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Aloe-Arten: Die schönsten Arten im Überblick

Die meisten Menschen kennen vor allem die Aloe vera als Vertreterin der Aloen. Wir zeigen Ihnen einen Überblick zu weiteren, schönen Aloe-Arten.

Aloe polyphylla-Pflanze
Zur Gattung der Aloe zählen weitaus mehr Pflanzen als nur die Aloe vera, beispielsweise auch Aloe polyphylla [Foto: Powerofflowers/ Shutterstock.com]

Die Gattung der Aloe besteht aus weitaus mehr Arten als nur der Aloe vera. Wir verraten Ihnen, wie viele Arten es gibt und stellen Ihnen in einer kurzen Übersicht einige der schönsten Aloe-Arten vor.

Aloe-Arten: Wie viele Aloen gibt es?

Zur Gattung der Aloe zählen über 500 Pflanzenarten. Doch wie kann man die Aloe-Art bestimmen? Man kann sie in der Regel gut durch optische Merkmale wie Blattfarbe und -form, Zahnung der Blätter, Wuchshöhe oder durch ihre Blüten unterscheiden. Die Arten können grob in drei Gruppen eingeteilt werden: Die Baum-Aloen, die Strauch-Aloen und die stammlosen Aloen. Prinzipiell können alle Aloe-Arten als Zimmerpflanzen kultiviert werden, dabei sind die richtigen Standortbedingungen, ausreichend Platz sowie die richtige Pflege entscheidend. Das passende Substrat ist ebenfalls Voraussetzung für ein gesundes Wachstum. Da alle Arten zu den Sukkulenten zählen, gibt es kleine Besonderheiten beim Gießen und Düngen von Aloen.

Aloe-Arten: Übersicht der schönsten Arten

Die Vielfalt der Aloe-Arten ist beinahe grenzenlos. Von Zwergformen bis zu hoch wachsenden Baum-Aloe-Arten, sowie farbliche Variationen der Blätter reicht das Spektrum. Wir stellen Ihnen die schönsten Arten in einer kurzen Übersicht vor.

1. Aloe vera

Die bekannteste Vertreterin der Aloe-Gattung ist die Aloe vera. „La vera“ bedeutet „die Echte“, weswegen sie auch als Echte Aloe bezeichnet wird. Aus botanischer Sicht ist auch der Name Aloe barbadensis richtig, konnte sich aber kaum durchsetzen. Die Blätter der Aloe vera Pflanzenart werden circa 30 bis 40 cm lang, während der Blütenstand bis zu 90 cm hoch werden kann. Sie bildet auffällige gelbe bis orangefarbene Blüten aus. Interessieren Sie sich für die Herkunft, die Eigenschaften oder die Verwendung der Aloe vera? Informationen dazu finden Sie in unserem Spezialartikel zur Echten Aloe.

Aloe vera in weißem Topf
Weltbekannt und bei vielen zu Hause: Die Aloe vera [Foto: Sunwand24/ Shutterstock.com]

2. Aloe arborescens

Die Aloe arborescens wird auch gerne als Ewige Aloe bezeichnet, weil sie sehr alt und bis zu zwei Meter hoch werden kann. Sie gehört zur Gruppe der Baum-Aloe-Arten und bildet mehrere, kahle Scheinstämme aus, an deren Enden Blattrosetten sitzen. Die Blätter sind am Rand auffällig gezahnt. Kommt es zur Blüte, wird aus dem Herzen der Blattrosette heraus ein Blütenstand gebildet, der durch scharlachrote Blüten gekrönt wird. Die Aloe arborescens ist weniger weit verbreitet als die Aloe vera, zählt aber dennoch zu den schönsten Aloe-Arten. Nach spätestens drei Jahren werden Seitensprosse gebildet, durch die sich die Aloe arborescens verbreitet. Besonders ist, dass die Aloe arborescens tolerant gegenüber kurzen Frosttemperaturen ist. Ähnlich wie die Aloe vera zählt sie zu den Aloe-Arten mit heilender Wirkung. Die Aloe arborescens kann Juckreize lindern, wenn man sie auf der Haut aufträgt. Vom Verzehr der Zierpflanzen wird von medizinischer Seite abgeraten, da ihre Unbedenklichkeit von der richtigen Verarbeitung abhängt.
Verbreitet ist vor allem die Sorte ‘Miller’, die sich durch ihren auffälligen, leuchtend roten Blütenstand auszeichnet.

