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Agapanthus: Tipps zum Pflanzen & Pflegen der Schmucklilie

Schmucklilien bezaubern mit ihren wunderschönen Blüten. Wir zeigen, worauf es beim Pflanzen ankommt und was man bei der Pflege des Agapanthus hinsichtlich des Düngens und Gießens beachten muss.

Schmetterling an blauer Agapanthus-Blüte
Agapanthus gehört dank seiner beeindruckenden Blüten zu den beliebtesten Kübelpflanzen hierzulande [Foto: Dina Einstein/ Shutterstock.com]

Die Schmucklilie (Agapanthus) passt in jeden Garten mit Platz für einen großen Blumenkübel. Sie bildet große, eindrucksvolle Blüten aus und ist dabei trotzdem leicht zu pflegen. Wird die beliebte Kübelpflanze richtig gegossen, gedüngt und überwintert, kann sie viele Jahre alt werden und mit ihren beeindruckenden Blüten lange unsere Terrassen, Balkons und Gärten schmücken. In diesem Artikel verraten wir Ihnen deshalb alles, was Sie über die Pflege von Schmucklilien wissen müssen: von der Herkunft und empfehlenswerten Sorten über das fachgerechte Pflanzen bis hin zum Pflegen und Vermehren von Agapanthus.

Agapanthus: Herkunft und Eigenschaften

Agapanthus gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Natürlicherweise kommen sie ausschließlich im südlichen Afrika vor, wo sich ihr Verbreitungsgebiet vom Küstenbereich bis ins Bergland erstreckt. Da das südafrikanische Klima sich doch in so mancher Hinsicht von dem in Mitteleuropa unterscheidet, wird die Schmucklilie in Deutschland meist als Kübelpflanze kultiviert.

Die Schmucklilie wächst als Staude, die je nach Ursprungsart immergrün oder sommergrün ist. Als Überdauerungsorgane werden von ihr Rhizome ausgebildet. Die einfachen, parallelnervigen Blätter sind grundständig, ungestielt und wachsen horstartig. Die kugeligen Blütendolden sind aus meist blau, violett oder weiß gefärbten Einzelblüten zusammengesetzt. Je nach Sorte unterscheidet sich die Blüte der Schmucklilie neben der Farbe zudem in der Form, die auch glockenförmig sein kann.

Agapanthus-Sorten

Insgesamt gibt es mehrere hundert verschiedene Sorten, die aus verschiedenen Arten wie beispielsweise Agapanthus africanus (Afrikanische Schmucklilie) oder Agapanthus campanulatus (Glockenförmige Schmucklilie) kultiviert wurden. Je nach Ursprungsart sind die Blüten unterschiedlich geformt und gefärbt.

Weiße Agapanthus-Blüte
Je nach Art und Sorte trägt Agapanthus blaue oder weiße Blüten [Foto: M_X_P/ Shutterstock.com]

Hier eine kleine Auswahl der schönsten Agapanthus-Sorten:

  • ‘Albus’: Trichterförmige, weiße Blüten; sommergrün
  • ‘Angela’: Violett-blaue, trichterförmige Blüte; immergrün
  • ‘Black Buddhist’: Große, violett-blaue Blüten; sommergrün
  • ‘Blue Giant’: Kräftig blaue Blüten; immergrün
  • ‘Northern Star’: Kräftige, dunkelblaue Blüten; sommergrün
  • ‘Silver Baby’: Weiße Blüten mit nur leicht blauen Blütenblattspitzen, kleine Sorte von nur 60 cm Höhe
  • ‘Sunfield’: Kleiner Wuchs, trichterförmige, hellblaue Blüten; sommergrün
  • ‘Twister’: Weiße Blüten mit blauer Basis; sommergrün

Agapanthus pflanzen: Standort und Vorgehen

Als Standort für die Schmucklilie sollte ein möglichst sonniger Platz gewählt werden, da sie als echte Südafrikanerin Licht und Wärme liebt. Helle, halbschattige Plätze sind auch möglich, aber es sollten wenigstens ein paar Stunden Sonne am Tag gegeben sein. Außerdem ist es ratsam, dass der Standort windgeschützt ist.

Der richtige Standort für Agapanthus im Überblick:

  • Möglichst sonnig und warm
  • Windgeschützt
  • Substrat: normale Blumenerde
  • Nährstoffreich und durchlässig
  • Leicht alkalischer pH-Wert
Blauer und weißer Agapanthus im Garten
Am wohlsten fühlt sich die Schmucklilie an einem sonnigen und warmen Ort [Foto: ingehogenbijl/ Shutterstock.com]

Da Agapanthus in Deutschland nicht im Freien überwintern kann, sollte man ihn in einen Topf oder Kübel pflanzen. Als Pflanzsubstrat kann man normale Blumenerde verwenden, die gegebenenfalls mit etwas Lehm oder Sand vermischt wird. Das Substrat sollte außerdem durchlässig und nährstoffreich sein. Fügen Sie dem Substrat außerdem vor dem Einpflanzen einen Dünger mit organischer Langzeitwirkung hinzu, um die nachhaltige Nährstoffversorgung Ihrer Schmucklilie sicherzustellen. Unser Plantura Bio-Blumendünger gibt seine Nährstoffe langsam und schonend an die Pflanze ab und versorgt sie so langfristig mit allem, was der Agapanthus für eine üppige Blüte braucht.
Der pH-Wert sollte eher im leicht alkalischen Bereich liegen. Wichtig ist, immer ein Pflanzgefäß zu wählen, bei dem überschüssiges Wasser ablaufen kann. Zusätzlich kann durch eine Drainageschicht, zum Beispiel aus etwas Kies, vermieden werden, dass an den Wurzeln Staunässe entsteht. Denn diese wird von den Schmucklilien gar nicht gut vertragen.

