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Tomaten: Saatgut gewinnen und aufbewahren

Hat man erst einmal seine Lieblingstomate gefunden, stellt sich die Frage der Saatgutgewinnung. Wir zeigen, wie man Saatgut der Tomate gewinnt & aufbewahrt.

Tomatensamen selber gewinnen

Häufig fragt man sich, warum die Tomaten im Handel häufig nach nicht mehr als einem wässrigen Fruchtkörper schmecken. Wer sich an seine Kindheit und Omas aromatische Tomaten erinnert, schwelgt etwa nicht in realitätsfernen Erinnerungen, sondern weiß, wie Tomaten eigentlich schmecken sollten. Sofern man eine Terrasse, einen Balkon oder einen Garten sein Eigen nennen kann, ist der Anbau von schmackhaften Tomaten kein Problem. Am besten experimentiert man mit einigen altbewährten Sorten und verkostet diese zusammen mit der Familie und Freunden. Hat man erst seine Lieblingssorte(n) gefunden, will man diese gewiss auch im Folgejahr kultivieren.

Alte, samenechte Sorten bewähren sich

Ein Vorteil von altbewährten Sorten ist häufig die Samenechtheit. Denn aus älteren Züchtungen können Samen für das nächste Jahr gewonnen werden, die der Mutterpflanze exakt entsprechen. Modernere Sorten tragen häufig die Bezeichnung F1-Hybrid, was bedeutet, dass den Nachkommen nicht dieselben Eigenschaften der Mutterpflanze zu Teil werden.

Tomaten reifen lassen

Will man Saatgut gewinnen, darf man ein bis zwei Tomaten ruhig etwas länger an der Pflanze hängen lassen. Am besten pflückt man die Früchte erst im überreifen Zustand. Dies garantiert, dass die Samen vollständig ausgebildet sind. Solche Samen sind deutlich keimfähiger. Zur Entnahme der Samen schneidet man die Tomate quer durch. Die glitschigen Samen legt man am besten auf ein kleines, ausgeschnittenes Stück Backpapier aus. Entgegen der weitverbreiteten Meinung müssen die Samen nicht aufwändig von der gallertartigen Masse befreit werden. Ist diese erst mal getrocknet, schützt sie den Samen und sorgt für eine gute Lagerfähigkeit. Die kleinen, gut getrockneten Backpapierstücke können in ein passendes Folienbeutelchen mit Klippverschluss verpackt und anschließend mit einem wasserunlöslichen Stift beschriftet (Sortenname und Erntejahr) werden. Sind die Samen luftdicht verschlossen und an einem kühlen, dunklen Ort untergebracht kann man sich entspannt zurücklehnen. Denn so halten Tomatensamen mindestens fünf Jahre.

 
Kurzanleitung: Tomaten Saatgut gewinnen und aufbewahren:

  • Lediglich samenechte, meistens altbewährte Sorten eigenen sich zur Saatgutgewinnung. Saatgut moderne F1-Hybriden bringt in der nächsten Generation Pflanzen mit anderen Sorteneigenschaften hervor.
  • Die Tomaten, aus denen Samen entnommen werden sollen, sollten möglichst lange an der Pflanze reifen und im besten Fall überreif geerntet werden.
  • Die gepflückten Tomaten schneidet man dem Querschnitt nach durch. Die Samen entnimmt man mit einem Messer oder einem kleinen Löffel. Auf einem kleingeschnittenen Backpapier platziert man die entnommenen Samen.
  • Entgegen der häufigen Annahme, darf die gallertartige Masse um die Samenkörner nicht abgewaschen werden. Ist diese nämlich gut getrocknet, bildet sie eine Schutzschicht um die Samen.
  • Das Backpapierstückchen mit den Samen wird in ein Folienbeutelchen mit Klippverschluss, eine Kamerafilmdose oder ein Schraubglas gesteckt und mit dem Sortennamen und Erntejahr beschriftet.
  • An einem kühlen und dunklen Ort können die Tomatensamen über fünf Jahre aufbewahrt werden.

Felix

Ich bin studierter Wirtschaftsingenieur, aber im Herzen schon immer ein begeisterter Hobbygärtner. Seit über zehn Jahren baue ich Obst und Gemüse im eigenen Garten an, dabei liegt meine Leidenschaft vor allem bei seltenen und besonderen Sorten.
Lieblingsobst: Rotfleischige Pfirsiche und Pluots (Kreuzung Aprikose und Pflaume)
Lieblingsgemüse: Palmkohl, Tomaten und Kardonen

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