skip to Main Content

Schnittlauch: Das Küchenkraut im eigenen Garten

Schnittlauch gehört als beliebtes Küchenkraut in jedes Gartenbeet. Wir zeigen mit welchen Sorten die Aussaat, der Anbau und eine reiche Ernte gelingen.

Schnittlauchblüte vor Haus im Garten

Das Küchenkraut schmeckt nicht nur fein, sondern blüht auch bezaubernd. [Foto: ilovebutterCC BY 2.0]

Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist, wie der Namen bereits vermuten lässt, eng mit dem Lauch verwandt. Das bei uns so beliebte Küchenkraut ist weitverbreitet, egal ob als dekorativer Hingucker bei deftigeren Speisen oder einfach auf dem Butterbrot. Wo das Kraut genau herkommt und seit wann er kultiviert wird, ist nicht klar zu sagen. Einige Quellen verweisen auf China, wo Schnittlauch eine wichtige Bedeutung hat. Er dient nicht nur zur Verfeinerung von Speisen wie Jiaozi (gefüllte Teigtaschen), sondern gilt auch als potenzfördernd. In China soll das Kraut bereits 3000 Jahre v. Chr. kultiviert worden sein. Kritiker vermuten jedoch eine gezielte Kultur des Schnittlauchs erst im Mittelalter. Dass der Schnittlauch besonders hart im Nehmen ist, wird auch durch seine Verbreitung deutlich, denn teilweise findet man die Pflanze sogar noch in den subarktischen Zonen.

Schnittlauch anbauen

Das sehr pflegeleichte Kraut benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Platz und ebenfalls einen halbwegs guten Boden. In lockerer und leicht sandiger Erde fühlt sich der Schnittlauch am wohlsten.

Hat man bereits einen Schnittlauch vermehrt man diesen am besten durch seine Zwiebeln. Diese sind in der Regel mit 0,5 bis 1cm recht klein. Im Herbst kann man die Pflanze teilen und die Zwiebeln vereinzeln. Im kommerziellen Kräuteranbau wird mittlerweile ausschließlich auf Samen zurückgegriffen. Eine Aussaat gelingt auch im eigenen Garten sehr gut. Man sollte jedoch beachten, dass Schnittlauch ein Kaltkeimer ist. Das Saatgut sollte vor dem Säen etwa zwei Wochen im Kühlschrank gelagert werden. Alternativ kann man das Saatgut auch schon im Herbst ins Beet streuen. Nach dem Stratifizieren wird zwischen März und Juli breitwürfig gesät und mit einem Zentimeter Erde bedeckt. Mit dem Keimen der Pflänzchen kann man dann je nach Temperaturen nach zwei bis drei Wochen rechnen. Während der Sommermonate sollte drei Mal im Abstand von einem Monat gedüngt werden. Zudem mag der Schnittlauch einen leicht feuchten Boden, weshalb man das regelmäßige Gießen nicht vergessen sollte.

Wir von Plantura empfehlen für Kräuter folgende Produkte:
  • Floragard Bio-Erde Aromatisch: Bio-Spezialerde ohne Torf zur Anzucht und zum Umtopfen von Jungpflanzen und Kräutern wie Oregano, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Minze & Co.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.
  • Plantura Bio-Universaldünger: 100% bio-zertifiziert und tierfreie Inhaltsstoffe. Für robuste Pflanzen und schmackhaftes Obst, Gemüse & Kräuter. Begünstigt ein gesundes sowie aktives Bodenleben und ist schonend für Haus- und Gartentiere.

