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Sukkulenten: Vermehren, pflegen & pflanzen

Sukkulenten sind meistens sehr dankbare Zeitgenossen. Bei uns erfahren Sie alles rund um die wasserspeichernden Überlebenskünstler.

Sukkulenten in Töpfen Erde Substrat schaufel

Sukkulenten sind äußerst pflegeleichte Zeitgenossen [Foto: Fangfy/ Shutterstock.com]

Sie gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und stellen nur wenige Bedürfnisse an ihre Umwelt – die Rede ist von Sukkulenten. Ihre Anspruchslosigkeit macht sie auch für Personen ohne „grünen Daumen“ zum perfekten Deko-Element in den eigenen vier Wänden. Weltweit gibt es eine riesige Vielfalt an wasserspeichernden Sukkulenten, die zu einem Großteil aus den trockenen Regionen dieser Welt stammen. Im Folgenden erfahren Sie alles, was Sie über Sukkulenten wissen müssen – von der Artenvielfalt über die Pflege bis hin zum Einpflanzen der schönen Überlebenskünstler.

Sukkulenten: Eigenschaften

Die wesentliche Besonderheit der Sukkulenten ist die Fähigkeit, verstärkt Flüssigkeit in verschiedenen Pflanzenorganen zu speichern. Dadurch ergibt sich in der Regel ein fleischiges Gewebe, das sowohl bei Blättern als auch beim Stamm oder den Wurzeln auftreten kann. Es handelt sich bei Sukkulenten aber nicht um eine Familie oder Gattung (die Arten sind nicht unbedingt verwandt), sondern um eine Wuchsform, die an bestimmte Umweltbedingungen angepasst ist.

Sukkulenten Kakteen Arten Sorten in Reihe

Die wesentliche Besonderheit der Sukkulenten ist die Fähigkeit, verstärkt Flüssigkeit in verschiedenen Pflanzenorganen zu speichern [Foto: manhattan_art/ Shutterstock.com]

Sukkulenten: Zugehörige Familien und Gattungen

Sukkulenten sind bei einer Vielzahl von Pflanzenfamilien verbreitet und mit vielen Arten weltweit vertreten. Zu den bekannteren Familien sowie Gattungen gehören:

  • Agavengewächse (Agavoideae): Agave, Yucca
  • Mittagsblumengewächse (Aizoaceae): Carpobrotus
  • Bromeliengewächse (Bromeliaceae): Ananas
  • Kakteengewächse (Cactaceae): Optunia (Feigenkaktus), Carnegiea
  • Dickblattgewächse (Crassulaceae): Aenoium, Crassula
  • Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae): Euphorbia (Wolfsmilch), Jatropha
  • Maulbeergewächse (Moraceae): Ficus, Dorstenia
  • Orchideen (Orchidaceae): Phalaenopsis
  • Steinbrechgewächse (Saxifragaceae): Saxifraga, Bergenia

Neben diesen Familien und Gattungen finden sich noch eine riesige Anzahl weiterer Pflanzen, die Sukkulenz aufweisen.

Sukkulenten richtig bestimmen

Die richtige Bestimmung von Sukkulenten ist nicht immer einfach, da es eine Vielzahl an Arten und Formen gibt. Orientieren Sie sich dafür zunächst an der Wuchsform: Tritt die Sukkulenz in den Blättern oder dem Stamm auf? Wenn die Pflanze blüht, wodurch zeichnet sich die Blüte aus? Neben normalen Pflanzenbestimmungsbüchern gibt es einige spezielle Ratgeber für Sukkulenten, die Ihnen helfen, eine Antwort zu finden. Die handelsüblichen Sukkulenten sind allerdings häufig unter den zuvor genannten Familien zu finden und können relativ einfach ausgemacht werden.