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Schritt-für-Schritt Anleitung: Wie pflanze ich Agapanthus?

  1. Drainageschicht anlegen
  2. Substrat mit einem Langzeitdünger wie unserem Plantura Bio-Blumendünger anreichern
  3. Pflanzgefäß zu einem Drittel mit Substrat füllen
  4. Agapanthus-Pflanze mittig in den Topf setzen
  5. Pflanzgefäß mit Substrat auffüllen
  6. Gut angießen

Agapanthus pflegen

Grundsätzlich ist die Schmucklilie eine sehr pflegeleichte Pflanze, die auch ohne großen Aufwand schnell und kräftig wächst. Während der Blüte reagiert sie allerdings sensibel auf Veränderungen und sollte dann möglichst nicht umgestellt werden – vor allem nicht an einen Standort mit weniger Licht. Ansonsten ist ein Ortswechsel kein Problem. Auch sollte die Pflanze möglichst selten umgetopft werden, sondern erst, wenn das Substrat im Kübel komplett dicht durchwurzelt ist. Schädlinge sind bei Schmucklilien im Hausgarten normalerweise kein Problem, da Schnecken und Raupen an den Blättern kein Interesse haben. Auch Pilz- oder Bakterienbefall gibt es kaum. Je nachdem, ob Sie eine immergrüne oder eine sommergrüne Agapanthus-Sorte zu Hause haben, ergeben sich vor allem bei der Überwinterung einige Besonderheiten. Eine ausführliche Anleitung zum Überwintern von Schmucklilien können Sie hier nachlesen.

Agapanthus düngen

Auch hier erweist sich Agapanthus als unkomplizierte Pflanze, die keine speziellen Ansprüche an ihre Düngung stellt. Optimal sind Volldünger mit einem ausgewogenen NPK-Verhältnis und einer ausreichenden Mineralstoffversorgung. Hier eignet sich unser Plantura Bio-Blumendünger besonders gut, da dieser als Langzeitdünger die Pflanze drei Monate lang mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt. Für eine kräftige Blüte sollte man die Schmucklilie ab April düngen, bis sie zu blühen beginnt. Auf diese Weise reicht mit dem Plantura Bio-Blumendünger eine Gabe im Frühjahr und eine Nachdüngung im Sommer vor der Blüte völlig aus.

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Agapanthus gießen

Agapanthus reagiert auf zu viel Wasser grundsätzlich deutlich empfindlicher als auf zu wenig. Ab April sollte man ihn regelmäßig und ausreichend gießen. Das Substrat im Topf sollte dabei feucht, aber nie nass werden. Die Schmucklilie erneut zu gießen, ist erst notwendig, wenn sich das obere Drittel im Kübel komplett trocken anfühlt. Da Agapanthus in seinem fleischigen Rhizom allerdings Wasser speichern kann, verkraftet er auch mehrere Wochen ohne Wasser. Über die Wintermonate von November bis März muss er wenig bis gar nicht gegossen werden.

Zusammenfassung: So pflegt man Agapanthus richtig:

  • Standort während der Blüte nicht wechseln
  • Schädlinge und Krankheiten verschonen die Schmucklilie weitestgehend
  • Agapanthus richtig düngen: Grunddüngung mit einem Dünger mit organischer Langzeitwirkung bei der Pflanzung
  • Erste Düngung im April
  • Zweite Düngung im Sommer vor der Blüte
  • Besser zu wenig als zu viel gießen
  • Staunässe vermeiden
  • Agapanthus im Winter sehr mäßig gießen

Agapanthus vermehren

Die Schmucklilie kann relativ einfach über Ableger selbst vermehrt werden. Das bietet sich zum Beispiel an, wenn sie ohnehin für ihren bisherigen Pflanztopf zu groß geworden ist und umgetopft werden muss. Der Wurzelballen kann dann mit einem scharfen Gartenwerkzeug (je nach Größe kann auch ein Spaten notwendig sein) in mehrere Teile geschnitten werden. Die einzelnen Wurzelstücke werden jeweils in einen eigenen neuen Topf gepflanzt.

Blauer Agapanthus in einer Wiese
Agapanthus kann über Ableger oder Samen vermehrt werden [Foto: anne-tipodees/ Shutterstock.com]

Eine weitere Möglichkeit, Agapanthus selbst zu vermehren, besteht darin, die Früchte ausreifen zu lassen und die Samen zu ernten. In beiden Fällen dauert es allerdings einige Zeit, bis die Schmucklilie das nächste Mal blüht.

Ist Agapanthus giftig?

Grundsätzlich ist Agapanthus nicht giftig, ein intensiver Kontakt mit dem Pflanzensaft kann aber zu Reizungen der Haut führen. Allerdings ist das Rhizom beim Verzehr für Menschen und Tiere giftig. Deshalb sollten beim Vermehren der Pflanze unbedingt Handschuhe getragen werden.

Damit Sie möglichst lange etwas von Ihrer Schmucklilie haben, ist es essenziell, sie richtig zu überwintern. Alles über das Überwintern von Agapanthus können Sie in unserem Spezialartikel zum Thema nachlesen.

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