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Agapanthus überwintern: Tipps für eine erfolgreiche Überwinterung

Immer wieder stellt sich die Frage, ob der beliebte Agapanthus (auch Schmucklilie genannt) winterhart ist oder überwintert werden muss. Wir zeigen, wie und wo man Agapanthus richtig überwintert und wie man die Kübelpflanze im Winter pflegt.

Agapanthus mit violetten Blüten und Schmetterling
Pflegeleicht und wunderschön präsentiert sich die Schmucklilie [Foto: Dina Einstein/ Shutterstock.com]

Eine wahre Schönheit hat es aus dem südlichen Afrika nach Europa geschafft: die Schmucklilie (Agapanthus). Die ausdauernde und krautige Pflanze zierte schon zu Zeiten des Barock so manchen herrschaftlichen Garten und erfreut sich auch heute noch größter Beliebtheit. Ein wichtiges Thema bei der Haltung der Liebesblume ist die Überwinterung.

Sind Schmucklilien winterhart?

Zwar ist die Schmucklilie mehrjährig, in Mitteleuropa aber nicht winterhart. Südafrika, das Heimatland des Agapanthus, ist nicht gerade für seine häufigen Fröste bekannt. Da das Gewächs sich an die dortigen Bedingungen angepasst hat, verträgt es unsere kalten Winter nicht. Jedoch sollte unterschieden werden zwischen den immergrünen und den laubabwerfenden Arten.

  • Immergrüne Liebesblumen: Die Afrikanische Schmucklilie (Agapanthus africanus), Agapanthus praecox und zahlreiche Hybriden sind immergrüne Vertreter der Gattung Agapanthus. Diese Gewächse vertragen keinen Frost.
  • Laubabwerfende Liebesblumen: Zu den laubabwerfenden Liebesblumen gehören die Glockige Schmucklilie (Agapanthus campanulatus), die Röhrenblütige Schmucklilie (Agapanthus inapertus), Agapanthus caulescens, Agapanthus coddii sowie diverse Hybride. Diese Arten ziehen sich zur kalten Jahreszeit in die Erde zurück und treiben im Frühjahr neu aus. Dafür bilden sie unterirdische Rhizome als Überdauerungsorgane aus. Da die Pflanzen für Kälte weniger Angriffsfläche bieten, vertragen sie leichte Fröste und gelten in Großbritannien sogar als winterhart.
Agapanthus in Topf
Schmucklilien sind bei uns nicht winterhart und sollten daher in Töpfen gehalten werden [Foto: Anna50/ Shutterstock.com]

Agapanthus richtig überwintern: Unsere Tipps

Zu niedrige Temperaturen lassen Agapanthus absterben. Von einem Auspflanzen ist daher abzuraten. Laubabwerfende Arten überstehen zwar auch Fröste und könnten in milden Regionen mit einem Schutz aus Reisig möglicherweise sogar den Winter überstehen, doch die Verlustraten sind hoch. Bei immergrünen Arten gibt es so gut wie keine Chance, den Winter im Freien zu überleben.

Wann wird es für den Agapanthus zu kalt?

Schmucklilien sind aus ihrer Heimat teilweise leichte Fröste gewohnt, sollten aber dennoch nicht überstrapaziert werden. Bringen Sie die Pflanzen also vor den ersten Frösten ins sichere Winterquartier. Laubabwerfende Arten vertragen prinzipiell kühlere Temperaturen als immergrüne Schmucklilien. Unter optimalen Bedingungen können sie sogar -15°C überstehen.

Schmucklilie überwintern: Wie und wo?

