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Rosenrost: erkennen, vorbeugen und bekämpfen

Hier erfahren Sie wie Sie den Rost an der Rose erkennen, ihm vorbeugen und bekämpfen können sowie Infos zu Hausmitteln und Spritzmitteln gegen Rosenrost.

Rosenrost flecken an Blattoberseite Rose

Rostartige Flecken sind erste Anzeichen für den Rosenrost [Foto: Malcom MannersCC BY 2.0]

Rosenrost erkennen & bestimmen

Haben die Blätter Ihrer Rosen auf der Blattoberseite kleine gelb-rote Flecken? Wenn die Blattunterseite dann auch noch stecknadelgroße gelb-orangefarbene Pusteln aufweist, handelt es sich mit großer Sicherheit um den Rosenrost. Die Pusteln können sich im Spätsommer auch braun verfärben und bilden die Sporenlager des Schaderregers. Bei einem stärkeren Befall, der allerdings sehr selten vorkommt, ist auch vorzeitiger Laubabwurf bei der Rose möglich. In diesem Fall können auch junge Triebe infiziert sein.

Rosenrost stecknadelgroße gelb-orangefarbene Pusteln an Balttunterseite

An der Blattunterseite erkennt man stecknadelgroße gelb-orangefarbene Pusteln [Foto: Malcom MannersCC BY 2.0]

Der Schadpilz: Hintergrundinformationen

Verantwortlich für den Rosenrost sind hierzulande oft zwei Pilze. Das ist zum einen Phragmidium mucronatum und zum anderen Phragmidium tuberculatum. Für eine spätere Bekämpfung ist es aber nicht wichtig, die beiden Pilze zu unterscheiden. Im Übrigen ist ein Krankheitsausbruch wesentlich seltener zu beobachten als vom gefürchteten Sternrußtau. Zusätzlich ist der Rosenrost auch eine ziemlich harmlose Rosenkrankheit und macht meistens nur kosmetische Probleme durch die unschönen Blattflecken.

Rosenrost vorbeugen

Gegen den Rosenrost vorzubeugen, ist, wie bei vielen anderen Pilzerkrankungen, relativ schwierig. Wenn Ihre Rose allerdings bereits befallen ist, gibt es einen Trick, damit keine oder nur bedingt neue Blattflecken entstehen. Dafür muss man wissen, dass der Pilz vor allem auf alten abgefallenen Blättern überwintert. Deswegen sollten die Blätter aufgesammelt und auf dem Kompost entsorgt und anschließend mit anderen Bio-Abfällen gut bedeckt werden. Eine Alternative ist das intensive Einarbeiten der Blätter in den Boden. In beiden Fällen bauen Bodenorganismen die Pilzsporen des Rosterregers relativ schnell ab und machen sie damit unschädlich. Will man auf Nummer sicher gehen, kann man das befallene Laub auch direkt im Restmüll entsorgen. Auch der Standort spielt eine wichtige Rolle. Hier gilt es, zu eng stehende Rosen zu vermeiden und auf eine sonnige Lage zu achten. All das erschwert dem Rostpilz und auch anderen Pilzen das Leben.

Und wie sieht es mit resistenten Sorten aus? Das ist nicht so einfach zu beantworten. Da der Rosenrost nicht eine der wichtigsten Rosenkrankheiten ist, ist eine Resistenz gegenüber diesem auch nicht so wichtig wie zum Beispiel gegen Mehltau. Oft wird deswegen gar nicht erwähnt, ob eine Sorte Resistenzen gegenüber dem Rosenrost aufweist. Allerdings ist es immer ratsam, Rosen mit ADR-Siegel zu kaufen. Denn diese Rosensorten müssen generell besonders resistent gegenüber Krankheiten sein. Tipp: Eine regelmäßige Spritzung mit Ackerschachtelhalm schützt vor einer Infektion durch den Rosenrost und anderen Pilzen wie dem Mehltau.

Rosenrost Blattunterseite stecknadelgroße gelb-orangefarbene Pusteln

Die Blattunterseite weist beim Befall mit Rosenrost stecknadelgroße gelb-orangefarbene Pusteln auf [Foto: Malcom MannersCC BY 2.0]

Rosenrost bekämpfen: effektive Spritzmittel

Da der Rosenrost oft keinen größeren Schaden anrichtet, ist eine Bekämpfung im Regelfall überflüssig. Nur wenn Sie die Blattflecken sehr stören oder ein größerer Teil der Pflanze befallen ist, macht eine Behandlung Sinn. Dabei müssen Sie bedenken, dass natürliche Hausmittel wie Backpulver keine großen Erfolge erzielen werden. Biologische Mittel, die helfen sollen, sind Fungisan Rosen- und Gemüse-Pilzfrei und Kupferpilzfrei Atempo von Neudorff. Andere Mittel von Compo oder Bayer helfen natürlich auch. Wer also unbedingt zu chemischen Produkten greifen möchte, kann das Spritzmittel Rosen-Pilzfrei Baymat von Bayer verwenden. Der Vorteil bei diesem Mittel ist die langanhaltende Wirkung nach einer Spritzung. Ganz nebenbei helfen die hier erwähnten Pflanzenschutzmittel, egal ob biologisch oder chemisch, gegen viele weitere Pilzerkrankungen. So können eventuell gleich mehrere Erreger erfolgreich bekämpft werden.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

Dominic

Ich studiere Gartenbauwissenschaften und gehöre natürlich den passionierten Hobbygärtnern an. Meine ersten Wassermelonen habe ich bereits im Alter von 7 Jahren geerntet. Momentan finde ich Themen in Bezug auf die Interaktion von Pflanzen mit anderen Lebewesen und der Umwelt besonders interessant.
Mein Lieblingsobst: Ganz klar Avocados
Mein Lieblingsgemüse: Eigentlich alles, außer Rosenkohl

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