Schnittlauch-Sorten

  • Elbe: grobröhrige Sorte mit weißen Blüten; besonders robuster und hoher Wuchs; guter Ertrag; Blüten haben einen hohen Zierwert und sind eine ideale Dekoration für allerlei Gerichte.
  • Forescate: grobröhrige Sorte mit rosa-pinkfarbenen Blüten; schnell, hochwachsend und ertragreich; eine tolle Sorte zum Verzieren von Speisen.
  • Miro: verbreitete Sorte mit feinen Röhren, die auch etwas kleiner bleibt als die grobröhrigen.
  • Profusion: schnellwachsende Sorte mit einem guten Ertrag; setzt keine Samen an und muss über Zwiebeln vermehrt werden. Die samenlosen Blüten sind besonders zart und gut zur Verarbeitung in der Küche geeignet.
  • Schmitt: mittelgrobröhrige Sorte mit einer besonders würzigen Note.
  • Staro: gängige Sorte; grobröhriger Schnittlauch, der sich auch für den Anbau im Freien gut eignet.
  • Twiggy: schnellwachsende und robuste Sorte; Saatgut von Twiggy findet man meistens im Gartencenter.
  • Middleman: sehr wüchsige Schnittlauchsorte mit feinröhrigen Halmen; Middleman ist so wüchsig, dass nach der Ernte schon bald erneut geerntet werden kann; gutes, würziges Aroma.
  • Polyvit: mittelgrobröhrige und wüchsige Sorte, die besonders zarte Halme hat.
  • Erba Cipollina: Traditionssorte in Italien mit mittelgrobröhrige Halmen und einem sehr guten Aroma; laut italienischen Quellen nicht ausreichend winterhart und sollte einjährig kultiviert werden.

Ernte und Lagerung von Schnittlauch

Während man mit dem Schnittlauch auf der Fensterbank das ganze Jahr über das Küchenkraut genießen kann, hat man auch im Garten eine ziemlich lange Spanne von Frühjahr bis Herbst um das Kraut zu ernten. Wichtig ist, dass man lediglich so viel erntet, dass es der Pflanze nicht schadet. Lieber zieht man sich ein bis zwei Pflanzen mehr, um die Gefahr einer zu exzessiven Ernte zu vermeiden. Somit hat man viele Jahre lang Freude an der Pflanze.

Schnittlauch erntet man am besten nach Bedarf. Will man sich für die Wintermonate einen gewissen Vorrat anlegen, sollte man im frühen Herbst die Pflanze nochmals kräftig zurückschneiden. Das Küchenkraut friert man am besten ein, denn trocknen lässt er sich nur schwer. Getrockneter Schnittlauch schmeckt meistens auch nach nicht viel. Im Kühlschrank hält sich Schnittlauch feucht eingeschlagen etwa eine Woche.

Inhaltsstoffe und Verwendung in der Küche

Schnittlauch gilt als Heilkraut. Es enthält viel Vitamin C und sekundäre Pflanzstoffe (meist schwefelartige Verbindungen) sowie ätherische Öle. Um in den Nutzen dieser wertvollen Stoffe zu kommen, sollte Schnittlauch am besten roh verzehrt werden. Besonders beliebt ist die Verwendung von Schnittlauch in Sour Cream, Kräuterbutter und -Quark, sowie Kräuter Dips. Auch in Kartoffelsuppen oder –Salat macht sich das Kraut sehr gut. Und was wäre denn die Pfannenkuchensuppe (auch Frittatensuppe genannt) ohne das kleingeschnittene Kraut.

Krankheiten und Schädlinge

Schnittlauch ist pflegeleicht und kennt auch nur wenige Schädlinge. Auf Grund der enthaltenen Senföle bevorzugen die meisten Schädlinge andere Pflanzen. Gelegentlich tritt der Rostpilz (Puccinia allii) auf. Gegen diesen Pilz helfen die gängigen Fungizide nur schlecht. Meistens ist ein radikales Abschneiden der betroffenen Pflanzen am besten. Einige Wochen später treibt die Pflanze aus den Zwiebeln meistens gesund nach. Nicht vergessen sollten man, dass das befallene Schnittgut in der Restmülltonne entsorgt wird.

Erhalten Sie unsere Garten-Post

Jetzt für unsere kostenlose Garten-Post anmelden und tolle Garten-Tipps sowie Inspirationen regelmäßig ins Email-Postfach bekommen.

Back To Top