skip to Main Content

Tomaten vor Krankheiten schützen

Tomatenpflanzen dürfen in keinem Garten fehlen. Krankheiten können die Ernte vermiesen. Mit diesen Tipps steht einer erfolgreichen Ernte nichts im Weg.

Grauschimmel Botrytis cinerea auf Tomatenblatt

Tomatenblatt mit Grauschimmel im Anfangsstadium. [Foto: Scot NelsonCC BY 2.0]

Immer wieder erreichen uns Anfragen, wie man kränkelnde Tomaten wieder aufpäppelt oder es gar nicht so weit kommen lässt. Viele Gärtner meinen, dass man zur Chemiekeule oder zu neuen F1-Sorten greifen muss. Doch das ist ein Irrglaube.

Wichtig ist, dass man auch als Hobbygärtner einen guten Überblick über die Antagonisten der Tomate hat. Denn nur so ist es relativ leicht möglich einen Befall frühzeitig zu erkennen oder ihm gleich vorzubeugen.

Pilzkrankheiten bei Tomaten

  • Kraut- und Braunfäule

    In den meisten Fällen dürfte es sich um einen Befall der Kraut- und Braunfäule handeln. Diese Krankheit wird durch einen Pilz (Phytophthora infestans) hervorgerufen und tritt meistens bei zu feuchten Kulturbedingungen auf.

    • Symptome:
      Im Hochsommer meistens kurz vor der Ernte verwelkt zuerst das Laub gefolgt von einem Bräunen der Tomatenfrüchte. Wie der Name der Krankheit bereits vermuten lässt, wirken befallene Früchte faul.
    • Vorbeugung:
      Die Pilzsporen liegen oft locker auf dem Erdreich, dadurch können Wasserspritzer die Sporen auf die unteren Blätter und Früchte übertragen.Sind die Kulturbedingungen feucht (regenreicher Sommer, schlecht gelüftetes Gewächshaus) kann sich der Pilz schnell verbreiten und innerhalb weniger Wochen die gesamte Pflanze dahinraffen. Zur Vorbeugung können einerseits tolerante Sorten ausgesät/gepflanzt werden oder die Pflanze wird mit einem Tomatendach vor Regenfall geschützt. Bei Verwendung von gebrauchten Pflanzstäben, sollten diese gründlich desinfiziert werden, damit mögliche Pilzrückstände vom Vorjahr nicht die Jungpflanze befallen. Tomatenpflanzen sollten auch direkt am Wurzelbereich gegossen werden. Eine Benetzung der Blätter mit Wasser kann die Pilzinfektion massiv fördern. Zudem sollten Tomaten mit deutlichem Abstand zu Kartoffeln gepflanzt werden. Hat Ihre Tomatenpflanze bereits viele Blätter gebildet dann sollten Sie die untersten Blätter am Boden entfernen. Damit vermeiden Sie den Kontakt zwischen der nassen Erde und den Blättern. Berühren die Blätter der Tomate länger den nassen Boden dann ist der Befall durch Kraut- und Braunfäule quasi vorprogrammiert.
      ACHTUNG: Besonders ohne Regendach halten wir das oft empfohlene Ausgeizen als kontraproduktiv. Beim Ausgeizen verletzt man die Tomate. Die Wundstelle stellt ein Einfallstor für allerlei Krankheiten dar. Sollten Sie dennoch die Seitentriebe ausgeizen, dann führen Sie diesen Arbeitsschritt bitte nur bei trockener Witterung durch.
    • Behandlung:
      Erkennt man den Befall, kann man diesen meistens nur noch eindämmen. Befallene Pflanzenteile können sich nicht erholen und sollten sofort entfernt und dem Restmüll zugeführt werden. Es kann auch (vorbeugend) mit einem Kupferpräparat (bsp. Funguran, etc.) oder einem anderen Fungizid gespritzt werden, um den Befall einzudämmen. Auch biologische Alternativen bieten sich an. Schließlich will man keine Rückstände des Spritzmittels im eigenen Essen haben. Hier kann entweder eine Brühe aus Rhabarberblättern angesetzt werden oder auf ein kommerzielles Produkt wie Neudovital zurückgegriffen werden.

