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Mehlmotten: Erkennen, vorbeugen & natürlich bekämpfen

Wie erkennt man die Larven, Eier und Falter von Mehlmotten? Wie kann man Lebensmittelmotten vorbeugen? Unsere Tipps zur natürlichen Bekämpfung von Mehlmotten.

Mehlmotte in Mehl
Ein unbeliebter Gast inmitten der Lebensmittel: Die Mehlmotte [Foto: Jurik Peter/ Shutterstock.com]

Hatten Sie auch schon mal das Vergnügen, kleine Maden oder gräuliche Motten in Mehl oder anderen Lebensmitteln zu finden? In der Regel hat es sich danach mit dem Appetit erledigt und man fragt sich: Woher kommen diese kleinen Tierchen bloß? Es handelt sich dabei um Vorratsschädlinge und in vielen Fällen ist es die Mehlmotte (Ephestia kuehniella). Neben trockenen Getreideprodukten wie Mehl, Nudeln, Reis oder Backwaren können in Ausnahmefällen auch getrocknetes Obst oder Pilze als Nahrung dienen. Einmal angesiedelt, können sich die kleinen Schädlinge in einer gut gefüllten Vorratskammer hervorragend vermehren und sind daher oft nur schwer wieder zu vertreiben. Wie Sie einen Befall erkennen, den Motten erfolgreich den Kampf ansagen und Ihre Lebensmittel in Zukunft vor den gefräßigen Tierchen schützen können, erfahren Sie hier in unserem Artikel rund um das Thema Mehlmotte.

Mehlmotte: Steckbrief

Besonders aktiv sind die Mehlmottenzünsler (1 bis 1,4 cm Körperlänge) im Sommer und dann vor allem nachts. Für die Entwicklung benötigen die Eier und Larven möglichst viel Wärme. Finden sie diese vor, kann es bis zu vier Generationen pro Jahr geben. Oft werden die Larven über kontaminierte Lebensmittel eingeschleppt oder die gräulichen Motten flattern unbemerkt beim Lüften ins Haus. Finden sie dann eine zugängliche Nahrungsquelle, dauert es nur ungefähr 96 Stunden, bis sich aus dem abgelegten Ei eine kleine, gefräßige Larve entwickelt. Es handelt sich übrigens nicht um Maden, die richtige Bezeichnung lautet vielmehr Raupe oder Larve. Weibliche Mehlmotten legen aber nicht nur ein einzelnes Ei – in ihrem kurzen Leben können mehrere hundert Eier abgelegt werden! Insgesamt fressen die Larven dann je nach Temperatur ungefähr 40 Tage lang, bis sie ihre Endgröße erreicht haben. Anschließend verlassen die sie die Nahrungsquelle, verpuppen sich und werden innerhalb von 9 Tagen zum erwachsenen Falter, der erneut beginnt, Eier zu legen.

Mehlmotten erkennen

Erwachsene Mehlmotten erkennen

Das Aussehen der erwachsenen Tiere ist nicht sehr spektakulär, wie Sie auf den Bildern erkennen können. Die Motten sind von einer grauen Grundfarbe und weisen deutliche Muster auf. Diese Zeichnung ist allerdings recht variabel, weswegen das Erscheinungsbild der Motten immer etwas variieren kann.
Ein einfaches Hilfsmittel, um früh und zuverlässig festzustellen, ob Mehlmotten irgendwie ins Haus gelangt sind, stellen Mottenfallen dar. Pheromonfallen wie unsere Plantura Lebensmittel-Mottenfallen enthalten Lockstoffe, die ausschließlich auf die verschiedenen Arten von Lebensmittelmotten anziehend wirken. Männliche Motten reagieren auf diese Lockstoffe und fliegen zu ihrer Quelle, wo sie eine klebrige Tafel erwartet, an der die Falter haften bleiben. Wenn Sie sich für unsere Plantura Lebensmittel-Mottenfallen entscheiden, bekommen sie sechs der geruchlosen Leimfallen zugesendet, die Sie einfach in alle betroffenen Schränke und Vorratsräume kleben können. Nach Abziehen der Schutzfolie ist die Falle aktiviert und lockt dann für ungefähr sechs Wochen männliche Lebensmittelmotten aus der direkten Umgebung an.