Tipp: Aloen gehören zu den Monokotyledonen ­– den einkeimblättrigen Pflanzen – daher ist eine Stammbildung im klassischen Sinne nicht möglich. Von manchen Arten wird aber ein Scheinstamm aus alten Blattscheiden gebildet.

Aloe arborescens mit Blüte
Auffällige, scharlachrote Blüte und Zahnung der Aloe arborescens [Foto: Dmitry Taranets/ Shutterstock.com]

3. Aloe aristata

Die Aloe aristata wird wegen ihres Wuchses auch Kugelige Aloe genannt. Die Zwergform wächst komplett stammlos und bildet bis zu 15 cm lange Blätter aus, die eine auffällige, weiße Randzahnung haben. Im späten Frühling bildet die Aloe aristata eine orangefarbene Blüte aus. Ältere Pflanzen bilden zahlreiche Seitentriebe, so gennannte Kindel, zur Vermehrung. So wie einige andere Aloe-Arten auch, ist die Aloe aristata giftig und hat keinerlei gesundheitsfördernde Wirkung. Zu den bekannten Sorten zählen ‘Cosmo’, sowie ‘Magic’.

Aloe arsitata im Topf
Besonders auffällig ist die weiße Blattzahnung der Aloe arsitata [Foto: Luca Piva/ Shutterstock.com]

4. Aloe polyphylla

Wegen der spiralförmig angeordneten Blätter wird die Aloe polyphylla auch Spiral-Aloe genannt. Die kurzen, eiförmig-länglichen Blätter laufen in einer Spitze zu und sind in fünf Reihen angeordnet, die sich spiralförmig in dieselbe Richtung winden. Die Blattspitze ist wegen ihrer purpurnen Farben oft besonders auffällig. Ältere Aloe polyphylla-Pflanzen bilden eine markante Rosette aus, bei jüngeren Pflanzen ist diese noch nicht so deutlich zu erkennen. Der Pflanzensaft der Aloe polyphylla ist giftig und sollte deshalb nicht auf die Haut aufgetragen oder verzehrt werden.

spiralförmige Blätter der Aloe polyphylla
Die Blätter der Aloe polyphylla sind auffällig in Spiralen angeordnet [Foto: Gil.K/ Shutterstock.com]

5. Aloe ferox

Die Aloe ferox stammt ursprünglich aus Südafrika, was ihr den Namen Kap-Aloe gegeben hat. Die zu den Baum-Aloen zählende Art wird auch Wilde Aloe genannt und kann einen bis zu drei Meter hohen Scheinstamm bilden. Die mattgrünen, manchmal rötlich gefärbten, ausladenden Blätter werden bis zu 100 cm lang. Ihre runzeligen Ränder werden von braunen, harten Zähnen gesäumt. So wie Aloe vera auch, hat die Aloe ferox eine heilende Wirkung bei Hautproblemen. Sie wird gerne für die Produktion von Aloe-Saft genutzt, da sie in ihren dickfleischigen Blättern viel Gel bildet. Ihre Blütentraube wächst bis zu 130 cm hoch und bildet auffällige, leuchtend rote oder orangefarbene Blüten.

Aloe ferox an einer Hauswand
Die Aloe ferox kann in warmen Ländern im Garten kultiviert werden – bei uns nur im Topf oder Tropenhaus [Foto: Geoff Sperring/ Shutterstock.com]

6. Aloe variegata

Eine der schönsten Zwerg-Aloen ist die Aloe variegata, die wegen ihrer gescheckten Blätter auch Tiger-Aloe genannt wird. Sie wächst lediglich 10 bis 15 cm hoch und bildet lanzettförmige, zahnlose Blätter an einem kleinen Stamm aus. Mit zunehmendem Alter rollen sich die Blätter etwas ein. Die auffällige, unregelmäßige Zeichnung mit weißen Querbändern auf den Blättern ist das Erkennungsmerkmal der Aloe variegata. Besonders schön ist die schon von jungen Pflanzen gebildete rote Blüte, die an einem bis zu 40 cm langen Blütenstand wächst. Die Aloe variegata zählt ebenfalls zu den giftigen Aloe-Arten. Eine beliebte Sorte ist beispielsweise die Aloe variegata ‘Magic’.

