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Motten im Teppich: Erkennen & natürlich bekämpfen

Haben Sie erste Anzeichen für einen Mottenbefall im Teppich festgestellt, ist schnelles Handeln gefordert. Wir zeigen, wie man Motten im Teppich erkennt, bekämpft und einem erneuten Befall vorbeugen kann.

Motten im Teppich
Im schlimmsten Fall kann ein Teppichmottenbefall komplette Teppiche ruinieren [Foto: Visharo/ Shutterstock.com]

Eine Mottenplage im Haus ist etwas, das sich niemand wünscht. Kommt es aber doch einmal dazu und ist vielleicht Ihr Lieblingsteppich von Motten befallen, muss gehandelt werden. Denn von alleine werden die kleinen Plagegeister nicht mehr abziehen. Glücklicherweise gibt es einige wirksame, natürliche Methoden, mit denen Sie Motten im Teppich beikommen und somit Ihre Lieblingsstücke retten können. Auf diesem Weg können Sie in den meisten Fällen den Griff zur Chemiekeule oder den Gang zum Kammerjäger vermeiden.

Woher kommen Motten im Teppich?

Meistens gelangen Motten über gebraucht gekaufte Teppiche und Möbel oder Second-Hand-Kleidung ins Haus. Bei Motten im Teppich handelt es sich zumeist um Kleidermotten (Tineola bisselliella), die es neben Teppichen – vorwiegend aus echter Wolle oder Seide – auch auf Kleidung abgesehen haben. Problematisch sind jedoch nicht die kleinen Schmetterlinge selbst, sondern deren Larven. Sie ernähren sich hauptsächlich von Keratin, einem Protein, das zum Beispiel in tierischen und menschlichen Haaren, Federn und Hornteilen zu finden ist. In der Natur finden Teppichmotten reichlich Nahrung in Tier- und Vogelnestern. Doch da die nachtaktiven Motten von Licht angelockt werden und in Häusern optimale Lebensbedingungen ohne Feinde und Temperaturschwankungen vorfinden, ist der Weg vom Vogelnest ins Haus meist nicht mehr weit. Auf diese Art kann es auch zu einem Mottenbefall von Teppichen kommen, ohne dass man die Insekten selbst eingeschleppt hat.

Motten im Licht
Wie viele andere Motten sind auch Kleidermotten nachtaktiv und werden von Licht angelockt [Foto: Ken Griffiths/ Shutterstock.com]

Motten im Teppich erkennen

Spätestens wenn Sie die ersten Motten in Ihrer Wohnung fliegen sehen, ist unbedingt Handlungsbedarf angezeigt, um schlimmeren Schaden zu vermeiden. Die Motten kann man relativ leicht an ihrem taumelnden Flug, den glänzenden und bewimperten Flügeln und der dunkelbraunen bis gelblichen Färbung erkennen. Weitere Hinweise auf einen Mottenbefall von Teppichen sind folgende:

  • Sehr kleine schwarze Kügelchen auf Ihrem Teppich; dabei handelt es sich vermutlich um den Kot der Teppichmotten.
  • Larven der Teppichmotten, die Sie auf Teppichen oder in der Kleidung finden; diese sind weiß-gelb und können je nach Alter zwischen 1 mm und 1 cm lang sein.
  • Die Hüllen der Larven, da sich die Tiere bis zum Verpuppen mehrmals häuten.
  • Dünne Stellen oder Löcher im Teppich.

Hinweis: Die Eier der Motten im Teppich werden Sie vermutlich nicht finden, da sie nur eine Größe von 0,6 mm haben.