Folgende resistenten Tomatensorten haben sich bei uns im Garten bewährt:

  • „Primavera“: Leuchtend orange-rote Früchte, die platzfest und besonders saftig und fruchtig sind. Gute Widerstandskraft gegen Kraut- und Braunfäule.
  • „Phantasia“: F1-Hybride für Freiland und Gewächshaus. Natürliche, hohe Resistenz gegen Braunfäule.
  • „Pyros“: F1-Hybride Fleischtomate. Hochtolerante Sorte gegen Kraut- und Braunfäule. Angenehm würzig-fruchtiges Fruchtfleisch.
  • Grauschimmelfäule

    Diese bei Tomaten häufig auftretende Fäule wird ebenfalls durch einen Pilz (Botrytis cinerea) bedingt. Die Übertragung erfolgt meistens durch Wind oder Spritzwasser. Besonders bei feucht-nassem Klima, einem dichten Bestand oder geschwächten Pflanzen hat der Pilz leichtes Spiel

    • Symptome:
      Diese Pilzart kann sämtliche Teile der Tomate befallen. Zuerst bildet der Pilz braune Flecken, die sich besonders bei feuchtwarmer Witterung schnell zu einem großen und flächendeckenden, grauen Schimmelrasen ausweiten. Handelt man nicht schnell genug, stirbt innerhalb kurzer Zeit die gesamte Pflanze ab.
    • Vorbeugung:
      Pflanzen dürften nicht zu eng stehen, da die Pflanzen sonst durch Lichtmangel kümmern und auch langsamer nach Regenschauern abtrocknen. Es sollte ein gewisser Luftzug zwischen den Pflanzen sichergestellt werden.
      Wie bereits bei der Kraut- und Braunfäule erwähnt, müssen Tomaten vorsichtig im Wurzelbereich gegossen werden. Das Laub der Tomatenpflanze darf nicht benetzt werden.
      Auch bei der Düngung von Tomaten sollte man Acht geben. Auch wenn das Nachtschattengewächs zu den Starkzehrern zählt, schwächt eine Überdüngung mit Stickstoff die Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten.
      Auch wenn nach wie vor viele Gartenbesitzer regelmäßig ihre Tomaten ausgeizen, sollte man wissen, dass an diesen Wundstellen leichter Krankheiten in die Pflanze eindringen können. Ausgezeigt werden sollte nur bei Kultur in einem Gewächshaus oder unter einem Tomatendach. Schützt man die Pflanzen nicht vor Regenschauen, sollte unserer Erfahrung nach nicht ausgegeizt werden. Hier bietet sich es an eher die Wurzelmasse zu erhöhen (Pflanze beim Auspflanzen horizontal in die Erde legen und oberes Drittel des Triebs in die Vertikale binden) damit auch die zusätzlichen Geiztriebe mit ausreichend Nährstoffen versorgt werden können.
    • Behandlung:
      Im frühen Stadium sollten die betroffenen Pflanzteile großzügig entfernt werden. Das Schnittgut muss im Restmüll entsorgt werden und darf nicht auf den Komposthaufen gelangen. Die verbleibende Tomatenpflanze sollte anschließend möglichst sonnig und luftig stehen. Falls möglich sollte man versuchen die Pflanze mit einem Regenschutz/Dach vor Niederschlägen zu schützen.
      Ist die Reife der Tomaten noch einige Wochen entfernt, kann man sich auch überlegen zu einem Fungizid zu greifen, um einen weiteren Befall zu verhindern. Dabei auf jeden Fall die Gebrauchsanweisung beachten, dort ist angegeben welche Wartezeiten eingehalten werden müssen. Zudem kann die Pflanze mit einigen Hausmitteln gestärkt werden. Hier bietet sich beispielsweise ein Schachtelhalmextrakt an. Dieses kann auch von der Firma Neudorff käuflich erworben werden.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

  • Relaxdays Gewächshaus: Zur Anzucht von Pflanzen auch ideal für Balkon; Schützt Ihre Pflanzen vor Witterung; transparente Folie mit aufrollbarer Tür
  • Songmics Foliengewächshäuser: Optimaler Schutz vor Witterung für Ihre Pflanzen. Stabile und robuste Rahmenkonstruktion.
  • Neudorff Cueva AF Tomaten-Pilzfrei: Anwendungsfertiges Spritzmittel gegen Kraut- und Braunfäule an Tomaten. Umweltschonend durch reduzierte Kupfermenge und nicht bienengefährlich sowie für den ökologischen Landbau zugelassen.
  • Blattfleckenkrankheit

    Auch bei dieser etwas seltener auftretenden Krankheit treibt ein Pilz (Septoria lycopersici) sein Unwesen. Tomaten sind häufig nur betroffen, wenn Sellerie in der Nachbarschaft wächst, da dieser recht häufig befallen wird.

