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Aloe vera Pflege: Richtig gießen, düngen & schneiden

Die Aloe vera kann vielseitig als Deko- und Heilpflanze eingesetzt werden. Doch wie pflegt man sie richtig? Lesen Sie bei uns alles zum Gießen, Düngen und Schneiden der Sukkulente.

Aloe vera wird umgetopft
Mit der richtigen Pflege wird die Aloe vera zu einer großen, gesunden Pflanze [Foto: Ali Efe Yilmaz/ Shutterstock.com]

Die Aloe vera wird von vielen Menschen als Heil- oder Grünpflanze verwendet. Bei der Pflege braucht es jedoch etwas Hintergrundwissen, damit die Pflanze gesund und kräftig wächst. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Aloe vera richtig pflegen.

Aloe vera Pflege: Aloe vera gießen

Als Sukkulente ist die Aloe vera in der Lage, Wasser in ihren Blättern zu speichern und auch über längere Zeit Trockenheit zu tolerieren. Sie benötigt daher, verglichen mit vielen anderen Zimmerpflanzen, selten Wasser und reagiert empfindlich auf Staunässe. Das Substrat sollte dennoch permanent feucht gehalten werden und nicht vollständig austrocknen. Wird die Aloe vera gegossen, ohne dass das Wasser abfließen kann, wird durch die Wassersättigung die Bodendurchlüftung gehemmt und es kann zu Wurzelfäule kommen.

Bei rosettenbildenden Pflanzen wie der Aloe vera ist es außerdem wichtig, beim Gießen das Wasser nicht über die Blätter laufen zu lassen. Sonst kann ein Wasserstau im Herzen der Rosette entstehen – dies begünstigt Pilzbefälle und kann dazu führen, dass die Pflanze zu faulen beginnt. Am besten eignet sich für die Aloe vera kalkarmes Wasser, wie beispielsweise Regenwasser oder Mineralwasser.

Doch wie oft sollte man die Aloe vera gießen? Meist reicht es aus, sie einmal wöchentlich zu gießen. Der richtige Zeitpunkt lässt sich gut durch die Fingerprobe bestimmen: Wenn die Erdoberfläche trocken ist, kann wieder gegossen werden.

Aloe veras werden mit einer Gießkanne gegossen
Häufiger Gießfehler der Aloe vera: Wasser kann sich im Rosetten-Herz sammeln und begünstigt einen Pilzbefall [Foto: sundaemorning/ Shutterstock.com]

Bei Jungpflanzen ist erhöhte Vorsicht geboten, denn die Blätter können noch nicht so viel Wasser speichern wie die von älteren Pflanzen. Sie sollten deshalb häufiger, dafür aber mit geringeren Mengen Wasser gegossen werden.

Da die Aloe vera in unseren Breiten wegen des kühleren Klimas zur Winterruhe kommt, ist es wichtig, den Gießrhythmus der Pflanze anzupassen. In ihrem kühlen Winterquartier sollte sie nur gelegentlich gegossen werden, sodass der Wurzelballen nicht austrocknet. Das Risiko von Wurzelfäule durch zu viel Nässe ist während des Winters höher, da die Aloe vera nicht so viel Wasser aufnimmt, wie während der Vegetationsphase.

Aloe vera düngen

Die Aloe vera stammt ursprünglich aus den wüstenähnlichen, heißen Regionen der arabischen Halbinsel. Dort ist die Nährstoffversorgung der Pflanze nur sehr begrenzt möglich. Sie braucht deshalb natürlicherweise nur wenig Dünger. Dennoch ist eine gelegentliche Düngung der Aloe vera sinnvoll, vor allem wenn sie als Heilpflanze genutzt wird. Sie erholt sich dann besser von einem Schnitt und bildet kräftige, gesunde Blätter mit viel Gel aus.

Während der Vegetationszeit ist es deshalb gut, die Aloe vera circa alle zwei Wochen über das Gießwasser zu düngen. So verteilen sich die für die Pflanze wichtigen Nährstoffe besser in der Bodenlösung, sind schneller verfügbar und sorgen für ein gesundes und kräftiges Wachstum. Hierfür eignet sich beispielsweise unser Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger. Dieser verfügt, neben einer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung und einem ressourcenschonenden, geringeren Phosphor-Gehalt, über zusätzliche Mikroorganismen, um die Nährstoffe aus dem Substrat besser verwerten zu können. Wegen seiner komplett biologischen und tierfreien Produktion schont er außerdem die Umwelt und das Klima.

Plantura Bio-Zimmer- & Grünpflanzendünger
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Direkt nach dem Umtopfen muss man die Aloe vera nicht düngen, da die Nährstoffvorräte der frischen Erde noch ausreichen, um die Pflanze zu versorgen. Während der Winterruhe zwischen Oktober und April ist eine Düngung der Pflanze ebenfalls nicht notwendig.