Aloe variegata im Topf
Die Aloe variegata zählt zu den Zwerg-Aloen und wird nur maximal 15 cm hoch [Foto: Yvonne60/ Shutterstock.com]

Tipp: Nur mit ausreichend Nährstoffen ist es der Pflanze möglich, gesunde und kräftige Blätter zu bilden. Hierfür eignet sich ein hochwertiger Grünpflanzendünger, wie unser Plantura Bio-Zimmer- und Grünpflanzendünger. Unser organischer Flüssigdünger enthält Mikroorganismen, welche die Wurzelbildung und Nährstoffaufnahme fördern, und verzichtet auf tierische Inhaltsstoffe.

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7. Aloe mitriformis

Aloe mitriformis zählt zwar zu den kleinwüchsigen Aloe-Arten, kann aber einen bis zu zwei Meter langen Scheinstamm ausbilden, der ausschließlich liegend wächst. Ihre 20 cm langen Blätter haben eine auffällige Zahnung am Blattrand und können zur Spitze hin rot gefärbt sein. Die Aloe mitriformis bildet eine kleine Blattrosette aus. Unter guten Standortbedingungen trägt sie kleine, scharlachrote Blüten. Der Saft der Aloe mitriformis hat eine positive Wirkung bei Hautproblemen.

Aloe mitriformis im Beet
Die Blätter der Aloe mitriformis können zur Spitze hin rot verfärbt sein [Foto: simona pavan/ Shutterstock.com]

8. Aloe plicatilis

Zu den größten Aloe-Arten zählt die Aloe plicatilis, deren Scheinstamm bis zu fünf Meter hoch werden kann und eine verzweigte Krone bildet. Es können mehrere Scheinstämme gleichzeitig gebildet werden. Ebenso wie die Aloe ferox stammt sie aus Südafrika. Wegen ihres ausladenden, fächerartigen Wuchses wird sie auch Fächer-Aloe genannt. Die Blätter sind im Verhältnis zur Größe der Pflanze sehr schlank und haben am Rand meist keine Zähne. Der Blütenstand der Aloe plicatilis wird bis zu 50 cm hoch und bildet leuchtend rote Blüten aus. Wegen der im Milchsaft enthaltenen Stoffe ist die Aloe plicatilis giftig.

fächerförmige Blätter der Aloe plicatilis
Aloe plicatilis hat fächerförmig wachsende Blätter, was ihr den Namen Fächer-Aloe gegeben hat [Foto: Gurcharan Singh/ Shutterstock.com]

9. Aloe aculeata

Die Aloe aculeata ist eine stammlose Aloe-Art, deren Blätter in einer großen Blattrosette angeordnet sind. Die bis zu 60 cm langen, dickfleischigen Blätter bilden auffällige, oft rote Zähne an den Blatträndern und Stacheln auf der Blattfläche aus. Der Name „aculeata“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „stachelig“. Eine Besonderheit der Aloe aculeata ist die zitronengelbe Blüte, die am Ende eines bis zu 100 cm hohen Blütenstandes wächst. Die bekannteste Sorte der Aloe aculeata ist die ‘Jurassic Dragon’.

Aloe aculeata-Pflanze
Die Zähne der Aloe aculeata sind sehr auffällig und manchmal sogar rot gefärbt [Foto: ArliftAtoz2205/ Shutterstock.com]

Sind Sie auf der Suche nach weiteren, heimischen oder exotischen, immergrünen Pflanzen für den Garten? Dann lesen Sie auch unseren Artikel über beliebte immergrüne und winterharte Sträucher und Gehölze.

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