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Azalee: Pflanzen, Standort & Überwinterung im Garten und im Haus

Die Azalee begeistert mit ihrer Blüte sowohl im Garten als auch in der Wohnung. Hier erfahren Sie, wie man die Azaleen richtig pflanzt und wie die Überwinterung gelingt.

Azaleen-Blüten
Azaleen haben schöne, auffällige Blüten [Foto: PatGallery/ Shutterstock.com]

Weil es nicht nur Zimmer- sondern auch Gartenazaleen gibt, müssen Standort und Pflege auf die entsprechenden Bedürfnisse der Art angepasst werden. Wir zeigen, wie sich Topfazaleen von Freilandazaleen unterscheiden und worauf es zu achten gilt, wenn man Azaleen pflanzen möchte.

Azalee: Blüte, Herkunft und Eigenschaften 

Azaleen sind Gehölze der Gattung Rhododendron und stammen aus Asien. Früher galten sie jedoch als eigene Gattung Azalea. Besonders an den Azaleen ist unter anderem, dass man sie sowohl im Freien als auch in der Wohnung halten kann. Die jeweiligen Gruppen werden entsprechend ihrer Haltung als Garten- oder Freilandazaleen und als Zimmer- oder Topfazaleen bezeichnet. Es gibt sommer- und immergrüne Vertreter der Gehölze. Diese wachsen allesamt buschig und können eine Höhe zwischen 40 und 150 cm erreichen. Die Blätter sind ganzrandig und eierförmig, glänzend oder auch weiß beflockt. Die Azalee-Blüten sind auffällig und können die unterschiedlichsten Farben tragen. Außerdem gibt es Sorten, deren trichterförmige Blüten gefüllt sind. Andere besitzen einfache Blüten. Die Blütezeit der Azaleen hängt davon ab, ob es sich um eine Garten- oder Zimmerpflanze handelt. Die Zimmerazaleen blühen früher, teilweise schon ab September bis April. Die Gartenazaleen dagegen beginnen ihre Blütezeit im April und stehen bis in den August hinein in der Blüte.

Azaleen im Garten
Azaleen-Arten und Sorten sind in den unterschiedlichsten Farben erhältlich [Foto: semper-scifi/ Shutterstock.com]

Unterschied zwischen Rhododendron und Azalee: Ob es sich um eine Azalee oder einen Rhododendron handelt, ist schwierig zu definieren. Alle Azaleen gehören zu den Rhododendren. Unter dem Namen Azalee sind einige Rhododendron-Arten zusammengefasst: Frostempfindliche, immergrüne Zimmerazaleen und winterharte, winter- oder sommergrüne Azaleen, die ausschließlich im Freiland gut gedeihen. Freilandazaleen werfen ihr Laub entweder ab oder wechseln ihr Laubkleid jährlich im Frühjahr. Im Gegensatz dazu sind Rhododendren immergrün, sie wechseln ihr Laub beständig im Jahresverlauf und nicht schubweise im Frühjahr.

Azalee als Zimmerpflanze pflanzen

Wenn Sie sich für eine Zimmerazalee entschieden haben, gibt es ein paar Punkte zu beachten. Haben Sie einen passenden Standort gewählt und die richtigen Pflegemaßnahmen ergriffen, so werden Sie in der kalten Jahreszeit mit einer üppigen Blütenpracht belohnt.

Da Azaleen ursprünglich aus Bergwäldern stammen, bevorzugen sie ein kühles und feuchtes Klima. Zimmerazaleen wurden allerdings entsprechend gezüchtet und vertragen nun auch wärmere und trockenere Bedingungen, wie sie meist in unseren Wohnungen herrschen.

Azaleen im Topf
Auch eine Haltung in der Wohnung ist bei einigen Arten möglich [Foto: Varavin88/ Shutterstock.com]

Suchen Sie der Azalee einen hellen Standort, der direkte Sonnenstrahlung höchstens morgens oder abends zulässt. Die Temperatur sollte sich im Idealfall zwischen 12 und 18 °C bewegen. Am besten gewöhnen Sie die Pflanze nach dem Kauf langsam an das Klima in der Wohnung. Dafür wird sie zunächst an einen kühlen und halbschattigen Platz gestellt. Muten Sie ihr nach und nach immer mehr Licht und Wärme zu. Zu Beginn der Blütezeit kann die Azalee auch an einen helleren, etwas sonnigeren Standort gestellt werden, so ist für eine gleichmäßige Blütenpracht gesorgt. Ein Südfenster oder eine Fensterbank über der Heizung sind dagegen nicht geeignet. Hier ist es der Azalee zu warm und zu trocken, und auch Zugluft verträgt sie nicht. Den Sommer verbringen die Zimmerazaleen gerne an einem geschützten, leicht schattigen Platz im Freien.