Fraßspuren der Mottenlarven
Die Larven der Motten hinterlassen im Teppich chrakteristische Fraßspuren [Foto: Vantage_DS/ Shutterstock.com]

Um einen Mottenbefall so früh wie möglich zu erkennen oder bei einem Befall die Mottenzahl zu überwachen, bieten sich Pheromonfallen wie unsere Plantura Kleidermotten-Fallen an. Diese Mottenfallen sind mit speziellen Sexuallockstoffen versehen, die anziehend auf männliche Falter wirken. Da die Fallen zudem klebrig sind, bleiben angelockte Männchen an der Falle haften, sodass ein Mottenbefall frühzeitig erkannt und während der Bekämpfung überwacht werden kann. In der Regel ist eine Falle pro Raum ausreichend. Am besten wird diese an einem dunklen, geschützten Ort angebracht, denn das ist tagsüber der bevorzugte Aufenthaltsort der Motten. Der eingerollte Teppich in der Ecke oder das Stück Teppich unter dem Schrank stellen zum Beispiel optimale Lebensräume dar.
Man sollte bei der Verwendung von Pheromonfallen jedoch im Hinterkopf behalten, dass sie nur der Erkennung und Überwachung, nicht aber der Bekämpfung von Motten im Teppich dienen. Da von den Pheromonen nur Männchen angelockt werden, können weibliche Motten weiterhin ihre bis zu 250 Eier in Teppiche legen und auch die Eier selbst und die Larven der Motten im Teppich werden von Pheromonfallen nicht beeinflusst.

Plantura Kleidermotten-Fallen
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Motten im Teppich bekämpfen

Da sich die Motten meistens schon im ganzen Raum eingenistet haben, wenn man den Befall eines Teppichs entdeckt, hilft bloßes Entfernen des Teppichs oftmals leider nicht. Stattdessen bietet sich eine Bekämpfung an Ort und Stelle an, um den kompletten Raum mottenfrei zu bekommen.
Falls Sie Kleider oder Ähnliches in diesem Raum aufbewahren und diese definitiv noch nicht befallen sind, können die Kleider in luftdicht schließende Boxen verpackt und für einige Wochen isoliert werden. Falls die Kleider ebenfalls befallen sind, finden Sie weitere Tipps zur Bekämpfung in unserem Artikel zu Motten im Kleiderschrank.
Des weiteren sollten mit Motten befallene Teppiche gründlich von beiden Seiten gesaugt werden. Der Staubbeutel wird dann luftdicht eingepackt und direkt entsorgt.
Ist Ihr Teppich nicht mehr zu retten, sollten Sie ihn ebenfalls direkt luftdicht verpacken und entsorgen. Trotzdem werden Sie leider mit großer Wahrscheinlichkeit noch Motten im Haus haben, sodass eine weitere Mottenbekämpfung unerlässlich ist.

Staubsauger auf einem Teppich
Um Larven, Eier und Motten aus Teppichen zu entfernen, hilft mehrmaliges beidseitiges Saugen [Foto: Ivan Krivenko/ Shutterstock.com]

Tipp: Hängen Sie auch während der Bekämpfung noch Mottenfallen auf, um die Mottenzahlen zu überwachen und festzustellen, wann die Bekämpfung als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden kann.

Schlupfwespen sind natürliche Feinde von Kleidermotten, sodass mit ihnen eine nachhaltige und vor allem langfristige, endgültige Beseitigung der Motten im Teppich zu erreichen ist. Zunächst mag es sich komisch anhören, sich zur Insektenbekämpfung weitere Insekten ins Haus zu holen. Doch bestimmte Schlupfwespen haben sich darauf spezialisiert, Eier von Motten zu parasitieren und damit abzutöten. Durch ihre Spezialisierung sind Schlupfwespen ungefährlich für Menschen und andere Tiere und Sie müssen bei der Anwendung im Haus keine Bedenken haben.
Schlupfwespen sind so klein, dass sprichwörtlich nur noch Staub von ihnen übrigbleibt, wenn sie keine Wirtseier mehr finden und sich daher nicht mehr weiter vermehren können. Entscheiden Sie sich für unsere Plantura Schlupfwespen gegen Kleidermotten, erhalten Sie sechs Mal im Abstand von je zwei Wochen eine Karte mit Schlupfwespen zugeschickt. Das ist notwendig, um den gesamten Lebenszyklus der Motten im Teppich abzudecken. Bei großen Teppichen und einem starken Befall kann es unter Umständen nötig sein, mehrere Karten zugleich auszubringen, um alle Motten im Teppich loszuwerden.

