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Rote Bete im Portrait: Die gesunde Rübe aus dem eigenen Garten

Rote Bete gehört zu den gesündesten Gemüsesorten, schmeckt lecker und ist vielseitig in der Küche einsetzbar. Wir geben Tipps zum Anbau, Ernten und Lagern.

Rote Bete im Garten anbauen farbig Bete im Korb

Eine bunte Auswahl an Roter Bete [Foto: Green Mountain Girls FarmCC BY 2.0]

Rote Bete (Beta vulgaris subsp. vulgaris) oder Rote Rübe ist eine Kulturform der Rübe. Ihre enge Verwandtschaft mit der Zuckerrübe mag man ihr ansehen, die mit dem Mangold jedoch nicht so schnell. Die Herkunft wird im Mittelmeerraum vermutet. Von Italien aus verbreitete sich die Rote Bete schnell nach Mitteleuropa. Regionale Bezeichnungen sind Randen (Schweiz), Rahner (Österreich & Bayern) sowie red beet oder beetroot (englischsprachiger Raum).

Die Rote Bete ist ein zweijähriges Gewächs. Im ersten Jahr werden Blätter und Rübe ausgebildet. Erst im Folgejahr bildet sich ein bis zu eineinhalb Meter hoher Blütenstängel aus. Verzehrt werden können sowohl die Rübe als auch die Blätter.

Rote Bete: So klappt der Anbau im eigenen Garten

Die Rüben können ein sehr einfach und dankbar zu kultivierendes Gemüse sein. Mit etwas Vorbereitung der Erde, zurückhaltender Düngung und Wassergaben an trockenen Tagen kann man im heimischen Garten Unmengen an schmackhafter und gesunder Roter Bete ernten.

Die Samen sollten ab April vorgezogen und ab Mai direkt ins Freiland gesetzt werden.
Hier setzt man die Samen am besten im Abstand von 5 – 7 cm und einer Tiefe von 2 – 3 cm. Mit einer Höhe von zirka 10 cm pikiert man die Pflanzen. Bei direkt ins Freiland gesäten Pflanzen lässt man jeweils die Kräftigsten stehen. Größere und wüchsigere Sorten brauchen 25 cm Abstand; kleinere „Baby Beets“ weniger.

Rote Bete kann sich fast jedem Gartenboden anpassen. Sie verträgt auch sandigen Grund und Böden mit einem hohen pH-Wert gut. Da die Rübe durch eine Verdickung unterhalb der Keimblätter entsteht, ist es normal, dass der Großteil der Roten Rübe sich oberhalb der Erdoberfläche befindet.
Für alle Balkonliebhaber und Terrassenbesitzer: Der Anbau gelingt auch hier ohne große Schwierigkeiten. Ein hoher Blumentopf sollte verwendet werden, sogenannte Baby Beets können auch in einem Blumenkasten auf dem Balkongeländer kultiviert werden.
Rote Bete bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Die Erde sollte stets leicht feucht gehalten werden, was besonders bei der Kultur in einem Topf zu beachten ist.

Mit der Düngung muss man vorsichtig sein. Rote Beete benötigt viel Kalium verträgt jedoch eine Überdüngung mit Stickstoff nur schlecht. Bei einer Düngung sollte auf einen kaliumreichen und stickstoffarmen Dünger zurückgegriffen werden.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in unserem Artikel Rote Bete anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit.

Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
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Ernte & Lagerung von Roter Bete

Baby Beets sind nach 8-12 Wochen erntereif; größere Kultursorten brauchen zwischen 10 und 13 Wochen. Je nach Sorte werden die Rüben zwischen 40 und über 500g schwer. Die roten Rüben sollten vor den ersten Frösten geerntet werden. Je nach Verwendung können die Rüben aber auch schon vorzeitig verwendet werden, da Rüben dann meistens noch etwas zarter und milder im Geschmack sind.

Die Rüben lagern am besten direkt im Boden. Somit sollten die verbleibenden Rüben erst kurz vor dem ersten Frost geerntet werden. Hierfür wird die Erde erst vorsichtig gelockert und die Rübe langsam an den Stängeln aus dem Boden gezogen. Wichtig ist, dass die Schale und Wurzel nicht beschädigt werden, da Schadstellen ein Einfallstor für Fäulnis sein können.

Die angewachsenen Rüben können für einige Wochen im Kühlschrank gelagert werden. Optimal lagern die Rüben in leicht feuchtem Sand und einem kühlen Keller.

Rote Bete Sorten

Verglichen mit dem Angebot im Supermarkt überrascht einen die Vielfalt dieser Rübe: Sie unterscheidet sich in Form, Größe, Farbe, Musterung und Verwendung.

Der durchgängige und tiefe Rotton sowie verschiedenfarbige Sorten der Bete sind der andauernden Anstrengung der Züchter zu verdanken.  Neben Roter Bete, gibt es weiß-, gelb-, goldgelb-, orangen- und pinkfleischige sowie Sorten mit einem geringelten Muster.

