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Rasen überdüngt: Anzeichen & Gegenmaßnahmen

Ein überdüngter Rasen hat viele Gesichter. Wir erklären, wie man die Symptome einer Überdüngung erkennt und was sich dagegen unternehmen lässt.

große gelbe Stellen im rasen

Ein Grund für Rasenschäden kann die zu großzügige Verwendung von mineralischen Rasendüngern sein [Foto: SingjaiStock/ Shutterstock.com]

Schaut man sich einmal ganz genau die eigenen oder auch nachbarlichen Rasenflächen an, stellt man rasch fest: Es gibt in fast jedem Rasen irgendwo eine Kahlstelle, Verfärbung oder einen anderen flächigen Makel. Ein Grund für solche Rasenschäden kann die zu großzügige Verwendung von mineralischen Rasendüngern sein. In diesem Artikel erklären wir, wie Sie eine Überdüngung erkennen und was Sie vorbeugend oder akut dagegen unternehmen können. Wenn Sie darüber hinaus allgemeine Informationen zum Thema Rasen suchen, werden Sie in unserem Übersichtsartikel fündig.

Rasen überdüngt

Wenn bei der Rasendüngung ein rein mineralischer Dünger verwendet wird, kann es leicht zu Überdüngungen kommen. Leichte und starke Überdüngungen lassen sich dabei an unterschiedlichen Merkmalen erkennen, die wir Ihnen kurz vorstellen möchten, ehe wir Tipps zur Rettung Ihres geschundenen Rasens geben.

Wie erkenne ich eine Überdüngung beim Rasen?

Wie eine Überdüngung aussieht, hängt davon ab, wie dramatisch die Überdüngung ausgefallen ist. In leichteren Fällen zeigen sich nährstofftypische Überschuss-Symptome an den Rasenpflanzen. Die wichtigsten haben wir hier in einer Tabelle zusammengefasst.

NährstoffÜberschuss-Syndrom
Stickstoff (N)- Übermäßiges, mastiges Wachstum; brüchige, gewellte oder dick aufgequollene Blätter
- Anfälligkeit für Frostschäden
- Dunkelgrüne Färbung
- Anfälligkeit für Pilzkrankheiten
- Absterben der Wurzel
- Verursacht Calcium- und Magnesium-Mangel: Wuchshemmung, Absterben der Blattspitzen, vermindertes Wurzelwachstum, Gelbfärbung
Phosphat (P)- Keine/Kaum Symptome an der Pflanze
- „Festlegung“ im Boden, bei sehr starker Überdüngung auch Auswaschung ins Grundwasser und Belastung von natürlichen Gewässern
Kalium (K)- Verursacht Calcium-Mangel: Wuchshemmung, Absterben der Blattspitzen
Magnesium (M)- Verursacht Calcium-Mangel: Wuchshemmung, Absterben der Blattspitzen

Leichte Überdüngungen sind nicht allzu dramatisch und müssen nicht behandelt werden. Sie sollten jedoch in Zukunft darauf achten, nicht zu viel von dem überschüssigen Nährstoff zu verteilen. Oder Sie setzen auf einen organischen Rasendünger wie unseren Plantura Bio-Rasendünger, denn dieser macht Überdüngungen durch die langsame Umsetzung der Nährstoffe fast unmöglich.

Bei starker Überdüngung werden die Rasengräser erst gelb, dann braun und sterben schließlich flächig ab. Der Laie spricht dann vielleicht von „Verbrennungen“, tatsächlich ist es die hohe Konzentration von Düngesalzen im Boden, die den Wurzeln des Rasens zu schaffen macht.

Wie entstehen die Brandstellen im Rasen?

Die „Verbrennungen“ entstehen durch die sogenannte Exosmose. Um diesen Begriff besser zu verstehen, sollte man sich ein wenig mit der Nährstoffaufnahme von Pflanzen beschäftigen. Pflanzen nehmen viele der benötigten Nährstoff-Ionen durch besondere Kanäle aktiv in die Wurzelhaarzellen auf. Dadurch steigt die Konzentration der Ionen in diesen Zellen. Da sich Wasser stets von niedrigen Ionen-Konzentrationen zu höheren Ionen-Konzentrationen bewegt, ziehen die mit Nährstoff-Ionen gefüllten Zellen Wasser an und nehmen dieses auf. Auf diese Weise gleicht das Wasser die Konzentrationen in Wurzelhaarzelle und Boden wieder aus. Man sagt: Das Wasser folgt dem „osmotischen Gefälle“. Pflanzen erzeugen also aktiv eine Art Sog, um Wasser aufzunehmen. Bei einer starken Überdüngung wird dieser Effekt umgekehrt, daher auch der Begriff „Exosmose“: Wenn auf einmal sehr viele Nährstoff-Ionen außerhalb der Wurzel vorliegen, ist die Konzentration von Teilchen dort höher. Das osmotische Gefälle verläuft dann andersherum und die Pflanzenwurzel kann gar nicht so viele Ionen aufnehmen, dass in ihren Wurzeln eine höhere Konzentration herrscht. In der Folge wandert das Wasser aus der Pflanze heraus und sie kann ihre Lebensfunktionen deshalb nicht mehr aufrechterhalten. Übrigens verursacht auch Streusalz auf diese Weise Schäden an Pflanzen.

