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Aloe vera ernten & verwenden

Die Aloe vera ist schon lange als Heilpflanze bekannt. Wegen ihrer feuchtigkeitsspendenden Wirkung wird sie gerne für Haut und Haare verwendet. Hier erfahren Sie, wie man die Blätter der Aloe vera abschneiden und verwenden kann.

aufgeschnittene Aloe vera
Wer eine Aloe vera zu Hause hat, kann ohne viel Aufwand das Gel gewinnen und nutzen [Foto: Pixel-Shot/ Shutterstock.com]

Die Aloe vera ist nicht nur eine hübsche Zierpflanze, sie kann auch als Heilpflanze verwendet werden. In unserem Hauptartikel finden Sie einen kurzen Steckbrief und wichtige Informationen, wie man die Echte Aloe pflanzen und vermehren kann. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, wie man die Aloe vera ernten und verwenden kann.

Aloe vera ernten

Wer die Echte Aloe als Heilpflanze verwenden möchte, kann die Blätter regelmäßig ernten. Vor allem die Inhaltsstoffe des gelartigen Pflanzensaftes haben eine vielfach belegte positive Wirkung auf unsere Haut. Wer die Aloe vera abschneiden möchte, verwendet am besten zwei- bis dreijährige Pflanzen und schneidet die Blätter am Stängelansatz mit einem sauberen, scharfen Messer ab. Eine Schere eignet sich weniger gut, da so der Saft herausgequetscht werden. Man sollte stets genug Blätter an der Pflanze lassen, damit sie sich vom Schnitt erholen kann. Bei einer regelmäßigen Ernte ist es wichtig, nicht mehr als zwei Blätter zu ernten und zwischen zwei Ernten stets Blätter nachwachsen zu lassen. In der dunklen Jahreszeit, wenn die Pflanze langsamer wächst, sollte noch sparsamer geerntet werden. Wer viel Aloe vera-Gel ernten möchte, sollte statt eine Pflanze intensiv zu beernten lieber mehrere Pflanzen kultivieren. Schnittstellen können eine unschöne, braune Farbe annehmen, weswegen unten liegende Blätter geschnitten werden sollten.

Aloe vera-Blatt wird abgeschnitten
Wer eine Aloe vera zu Hause hat, kann ohne viel Aufwand das Gel gewinnen und nutzen [Foto: Kittima05/ Shutterstock.com]

Die Aloe vera zu ernten erfordert kein besonderes Geschick. Die Weiterverarbeitung sollte jedoch gewissenhaft durchgeführt werde, da die Pflanze leicht giftigen Pflanzensaft enthält, der aus der Schnittwunde austritt und Reizungen verursachen kann. Um den Saft auffangen und entsorgen zu können, sollten die Blätter möglichst aufrecht in einen Behälter gestellt werden. Nach dem sogenannten Ausbluten kann man die Blätter der Länge nach halbieren und das Aloe vera-Gel ernten, in dem man es mit einem Löffel herausschabt. Neben der Verwendung des Gels findet sich Aloe vera heute als Bestandteil zahlreicher kosmetischer und medizinischer Produkte, wie beispielsweise als Feuchtigkeitsspender in Nasensprays. Der Aloe vera-Saft wird oft als Lebensmittel verwendet, allerdings raten wir generell davon ab, Zierpflanzen zu verzehren – denn ob die Aloe vera für Sie giftig oder förderlich ist, hängt vor allem von der Verarbeitung ab. Es sollte besser auf professionell aufbereiteten und nach Lebensmittelstandard hergestellten Aloe vera-Saft zurückgegriffen werden.

Tipp: In unserem Spezialartikel finden Sie eine Übersicht zu verschiedenen Aloe vera-Arten, was diese ausmacht und wie man sie verwenden kann.

Aloe vera-Stammscheiben
Das Gel der Aloe vera kann einfach gewonnen werden und hilft gegen viel Hautprobleme [Foto: sundaemorning/ Shutterstock.com]

Heilwirkung der Aloe vera

Bereits seit der Antike ist die Aloe vera als Heilpflanze bekannt. Auch als Hausmittel ist sie weit verbreitet und hilft bei Leiden wie Hautproblemen. Dafür kann das Aloe vera-Gel auf die betroffene Hautstelle aufgetragen und verrieben werden. Es hat eine kühlende Wirkung, lindert den Juckreiz und spendet der Haut Feuchtigkeit. Die reinigende und feuchtigkeitsspendende Wirkung wird der Pflanze besonders bei Sonnenbrand und Akne sowie Neurodermitis nachgesagt, doch auch bei Schuppenbildung und Haarausfall soll sie helfen. Eine wissenschaftlich aussagekräftige Studie zur tatsächlich heilenden Wirkung bei entzündlichen Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte wurde jedoch noch nicht durchgeführt.

Die innere Aloe vera-Anwendung ist mit Vorsicht zu genießen: Der Aloe vera-Saft enthält den Stoff Aloin, der bei Überdosierung zu Durchfällen, Reizungen des Magen-Darm-Traktes sowie Störungen des Elektrolythaushaltes führen kann. Aloin-freies Gel kann unspezifische Reizbeschwerden im Magen-Darm-Trakt lindern, sollte aber nie ohne ärztliche Aufsicht eingenommen werden. Wer Aloe vera selbst erntet und das gewonnene Aloe vera-Gel innerlich anwenden möchte, muss sehr behutsam vorgehen, den aloin-haltigen Saft sorgfältig ausbluten lassen und abwaschen. Wir raten davon ab, die eigene Aloe vera zu essen. Sicherer sind im Handel erworbene Aloe Produkte: Bei diesen wurden die giftigen Aloe vera-Inhaltsstoffe entfernt.

Glas mit Aloe vera-Gel
Selbst gewonnenes Aloe vera-Gel kann in vielen Bereichen eine heilende Wirkung haben [Foto: Songdech Kothmongkol/ Shutterstock.com]

Aloe vera-Gel haltbar machen

Wer viel ernten möchte, sollte das Aloe vera-Gel anschließend auch haltbar machen. Unbehandelt sollte es nur maximal zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, bevor es verbraucht wird. Die einfachste Möglichkeit ist das Einfrieren: Dafür wird das Aloe vera-Gel in eine Eiswürfelform im Gefrierschrank gestellt – so kann man jederzeit auf handliche Portionen zurückgreifen. Alternativ kann man die Aloe vera weiterverarbeiten und das Gel mit natürlichen Konservierungsmitteln, wie beispielsweise Vitamin C, versetzen. Dazu kann 1 Gramm handelsübliches Vitamin-C-Pulver aus der Drogerie mit 100 Gramm Aloe vera-Gel vermischt werden.

Sind Sie sich nicht sicher, wie man sich bestmöglich um die Aloe vera kümmert? Wir verraten Ihnen alles rund um das richtige Gießen und Düngen der Aloe vera.

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