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Sonnenblumen: Alles zum Pflanzen, Pflegen & Ernten

Sonnenblumen sind der Inbegriff von Sommer und versprühen in jedem Garten und auf dem Balkon gute Laune. Wir haben nützliche Tipps für Ihre Sonnenblume.

Sonnenblumen in der Hand

Sonnenblumen dürfen in keinem Garten fehlen [Foto: Darkdiamond67/ Shutterstock.com]

Sommer, Sonne, Sonnenblumen – die Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) verkörpert die sommerliche Seele der Blumenwelt. Ob meterhohe Exemplare im Garten, kleine Sorten für den Topf oder besonders farbenprächtige Blüten in der Vase: Die Sonnenanbeter machen sich überall gut und werden zum wahren Hingucker, wenn sie mit ausreichend Sonne, Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Dabei bieten sie mit ihrem Nektar und ihren Kernen nicht nur eine Nahrungsquelle für heimische Insekten, Vögel und andere Tiere. Auch dem Hobbygärtner kann die eigene Ernte als gesunder Snack, zur Ölherstellung oder als Saatgut für die nächste Saison dienen.

Sonnenblumen: Bedeutung, Herkunft und Eigenschaften

Die Sonnenblume ist mit ihren großen, gelben Blüten der Inbegriff der warmen Jahreszeit. Denn die großen Blüten ähneln nicht nur einer Sonne, die Liebe dieser Pflanzen zum lebensspendenden Licht geht sogar so weit, dass die Blüte dem Tag über der Sonne folgt. Sie lässt den ganzen Tag die Sonne nicht aus dem Blick und schließt am Abend, betrübt über die Trennung, ihre Blüte. Wie auch Chrysanthemen (Chrysanthemum) und Dahlien (Dahlia) gehört die Sonnenblume zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung besteht aus 67 Arten, die allesamt aus Nordamerika stammen. Schon um etwa 2500 v. Chr. wurde die Sonnenblume nachweislich auf diesem Kontinent angebaut. Heutzutage drückt man mit dem Verschenken einer Sonnenblume ein ehrlich gemeintes „Ich mag Dich“ aus.

Sonnenblumen im Feld Sonnenuntergang

Die Blüte der Sonnenblume folgt dem Tag über der Sonne [Foto: Getman/ Shutterstock.com]

Es gibt sowohl einjährige als auch mehrjährige Pflanzen, die Höhen von 20 Zentimeter bis 4,5 Metern erreichen können. In Europa sind vor allem die eigentliche Sonnenblume (Helianthus annuus) und der Topinambur (Helianthus tuberosus) als Kulturpflanzen bekannt. Sie werden als Nahrungsmittel, Futterpflanze und auch zur Gewinnung von Biodiesel verwendet. Die Samen der Sonnenblume sind außerdem wahre Vitaminbomben. Sie enthalten die Vitamine A, B, E sowie F, außerdem sind sie reich an pflanzlichem Eiweiß und Mineralstoffen. Die Wurzeln sind kräftig und reichen tief, sodass Sonnenblumen den Boden für Folgekulturen auflockern.

Sonnenblumen: Die Blütezeit

Die korbförmigen Blütenstände zeigen sich je nach Art zwischen Juni und Oktober. Die großen Scheinblüten beherbergen tausende kleine Blütenzungen. Aus diesen bildet sich dann jeweils ein einzelner Sonnenblumenkern.

Sonnenblumenarten: Vielfalt in Wuchs und Blütenfarbe

Die Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) umfasst ganze 67 Arten. Unter ihnen befinden sich einjährige Arten wie H. annuus, aber auch mehrjährige Arten wie H. decapetalus oder H. microcephalus. Doch nicht nur die Ausdauer der Arten unterscheidet sich. Unzählige Sorten präsentieren sich mit einfachen, halbgefüllten oder gefüllten Blüten. Klein bleibende Sorten wie ‚Double Dandy‘ oder ‚Little Leo‘ machen sich besonders gut im Topf, wohingegen große Sorten wie ‚Prado Red‘ oder ‚Sonja‘ Ihr Beet in ein sonniges Blütenmeer verwandeln. Dabei reichen die Blütenfarben von den typischen Gelbtönen wie bei ‚American Giant‘ über orange Sorten wie ‚Sunrich Orange‘ bis hin zu mehrfarbigen Sorten wie die rotweiße ‚Floristan‘.