Kleine gelbe Stellen im Rasen

Scharf umrissene Flecken entstehen durch punktuell zu üppig aufgetragenes Düngesalz [Foto: mykhailo pavlenko/ Shutterstock.com]

Tipp: Auch ausgelaufenes Benzin oder Benzingemisch, Kettenhaftöl einer Kettensäge oder Putzmittel, die versehentlich auf den Rasen gelangt sind, führen in ausreichender Menge ebenso zu Kahlstellen. Aus diesem Grund sollten Geräte immer nur auf Pflasterflächen betankt werden und Putzmittel gehören deshalb nicht in den Garten.

Was kann man gegen Überdüngung bei Rasen tun?

Schon ist es passiert: Beim Befüllen des Düngerstreuers ist der Sack mit dem mineralischen Rasendünger umgekippt und der Inhalt hat sich auf einem halben Quadratmeter Rasen verteilt. Nun sollten Sie schnell und gründlich vorgehen:

  • Entfernen Sie mit behandschuhten Händen so viel Dünger wie möglich vom Rasen
  • Harken Sie mit einem Rechen möglichst viele Düngerkörner aus der Grasnarbe
  • Wässern Sie die betroffene Stelle lange und gründlich – so wird die erhöhte Nährstoffkonzentration verdünnt

Wenn Sie auf Ihrem gesamten Rasen Dünger in viel zu hoher Konzentration ausgebracht haben, hilft ebenfalls nur gründliches Wässern. Übrigens ist das sogar eine Grundregel bei der Düngung von Rasen: Verteilen Sie Dünger am besten nur, wenn innerhalb des nächsten Tages Regen angekündigt ist. Ist dies nicht der Fall, muss der Dünger durch Wässern ins Erdreich gebracht und verdünnt werden.

Besser ist es natürlich, direkt vorzusorgen, was wir Ihnen an dieser Stelle klar empfehlen möchten. Hier einige Tipps, um eine Überdüngung zu vermeiden:

  1. Am besten einfach organische Dünger verwenden. Diese werden langsam umgesetzt, auch bei einer zu großzügigen Verteilung kann es nicht zur starken Überdüngung kommen
  2. Unsere Plantura Bio-Rasendünger und Bio-Herbstrasendünger schützen Sie garantiert vor Überdüngung
  3. Mineralischen Dünger grundsätzlich (und wenn überhaupt) streng gemäß den Dosierungsempfehlungen verwenden
  4. Düngersäcke immer auf Pflasterflächen stehen lassen und Eimer oder Düngerstreuer dort befüllen
  5. Funktion und Einstellung des Düngerstreuers vor der Benutzung immer prüfen
Plantura Bio-Rasendünger

Bei organischen Langzeitdüngern ist die Gefahr einer Überdüngung extrem gering

Rasen richtig düngen: Tipps zum richtigen Ausbringen

Wenn Sie zur Vermeidung einer Überdüngung unseren Plantura Bio-Rasendünger verwenden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Düngen Sie zwei oder 3 Mal jährlich
  • Mähen Sie Ihren Rasen recht kurz
  • Verteilen Sie 40 bis 60 g/m2 unseres Plantura Bio-Rasendüngers mit der Hand oder orientieren Sie sich an den von uns empfohlenen Einstellungen für Düngerstreuer. 0,2 Liter unseres Düngers entsprechen ungefähr 130 g
  • Da unsere organischen Dünger keine Überdüngung verursachen, müssen Sie nicht unbedingt wässern. Das Beregnen führt jedoch zu einer schnelleren Wirkung des Düngers
Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:
  • Plantura Bio-Rasendünger: BIO-Rasendünger mit Langzeitwirkung (3 Monate) für einen dichten und tiefgrünen Rasen ohne Unkraut und Moos.
  • Floragard Rasensand: Verbessert die Wasserdurchlässigkeit und erhöht die Belastbarkeit der Rasenfläche.
  • Plantura Bio-Herbstrasendünger: Organischer Dünger zur optimalen Nährstoffversorgung. Fördert einen robusten und dicht wachsenden Rasen.
 

Tipp: Auch durch zu starke Sonneneinstrahlung kann ein Rasen tatsächlich „verbrennen“. Gründe dafür sind in der Regel eine schlechte Nährstoffversorgung und zu trockene Böden. Wenn Ihr Rasen nach dem Sommer also auch ohne Überdüngung verbrannt ist, können Sie in diesem Artikel Tipps finden, um Abhilfe zu schaffen und Ihren Rasen bis zum nächsten Frühjahr wieder aufzupäppeln.

Wie man seinen Rasen im richtigen Maß düngt und somit eine Überdüngung vermeidet, erfahren Sie hier in unserem Übersichtsartikel.

Mehr Informationen zu verschiedenen Rasendüngern erhalten Sie zudem hier.

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