Plantura Lebensmittel-Mottenfallen
Plantura Lebensmittel-Mottenfallen
Pheromonfallen zur frühzeitigen Befalls-
erkennung mit 6-wöchiger Wirkungsdauer,
geruchlos, insektizid- & giftfrei

Mehlmottenlarven erkennen

Der eigentliche Schaden an Lebensmitteln entsteht durch die Larven der Mehlmotte. Nach dem Schlüpfen messen die anfangs kleinen Larven nicht mal 1 mm. Die Tiere sind dann, genau wie die Eier der Mehlmotte, für das menschliche Auge kaum zu erkennen. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass man im Laufe seines Lebens schon die eine oder andere kleine Mehlmottenlarve verspeist hat. Die Schmetterlingslarven bleiben allerdings nicht so klein und erreichen im ausgewachsenen Zustand eine Länge von 1,3 cm. Während ihrer Entwicklung benötigen die kleinen Raupen übrigens keinen Tropfen Wasser und können eine Strecke von bis zu 400 Metern zurücklegen. Ein echtes Wunder der Natur also.

Neben den Larven und natürlich auch ihren Exkrementen befinden sich in den befallenen Nahrungsmitteln auch Gespinste. Während ihrer Entwicklung häuten sich die Motten mehrere Male und spinnen Fäden entlang ihrer Fortbewegungsstrecke, wodurch Mehl und andere Lebensmittel verklumpen. Bei trockenen, feingemahlenen Lebensmitteln sollte man deswegen immer stutzig werden, wenn sich plötzlich kleinere oder größere Klumpen in diesen befinden. Die Gespinste sind sehr problematisch, weil sie die Eigenschaft haben, Kondenswasser anzuziehen. Durch die Feuchtigkeit können sich dann Schimmelpilze bilden oder es werden Mehlmilben angelockt. Die Mehlmottenlarven an sich sind aber völlig ungefährlich und ungiftig. Trotzdem wünschen sich wohl die wenigsten eine Extraportion Proteine in ihren Getreideprodukten.

Mehlmotten-Larven in Lebensmitteln
Larven der Mehlmotte hinterlassen in befallenen Lebensmitteln eine Spur aus Kot und Gespinsten [Foto: JSep/ Shutterstock.com]

Zusammenfassung Mehlmotten erkennen:

  • Adulte Tiere: 1 – 1,4 cm große Falter mit braun gemusterten Flügeln
  • Larven: Madenähnliche Tierchen von bis zu 1,3 cm Länge
  • Gespinste: Geklumpte Nahrungsmittel wie Mehl oder zusammenhängende Getreidekörnchen

Mehlmotten natürlich bekämpfen

Hat man die kleinen Schädlinge erst einmal entdeckt, gilt es, ihnen den Kampf anzusagen. Von dem vielleicht naheliegenden Griff zum Mottenspray ist allerdings abzuraten. Denn die chemischen Sprays enthalten giftige Stoffe, die Sie ganz sicher nicht in Ihrer Küche und in der Nähe Ihrer Lebensmittel einsetzen möchten. Natürliche und nachhaltigere Alternativen stellen wir Ihnen in den folgenden Abschnitten vor. Bitte beachten Sie dabei, dass befallene Lebensmittel immer ein Gesundheitsrisiko darstellen, da sich über die Exkremente der Larven und deren Gespinste giftige Schimmelpilze und weitere Schädlinge ansiedeln können. Betroffene Lebensmittel sind daher umgehend zu entsorgen.