Sukkulentenarten: Die beliebtesten Arten

Sukkulenten sind absolut im Trend und als Zimmerpflanze sehr gefragt. Wir stellen die beliebtesten Arten und Gattungen vor:

  • Aloe Vera: Ein echter Klassiker unter den Sukkulenten, die sich durch ihre dickfleischigen Blätter und das wüstenhaften Aussehen auszeichnet; kann als Mittel gegen Sonnenbrand verwendet werden.
  • Acanthocalycium spiniflorum: Kleiner, aber stacheliger Kaktus. Das kugelförmige Kakteengewächs eignet sich perfekt für die Kultur im Topf.
  • Disocactus ackermannii: Beliebter Blattkaktus mit langwachsenden Trieben; als Hängepflanze geeignet; auch unter dem Namen Epiphyllum ackermannii bekannt.
  • Echeverien: Umfasst mehrere Arten, die allesamt zu den Dickblattgewächsen (Crassulaceae) gehören; pflegeleichte Rosettenpflanze; perfekt fürs Haus.
  • Gasterien: Beliebte Sukkulenten für die Kultur im Haus; kleiner Wuchs und dicke Blätter.
  • Gymnocalycium: Klassischer, kleiner runder Kaktus; im Vergleich zur Größe der Pflanze sehr ausladende Blüte; lange Stacheln.
  • Opuntien: Feigenkakteen mit teils sehr hohem Wuchs; beliebt wegen ihrer süßen Früchte und ihrem klassischen Aussehen.
  • Schlumbergera: Auch als Weihnachtskaktus bekannt; buschiger Wuchs mit dickfleischigen Blättern und roten bis pinken Blüten.

Winterharte Sukkulenten

Neben den als Zimmerpflanze geeigneten Sukkulenten gibt ebenfalls einige winterharte Sukkulenten. Dazu zählen beispielsweise mehrere exotische Wüstenpflanzen wie die Kakteenart Opuntia tortispina und verschiedene Yucca-Arten wie Yucca filamentosa und Yucca baccata. Eine weitverbreitete winterharte Sukkulente hierzulande ist zudem die Prächtige Fetthenne Hylotelephium spectabile.

Sukkulenten kaufen: Was ist beim Kauf zu beachten?

Bei den pflegeleichten Sukkulenten haben Sie eine riesige Auswahl, da es mittlerweile viele Exemplare überall zu kaufen gibt. Generell ist zunächst davon abzuraten, Ihre Sukkulente bei einem Supermarkt oder Ähnlichem zu kaufen, da die Qualität der Pflanzen in der Regel nicht besonders gut ist. Suchen Sie daher lieber ein Gartencenter oder eine Gärtnerei auf; dort bekommen Sie in der Regel auch eine fachgemäße Beratung. Achten Sie beim Kauf der Pflanze unbedingt auf gelbe Stellen und Schädlinge und kaufen Sie nur gesundes Pflanzgut.

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Achten Sie beim Kauf auf gesunde Pflanzen [Foto: diy13/ Shutterstock.com]

Sukkulenten richtig pflanzen

Sobald Sie ein Exemplar der wasserspeichernden Pflanzen erworben haben, sollte dieses in einen größeren Topf gepflanzt werden. Winterharte Sukkulenten können Sie direkt ins Freiland auspflanzen. Als ideale Pflanzzeit bietet sich stets der Frühling als Beginn der Wachstumsperiode an, sodass eine schnelle Bewurzelung stattfinden kann. Der wichtigste Aspekt beim Pflanzen von Sukkulenten ist stets die Auswahl des richtigen Substrats, das in jedem Fall sehr durchlässig sein muss. Neben spezieller Kakteen- oder Sukkulentenerde kann auch torffreie Gartenerde verwendet werden. Bei beiden Varianten sollte immer ein Teil Sand beigemischt werden, um einen guten Wasserabfluss zu gewährleisten.

Wir von Plantura empfehlen folgende Produkte für Sukkulenten:
  • Floragard Kakteenerde: Gebrauchsfertige Spezialerde mit dosierter Aufdüngung für ein gesundes Wachstum aller Kakteen und Sukkulenten. Langfristig stabile Struktur und optimale Luft- und Wasserversorgung durch Tongranulat und reinem Quarzsand.
  • Floragard Blähton Tongranulat: Ideal als Drainagematerial in Pflanzkästen, Kübeln oder Töpfen. Sorgt für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt, wurzelfördernden Luftaustausch und verhindert Staunässe.
  • Cuxin Kakteen & Fettpflanzen Flüssigdünger: Organisch-Mineralischer NPK-Dünger (3-4-5) mit milder Düngewirkung für alle Kakteen und Dickblattgewächse.

Sukkulenten richtig pflegen

Sukkulenten gelten zurecht als besonders pflegeleichte Kumpanen, da sie in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten oft harten Bedingungen trotzen müssen. Wir zeigen, was Sie dennoch bei der Pflege beachten sollten.

