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Schwarze Bohnenlaus: erkennen, vorbeugen & biologisch bekämpfen

Werden Ihre Bohnen von der Schwarzen Bohnenlaus befallen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie dem Befall vorbeugen oder mit Hausmitteln erfolgreich bekämpfen können.

schwarze Bohnenlaus im Garten bekämpfen

Die schwarze Bohnenlaus – klein aber listig [Foto: Sascha KohlmannCC BY-SA 2.0]

So identifizieren sie die Schwarze Bohnenlaus und auch andere Läuse im Nu!

Blattläuse trifft man bei genauerem Hinsehen in jedem Garten an. Wenn das Wetter für die Entwicklung der kleinen Pflanzensauger nicht optimal ist und auch genug Nützlinge vorhanden sind, dann sind Läuse meistens aber kein großes Problem. Anders sieht es aus, wenn Läuse die richtigen Umweltbedingungen haben. Denn dann können die Biester schnell zu einer richtigen Plage werden. Gerade die Schwarze Bohnenlaus gehört zu den Lausvertretern, die sich sehr schnell vermehren können. Von den Bohnengewächsen wird besonders die Ackerbohne sehr stark befallen. Aus eigener Erfahrung wissen wir von Plantura leider, dass schnell ganze Triebabschnitte der Pflanzen schwarz werden, weil tausende Bohnenläuse auf ihr leben. Daneben werden aber auch andere Gewächse wie Zuckerrüben, Rote Beete, Mangold, Spinat und Mohn mit großer Freude befallen. Neben der gut erkennbaren schwarzen Farbe der Läuse gibt es weitere Symptome, welche auf einen Blattlausbefall hindeuten. Dazu gehören zum Beispiel verkrüppelte, junge Blätter an den Triebspitzen. Des Weiteren sollten Sie misstrauisch werden, wenn viele Ameisen an Ihren Pflanzen herumklettern. Meistens ernten diese den klebrigen Honigtau der Blattläuse und beschützen sie auch vor Fressfeinden. Diese süßen, klebrigen Blattlausausscheidungen werden leider auch von Rußtaupilzen und Schwärzepilzen befallen.

Schwarze Bohnenlaus – klein aber listig

Die Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae) überwintert überwiegend in Eiern an dem Pfaffenhütchen oder dem Schneeball. Von dort aus verbreiten sich die geflügelten Weibchen ab April auf die eigentlichen Zielpflanzen wie Bohnen und Spinat. Wurde eine Wirtspflanze gefunden, dann kann ein einziges Weibchen ständig neue Eier legen, ohne auf eine Befruchtung durch ein Männchen angewiesen zu sein. Deswegen können einzelne Blattläuse in kurzer Zeit riesige Populationen bilden. Die Schwarze Bohnenlaus tut das vor allem bei trockenem und warmen Wetter. Allerdings schlüpfen erst ab Juni wieder geflügelte Blattläuse, welche längere Strecken zurücklegen und dadurch weiter entfernte Pflanzen befallen können. Im Herbst suchen die Blattläuse dann Zuflucht bei den Winterwirten (Paffenhütchen und Schneeball) und legen dort erneut Eier ab, welche den Winter überdauern.

Wussten Sie eigentlich schon, warum die Blattlaus überhaupt Honigtau produziert? Sie machen es auf jeden Fall nicht, um Ameisen zu erfreuen und zu füttern. Denn genauso wie wir, sind Blattläuse auf eine ausgewogene Ernährung angewiesen. Die Läuse saugen allerdings an bestimmten Stellen der Pflanze, die extrem zuckerhaltig sind. Dafür enthält der Pflanzensaft dort kaum genügend Proteine. Damit die Blattlaus trotzdem genug Eiweiß aufnimmt, muss sie extrem große Mengen Pflanzensaft aufnehmen und den überflüssigen Zucker dabei ausscheiden.

MAeisen Blattläuse Honigtau

Ameisen bedienen sich gern am Honigtau der Läuse [Foto: DograndoCC BY-SA 2.0]

Vorbeugende Maßnahmen gegen eine Blattlausinvasion

Der Zuflug von Blattläusen lässt sich unmöglich vermeiden. Früher oder später werden Sie als Gartenbesitzer also mit den Schädlingen konfrontiert werden. Besitzer von naturnahen Gärten sind hier klar im Vorteil. Denn ein besonders naturnaher Garten bietet vielen Nützlingen ein zu Hause. Zum Beispiel gehören die Larven des Marienkäfers zu den fleißigsten Blattlausvertilgern und verspeisen gut und gerne ein paar 100 Blattläuse. Auch der erwachsene Marienkäfer, Schlupfwespen und Florfliegen zählen zu den wichtigsten Blattlausgegenspielern. All diese Nützlinge sind bei uns im Shop unkompliziert zu bestellen.