Agapanthus-Arten sollten Sie grundsätzlich kühl überwintern. Optimal ist eine Temperatur zwischen 0°C und 5°C. Zu hohe Temperaturen führen zu einer verringerten Blüte im kommenden Jahr. Immergrüne Arten sollten unbedingt frostfrei überwintert werden. Da diese auch im Winter ihre Blätter behalten, also weiterhin Photosynthese betreiben, brauchen sie aber unbedingt Licht in ihrem Winterquartier. Wählen Sie also einen hellen und frostfreien Ort, etwa eine Garage mit Fenster, einen kühlen Gang oder ein unbeheiztes Gewächshaus. Finden Sie keinen Platz, der kühl und gleichzeitig hell ist, dann bieten spezielle Pflanzenlampen eine gute Alternative zu Fenstern. Ist es der immergrünen Schmucklilie im Winterquartier zu warm, so zeigt sie dies durch gelbe Blätter.

Agapanthus mit weißen Blüten
Zu hohe Temperaturen im Winter verringern die Blühfähigkeit im nächsten Jahr [Foto: katacarix/ Shutterstock.com]

Laubabwerfende Liebesblumen sind im Winter weniger anspruchsvoll. Da sie ihre Blätter einziehen, benötigen sie kein Licht im Winterquartier. Erst wenn sich wieder erste Blattspitzen zeigen, wird es Zeit für ein wenig Helligkeit. Außerdem kommen laubabwerfende Arten auch mit Temperaturen unter 0°C zurecht. Kälter als -15°C sollte es aber keinesfalls werden.

So pflegt man Agapanthus im Winter

In der kalten Jahreszeit geht Agapanthus in Winterruhe. Während die immergrünen Arten (wenn auch sehr wenig) gegossen werden sollten, verzichten laubabwerfende Arten gänzlich auf Wasser. Das heißt, sie dürfen keinesfalls gewässert werden. Auch auf Dünger sollten Sie in beiden Fällen verzichten. Die Pflege während des Winters ist also denkbar einfach. Ein Zurückschneiden der Pflanzen vor dem Überwintern ist bei der Schmucklilie nicht sinnvoll. Immergrüne Arten brauchen auch im Winter ihre Blätter. Laubabwerfende Arten hingegen entsorgen ihre Blätter selbstständig. Diese verfärben sich zunächst gelb und werden anschließend braun und trocken. Erst dann sollten Sie die abgestorbenen Blätter entfernen.

Im Frühjahr möchten die Pflanzen aber so früh wie möglich nach draußen. Sobald die letzten Fröste vorbei sind, genießen sie die frische Brise. Bringen Sie die Pflanzen an einen windgeschützten und sonnigen Ort nach draußen. Bedenken Sie allerdings, dass die Blätter noch empfindlich sind, da die Pflanzen über den Winter keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt waren. Um Sonnenbrand vorzubeugen, sollten Sie deshalb vorsichtig vorgehen. Gewöhnen Sie die Gewächse nach und nach an das direkte Sonnenlicht, indem sie für das Ausräumen bedeckter Tage auswählen oder sie zuerst unter einen Busch oder an einen ähnlichen Ort stellen.

Agapanthus mit Knospen
Gute Pflege und eine richtige Überwinterung belohnt die Schmucklilie mit zahlreichen Blüten im folgenden Jahr [Foto: Ian Grainger/ Shutterstock.com]

Zum Start in die neue Saison freut sich die Schmucklilie auch über eine frische Düngergabe. Dafür eignet sich unser Plantura Bio-Universaldünger optimal, da er die Schmucklilie über die ganze Saison mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Bringen Sie unseren Plantura Bio-Universaldünger einfach einmal jährlich im März aus und gießen Sie die Schmucklilie anschließend, damit das Granulat sich auflösen kann.

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Hier noch einmal alles Wichtige zur Pflege von Agapanthus im Winter:

Immergrüne Arten:

  • Nicht frosttolerant
  • Vor dem Winter keinesfalls zurückschneiden
  • Kühle und helle Überwinterung
  • Im Winter nicht düngen, nur sehr wenig gießen

Laubabwerfende Arten:

  • Tolerant gegen leichte und mäßige Fröste
  • Kühle und trockene Überwinterung
  • Blätter können entfernt werden, sobald sie vollständig vertrocknet sind
  • Im Winter nicht düngen

Nach dem Winter sollten alle Agapanthus-Arten so früh wie möglich nach draußen gebracht und gedüngt werden.

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