Azaleen-Gießen
Die Erde muss feucht gehalten werden [Foto: Pixel-Shot/ Shutterstock.com]

Etwas eigen ist die Azalee beim Thema Substrat. Sie benötigt eine saure Erde und ist sehr kalkempfindlich. Ideal ist ein spezielles Moorbeetsubstrat, wie zum Beispiel unsere Plantura Bio- Saure Erde. Diese liegt mit einem pH-Wert von 4,0 bis 6,0 im sauren Bereich und wird so den Ansprüchen der Azalee gerecht. Unsere torfreduzierte Erde besteht aus natürlichen Rohstoffen und kann sowohl im Beet als auch im Topf eingesetzt werden. Füllen Sie vorher eine Schicht aus Blähton oder Tonscherben in das Pflanzgefäß, um den Wasserabfluss zu verbessern. Das Substrat sollte stets feucht gehalten werden und nie austrocknen oder vernässen. Nutzen Sie zum Gießen vorzugsweise kalkfreies Leitungswasser oder Regenwasser.

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Tipp: Da Azaleen trotz Züchtung eine hohe Luftfeuchtigkeit mögen, sollten Sie die Azalee im Topf regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen und dabei die Blüten aussparen.

Azalee im Garten pflanzen

Einige Arten gedeihen am besten im Freiland und können aufgrund ihrer Frosthärte auch das ganze Jahr draußen verbringen.

Möchten Sie eine Azalee im Garten pflanzen, eignet sich ein heller oder halbschattiger Standort ohne direkte Sonne ausgezeichnet dafür. Die ideale Azaleen-Pflanzzeit liegt zwischen September und November oder zwischen März und Mai. Heben Sie ein Pflanzloch aus, das im Durchmesser etwa das Vierfache des Wurzelballens erreicht, da Azaleen ausgesprochen flach und breit wurzeln. Das etwa 40 cm tiefe Loch füllen Sie mit einem sauren Substrat auf, um dem Azaleenbusch optimale Bedingungen zu bieten. Nun wird alles mit kalkfreiem Wasser getränkt, damit sich der enthaltene Torf vollsaugen kann. In dieses sumpfige Wasser-Substrat-Gemisch wird schließlich die Azalee gesetzt. Füllen Sie gegebenenfalls mit mehr Substrat auf und modellieren Sie einen Gießrand, um optimal bewässern zu können. Die Erde sollte über das ganze Jahr hinweg feucht gehalten werden. Sollten Sie mehrere Azaleen pflanzen wollen, sollte der Pflanzabstand je nach Art und Wüchsigkeit zwischen 30 und 100 cm betragen. Neben dem regelmäßigen Gießen sollte man Azaleen düngen, um sie mit Nährstoffen zu versorgen. Hierzu eignet sich besonders ein Spezialdünger für Rhododendren und Azaleen, der den Säuregrad des Substrates erhält – beispielsweise unser Plantura Bio-Hortensiendünger.

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Azalee überwintern: Welche Azaleen sind winterhart?

Nicht alle Azaleen-Arten sind winterhart. Die Frosthärte richtet sich grundsätzlich danach, ob die Art laubabwerfend ist oder nicht. Sommergrüne Arten sind meist für die Haltung im Freiland bestimmt und gleichzeitig winterhart. Das bedeutet, dass sie im Winter einfach draußen bleiben können. Immergrüne Azaleen sind für Innenräume gedacht und nicht frosthart. Sie müssen kühl und hell überwintert werden. Japanische Azaleen und Diamant Azaleen sind hingegen Freilandazaleen, die ihr Laub auch im Winter weitestgehend behalten. Sie sind ebenso wie die sommergrünen Azaleen frosthart.

Azalee im Haus überwintern

Azaleen Zimmerpflanzen benötigen im Winter einen kühlen und hellen Standort. Die Temperatur darf dann auf bis zu 8 °C sinken. Wichtig ist zu dieser Zeit ausreichend Licht. Bevor Sie die Azalee an ihren Winterplatz stellen, sollten Sie alle abgestorbenen Blüten und Fruchtansätze entfernen. Im Frühling wird sie dann idealerweise nach draußen gestellt, damit sie in der nächsten Blütezeit wieder erstrahlen kann.

winterharte Azalee
Freiland-Azaleen sind winterhart [Foto: avoferten/ Shutterstock.com]

Azalee draußen überwintern

Die Gartenazaleen sind winterhart und können im Winter draußen bleiben. Um ihnen die kalte Jahreszeit etwas angenehmer zu gestalten, ist eine Mulchschicht von Vorteil. Diese kann beispielsweise aus Laub bestehen. Mulch schützt die Erde und somit die Wurzeln vor Frost. Auch im Sommer ist eine Mulchschicht sinnvoll, da weniger Wasser verdunstet und das Wachstum von Unkräutern gehemmt wird. Steht die Azalee draußen im Kübel, kann auch hier gemulcht und der Topf zusätzlich mit einem Jutesack oder ähnlichem umwickelt werden.

