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Tomaten: ernten, lagern und konservieren

Tomaten sind DAS Lieblingsgemüse. Wir zeigen alles von der Ernte, über Nachreifen und das richtige Lagern bis hin zum Einmachen und Konservieren.

gelbe Cocktailtomaten und große rote Fleischtomate aus dem eigenen Garten

Tomaten aus dem eigenen Garten schmecken herrlich.

Da wir mittlerweile Tomaten fast ausschließlich aus dem Supermarkt um die Ecke kennen, fällt es uns schwer den richtigen Reifegrad einzuschätzen. Hat man den Luxus, Tomaten im eigenen Garten anzubauen, sollte man es auch ausnutzen, die Tomaten reif zu ernten. So hat die Pflanze genügend Zeit, Energie in das Aroma der Früchte zu stecken. Gleich vorweg: Es gibt auch Situationen bei denen man die Tomaten bereits unreif oder vor der Vollreife ernten sollte. Dazu aber später mehr.

Den Reifegrad von Tomaten richtig bestimmen

Die Tomatenernte beginnt hier zu Lande meistens Ende Juli. Bei reifen Tomaten ist die Farbe der Schale stark ausgebildet. Früchte und die Kelchblätter am Fruchtansatz verströmen einigen intensiven und angenehmen Duft. Besonders Fleisch- und Ochsenherztomaten geben nun bei Druck etwas nach. Treffen diese Faktoren zu, empfehlen wir zu ernten. Tomaten lieben Sonne und Wärme und auch deshalb, sollten sie nicht in den Kühlschrank wandern, sondern an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt werden. So sind sie für einige Tage haltbar.

Tomatensorte Kurmato grün dunkelbraune Tomate

Unterschiedliche Reifegrade der Tomatensorte Kurmato

Unreife Tomaten nachreifen und richtig lagern

Wie weiter oben bereits angedeutet, gibt es auch Momente, in denen man fast reife Tomaten bereits vorzeitig ernten sollte. Der offensichtlichste Fall ist der Herbst bevor die ersten Nachtfröste anstehen. Aber auch vor angekündigten und ausgedehnten Regenphasen oder einem anstehenden Urlaub kann geerntet werden. Tomaten reifen gut nach. Am legt man die Früchte auf eine trockene und helle Fensterbank und sorgt für eine weiche feuchtigkeitsaufnehmende Unterlage (Küchentuch, o.Ä.).

Korb voll mit roten kleinfruchtigen Tomaten

Hat man eine Hand voll an Tomatenpflanzen kommt man schnell auf eine größere Ernte. [Foto: CherylCC BY-SA 2.0]

Nach zwei bis drei Wochen sind die Früchte nachgereift und sollten nicht mehr grün sein. Sind die Tomaten noch grün, obwohl es sich um Sorten handelt, die eigentlich rot oder gelb sein sollten, ist von einem Verzehr abzuraten. Unreife Früchte und andere Pflanzenteile enthalten das giftige Solanin. Das Alkaloid sorgt in geringen Mengen für ein Kratzen im Hals. Höhere Dosen können zum Erbrechen, Krämpfen und im Extremfall auch zum Tod führen. Solange man keine grünen Tomaten in großen Mengen verzehrt, ist man jedoch auf der sicheren Seite. Kleinkinder vertragen Solanin schlechter, weshalb man hier auch den Strunk der Tomate auf jeden Fall entfernen sollte.

Konservieren: Tomaten haltbar machen

Wer einmal auf den Geschmack von selbstangebauten Tomaten gekommen ist, kann nicht genug bekommen. Die Ernte übersteigt jedoch manchmal schnell den eigenen Bedarf. Das beliebte Gemüse lässt sich auf verschiedene Arten haltbar machen. Eine der bekanntesten dürfte das Trocknen sein. Besonders in den mediterranen Ländern sieht man häufig an der Sonne trocknende Tomatenhälften. Zu Großmutters Zeiten wurde die überschüssige Ernte auch gerne eingelegt bzw. eingeweckt. Das Einwecken und Einlegen eignet sich jedenfalls gut, wenn man die etwas festere Textur von getrockneten Tomaten nicht mag. Benötigt man häufig Tomaten zum Kochen, bietet sich auch das Einfrieren oder Einkochen an. In unserem Artikel über die Konservierungstechniken für Tomaten erfahren Sie mehr Details.

 

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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