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Ahorn düngen: Experten-Tipps zum Düngen von Japanischem Ahorn

Der Japanische Ahorn aus Fernost hat keine besonderen Ansprüche, freut sich aber trotzdem über eine Düngung. Wir zeigen, wie man Ahorn richtig düngt.

Gedrungener grüner Ahorn
Im Gegensatz zu heimischen Ahorn-Arten wächst Japanischer Ahorn deutlich gedrungener und seine Blätter sind sehr viel feiner als die anderer Ahorn-Arten

Ahorn (Acer) ist eine vielfältige Baumgattung, die weltweit in den gemäßigten Breiten zu finden ist. Während unsere heimischen Ahorn-Arten wie der Spitzahorn (Acer platanoides) und der Bergahorn (Acer pseudoplatanus) zu gewaltigen Bäumen heranwachsen können, bleiben japanische Ahorn-Arten meist klein. Umso beeindruckender ist dafür ihre prächtige Herbstfärbung, die mittlerweile viele Gärten in ein wahres Farbspektakel verwandelt. Die zwei häufigsten Arten sind dabei der Echte Japanische Ahorn (Acer japonicum) und der Fächerahorn (Acer palmatum). Diese beiden sind sich sehr ähnlich und werden beide gemeinhin als Japanischer Ahorn bezeichnet.

Wenngleich zu Japanischem Ahorn verschiedenste Sorten, ja sogar verschiedene Arten gezählt werden, haben sie doch recht ähnliche Ansprüche. Kein Wunder, denn sie stammen alle – wie der Name es verrät – aus dem japanischen Raum. Dort wachsen sie natürlicherweise in Wäldern, die aufgrund der Nähe zum Meer eher feucht und mild temperiert sind. Und wenn der Lebensraum schon derart ähnlich ist, dann sind es auch die Bedürfnisse und Ansprüche, welche die Gewächse stellen.

Die Grundregel bei der Düngung ist: Die schönste Herbstfärbung bringen diejenigen Exemplare des Japanischen Ahorns, die am wenigsten gedüngt wurden. Weniger ist also definitiv mehr. Die dekorativen Pflanzen wachsen in ihrer Heimat meist auf steinigem Untergrund, in dem Nährstoffe nicht gerade reich gesät sind. Düngen Sie deshalb bedarfsgerecht und sparsam. 

Herbstliche Laubfärbung in Japan
Kehrt in den Wäldern mit Japanischem Ahorn der Herbst ein, zeigt sich ein wunderbares Bild [Foto: Manuel Ascanio/ Shutterstock.com]

Der perfekte Zeitpunkt zum Düngen von Ahorn

Im Frühjahr, zwischen April und Mai, beginnt für den Japanischen Ahorn die Wachstumssaison. Dann ist es auch an der Zeit, das ausladende Gewächs mit Nährstoffen zu versorgen. Wählen Sie hierzu ausschließlich Langzeitdünger, der seine Nährstoffe über die Zeit abgibt. Diese einmalige Düngung im Frühjahr reicht der anspruchslosen Pflanze vollkommen aus. Eine spätere Düngung kann sogar zu Schäden im Winter führen, wenn die Pflanze aufgrund zu vieler Nährstoffe ihr Wachstum nicht rechtzeitig einstellt.

So düngt man Ahorn richtig

Japanischer Ahorn sollte nicht übermäßig gedüngt werden. Ein Zuviel schlägt sich auf Stabilität, Gesundheit und Laubfärbung der Pflanze nieder. Gerade ein Überschuss an Stickstoff kann zu Kälteanfälligkeit und Instabilität führen.

Rötlich-gelbe Blattfärbung bei gefächerten Ahornblättern
Besonders prächtig ist der Japanische Ahorn im Herbst – nicht zuletzt die richtige Düngung ist entscheidend für die intensive Färbung [Foto: Nataliya Hora/ Shutterstock.com]

Ausgepflanzte Exemplare müssen häufig sogar überhaupt nicht gedüngt werden. In ihrer Umgebung finden sich meist genug Nährstoffe, welche die Pflanzen mit ihren Wurzeln erreichen können. Insbesondere wenn Sie die heruntergefallenen Blätter nicht entfernen, bleiben immer ausreichend Nährstoffe zur Verfügung. Kübelpflanzen hingegen haben keine so reiche Auswahl und freuen sich über eine Langzeitdüngung, die sie im Frühjahr erhalten.

Ahorn organisch düngen: Ausbringungsempfehlung

Der beste organische Dünger für Japanischen Ahorn sind die eigenen Blätter. Diese enthalten alle Nährstoffe, die der Ahorn braucht. Sobald sie vom Baum herunterfallen, werden sie von einer Heerschar an Bodenlebewesen zersetzt. Auf diese Weise werden die enthaltenen Nährstoffe wieder für die Pflanze frei und können erneut aufgenommen werden.

Gelb-rotes Ahornnlatt
Bleiben die Blätter des Ahorns liegen, bieten sie wertvolle Nährstoffe für die Pflanze [Foto: Bernd Schmidt/ Shutterstock.com]

Entfernen Sie jedoch die Blätter im Herbst, werden wichtige Nährstoffe entzogen. Einen Ausgleich schafft hier organischer Dünger wie etwa unser Plantura Bio-Tomatendünger. Dieser enthält genau das richtige Nährstoffverhältnis, um die Pflanze, egal ob ausgepflanzt oder im Topf, gut durch das Jahr zu bringen. Beachten Sie beim Ausbringen des Düngers, dass der Japanische Ahorn ein Flachwurzler ist. Graben Sie daher beim Untermischen des Düngers nicht zu tief, um die Wurzeln nicht zu verletzen.

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Gut geeignet zur Nährstoffversorgung sind auch Hornspäne, während Mist aufgrund seines hohen Stickstoffgehaltes eher vorsichtig eingesetzt werden sollte.

Ahorn mineralisch düngen

Entscheiden Sie sich für mineralische Dünger, sollten Sie auch hier auf die Langzeitwirkung Wert legen. Mineralische Dünger sind meist schnell für die Pflanze verfügbar, müssen dementsprechend aber auch sehr regelmäßig gegeben werden. Das wird dem Japanischen Ahorn dann rasch zu viel. Wählen Sie deshalb besser einen Depotdünger, mit dem Sie den Baum einmal im Frühjahr versorgen.

Ahorn natürlich mit Hausmitteln düngen

Wie bei den meisten Pflanzen auch können Sie beim Japanischen Ahorn Ihren alten Kaffeesatz zum Einsatz bringen. Mischen Sie einfach im Frühjahr eine Portion davon in die obere Erdschicht. Kaffeesatz hat den Vorteil, dass er zusätzlich zu den Nährstoffen einen gewissen Säuregehalt mitbringt. Da der Japanische Ahorn sich bei einem pH-Wert zwischen 4,5 und 7, also im sauren bis leicht sauren Bereich, wohlfühlt, ist dieses Hausmittel also optimal. Der Nährstoffgehalt in Kaffeesatz ist zudem nicht sehr hoch, was dem ohnehin recht anspruchslosen Ahorn nur zugutekommt.

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