Sukkulenten gießen

Auch wenn Sukkulenten Wasser besser als die meisten anderen Pflanzen speichern – auch sie benötigen ab und an ein wenig Feuchtigkeit, um zu wachsen und gesund zu bleiben. Gießen Sie Ihre Sukkulente ungefähr einmal pro Woche leicht und schütten Sie das Wasser aus dem Untersetzer stets ab. Gießen Sie auf keinen Fall mehr, denn die wasserempfindliche Pflanze reagiert dadurch schnell mit Fäule. Gerade im Winterhalbjahr sollten Sie die Gießmenge noch weiter zurückfahren.

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Beim Gießen gilt: Weniger ist mehr [Foto: somemeans/ Shutterstock.com]

Sukkulenten düngen

Da es sich bei Sukkulenten nicht um eine einzige Pflanzenfamilie handelt und die Wuchsformen sehr unterschiedlichen sein können, lässt sich nur schwer eine generelle Düngungsempfehlung geben. Sie sollten die Düngung daher von der Stärke des Wuchses abhängig machen: Die meisten Sukkulenten wachsen nur sehr langsam und benötigen daher keine größeren Mengen, stärker wachsende Arten können dagegen circa alle drei Wochen gedüngt werden. Als sinnvolles Mittel hat sich spezieller Kakteen- und Sukkulentendünger in Bioqualität bewährt. Dieser zeichnet sich in der Regel durch einen erhöhten Kaliumgehalt aus und eignet sich daher perfekt für wasserspeichernden Pflanzen. Es gilt dennoch: Nehmen Sie grundsätzlich lieber weniger als zu viel Dünger, damit die Pflanzenwurzeln auf keinen Fall verbrennen.

Sukkulenten umtopfen

Für Sukkulenten ist es wichtig, sie alle paar Jahre aus ihrem Pflanzgefäß zu befreien und für frisches Substrat zu sorgen. Je nach Wachstum sollte zu dem Punkt auch der Topf mit einem größeren Gefäß ausgetauscht werden – vorausgesetzt, der alte ist zu klein geworden. Bei den feuchtigkeitsempfindlichen Sukkulenten bietet sich stets die Verwendung eines Tontopfs an, der anders als Plastikgefäße das Wasser nicht lange speichert. Setzen Sie das Umtopfen idealerweise zum Frühjahr an und verwenden Sie wie beim Einpflanzen nur durchlässige Erde. Sorgen Sie im neuen Topf stets für eine gute Drainage durch Tonscherben am Boden.

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Auch Sukkulenten erfreuen sich an einem Topf mit frischem Substrat [Foto: Chamille White/ Shutterstock.com]

Diese Hinweise sollten Sie bei der sachgemäßen Pflege von Sukkulenten beachten:

  • Nur wenig gießen (maximal einmal pro Woche)
  • Untersetzer abgießen
  • Düngung nur im Sommerhalbjahr alle drei Wochen mit Bio-Kakteen- oder Sukkulentendünger
  • Alle paar Jahre umtopfen (durchlässige Erde, Tontopf mit Drainageschicht aus Tonscherben)

Sukkulenten vermehren: Ableger & Co.

Für alle, die aus einer Sukkulente gleich mehrere machen wollen, ohne sich direkt eine neue Pflanze zu kaufen, bietet sich die Vermehrung des Gewächses bei Ihnen zu Hause an. Sukkulenten lassen sich ausgesprochen einfach vermehren. Allein zur vegetativen Vermehrung stehen Ihnen je nach Art zwei Methoden zur Verfügung: Stecklinge und Ableger (bei denen es sich botanisch eigentlich um sogenannte „Kindel“ handelt).

  1. Stecklinge: Eignet sich ideal für Sukkulenten mit größerer Blattoberfläche. Schneiden Sie ein gesundes Blatt idealerweise im Frühjahr von der Pflanze und führen Sie direkt einen weiteren feinen Schnitt am Blattrand durch. Aufgelegt auf Anzuchterde bildet das Blatt innerhalb kürzester Zeit neue kleine Pflänzchen an der Schnittstelle aus, die später mitsamt Wurzeln umgepflanzt werden können.
  2. Kindel: Einige Sukkulentenarten bilden sogenannte Kindel aus, die häufig auch als Ableger bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um kleine Pflänzchen, die direkt neben der Mutterpflanze sprießen. Diese können bei ausreichender Größe sogar ohne eigene Wurzeln abgeschnitten und neu eingepflanzt werden.
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