Mehlmotte auf Lebensmitteln
Mehlmotten sehen nicht immer gleich aus, sondern können heller oder dunkler sein [Foto: Tomasz Klejdysz/ Shutterstock.com]

Mehlmotten mit Schlupfwespen bekämpfen

Die natürlichste und effektivste Methode zur Mehlmotten-Bekämpfung führt über die biologische Schädlingskontrolle mithilfe von Fraßfeinden. Bestimmte Schlupfwespen der Gattung Trichogramma haben sich im Laufe ihrer Entwicklung auf die Parasitierung von Motteneiern spezialisiert. Aufgrund dieser speziellen Anpassung sind sie eine hocheffektive Bekämpfungsmethode gegen Mottenschädlinge und werden schon seit dem 19. Jahrhundert für diesen Zweck gezüchtet und verkauft.

Auch für unsere Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten verwenden wir eine Art dieser Gattung, nämlich Trichogramma evanescens, die eine chemiefreie und damit menschen- und umweltfreundliche Methode zur Mottenbekämpfung darstellt. Wir liefern Ihnen die kleinen Nützlinge auf Karten zu je 2000 Stück – noch in ihren Eiern und in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Kurz nach dem Eintreffen schlüpfen die winzigen Tierchen und machen sich sofort an die Arbeit. Sie legen ihre eigenen Eier in die Eier der Motten und machen diese damit unschädlich. Dabei gehen sie äußerst diskret vor, da sie mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind. Schlupfwespen besitzen außerdem keinen Stachel und sind daher völlig ungefährlich für Ihre Kinder oder Haustiere. Mehr dazu erfahren Sie in unserem ausführlichen Schlupfwespen-Steckbrief.

Auch wenn die Schlupfwespen harte Arbeit leisten, ist die Anwendung für Sie selbst denkbar einfach. Legen Sie die Karten für 14 Tage in dem betroffenen Bereich aus – sei es eine Küche oder die Vorratskammer. Eine Karte reicht dabei für etwa einen Quadratmeter, weshalb wir für eine normal große Küche vier Karten empfehlen. Die Anwendung muss anschließend viermal wiederholt werden, um die Beseitigung aller Folgegenerationen und eine endgültige Bekämpfung der Schädlinge zu garantieren. Damit Sie zum richtigen Zeitpunkt immer frische Schlupfwespen zuhause haben, bekommen Sie daher alle zwei Wochen eine neue Lieferung an Kärtchen. Nach Ablauf der acht Wochen sind Sie wieder mottenfrei und die kleinen Schlupfwespen sterben unbemerkt ab, sobald keine neuen Motteneier mehr verfügbar sind.

Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten
Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten
Heimische Trichogramma-Schlupfwespen
zur zuverlässigen & chemiefreien
Bekämpfung von Lebensmittelmotten

Zusammenfassung: So einfach lassen sich Schlupfwespen anwenden

  1. Bestellen Sie Ihre Plantura Schlupfwespen gegen Lebensmittelmotten (die Menge der Karten richtet sich nach der Größe Ihrer Küche/Vorratskammer: Eine Karte deckt einen Quadratmeter ab).
  2. Legen Sie die Karten im betroffenen Bereich für 14 Tage aus.
  3. Sie bekommen alle 14 Tage eine kostenlose Folgelieferung frischer Schlupfwespen.
  4. Wiederholen Sie die Anwendung für weitere 3 x 14 Tage.

Tipp: Wischen Sie die betroffenen Regale nach der Anwendung einmal gründlich mit einem feuchten Tuch aus, um die Reste der nützlichen Schlupfwespen zu beseitigen.

Mehlmottenfalle: Warum Fallen keine Bekämpfungsmethode sind

Wie oben beschrieben, werden nur männliche Falter von Pheromonfallen angelockt. Es genügt jedoch ein Männchen, das der Falle entgeht und einige Weibchen begattet, die dann jeweils bis zu 500 Eier legen, um die Mottenpupulation zu erhalten. Aus diesem Grund sind Mottenfallen nicht zur Bekämpfung geeignet. Dennoch ist der Einsatz von Pheromonfallen, wie unserer Plantura Lebensmittel-Mottenfallen sinnvoll, und zwar, um einen Befall früh zu erkennen und während der Bekämpfung den Erfolg festzustellen. Da die Bekämpfung zum Beispiel mit Schlupwespen mindestens acht Wochen dauert, die Fallen aber über sechs Wochen Pheromone abgeben, sollten sie während des Behandlungszeitraums mindestens einmal ausgewechselt werden.