Vermehrung von Azaleen

Am einfachsten vermehren Sie Ihre Azalee über Stecklinge. Schneiden Sie hierfür etwa 15 bis 20 cm lange, leicht verholzte Triebe ab. Die beste Zeit für die Vermehrung liegt bei Zimmerazaleen im Frühsommer, bei Gartenazaleen von Juli bis Mitte September. Nutzen Sie ein scharfes Messer und schneiden Sie möglichst schräg, um die Schnittfläche zu vergrößern. Hier werden bald Wasser und Nährstoffe aufgenommen. Die Triebe sollten Blätter, jedoch keine Blütenknospen besitzen. Die Blätter werden bis auf das obere Paar abgeschnitten. Da die Stecklinge nicht so leicht Wurzeln bilden, ist der Einsatz von Bewurzelungspulver empfehlenswert. Dieses stimuliert mithilfe von speziellen Pflanzenhormonen die Wurzelbildung. Stecken Sie die Stecklinge in reinen Weißtorf mit einem pH-Wert von 4,0 – 4,5, den Sie gut befeuchten. Alternativ kann auch ein dunkles Gefäß mit Wasser gefüllt werden und der Steckling dort zur Wurzelbildung hineingestellt werden. Stülpen Sie nun eine Plastiktüte über den Topf, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. So werden optimale Bedingungen für die junge Pflanze geschaffen. Stellen Sie das Gefäß schließlich an einen hellen und warmen Ort.

Azalee als Busch
Azaleen können zu prächtigen Sträuchern heranwachsen [Foto: Roque Fabian Ramirez/ Shutterstock.com]

Tipp: Azaleen können auch über Absenker vermehrt werden. Bei dieser Methode verbleiben die Tochterpflanzen zunächst an der Mutterpflanze und werden erst nach der Wurzelbildung getrennt.

Daneben ist eine Vermehrung der Azalee über Samen möglich, sofern eine Befruchtung stattgefunden hat. Lösen Sie das Saatgut aus den Kapseln heraus und verteilen Sie die Samen direkt auf einem passenden, sauren Substrat. Da Azaleen Lichtkeimer sind, sollte das Saatgut nicht unter dem Substrat verschwinden. Stellen Sie das Ganze an einen hellen Ort, an dem es etwa 20 bis 25 °C warm ist. Halten Sie die Luftfeuchtigkeit unbedingt mit Hilfe von Frischhaltefolie oder einer transparenten Abdeckung hoch. Nach circa zwei bis drei Wochen sollte die Keimung einsetzen.

Sind Azaleen giftig?

Azaleen sind giftig, so wie die meisten Rhododendren. Pflanzenteile sollten weder von Menschen noch von Haustieren verzehrt werden. Zur Sicherheit sind außerdem Handschuhe bei der Gartenarbeit empfehlenswert.

Azalee neben Katze
Die Azalee sollte nicht von Haustieren verspeist werden [Foto: SerPhoto/ Shutterstock.com]

Häufige Schädlinge und Krankheiten

Zu den häufigsten Schädlingen der Azaleen zählen Dickmaulrüssler und Spinnmilben; letztere treten vor allem bei trockener Zimmerluft auf. Auch Mehltau kann an den hübschen Zierpflanzen oft einen unschönen Anblick hervorrufen. Einige Rhododendron-Sorten und -Arten, wie etwa Rhododendron bureavii, tragen von Natur aus einen mehligen Blattbelag, bei dem es sich jedoch nicht um Mehltau handelt. Hin und wieder treten Rhododendron-Zikaden und Rhododendron-Netzwanzen auf und hinterlassen helle Sprenkel auf den Blättern, deren Pflanzensaft sie aussaugen. Durch den Pilz Phytophthora wird ein Triebsterben hervorgerufen.

Rhododenron-Blätter
Einige Rhododendren haben auch natürlicherweise filzig erscheinende Blätter [Foto: Edita Medeina/ Shutterstock.com]

Sie möchten noch mehr über die vielfältigen Azaleen erfahren? Wir erklären, wie Sie Azaleen pflegen und was Sie unbedingt beachten müssen, damit die Haltung gelingt.

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