    • Symptome:
      Symptome für diese Pilzkrankheit sind wässrige Flecken (meistens auf den unteren, älteren Blättern) die dunkelgefärbt sind. Ein äußerer Ring grenzt die Flecken vom noch gesunden Blatt ab. Dieses vergilbt nach kurzer Zeit auch. Das Blatt stirbt in Folge ab. Im fortgeschrittenen Stadium sieht man auf der Blattunterseite auch die sog. Sporenbehälter.
    • Vorbeugung und Bekämpfung:
      Wie bei den meisten anderen Pilzkrankheiten begünstigt eine feuchte und nasse Witterung den Pilzbefall ungemein. Tomatenpflanzen sollten möglichst trocken und luftig stehen und auch beim Gießen nicht mit Wasser benetzt werden. Optimalerweise gießt man vorsichtig im Wurzelbereich.
      Die Blattfleckenkrankheit ist bei Tomaten weit weniger schlimm als die beiden oben genannten Krankheiten. Befallene Blätter entsorgt man zügig im Restmüll.
      Meistens schwächt ein Befall die Pflanze und sorgt für eine geringere Erntemenge. Ein Komplettausfall durch die Blattfleckenkrankheit kommt bei Tomaten nur äußerst selten vor. Damit sich der Pilz bei schlechter Witterung nicht weiter ausbreitet, kann mit einem Pflanzenschutzmittel und einem Pflanzenstärkungsmittel (bsp. Schachtelhalmextrakt) gearbeitet werden.
  • Echter Mehltau

    Diesen Pilz (Oidium lycopersicum) findet man bei Tomaten meistens nur bei einer Kultur im Gewächshaus. Der Echte Mehltau trägt seinen Spitznamen „Schönwetterpilz“ nicht umsonst. Besonders bei langen Schönwetterperioden und Trockenheit gedeiht er. Gegen diesen Pilz ist die Vorbeugung das beste Mittel. Gießen Sie regelmäßig und achten Sie darauf, dass das Gewächshaus nicht staubtrocken ist. Bei Befall kann man ein Pflanzenschutzmittel meistens getrost im Schrank lassen. Die befallenen Blätter können entfernt werden. Ist der Befall etwas stärker, kann auch beispielsweise mit Neudovital gespritzt werden.

  • Dürrfleckenkrankheit

    Der Pilz (Alternaria solani) verursacht die Dürrfleckenkrankheit. Diese äußert sich vor allem an den Früchten. Diese werden teilweise faulig. In Folge bildet sich weißer Schimmel, mit im Endstadium schwarzen Sporen, aus. Das Laub befallener Pflanzen sollte möglichst trocken gehalten werden. Befallene Früchte müssen entfernt und im Restmüll entsorgt werden, bevor sich die Sporen weiter ausbreiten können. Generell ist die Fruchtfolge einzuhalten. Vorbeugend kann man die Pflanze mit einem Schachtelhalmextrakt stärken oder auch zu einem Pflanzenschutzmittel greifen. Auch die Mischkultur mit Kreuzblütlern (diverse Kohlarten) und Karotten ist empfehlenswert.