Tipp: Auch in der Zeit danach kann man zur Sicherheit noch einige Fallen im Schrank belassen, um einen erneuten Befall rechtzeitig erkennen und größeren Schaden verhindern zu können.

Mehlmotten auf einer Klebefalle gefangen
Klebefallen eignen sich für die frühzeitige Erkennung eines Befalls [Foto: off5173/ Shutterstock.com]

Darauf sollte man nach einem Mehlmotten-Befall achten

Sind Lebensmittel wie Getreidemehl oder Nudeln durch die Mehlmotte kontaminiert, sollten diese sicherheitshalber entsorgt werden. Auch wenn die Tiere an sich ungiftig sind, könnte sich bereits ein gesundheitsschädlicher Schimmelpilz in dem Lebensmittel gebildet haben. Ob dabei gleich alle anderen weniger gut verpackten Lebensmittel vernichtet werden, bleibt Ihnen überlassen. Sie können solche Lebensmittel auch für mindestens 20 Minuten bei 60 °C im Backofen belassen, denn das überstehen die Larven nicht.

Schränke oder Schubladen mit befallenen Lebensmitteln sollten zudem gründlich gereinigt und anschließend mit einem Essig-Wasser-Gemisch ausgewischt werden. Das Hausmittel Essig tötet noch vorhandene Motteneier ab. Bei einem schweren Befall ist es allerdings auch mit Essig nicht mehr getan, denn die Motteneier sind mit dem bloßen Auge kaum erkennbar und daher nur schwer restlos zu beseitigen. Schlupfwespen sind aus diesem Grund die gründlichere Methode. Im Kühlschrank sind Lebensmittel übrigens ziemlich sicher, weil sich die Raupen nur bei Temperaturen oberhalb von 10 °C entwickeln können.

Zusammenfassung: Was sollte man bei einem Mehlmotten-Befall tun?

  • Befallende Lebensmittel sofort entsorgen
  • Erhitzen der übrigen Lebensmittel auf 60 °C
  • Hocheffektive, biologische Schädlingskontrolle durch Schlupfwespen
  • Regale mit Essig auswaschen
  • Klebefallen nur zur Kontrolle oder Erkennung des Befalls verwenden

Mehlmotten vorbeugen: So schützt man seine Lebensmittel

Eigentlich ist es ganz einfach: Die Mehlmotte darf nicht an die Lebensmittel kommen. Dann gibt es auch kein Problem mit den Larven oder einer eventuellen Schimmelbildung. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Verschiedene Lebensmittel in luftdichten Gläsern aufbewahrt
Selbst Schraubverschlüsse ohne Dichtung stellen für junge Larven kein Hindernis dar [Foto: BriMor/ Shutterstock.com]

Lebensmittelverpackungen aus dünner Pappe oder dünner Folie stellen keine Hindernisse für die Larven dar. In diesen Fällen wird sich die Larve einfach ein kleines Loch fressen, um einen Zugang zur Nahrung zu erhalten. Das Loch kann so klein sein, dass es Ihnen gar nicht auffallen wird. Die listigen Raupen können sogar über einen geschlossenen Gewindeverschluss zur Nahrung ihrer Begierde gelangen. Nur dickere Plastikbehälter oder Gläser, die luftdicht schließen, bieten verlässlichen Schutz.

Neben der Mehlmotte gibt es noch weitere Lebensmittelmotten, die Ihnen das Leben schwer machen können. Für sie gelten ähnliche Ansätze wie für die Mehlmotte. Und auch die Bekämpfung der Kleidermotten ist mit Schlupfwespen möglich.

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