Aloe vera-Pflanze schneiden

Ein Pflegeschnitt ist bei der Aloe vera nicht nötig. Wer seine Pflanze in Form halten möchte, damit sie nicht zu groß oder zu ausladend wächst, kann bei Bedarf die äußeren, alten Blätter abschneiden. Auch kranke oder beschädigte Blätter sollten immer entfernt werden.

Wer die Aloe vera als Heilpflanze nutzen möchte, sollte die äußeren Blätter regelmäßig ernten, um das Gel zu nutzen. Dafür eignen sich vor allem Pflanzen, die älter als drei Jahre sind – ihre Blätter sind größer und vitaler als die von jüngeren Pflanzen. Sie verfügen über mehr Gel, erholen sich besser von der Ernte und bilden schneller neue Blätter aus.

Aloe-vera-Pflanze wird mit einer Schere geschnitten
Zur Gel-Gewinnung können die Blätter der Aloe vera mit einer Gartenschere abgeschnitten werden [Foto: gob_cu/ Shutterstock.com]

Aloe vera wird braun: Was tun?

Manchmal können sich die Blätter der Aloe vera braun, gräulich-violett oder blass verfärben. Dies kann unterschiedliche Gründe haben: Wenn die äußeren, älteren Blätter braun werden, besteht kein Grund zur Sorge. Die Pflanze entwickelt sich weiter, stößt dabei die älteren Blätter ab und bildet im Inneren neue.
Manchmal tritt direkt nach dem Umtopfen ebenfalls eine Verfärbung der Blätter auf – auch das ist kein Problem. Die Aloe vera braucht nur etwas Zeit, um im neuen Substrat anzuwachsen, dann verschwindet die Verfärbung von ganz allein.
Wenn die Aloe vera lange nicht umgetopft wurde, kann es zu einem Nährstoffmangel im alten Substrat kommen, sodass sich die Blätter braun verfärben. Durch ein zeitiges Umtopfen wird die Pflanze dann wieder mit Nährstoffen versorgt.
Eine rötlich- bis bräunliche Färbung kann eine Reaktion auf zu viel direkte Sonne sein, da sich die Aloe vera so schützen kann. Werden die Blattspitzen zusätzlich trocken, ist es an der Zeit die Aloe vera an einen weniger sonnigen Standort zu bringen. Die Blätter werden dann nach kurzer Zeit bereits wieder ihre kräftige, grüne Farbe annehmen.

Aloe vera im Topf mit braunen Blättern
Die Braunfärbung der Aloe-vera-Blätter kann verschiedene Gründe haben [Foto: Alex Dmr/ Shutterstock.com]

Problematischer ist es, wenn keines der vorher beschriebenen Probleme ausgemacht und behoben werden kann. Vor allem wenn sich auch die inneren, jüngeren Blätter braun färben oder vergilben, kann das ein Indiz für zu viel Wasser sein. Die Aloe vera ist als Sukkulente in der Lage, große Mengen Wasser in ihren Blättern zu speichern, verträgt Staunässe aber sehr schlecht. Spätestens wenn die Aloevera-Blätter weich werden, wenn man sie zwischen den Fingern etwas drückt, sollte Stauwasser weggeschüttet und das Gießen für ein bis zwei Wochen komplett eingestellt werden. Verfärbte, weiche Blätter können abgeschnitten und entsorgt werden, denn sie bieten eine gute Angriffsfläche für Pilze.

Die häufigsten Gründe für braune Blätter an der Aloe vera:

  • Wachstum: Junge Blätter kommen nach, alte Blätter können entfernt werden.
  • Umtopfen: Manchmal wird die Aloe vera direkt nach dem Umtopfen braun, es müssen erst Feinwurzeln gebildet werden, dann wird die Aloe von selbst wieder vital.
  • Altes Substrat: Im Substrat sind keine Nährstoffe mehr vorhanden, die Aloe vera sollte bald umgetopft werden.
  • Zu viel Sonne: Steht die Aloe vera zu lange in der direkten Sonne, kann es zu braunen Blättern als Sonnenschutz kommen. Sie sollte an einen absonnigeren Standort versetzt werden.
  • Staunässe: Wird zu viel gegossen, können die Blätter braun und weich werden. Das Gießen sollte für 1 bis 2 Wochen komplett eingestellt werden, damit der Wurzelballen abtrocknen kann. Achtung: Gefahr von Fäulnis und Pilzbefall.

Mehr zur Herkunft der Pflanze, ihrer Überwinterung und der richtigen Pflanzerde erfahren Sie in unserem weiterführenden Artikel, der sich mit Standort, Pflanzen und Vermehren der Aloe vera beschäftigt.

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