  • Stängelfäule

    Diese Pilzkrankheit kommt bei richtiger Kultur selten vor. Der Pilz Didymella lycopersici ist Verursacher der Stängelfäule, die an den Stielen der Tomatenpflanzen auftritt. Bei einem Befall sind diese in Bodennähe schwarz verfärbt und fallen leicht nach Innen ein. Ebenso kann der Befall an dem Stiel der Tomatenfrüchte auftreten. Breitet sich der Pilz weiter aus, beginnt die Pflanze zu welken und stirbt schließlich ab. Die Stängelfäule tritt insbesondere an Stellen auf, an denen die Tomatenpflanze verletzt ist. Verletzungen können beispielsweise ausgebrochene Triebe (durch Ausgeizen) oder Scheuerstellen durch das Befestigen an einem Pflanzstab sein.
    Am besten hält man die Pflanzen trocken und frei von Wunden. Tritt der Befall auf, sollte die betroffene Stelle großflächig mit einem Pflanzenschutzmittel (Fungizid) behandelt werden. Die Behandlung sollte nach Anleitung, meist aber mit drei Wiederholungen im Abstand von etwa 10 Tagen, durchgeführt werden. Da der Pilz im Boden, an Samen und an gebrauchten Pflanzstäben überwintern kann, sollte man bei einem Befall im Folgejahr achtsam sein. Die Fruchtfolge ist definitiv einzuhalten. Der Pflanzstab sollte desinfiziert werden.

  • Samtflecken- und Braunfleckenkrankheit

    Diese Tomatenkrankheit kennen nur Gartenbesitzer, die in den Genuss eines Gewächshauses gekommen sind. Denn die Samtflecken- und Braunfleckenkrankheit tritt nur bei der Kultur im Gewächshaus auf. Cladosporium fulvum, ein Pilz, verursacht diese Erkrankung.

    • Symptome:
      Als Symptom zeigen sich gelbliche Flecken auf der Blattoberseite. Diese färben sich mit fortschreitendem Verlauf bräunlich und führen zu einem Absterben des befallenen Blattes. Auf der Unterseite bildet sich ein samtartiger Pilzflaum, aus denen sich auch später die Sporenlager entwickeln.
    • Vorbeugung:
      Feuchte Blätter und eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigen einen Befall mit der Samtfleckenkrankheit. Deshalb sollten Pflanzen vorsichtig im Wurzelbereich gegossen werden. Die Blätter sollten auf keinen Fall mit Wasser benetzt werden. Auch ist auf eine ausreichende Lüftung zu achten. Deshalb empfehlen wir Gewächshäuser mit einer ausreichenden Höhe und zahlreichen Lüftungsmöglichkeiten. Ebenso ist es wichtig, dass die Pflanzen nicht zu dicht stehen und die Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren kann. Auch ein Auslichten der Tomaten kann sinnvoll sein.
    • Behandlung:
      Seit einigen Jahren ist die Samtfleckenkrankheit auf dem Vormarsch und verbreitet sich recht schnell. Da man den Pilz mit biologischen Pflanzenschutzmitteln nur schlecht bekämpfen kann, muss man auf Vorbeugung achten. Die Samtfleckenkrankheit ist nicht zu unterschätzen. Hat sie sich einmal im Gewächshaus ausgebreitet, wird es schwierig den Erreger dauerhaft zu beseitigen. Erkennt man einen Befall muss schnell gehandelt werden. Befallene Pflanzteile sollten großflächig ausgeschnitten werden und auf dem Restmüll entsorgt werden. Um ein Überspringen auf anderen Pflanzenteile oder andere Pflanzen zu verhindern, sollte sicherheitshalber auf ein Fungizid zurückgegriffen werden Die Samtfleckenkrankheit ist nicht zu unterschätzen. Hat sie sich einmal im Gewächshaus ausgebreitet, wird es schwierig den Erreger dauerhaft zu beseitigen.

Folgende Produkte haben sich bei uns im Garten bewährt:

  • Welkepilze

    Welkepilze (Fusarium, Verticillium, Pythium, etc.) sind im gewerblichen Obst-, Getreide- und Gemüseanbau gefürchtet.

