Haben Sie zum Beispiel Kartoffeln über den Winter im Keller Ihrer Wohnung eingelagert, könnten Kellerasseln diese als Nahrung sehen. Durch Fraßgänge in den Kartoffeln können sich schnell Fäulnis und Schimmel ausbreiten und Ihre ganze Ernte damit gefährden. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit in modernen Kellern so gering, dass dort eigentlich keine Kellerasseln überleben können. Kellerasseln sind also auch immer ein Indiz für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die auch zu einem Schimmelbefall führen kann. Aus diesem Grund sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Luftfeuchtigkeit zu senken und damit indirekt auch die Kellerasseln zu vertreiben.

Tagsüber verstecken sich Kellerasseln gerne in dunklen, feuchten Spalten [Foto: Jay Ondreicka/ Shutterstock.com]

Wie kann die Luftfeuchtigkeit gesenkt werden, um Kellerasseln zu vertreiben?

  • 2 – 3 mal am Tag für 5 – 10 Minuten stoßlüften
  • Keine Wäsche in den problematischen Räumen trocknen, da dadurch die Luftfeuchtigkeit steigt
  • Risse, Fugen und Löcher in den betroffenen Räumen verschließen
  • Kellerfenster mit Fliegengittern versehen, diese schützen vor neuen Kellerasseln
  • Keine organischen Abfälle im Keller lagern

Manchmal ist eine Kellerasselplage jedoch so akut, dass schnell und kurzfristig Abhilfe geschafft werden muss. Mit den folgenden Mitteln sollten Sie die Kellerasseln langfristig loswerden.

Kellerasseln mit biologischen Mitteln bekämpfen

Als schnelle und zugleich zuverlässige Methode der Bekämpfung bietet sich ein Wirkstoff aus Mineralien an. Speziell für Lästlinge wie Kellerasseln, Ameisen oder auch Silberfischchen haben wir unser Plantura Bio-Ameisenmittel mit dem Wirkstoff InsectoSec® entwickelt. Dieser Wirkstoff besteht zu 100 % aus qualitativ hochwertigem Kieselgur (Diatomeenerde), das aus fossilen Kieselalgen ensteht. Da es die schützende Chitinschicht der Krebstierchen bei Kontakt beeinträchtigt, trocknen sie in kurzer Zeit aus. Das staubfreie Pulver wird direkt an den Verstecken der Kellerasseln auf dem Boden ausgebracht. Die Kellerasseln bewegen sich beim nächtlichen Umherstreunen über dem Mineralpuder und vertrocknen innerhalb weniger Stunden und Tage.

InsectoSec® ist vollkommen unbedenklich und kann sogar in der Wohnung oder im Haus verwendet werden. Der Wirkstoff ist zudem auch für den ökologischen Landbau zugelassen. Bei der Anwendung sollten Sie beachten: InsectoSec® ist zwar äußerst nützlich und effizient, weil Insekten keine Resistenz gegen den Stoff entwickeln. Bei falscher Verwendung können aber natürlich auch diverse andere Insekten den Tod durch Austrocknung oder Ersticken erleiden. Unter Beachtung unserer detaillierten Gebrauchsanweisung wird dieser Fall nicht eintreten.

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inkl.MwSt.

Kellerasseln mit Hausmitteln bekämpfen

Manchmal ist eine Kellerasselplage so akut, dass schnell und kurzfristig Abhilfe geschafft werden muss. Eine einfache und tierliebe Methode, die Kellerasseln zu bekämpfen, ist eine Falle samt Köder. Als Köder kann eine einfache gekochte Kartoffel dienen. Diese wird auf einem Teller mit einem feuchten Tuch so platziert, dass die Kellerasseln auf den Teller klettern können. Als Kletterhilfe kann ein kleines Holzbrett an den Teller gelegt werden. Die nachtaktiven Kellerasseln werden von der Kartoffel angelockt und verbleiben nach der Nahrungsaufnahme unter dem feuchten Tuch, da dieses als perfektes Versteck dient. Am nächsten Tag können die Kellerasseln einfach mit der Falle in den Garten gebracht werden. Der perfekte Ort für Kellerasseln ist der Kompost, da sie dort helfen, die Pflanzenreste abzubauen. Diese Falle ist die beste Methode, um die Kellerasseln lebend zu fangen.

Kellerassel auf Pflanze
Kellerasseln können mit Hausmitteln wie einer Kartoffel angelockt und anschließend ins Freie gebracht werden

Kellerasseln mit Nützlingen bekämpfen

Seit einiger Zeit werden auch Nützlinge angeboten, die die Kellerasseln bekämpfen sollen. In Frage kommen winzige Fadenwürmer (Nematoden, Steinernema carpocapsae), welche mit Hilfe von Bakterien die Kellerasseln bekämpfen. Da die Fadenwürmer aber praktisch nicht mobil sind, müssen die Asseln zu den Fadenwürmern gelockt werden. Einige Anbieter von Nützlingen vertreiben deswegen fertige Kellerasselfallen. Diese enthalten einen Lockstoff, welcher die Asseln anzieht. Dadurch gelangen sie in die Falle und kommen mit den Fadenwürmern in Kontakt, wonach das Schicksal der Kellerassel besiegelt ist. Die winzigen Fadenwürmer dringen in die Assel ein und sondern Bakterien ab, welche die Assel von innen verdauen. Das Fallensystem funktioniert aber nur zuverlässig bei Temperaturen über 12°C, da die Fadenwürmer bei niedrigeren Temperaturen inaktiv sind.

Kellerasseln mit chemischen Mitteln bekämpfen

Da Kellerasseln keine direkten Pflanzenschädlinge sind, werden sie auch nicht mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft. In Deutschland werden Mittel, die die Gesundheit von Menschen schützen sollen (wobei Kellerasseln ja nicht gefährlich sind), Biozide genannt. Diese Mittel können aber durchaus die gleichen Inhaltsstoffe wie Pflanzenschutzmittel enthalten. Ob der Einsatz von diesen Mitteln wirklich notwendig ist, bleibt jedem selbst überlassen. Es gibt Fallen, welche Gift enthalten und die Kellerasseln bekämpfen oder Sprays, die oft kombiniert gegen Silberfische, Kellerasseln und weitere kleine Tierchen wirken. Wir finden allerdings, dass der Einsatz von höchst chemischen Mitteln in Haus und Garten nichts verloren hat.

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