Helianthus annuus Floristan

Ein Hingucker im Garten: ‘Floristan’ [Foto: H.Tanaka/ Shutterstock.com]

Eine größere Auswahl an einjährigen und mehrjährigen Beet- und Topfsonnenblumen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Sonnenblumen im Topf kaufen und pflegen

Mit Sonnenblumen im Topf können Sie die Sonne an jedem Ort aufgehen lassen. Allerdings sollten Sie beim Pflanzenkauf immer an die spätere Größe der ausgewachsenen Pflanze denken. Nach dem Kauf gilt es dann, auf eine ausreichende Versorgung zu achten, denn die kleinen Energiekraftwerke produzieren große Mengen Biomasse und verbrauchen dementsprechend schnell Wasser sowie Nährstoffe.

Sonnenblumen im Topf: Das ist beim Kauf zu beachten

Sonnenblumen in Töpfen

Bei der Topfkultur empfiehlt sich der Kauf einer kleinbleibenden Sorte [Foto: lzf/ Shutterstock.com]

Fragen Sie im Handel immer nach der genauen Sorte der Sonnenblume. Von 30 Zentimetern bis zu mehreren Metern Höhe ist alles vertreten. Für die Topfkultur eignen sich am besten kleine Sorten wie ‚Pacino‘, ‚Sunspot‘ oder ‚Orange Sun‘. Ansonsten sollten die Pflanzen im Handel weder im Wasser stehen, noch sollte die Erde ganz ausgetrocknet sein. Gelbe und braune Blätter deuten auf eine falsche Pflege und eine kränkelnde Pflanze hin. Wählen Sie am besten eine schön wachsende Pflanze aus, die kräftig grüne Laubblätter hat und deren Blüten sich noch nicht alle geöffnet haben. Überprüfen Sie die Pflanze immer auch auf einen Schädlingsbefall.

Sonnenblumen im Topf pflegen, düngen und gießen

Sonnenblumen brauchen Sonne, egal, ob im Topf oder Beet. Nur an einem vollsonnigen Platz sind sie richtig glücklich. Das Licht schenkt den Pflanzen viel Energie, die das Wachstum der Sonnenanbeter regelrecht explodieren lässt. Daher benötigt die fröhliche Blume Unmengen an Wasser und Dünger. Für eine erfolgreiche Pflege gilt:

  • Gießen: Sehr hoher Wasserverbrauch; Erde immer feucht halten; Staunässe vermeiden
  • Düngen: In der Wachstumsphase regelmäßig mit einem organischem Langzeitdünger düngen. Die Blüte muss nach dem Verblühen übrigens nicht abgeschnitten werden.
Sonnenblume auf dem Fensterbrett

Die Sonnenblume braucht einen sonnigen Standort [Foto: R A Mukerjea/ Shutterstock.com]

 Genauere Informationen zur Sonnenblume im Topf finden Sie hier.

Sonnenblumen vorziehen und Aussaat

Die markant gestreiften Sonnenblumenkerne lassen sich nicht nur hervorragend essen, sondern auch zur Vermehrung der Pflanzen nutzen. So können Sie bei einjährigen Sonnenblumen einen Teil der kostbaren Ernte aufbewahren, um Saatgut fürs nächste Jahr bereitzuhaben. Die Samen werden im März in einem großen Topf mit Abflussloch und Untersetzer ausgesät.

Gehen Sie bei der Aussaat von Sonnenblumen wie folgt vor:

  • Drainageschicht aus Kies oder Tonscherben am Topfboden auslegen
  • Topf mit Blumenerde oder Mischung aus Gartenerde und reifem Kompost auffüllen
  • Samen etwa 1 cm tief in die Erde aussäen (Dunkelkeimer)
  • Erde gut angießen
  • Erde immer feucht halten, regelmäßig und durchdringend gießen
  • Standort: Sonnig bis Halbschatten; Fensterbank
  • Temperatur: Etwa 15 – 20 °C
  • Keimzeit: 8 – 14 Tage
Sonnenblumen Keimlinge in Töpfen

