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Astern: Pflanzen, Schneiden & Überwintern

Astern machen in jedem Garten oder Park etwas her. Wer die schönen Blumen im Garten pflanzt, kann von Mai bis November ihre Blüten bestaunen.

Astern in Blütezeit
Mit den vielen kleinen Blütenblättern erinnert diese Aster an Gänseblümchen [Foto: sasimoto/ Shutterstock.com]

Die spätblühende Glattblatt-Aster (Symphyotrichum novi-belgii), die flächig wachsende Kissenaster (Aster dumosus) oder die farbprächtige Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae) begeistern uns in Gärten seit Jahr und Tag mit ihrem Blütenflor. Die Pflege der Aster ist zudem wenig kompliziert, weshalb ihr Siegeszug in der Staudenverwendung kaum verwundert. Mehr über die Handhabung dieser hervorragenden Gruppe von Garten-Stauden können Sie in diesem Artikel erfahren.

Astern: Herkunft und Eigenschaften

Die Astern gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), welche namensgebend für die Pflanzengattung war. Die früher auch Sternblumen genannten Pflanzen stammen ursprünglich aus Amerika, Afrika, aber auch Eurasien.

Tipp: Nach einer Neuordnung der botanischen Systematik innerhalb der Familie der Korbblütler gehören Arten wie die Glattblatt-Aster und Raublatt-Aster nicht mehr zur Gattung Aster, werden umgangssprachlich aber weiterhin Astern genannt. Auch gibt es viele weitere Korbblütler, die wegen ihrer großen Ähnlichkeit zu Astern ebenfalls als solche bezeichnet werden. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel über die Astern-Arten und -Sorten.

Da die krautigen Pflanzen eine große Artenvielfalt aufweisen, ist auch das Spektrum des Aussehens sehr breit gefächert. Die Wuchshöhe kann von ein paar Zentimetern bis zu 3 Metern variieren. Die Blätter der Astern können sowohl grundständig als auch wechselständig, gestielt oder ungestielt am Stängel angeordnet sein. Doch der Aufbau der Blüten ist bei allen Astern-Arten und -Sorten recht einheitlich. Die körbchenförmigen Blüten bestehen aus einem Kranz von weiß-, rosa-, violett- oder blaufarbigen Zungenblüten, in deren Zentrum sich die gelben Röhrenblüten befinden.

Wildaster
Die Wildaster ist nur eine von etlichen Astern-Arten [Foto: ikwc_exps/ Shutterstock.com]

Wie lange blühen Astern? Die Blütezeit der Astern variiert ebenfalls je nach Art oder Sorte.

  • Frühlings-Astern: Blütezeit im Mai
  • Sommer-Astern: Blütezeit ab Juli – August
  • Herbst-Astern: Blütezeit September – Oktober
  • Winter-Astern: Blütezeit Oktober – November

Gerade durch die weite Spanne der Blütezeit, die sich durch das Pflanzen unterschiedlicher Astern-Arten ergeben kann, ist die Gruppe der Astern für Bienen wertvoll. Besonders die spätblühenden Astern stellen eine wichtige Futterquelle für die Insekten dar, wenn es kaum noch andere Blüten gibt.

Sind Astern einjährig oder mehrjährig? Der Großteil der Astern ist mehrjährig. Die einjährigen Sommerastern (Callistephus chinensis) sind tatsächlich einjährig, gehören aber eigentlich auch nicht zur Gattung Aster.

Astern-Blüte
Bienen und andere Insekten profitieren von den verschiedenen Blütezeiten der Astern [Foto: Tony Baggett/ Shutterstock.com]

Astern pflanzen: Standort, Pflanzzeit und Co.