Eine ausführliche Sortenübersicht finden Sie hier: Rote Bete Sorten: die richtige Sorte zum Anbauen wählen.

Rote Bete aus dem eigenen Garten

Eine bunte Ausbeute [Foto: Martin DelisleCC BY-SA 2.0]

  • Ägyptische Plattrunde: dunkelrotes Fruchtfleisch; Ringe teilweise erkennbar. Alte Sorte, die seit dem 19. Jahrhundert kultiviert und geschätzt wird.
  • Avalanche: Weiße Schale und weißes Fruchtfleisch mit leicht erkennbaren Ringen. Avalanche ist besonders mild im Geschmack und hat keinen erdigen Nachgeschmack. Avalanche wird gerne roh verarbeitet und verzehrt.
  • Boldor (F1): ertragreiche Rübe mit gelbem Fruchtfleisch und orangener Schale. Der Geschmack ist besonders mild und süßer als bei rotfleischigen Sorten.
  • Chioggia: benannt nach der gleichnamigen italienischen Stadt. Die Schale ist pink bis hellpurpur ähnlich zu Radieschen. Teilt man die Rüben horizontal, offenbaren sich die weiß-rot abwechselnden Ringe. Ein wahrer Hingucker in jedem Salat. Syn.: Tonda di Chioggia.
  • Golden Burpees: kleine rundliche Rübe mit gelbem Fleisch (geringelt) und intensiv orangener Schale.Sehr ertragreich, recht süß und in der Küche besonders beliebt, da Golden Burpees beim Schneiden nicht „blutet“.
  • Monalisa: kleine Rüben, frühreif und für den Balkon („Baby-Beets“) geeignet. Besonders auf Grund des exzellenten Geschmacks beliebt.
  • Monika: kugelrunde Rüben mit rotem Fleisch, die nicht vereinzelt werden müssen. Unter anderem deshalb ist Monika eine gute „Baby Beets“-Sorte.
  • Moulin Rouge: einkeimige Sorte, die nach Aussaat nicht vereinzelt werden muss; kugelrunde und tiefrote Rüben.
  • Pablo: Sorte mit relativ kleinen und kugelrunden Rüben; rotes Fruchtfleisch, ringlos und saftig; Pablo ist frühreif und für den Balkon geeignet.
  • Rote Kugel: kugelrunde Bete mit tiefrotem Fleisch; sehr ertragreich und gut zu lagern;  zartes Fruchtfleisch und guter Geschmack.

Krankheiten und Schädlinge

Rote Bete ist eine dankbare Gemüsepflanze. Sie ist robust und wird nur selten von Schädlingen und Krankheiten befallen. Kleine Jungpflanzen sollten zu Beginn vor Nacktschnecken geschützt werden. Sollten die Blätter von einer Krankheit befallen sein, kommen diese nicht auf dem Kompost, sondern werden im Restmüll entsorgt.

Inhaltsstoffe & Küche

Für die tiefrote Farbe der Rüben ist Betanin verantwortlich. Viele Antioxidantien, ein hoher Gehalt an Vitamin-B, Eisen und Kalium und weiteren Mineralstoffen machen die Rote Bete zu einem Grundpfeiler für eine gesunde Ernährung. Rote Bete hilft Menschen mit Eisenmangel. Zudem wird ihr eine für die Gebärmutter förderliche Wirkung nachgesagt. Auf Grund ihres erhöhten Oxalsäuregehalts sollte Rote Bete (wie beispielsweise auch Rhabarber) von Menschen mit Nierenproblemen nur in sehr geringen Mengen konsumiert werden.

Geschmacklich ist die rote Beete süß und aromatisch. Manche schreiben der Roten Bete eine erdige Note zu. Hobbygärtnern denen es so geht, sollten das nächste Mal zu Baby Beets greifen und diese frisch und ungekocht genießen. Denn diese kleinen Rübchen sind feiner und milder im Geschmack. Generell können besonders junge und kleine Rüben auch roh verspeist werden.

Neben der Verarbeitung zu Salaten oder als gekochte Beilage zu Deftigem, kann die Rote Bete auch sehr gut süßsauer eingelegt werden. Von einigen Sorten werden die jungen Blätter zu würzigen Salaten beigegeben, etwas größeres und älteres Laub kann wie Spinat oder Mangold zubereitet werden.

Sonstige Verwendung

Früher wurde das intensive Rot der Bete zum Einfärben von Textilien verwendet. Bei der Verarbeitung der Rüben sollte man deshalb stets achtsam sein und Spritzer des Saftes auf Weißes vermeiden. Der Saft der Roten Bete wird auch noch heute als natürlicher Farbstoff für Lebensmittel (E162) verwendet. Neben Menschen lieben auch Tiere die schmackhaften Rüben. Nicht sehr schön gewachsene und unförmige Exemplare können etwa an Ziegen und Schweine verfüttert werden.

Gelbe Bete Rote Bete Nahaufnahme

So schön wie ein Sonnenuntergang [Foto: SarahCC BY 2.0]

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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