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Schwarzkohl: Die schmackhafte Alternative zum Grünkohl

Schwarzkohl hat einen fein süßen Geschmack und zudem noch einen hohen Zierwert. Wir zeigen wie der Anbau auch in Ihrem Garten gelingt.

Schwarzkohl im Garten anbauen Frost

Schwarzkohlfeld im winterlichen Sonnenaufgang [Foto: RuudMorijn-NL]

Schwarzkohl (Brassica oleracea var. palmifolia) oder auch Palmkohl ist eine Varietät des Kohls. Im Italienischen als Cavolo nero bekannt, gibt es im Englischen verschiedene Bezeichnungen für den Schwarzkohl: Lacinato kale, Tuscan kale, Tuscan cabbage und Italian kale.

Diese traditionelle Kohlart wurde – neben diversen weiteren Kohlarten – bereits zur Zeit der Römer erwähnt und wird in Italien seit dem 18. Jahrhundert im größeren Stil angebaut. Hauptanbaugebiet ist der Norden des Landes insbesondere die Toskana. Auch in unseren Breiten wird der Palmkohl gerne von Gärtnern wegen seiner hübschen Optik und Widerstandsfähigkeit angebaut.

Die Pflanze kann je nach Standort und Sorte zwischen 1,5 und 3 Meter hoch werden. Sie ist zweijährig, jedoch in Deutschland nicht vollständig winterhart und wird deshalb meistens nur einjährig kultiviert. Besonders die 60-80cm langen, 8-12cm breiten dunkelgrün-schwarzgrünen Blätter verleihen der Pflanze einen so hohen Zierwert. Die Blätter sind von der Struktur dem Wirsing ähnlich. Sie sind palmenartig angeordnet und an den Blatträndern leicht eingerollt.

Neben dem hohen Zierwert wird der Schwarzkohl auch in der Küche sehr geschätzt. Sein Geschmack ist etwas süßer und deutlich feiner als der des Grünkohls. Er ist auch reich an Inhaltsstoffen: Vitamin-C, Vitamin-B und Ballaststoffe sind nur einige seiner Vorzüge. Aufgrund seiner beachtlichen Inhaltsstoffen ist der Kohl in den letzten Jahren zum Trend-Food geworden, vor allem in flüssiger Form. Auch wenn die Kombination von Kohl mit Obst wie Bananen für Smoothies erst mal abschreckend klingt, so ist das gesunde Getränk vielleicht auch mal einen Versuch wert. Aber natürlich sollte man auch in der Küche dem delikaten Schwarzkohl eine Chance geben, es lohnt sich geschmacklich nämlich sehr!

Schwarzkohl im Garten anbauen Blüte

Auch wenn es sich nicht um die Blüte des Schwarzkohls handelt, setzt diese einen schönen Farbakzent. [Foto: Patti Z]

Schwarzkohl: Anbau und Ernte

Im deutschsprachigen Raum kann der Schwarzkohl einjährig im Freiland kultiviert werden. Es ist ebenfalls möglich den Kohl zweijährig in einem Topf -beispielsweise auf dem Balkon- zu ziehen. Die Pflanze muss hierbei überwintert werden, verträgt die ersten Nachtfröste jedoch problemlos.
Ab Mitte März kann die Aussaat auf der Fensterbank erfolgen. Nach den Eisheiligen können die Samen auch direkt ins Freiland gesetzt werden. Die Aussaattiefe beträgt zirka ein bis eineinhalb Zentimeter. Das Beet sollte frei von Unkraut sein und der Abstand zwischen zwei Pflanzen sollte etwa 30cm betragen.

Palmkohl mag gerne eine feine und lockere Krume. Der Boden sollte nährstoffreich sein und Feuchtigkeit speichern können. Im Hochsommer sollte regelmäßig gewässert werden.
Bereits 70 bis 80 Tage nach der Aussaat können die schmackhaften und palmenähnlichen Blätter geerntet werden. Einige Liebhaber beginnen spät mit der Aussaat und warten mit der Ernte bis zum ersten Frost. Dies soll geschmacksförderlich sein. Geerntet werden die Blätter von unten nach oben. Ernten Sie nur so viel wie direkt benötigt wird.

Generell kann die Pflanze als robust angesehen werden, wird jedoch teilweise von der Kohlfliege sowie vom kleinen und großen Kohlweißling befallen.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier: Schwarzkohl anbauen: Aussaat, Pflege und Erntezeit.

Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte:
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Schwarzkohl-Sorten

  • Nero di Toscana: Traditionssorte aus der Toskana, die schmackhafte Blätter von Juli bis Dezember liefert.
  • Palmizio Senza Testa: eine italienische Sorte, die besonders für Salate beliebt ist. Die jungen Blätter werden hierfür nach ca. 40-60 Tagen geerntet.
  • Black Magic: ertragreiche Hybridsorte (wahrscheinlich Grünkohl eingekreuzt) mit großen Blättern, einem sehr guten Geschmack und einem hohen Ertrag. Durch den dichten Wuchs dieser Sorte eignet sich Black Magic für die Kübelkultur sehr gut.
Schwarzkohl im Garten anbauen Blatt Nahaufnahme nach Regen

Schwarzkohlblatt: Nahaufnahme nach dem Regen [Foto: lebenswandeln – VeränderungCC BY-SA 2.0]

Wenn Sie mehr über die Sorten erfahren möchten, schauen Sie auch hier vorbei: Schwarzkohl: die richtigen Sorten zum Anbauen wählen.

Verwendung in der Küche

Auf Grund seines feinen Geschmacks wird Schwarzkohl in der Küche sehr geschätzt. Die Blätter werden meistens kurz blanchiert und anschließend gebraten. Die Kohlart ist unter anderem als Zutat für Pasta, als gebratene Beilage zu Fleisch oder schmackhafter pikant-angemachter Salate bestens geeignet. In Norditalien wird Palmkohl als Zutat für eine traditionelle Ribollita – quasi eine Suppe aus Resten vom Vortag – verwendet. In der portugiesischen Küche kennt man den Palmkohl (port. Couve-palmeira) als traditionelle Zutat der Caldo verde, einer Kohlsuppe auf Kartoffelbasis. Neben Palmkohl wird hierfür auch der Stammkohl (lat.  Brassica oleracea var. acephala, port.  Couve-galega) verwendet.

Ein besonderer Dank geht an die Photographen: RuudMorijn-NL, Patti Z, Meal Makeover Moms, Run Mizumushi-Kun, Rich Roberts, Joy, Stacy, VegaTeam und lebenswandeln – Veränderung

Simon

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und ein richtiges Dorfkind. Neben Kräutern- und Naschobst auf einem Balkon baue ich in meiner kleinen Parzelle am Ortsrand Gemüse an. Ich genieße die Zeit draußen in meinem Gemüsegarten, in dem ich ausschließlich biologische Dünge- und Pflanzenschutzmittel einsetze. Neben meiner Liebe zur Natur schreibe ich leidenschaftlich gerne und beschäftige mich auch mit Grundlagen der Psychologie und Ethik.

Lieblingsobst: Holunder und Himbeeren.
Lieblingsgemüse: Schwarzkohl, Artischocken und Spargel.

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