Der Standort der Aster sollte sonnig sein und einen lockeren, durchlässigen Boden mit mittlerem Nährstoffgehalt aufweisen. Es gibt aber auch Arten, die Halbschatten gut vertragen.
Die beste Zeit zum Pflanzen einer Aster ist von März bis Mai oder von September bis November. Beim Einpflanzen ist es wichtig, die Staude nicht tiefer in die Erde zu setzen, als sie auch im Topf stand. Kleine Arten wie die Kissen-Aster können mit einem Abstand von etwa 25 cm, mittelgroße Arten mit einem Abstand von 45 cm und große Exemplare mit einem Abstand von 50 bis 60 cm gepflanzt werden.

Aussaat: Ab Mitte Mai kann im Freiland an einem guten Standort breitwürfig ausgesät und nach der Keimung auf den artspezifischen Abstand vereinzelt werden. Bei der Vorkultur im Haus können die Samen bereits ab Februar 1 cm tief in Aussaaterde gelegt werden. Anschließend sollte das Substrat feucht gehalten und auf eine Keimtemperatur von rund 15 °C geachtet werden. Bis die Pflanzen kräftig genug sind, um sie ins Freiland zu pflanzen, können mehr als vier Monate vergehen.

Wenn die Astern im Topf kultiviert werden, was sich nur bei wenigen Arten wie der kleinen Raublatt-Aster anbietet, ist an die regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung zu denken. Verwenden Sie eine durchlässige, strukturstabile Erde. Unsere Plantura Bio-Blumenerde beispielsweise eignet sich besonders durch die enthaltene Langzeitdüngung für die Pflanzung, da Astern empfindlich auf zu hohe Nährstoffkonzentrationen reagieren. Der gebrochene Blähton in der Erde sorgt außerdem für eine hohe Strukturstabilität.

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Die richtige Pflege

Zu den Pflegemaßnahmen der Astern gehören im Freiland sowie in Topfkultur ein Rückschnitt im März, gelegentliche Düngegaben sowie mäßiges Gießen.

einjährige Astern
Einjährige Sommerastern werden im Frühjahr gepflanzt [Foto: Kazakov Maksim/ Shutterstock.com]

Gießen und Düngen

Bei Astern im Topf sollte von April bis August etwa alle zwei Wochen gedüngt werden. Es ist ratsam, einen organisch-mineralischen Dünger einzusetzen, um den Nährstoffbedarf der Stauden zu decken. Hierfür kann beispielsweise unser Plantura Bio-Blumendünger verwendet werden, der gleich beim Topfen untergemischt wird und praktischerweise nur ein- bis zweimal jährlich angewendet werden muss. Für die Astern im Freiland kann dieser Langzeitdünger im Frühjahr ebenfalls verwendet werden.

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Die Pflanzen sollten besonders während der Blütenentwicklung gut mit Wasser versorgt werden, da die Blütenpracht sonst eher spärlich ausfallen kann. Bei langanhaltender Trockenheit sollten Ihre Garten-Astern im Freiland regelmäßig gegossen werden. Das Substrat in den Töpfen ist mäßig feucht zu halten und sollte weder austrocknen oder vernässen.

Verwelkte Blüten können konstant ausgeputzt werden, um weiteres Blütenwachstum zu fördern. Auch ein Teilen der Pflanze alle zwei bis drei Jahre wird empfohlen, um die Astern vital zu halten. Das funktioniert am besten bei den einzeln wachsenden Pflanzen, die auch im Topf kultiviert werden können, wie zum Beispiel die Kissen-Aster. Bei dem Teilen der Staude kann im Fall der Topfkultur auch gleich das alte Substrat durch neues ersetzt werden.

Sommerastern
Sommerastern werden oft als Schnittblume verwendet [Foto: Mariia Boiko/ Shutterstock.com]

Astern schneiden

Abgesehen von dem regelmäßigen Ausputzen während der Blütezeit kann gegen Ende der Winterzeit, etwa im März, bei den Astern ein bodennaher Rückschnitt erfolgen, der den Neuaustrieb der Pflanzen fördert. Die verwelkten Pflanzenteile bieten den Winter über noch einen Schutz. Um eine Selbstaussaat zu verhindern, kann nach der Blüte das obere Drittel eingekürzt werden.