Die Keimlinge können schon vorgezogen werden [Foto: Ronald Sumners/ Shutterstock.com]

Rechnen Sie bei der Aussaat immer mit Ausfällen. Bringen Sie in den Topf daher mehr Samen aus, als Sie im Endeffekt haben wollen. Sind zu viele Sonnenblumensamen gekeimt und ist der Topf zu klein geworden, werden die Keimlinge mit einem Abstand von mindestens zehn Zentimetern pikiert oder in eigene Töpfe gesetzt. Nutzen Sie hierbei gleich die Gelegenheit und sortieren Sie schwache, kleine Pflanzen aus. Nach dem Pikieren wird wieder gut angegossen und die Erde weiter feucht gehalten. Sonnenblumen brauchen während der Keimung und als Jungpflanze noch sehr viel Wasser. Ab einer Größe von 30 Zentimetern wird der Wasserbedarf der Pflänzchen dann geringer. Ab Mitte Mai können die kleinen Sonnenscheine schließlich ausgepflanzt werden.

Sonnenblumen im Beet pflanzen und pflegen

Ob große Sorten als Hintergrundbepflanzung oder auch kleine als leuchtende Farbtupfer zwischen anderem Grün: Sonnenblumen machen sich herrlich in jedem Beet. Denn beim Anblick der Sonnenanbeter bekommt man direkt gute Laune. Damit die Blüten bis in den Herbst hinein strahlen können, bedarf es jedoch der richtigen Pflege.

Sonnenblumen pflanzen: Wann und wie?

Sonnenblumen werden Mitte Mai ausgepflanzt, wenn keine Frostgefahr mehr herrscht. Setzen Sie dafür die Pflanze in ein Pflanzloch mit dem doppelten Umfang des Wurzelballens und füllen Sie dieses mit einem Gemisch aus Gartenerde und Kompost auf. Der Pflanzabstand sollte circa 50 cm betragen. Die Erde wird leicht angedrückt und danach ordentlich angegossen.

Sonnenblume im garten im Beet

Bei hochwachsenden Sonnenblumen sollte auf ausreichend Pflanzabstand im Beet geachtet werden [Foto: Wolfgang Zwanzger/ Shutterstock.com]

Mehr zur Pflanzung von Sonnenblumen, ganz gleich ob im Beet oder Topf, erfahren Sie hier.

Sonnenblumen im Beet gießen und düngen

Die Sonnenblume badet gerne im Sonnenlicht, leider geht dabei aber auch viel Wasser über Verdunstung verloren. Dieses muss die Pflanze über ihre Wurzeln wieder aufnehmen. Gießen Sie Sonnenblumen im Beet daher großzügig, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist. Im Sommer kann es sein, dass Sie sogar zweimal am Tag zur Gießkanne greifen müssen. Gießen Sie dabei immer nur morgens oder abends. Gedüngt wird während des Wachstums einmal die Woche mit einem hochwertigen Volldünger, Kompost oder Hornspänen. Verwendet man einen Volldünger, sollte man zur organischen Variante greifen. Anders als mineralischer Dünger ist diese länger im Boden verfügbar, stärkt das Bodenleben und ist somit weniger belastend für unsere Umwelt. Mehrjährige Sonnenblumen werden ab September nicht mehr gedüngt. 

Sonnenblumen gießen hand mit Gießkanne

Sonnenblumen wollen täglich gegossen werden [Foto: Sunny studio/ Shutterstock.com]

Sonnenblumen: Aussaat direkt ins Beet

Sonnenblumen lassen sich auch bequem direkt ins Beet aussäen. Die Samen werden im April zwei bis drei Zentimeter tief ausgesät. Der Gartenerde wird vorher Kompost untergemischt und ab der Aussaat wird sie immer feucht gehalten. Bei Temperaturen um 15 bis 20 °C sollten sich die ersten Keimlinge in spätestens 14 Tagen zeigen.