    • Symptome:
      Je nach Pilzart zeigen sich unterschiedliche Symptome: Fusarium-Pilze breiten sich meistens von den unteren Blättern nach oben aus. Nach etwa zwei Wochen stirbt die Pflanze ab. Verticillium befällt meistens nur andere Nachtschattengewächse wie Paprika und Chili. Ein Übergreifen des Pilzes auf benachbarte Tomatenpflanzen ist allerdings unserer Meinung nach nicht ausgeschlossen. Pythium zeigt sich im oberen Wurzelbereich. Dieser Pilz schwächt ältere Pflanzen massiv und kann bei jüngeren Exemplaren zu einem Absterben führen.
      Verwechselungsgefahr: Auch ein Bakterienbefall mit (Corynebacterium michiganense, Clavibacter michiganensis) kann zu der typischen Welkeerscheinung führen.
    • Vorbeugung:
      Besonders vorbeugende Maßnahmen sind essentiell. Die Kulturbedingungen sollten nicht zu feucht sein. Dies betrifft sowohl die Luftfeuchtigkeit als auch die Benetzung von oberirdischen Pflanzteilen mit Gießwasser. Auch eine Überdüngung mit Stickstoff muss vermieden werden. Die Fruchtfolge ist unbedingt einzuhalten, da viele Welkepilze zu den bodenbürtigen Krankheiten zählen und über mehrere Jahre im Boden überleben können. Hat man im Vorjahr bereits einen Pilzbefall gehabt, sollte man definitiv zu moderneren und resistenten Sorten greifen.
    • Behandlung:
      Pflanze vernichten und falls möglich obere Erdschicht abtragen und ebenfalls im Restmüll entsorgen. Anschließend wird in den Boden Kalkstickstoff eingearbeitet. Direkt im Anschluss sollten alle verwendeten Gartengeräte desinfiziert (Schaufel, Schere, etc.) werden. Zudem kann in der Nachkultur Phacelia (umgangssprachlich auch als Bienenweide oder Bienenfreund bezeichnet) zur Bodenkur gepflanzt werden. Am betroffenen Standort sollte die kommenden 5 Jahre kein Gewächs derselben Familie mehr angebaut werden (Fruchtfolge beachten!). Damit die Krankheitserreger im Boden abgebaut werden können, ist ein gesundes Bodenleben von großem Vorteil. Das Einbringen von Kompost oder eine Gründüngung fördert das Bodenleben.

Viruserkrankungen

  • Tomaten- und Paprikamosaikvirus

    Hier sind insbesondere zwei Virusarten bekannt. Der Tabakmosaikvirus der einst im Tabakanbau gefürchtet war, kann auch Nachtschattengewächse wie Tomate, Paprika/Chili und Aubergine befallen. Ein Befall äußert sich meistens an den Tomatenfrüchten. Hier bilden sich bräunliche Ringe. Das Fruchtfleisch verhärtet sich und wird auch bei Vollreife nicht weich. Bis auf Pflanzenstärkung kann man relativ wenig gegen den Befall tun. Befallene Pflanzen und Früchte sollten möglichst schnell im Hausmüll entsorgt werden. Tritt der Befall im eigenen Garten häufiger auf, sollte man zu neueren Tomatensorten mit Resistenz gegen den Mosaikvirus greifen.

    Ein anderer Virusstamm des Mosaikvirus springt von der Paprika oder von Chilis über. Besonders wenn Paprika und Co zusammen mit Tomaten kultiviert werden, muss man diese Pflanzen regelmäßig auf einen Befall mit Blattläusen kontrollieren. Denn dieser Schädling überträgt beim Saugen den Virus. Bekämpft man die Läuse hat auch die Viruserkrankung üblicherweise keine Chance. Gegen Blattläuse kann man auch bestens Nützlinge einsetzen. Lesen Sie hierzu mehr in unserem Beitrag Nützlinge bei Tomaten.

Blütenendfäule: Wenn Tomaten faulen

Eine weniger kritische Krankheit ist die Blütenendfäule. Besonders bei großfruchtigen Tomaten (Ochsenherz und Fleischtomaten) bildet sich an der Unterseite der Frucht eine unschöne Verfärbung. Die Frucht zieht sich mit fortschreitendem Stadium etwas nach Innen zusammen. Dieses Problem tritt durch einen Kalziummangel auf und kann entsprechend einfach behoben werden. Eine nährstoff- und mineralstoffreiche Erde ist die Basis für gesunde Pflanzen. Tritt das Phänomen dennoch auf, sollte mit einem Gartenkalk gedüngt werden.

David

Ich bin Student der Gartenbauwissenschaften und zudem gelernter Zierpflanzengärtner. Das Thema Anbau lässt mich seit meiner Kindheit einfach nicht los: Egal, ob auf der kleinen Stadtfensterbank oder im großzügigen Garten - Gärtnern muss ich auch in meiner Freizeit immer und überall.
Lieblingsobst: Himbeeren
Lieblingsgemüse: Brokkoli

Back To Top