Werden winterharte Astern zurückgeschnitten? Auch winterharte Astern sollten erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden, um den Wurzelballen vor niedrigen Temperaturen zu schützen.

Astern als Schnittblumen
Astern können noch im Herbst als Schnittblumen dienen [Foto: zhuk _ ladybug/ Shutterstock.com]

Schädlinge und Krankheiten

Am häufigsten auftretende Krankheiten sind die Astern-Welke und ein Mehltaubefall. Die Astern-Welke zeigt sich durch bräunliche Verfärbung des Laubs und schlaffe Blätter. Dies sollte von Vornherein durch einen Kauf von resistenten Sorten vermieden werden. Über empfehlenswerte Sorten können Sie sich beispielsweise auf der Internetseite des Arbeitskreises Staudensichtung oder im Zuge einer Beratung in der Staudengärtnerei informieren. Ein Mehltaubefall lässt sich ebenfalls durch robuste Sorten in Grenzen halten, jedoch leider nicht immer. Das Besprühen mit einem Sud aus Ackerschachtelhalm kann hier zusätzlich Abhilfe schaffen. Mehr über den echten und falschen Mehltau und dessen Bekämpfung können Sie in unserem Artikel nachlesen.

Astern mit Mehltau
Mehltaubefall ist oft eine Folge von Wärme- und Trockenstress [Foto: photowind/ Shutterstock.com]

Welche Astern sind winterhart?

Bis auf die einjährigen Sommerastern sind alle Astern winterhart. Um ihnen trotzdem zusätzlichen Schutz zu bieten, kann der Boden im Freiland mit Laub, Reisig oder Tannenzweigen bedeckt werden. Die Astern in Topfkultur sollten unbedingt an eine geschützte Hauswand gestellt und der Topf mit Vlies umwickelt werden, um den Wurzelballen zu schützen. Hier ist auf keinen Fall das gelegentliche Befeuchten der Erde zu vergessen, ansonsten sterben die Pflanzen durch das Austrocknen.

Vermehrung

Die mehrjährigen Astern lassen sich leicht durch Teilung vermehren, welche ohnehin alle paar Jahre im Frühjahr oder Herbst durchgeführt werden sollte, sofern die Art der Bepflanzung es zulässt. Hierbei können die Wurzelausläufer der Mutterpflanze mit einem Spaten aus der Erde gestochen und nach Bedarf zerteilt werden. Diese werden dann an einem neuen sonnigen Standort wieder eingepflanzt. Eine weitere, jedoch eher schwierige Methode, die mehrjährigen Astern zu vermehren, ist diejenige über basale Triebstecklinge.

Einjährige Astern, wie die Sommer-Aster, lassen sich über Samen vermehren. Nach der Blüte und dem Abreifen der Samen können diese geerntet und entweder im Frühjahr auf der Fensterbank vorgezogen oder ab Mitte Mai ins Freiland gesät werden.

Astern-Pflanzen
Astern werden im Frühjahr oder Herbst gepflanzt [Foto: Thomson_1/ Shutterstock.com]

Sind Astern giftig?

Die Blüten der bekannten Gartenastern sind essbar, also ungiftig für den Menschen, und sie stellen auch keine Gefahr für Tiere dar. Da die Arten- und Sortenvielfalt der Astern jedoch so groß ist und sie vielleicht auch mit Chrysanthemen verwechselt werden könnten, die giftig sind, sollte man den Verzehr wirklich nur in Betracht ziehen, wenn man die Gattung und Art sicher identifizieren und eine Unverträglichkeit ausschließen kann.

Astern-Blumen
Aster sind nicht giftig und können bedenkenlos angefasst werden [Foto: KITTIPONG SOMKLANG/ Shutterstock.com]

Wenn Sie den Insekten in Ihrem Garten im Herbst noch mehr Nahrungsquellen anbieten oder selbst noch von einer Blütenpracht profitieren wollen, dann lohnt es sich, weitere Herbstblumen anzupflanzen. In unserem Artikel stellen wir Ihnen die zehn schönsten für Ihren Garten vor.

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