Folgende Produkte bieten Nützlingen ein ideales Zuhause:

Der Einsatz von zugekauften Nützlingen ist besonders in geschlossenen Räumen sinnvoll, also zum Beispiel in einem Gewächshaus oder Wintergarten. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die bedrohten Pflanzen regelmäßig mit einer Schachtelhalmbrühe zu spritzen. Die enthaltene Kieselsäure stärkt die Zellwand der Pflanzen und Blattläuse suchen sich lieber geschwächte Pflanzen, da sie dort leichter mit ihrem Saugrüssel an den Pflanzensaft kommen. Übrigens kann auch eine falsche Düngung Schuld an einer Blattlausplage sein. Gerade Hülsenfrüchtler werden häufig mit zu viel Stickstoff gedüngt, da die Gärtner oft vergessen, dass Bohnen und ihre Verwandten selbst Stickstoff aus der Luft aufnehmen können. Der hohe Stickstoffgehalt führt dann zu weichen Zellen, die kaum Schutz vor Blattläusen bieten. Deswegen unser Tipp: Hülsenfrüchtler brauchen nur zur Aussaat eine leichte Stickstoffdüngung. Später reicht die Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien aus, um den Bedarf an Stickstoff aus der Luft zu decken.

Marienkäfer frisst schwarze Bohnenlaus im Garten

Die Bohnenlaus steht ganz oben auf dem Speiseplan des Marienkäfers [Foto: stanzeCC BY-SA 2.0]

Die besten und wirksamsten Mittel gegen die schwarze Bohnenlaus – natürlich biologisch!

Verzweifeln Sie nicht, wenn vor lauter Schwarzen Blattläusen keine Pflanze mehr zu sehen ist. Blattläuse lassen sich relativ vielseitig bekämpfen und mit etwas Geduld sollten Sie den Befall schnell in den Griff kriegen. Bei einem leichten Befall reicht meistens schon das Sprühen von einer Seifenlösung. Dabei unbedingt nur Kali-Seife benutzen, da normale Haushaltsseife unter Umständen Stoffe enthält, welche auch die Pflanze schädigen können (Plantura Tipp: Maximal 300 g Kali-Seife in 10 Liter heißen Wasser lösen und mit dem Spritzen erst beginnen, wenn das Wasser abgekühlt ist). Ist der Befall bereits stärker, dann helfen biologische Spritzmittel wie Spruzit oder Neudosan Blattlausfrei von Neudorff. Auch Neemprodukte oder selbst angesetzte Neemspritzbrühen sind sehr effektiv gegen Blattläuse. Aber Vorsicht: Oft werden bei der ersten Pflanzenbehandlung mit einem biologischen Mittel nicht alle Blattläuse erwischt und der Benutzer gewinnt schnell den Eindruck, dass das Spritzmittel nicht wirkt. Das stimmt aber nicht! Werden sorgfältig alle Pflanzenpartien (auch die Blattunterseite) besprüht und die Anwendung mehrfach wiederholt, dann können sehr gute Bekämpfungsergebnisse erzielt werden. Dadurch wird die Behandlung zwar etwas aufwendiger, andererseits müssen Sie sich keine Sorge wegen irgendwelcher Spritzrückstände machen und schonen zusätzlich Ihre Nützlinge.

Folgende Mittel wirken natürlich biologisch gegen Blattläuse:

  • NEUDORFF Spruzit AF Schädlingsfrei: Bekämpft zuverlässig saugende und beißende Insekten (auch Larven und Eier) an Zierpflanzen Obst und Gemüse; nicht bienengefährlich
  • NEUDORFF Neudosan AF Blattlausfrei: Zur gezielten Bekämpfung von saugenden Insekten und Spinnmilben; schont Nützlinge und ist nicht bienengefährlich
  • Neem Plus: Spritzmittel auf rein pflanzlicher Basis (Neem-Schrot + Rapsöl), welches neben dem Buchsbaumzünsler gut gegen andere Schädlinge (Blattläuse, etc.) verwendet werden kann

 

 

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