Sonnenblumen Samen einpflanzen

Sonnenblumen lassen sich auch bequem direkt ins Beet aussähen [Foto: amenic181/ Shutterstock.com]

Wir empfehlen folgende Produkte für Sonnenblumen:
  • Plantura Bio-Blumendünger: Bio-zertifizierter und organischer Langzeitdünger. Mit extra Kalium-Anteil für eine Verringerung der Frostempfindlichkeit von Blumen im Beet. Versorgt blühende Zierpflanzen optimal mit Nährstoffen und ist frei von tierischen Produkten.
  • Cuxin BIO Rosen- & Blumendünger: Organischer BIO-Spezialdünger für Rosen, Blumen und Clematis mit 3 Monate Langzeitwirkung. Die optimale N-P-K-Verteilung sorgt für ein gutes Wachstum mit schneller und gesunder Blattbildung sowie für kräftige Pflanzenwurzeln und eine reiche Blütenbildung.
  • Floragard Kompost-Erde: Spezialerde aus unkrautfreiem Edelkompost und ausgesuchten Torfqualitäten. Sie versorgt Ihre Pflanzen lang anhaltend und gleichmäßig mit allen wichtigen Nährstoffe und der hohe Humusgehalt macht leichte und schwere Böden fruchtbar.

Sonnenblume in der Vase

Auch in der Vase versprühen Sonnenblumen ihren sommerlichen Charme. Hier gilt es jedoch, nicht nur die Vase möglichst gut in Szene zu setzen. Mit dem richtigen Schnitt und unter optimalen Bedingungen können Sie das Maximum aus der Schnittblume herausholen und diese deutlich länger in der Vase haltbar machen.

Sonnenblumen für die Vase schneiden

Geschnitten wird am besten am frühen Morgen eines trockenen Tages. Wählen Sie dafür eine Blüte, die sich schon leicht, aber noch nicht vollständig geöffnet hat. Gehen Sie beim Schneiden der ausgewählten Sonnenblume nun wie folgt vor:

  • Saubere und scharfe Gartenschere benutzen
  • Blüte mit gewünschter Stiellänge abschneiden
  • Untere Blätter entfernen
  • Schnittfläche schräg anschneiden
  • Schnittfläche etwa 2 cm tief einschneiden
  • Schnittfläche für ein paar Sekunden in heißes Wasser tauchen
Sonnenblume abschneiden

Schräges anschneiden macht die Sonnenblumen länger haltbar [Foto: Agnes Kantaruk/ Shutterstock.com]

Die geschnittene Sonnenblume kommt anschließend in eine mit frischem Wasser gefüllte Vase an einen vor direkter Sonne und Zugluft geschützten Ort.

Sonnenblumen in der Vase pflegen

Auch wenn Schnittblumen nicht mehr wachsen, brauchen sie ein gewisses Maß an Pflege. Schneiden Sie daher an der Schnittfläche alle zwei Tage nach. Das Wasser in der Vase sollten Sie sogar täglich wechseln.

Sonnenblumen in Vase durchsichtig auf Holz

Das Wasser sollte lauwarm sein und täglich gewechselt werden [Foto: Africa Studio/ Shutterstock.com]

Mehr zu Sonnenblumen in der Vase finden Sie auch hier. Zudem haben wir für Sie in unserem Spezialartikel passende, pollenfreie Sonnenblumensorten für die Vase zusammengestellt.

Sonnenblumenkerne aus dem eigenen Garten ernten

Nach der Blüte werden die Blütenstände an der Pflanze belassen, denn die Samen reifen dort weiter aus. Die an der Pflanze reifenden Samen können zudem mit einem durchlässigen Stoff bedeckt werden, um Vögel fernzuhalten. Geerntet wird, sobald der Blütenkopf vollständig getrocknet ist. Er hängt dann herab und die Sonnenblumenkerne lassen sich leicht ablösen. Ziehen Sie den Stoff zur Vogelabwehr am Stängel zusammen und verschließen Sie ihn. Danach wird der Blütenkopf abgeschnitten und an einem trockenen, luftigen Ort aufgehängt. Die Samen fallen so ganz von allein in den Stoff und können nach einigen Tagen eingesammelt werden. Alternativ können Sie den Kopf nach der Blüte auch abschneiden und im Haus ausreifen und trocknen lassen. Bis zu Aussaat werden die Samen dann trocken, kühl, luftig und dunkel gelagert.

onnenblumenkerne an Blütenkopf

Der Blütenkopf kann zum Trocknen entfernt werden [Foto: Tharnapoom Voranavin/ Shutterstock.com]

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