Plantura Schlupfwespen gegen Kleidermotten
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Bekämpfung von Kleidermotten

Motten vertragen weder extreme Hitze noch extreme Kälte, sodass bei kleineren Teppichen ein heißer Waschgang und bei größeren Teppichen eine Behandlung in der Sauna helfen können. Extreme Kälte stecken vor allem die Motteneier besser weg, weshalb man Teppiche zur Kältebehandlung mindestens vier Wochen in der Tiefkühltruhe lagern sollte.

Tipp: Ritzen, zum Beispiel hinter Sockelleisten, können mehrmals mit einem Föhn erhitzt werden, um eventuell vorhandene Eier abzutöten.

Wirken alle oben genannten Maßnahmen nicht, bleiben noch der Kammerjäger oder der Griff zu chemischen Mitteln, um die Motten im Teppich zu töten. Die Wirkstoffe in diesen bilden aber oft Pyrethroide, welche auch für unser Nervensystem giftig sind. Natürliche Wirkstoffe wie Pyrethrine aus Chrysanthemen verlieren meist schneller ihre Wirkung oder sie wurden durch Zusätze wirkbeständiger, damit aber auch ungesünder gemacht. Auf jeden Fall sollten Sie befallene Teppiche nach einer chemischen Behandlung für einige Tage lüften, damit sich die oft auch für Menschen und Tiere giftigen oder reizenden Stoffe verflüchtigen können.

Versiegelte Fußleisten
Versiegeln Sie Fußleisten, damit sich hier nicht wieder Nahrung für Motten sammelt [Foto: Andy Ginns/ Shutterstock.com]

Teppich-Motten vorbeugen

Es gibt einige simple Maßnahmen, mit denen Sie Motten davon abhalten können, Ihre Teppiche als neue Heimat auszuwählen. Dazu zählen regelmäßiges Saugen und das Kontrollieren von Bereichen, die von Motten bevorzugt werden – vor allem dunkle Ecken unter Möbeln. Ritzen zwischen Wand und Boden oder hinter Fußleisten sollten mit Silikon verschlossen werden. Fliegengitter an den Fenstern verhindern, dass Motten ins Haus kommen, und mit Mottenfallen, die alle drei Monate ausgewechselt werden, können Sie einen Befall in frühzeitigem Stadium erkennen und geeignete Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen, bevor die Motten zu einer Plage werden. Achten Sie beim Kauf von Teppichen auch auf das Wollsiegel, welches bestätigt, dass Teppiche mit Insektiziden vorbehandelt sind, die einem Befall vorbeugen.

Aufgerollte Teppiche in der Ecke bieten ideale Lebensbedingung für Motten. Da sich die kleinen Plagegeister von dort rasch im ganzen Haus ausbreiten können, sollte diesen Stücken besondere Aufmerksamkeit zukommen. Kleidermotten mögen weder den Geruch von Lavendel noch von Zedernholz – somit können zum Beispiel Seifen oder Duftsäckchen die kleinen Falter wirksam davon abhalten, sich in Ihrem Teppich anzusiedeln. Allerdings kann es bei der Anwendung zu Gewöhnungseffekten kommen, weshalb diese Methode keine dauerhafte, langfristige Abschreckung bewirkt.

Duftsäckchen
Kleidermotten meiden Orte, die nach Lavendel oder Zedernholz duften [Foto: Tero Vesalainen/ Shutterstock.com]

Teppich-Motten vorbeugen auf einen Blick:

  • Regelmäßig saugen und und dunkle Ecken kontrollieren
  • Ritzen mit Silikon verschließen
  • Fliegengitter anbringen
  • Mottenfallen zur Kontrolle aufstellen
  • Vorbehandelte Teppiche kaufen, die einem Befall vorbeugen
  • Seifen oder Duftsäckchen mit Lavendel und Zedernholz verteilen

Haben die Motten nicht nur Ihre Teppiche befallen, sondern sich weiter ausgebreitet, finden Sie in unseren Artikeln über Motten im Auto und Motten im Kleiderschrank weitere hilfreiche Tipps zur Bekämpfung an diesen Orten.

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