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Tomaten: Fruchtwechsel, Kulturfolge und Mischkultur

Anders als andere Gemüsepflanzen haben Tomaten keine Unverträglichkeit gegen sich oder andere Nachtschattenarten. Ein Fruchtwechsel ist dennoch sinnvoll.

Fruchtfolge bei Tomatenpflanzen

Auch bei Tomaten sollte man die Fruchtfolge beachten. [Foto: – CC BY-SA 2.0]

Versierte Gärtner und Landwirte sprechen häufig über Fruchtwechsel, Kulturfolge und Anbau in Mischkultur. Anders als bei vielen anderen Gemüsearten, verträgt sich die Tomate mit anderen Tomatenpflanzen gut. Auch ist sie verträglich mit anderen Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Co. Tomaten über Jahre hinweg im selben Beet oder in derselben Erde zu kultivieren sollte dennoch mit Vorsicht genossen werden. Denn einerseits brauchen Tomaten einen nährstoffreichen Boden und andererseits gibt es auch einige bodenbürtige Krankheiten.

Tomaten am selben Standort anbauen

Kann man sich die Tomate aus dem eigenen Beet nicht wegdenken und hat man keinen alternativen Ort, sollte man einige Tipps beherzigen. Im Frühjahr vor der Pflanzung sollte der Boden aufgelockert und mit frischem Kompost angereichert werden. Etwas Mist oder Hornspäne können als Langzeitdünger ebenfalls eingearbeitet werden. Dies stellt sicher, dass ausreichend Nährstoffe für ein gesundes Wachstum vorhanden sind.

Um Krankheiten zu vermeiden, sollte man im Vorjahr genau hinschauen. Wenn die Pflanzen stark mit der Braunfäule oder einer anderen Pilzkrankheit befallen sein, müssen möglichst moderne und resistente Sorten gepflanzt werden. Auch Nematoden können im Boden den Winter überstehen. Gegen diese Biester kann man Studentenblumen (Tagetes patula) zwischen die Tomatenpflanzen setzen. Diese sondern Stoffe aus, die Nematoden nicht bekommen.

Tomaten in der Mischkultur: gute und schlechte Nachbarn

Bereits Großmutter wusste die Synergien zwischen Petersilie, Sellerie, verschiedenen Kohlarten und der Tomate zu heben. Diese gelten im Allgemeinen als gute Nachbarn der Tomate. Will man im zeitigen Frühjahr eine Frühkultur ziehen, bietet sich Spinat an. Dessen Wurzelwerk lockert den Boden auf und sorgt so für eine gute Bodenbeschaffenheit für das spätere Wachstum der Tomatenpflanzen. Auch wenn sich Nachtschattengewächse untereinander vertragen, sollte man tunlichst davon absehen, Tomaten mit mittel- oder spätreifen Kartoffelsorten anzubauen. Denn letztere werden beinahe ausnahmslos von der Kraut- und Braunfäule befallen. Dieser Pilz befällt in Folge auch die in der Nähe wachsenden Tomaten.

 

 

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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