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Azaleen düngen: Profi-Tipps für die perfekte Blüte

Auch wenn die Azalee nicht viele Ansprüche hat, freut sie sich ab und zu über eine Düngung. Wir zeigen, was man beim Düngen von Azaleen beachten muss.

Eine Biene sitzt auf pinken Azaleen-Blüten
Jede Azalee ist gleichzeitig auch ein Rhododendron – deswegen sehen sich Azaleen und Rhodendren so ähnlich [Foto: NataliaVo/ Shutterstock.com]

Im Grunde ist der Name „Azalee“ ein ganz schön schwammiger Begriff. Die wunderschön blühenden Pflanzen sind nämlich eigentlich Vertreter der Gattung Rhododendron (Rhododendron). Welche Rhododendron-Art aber nun als Azalee gilt und welche nicht, hängt von den Blättern ab: Laubabwerfende und auch kleinblättrige Rhododendron-Arten werden als Azaleen bezeichnet. Dazu gehört im Übrigen auch die einheimische Alpenrose (Rhododendron hirsutum). Einige Azaleen-Arten lassen sich demnach im Freiland halten, während sich die beiden Arten Topfazalee (Rhododendron simsii) und Japanische Azalee (Rhododendron japonicum) als Zimmerazaleen besonderer Beliebtheit erfreuen. Damit Ihre Azalee – welcher Art auch immer – bei guter Gesundheit bleibt, sollten Sie sich unbedingt genauer mit ihrer Düngung beschäftigen.

Azaleen gedeihen in vielen Teilen dieser Welt – und sogar in Deutschland. Was sie alle vereint, ist ihre Liebe zu Humus. Die Pflanzen sind ausgesprochene Flachwurzler. Sie breiten ihr Wurzelgeflecht dicht unter der Oberfläche aus, wo der Humusgehalt am höchsten ist. Im Gegensatz zum Unterboden herrscht hier häufig auch ein eher saures Milieu vor, wie die Azaleen es gernhaben. Bei der Düngung von Azaleen sollten Sie also nicht nur die Nährstoffe, sondern auch den pH-Wert des Bodens und den Humusgehalt im Auge behalten.

Rosa Azaleen blühen zu Fuße eines Berges in Südkorea
Wenn in den Bergen Südkoreas die Azaleen blühen, bietet sich ein fantastischer Anblick [Foto: ju999/ Shutterstock.com]

Der richtige Zeitpunkt zum Düngen von Azaleen

Ab Mitte April ist es an der Zeit, die Düngesaison zu eröffnen. Da Langzeitdünger für Azaleen am besten geeignet sind, werden sie direkt zu diesem Zeitpunkt auch damit gedüngt. Die Nährstoffe werden dann kontinuierlich bis in den Herbst hinein abgegeben. Dünger mit einer Langzeitwirkung von weniger als vier Monaten sollten jedoch ein zweites Mal nach der Blüte angewendet werden. Während der Blüte selbst und kurz danach sollten Sie allerdings keinen Dünger ausbringen.

Der perfekte Dünger für Azaleen

Für Azaleen im Topf sind Langzeitdünger verschiedenster Form die beste Wahl. Es existieren diverse Rhododendrendünger, die für Azaleen geeignet sind. Eigentlich kommt es jedoch hauptsächlich auf die Nährstoffkonzentration an. Diese sollte so sein, dass Stickstoff und Kalium etwa im gleichen Umfang vertreten sind. Phosphor hingegen sollte etwas weniger vorhanden sein. Auch unser Plantura Zimmer- & Grünpflanzendünger ist für Azaleen bestens geeignet und lässt sich ganz einfach in den Topf mit dem Gießwasser ausbringen. Er besteht nahezu ausschließlich aus organischem Material und trägt so zu einem aktiven Humusaufbau bei. Generell sollten Sie Düngemittel mit organischen Anteilen für Azaleen und andere Rhododendren-Arten bevorzugen, da Humus für diese Pflanzen äußerst wichtig ist. Haben Sie einen nicht physiologisch sauer wirkenden Dünger ausgewählt, dann sollten Sie nicht vergessen zu überprüfen, ob der Boden noch den passenden pH-Wert aufweist. Wird er zu sauer, dann sollten Sie Gegenmaßnahmen treffen.

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Ausgepflanzte Azaleen, denen keine Nährstoffe entzogen werden, brauchen in der Regel gar keinen Dünger. Legen Sie der Azalee einfach ihre verwelkten Blüten wieder zu Füßen. Auf diese Weise werden die Blüten der Pflanze in Humus umgewandelt und die enthaltenen Nährstoffe können erneut von der Pflanze aufgenommen werden. Damit kann ein Nährstoffkreislauf entstehen.

Azaleen organisch düngen: Anleitung zur Ausbringung

Für die organische Düngung von Azaleen ist unser Plantura Zimmer- & Grünpflanzendünger bestens geeignet. Schütteln Sie die Flasche vor Gebrauch und geben Sie 15 Milliliter des Düngers auf 5 Liter Gießwasser.. Die empfindlichen Wurzeln der Pflanze befinden sich dicht unter der Erdoberfläche, in der obersten Bodenschicht. Der Vorteil des Flüssigdüngers ist, dass die Wurzeln nicht beschädigt oder gestresst werden und die Pflanze dadurch trotzdem über wertvolle Nährstoffe verfügt.

Hand mit Erde
Humus erfreut sich unter den Azaleen besonderer Beliebtheit [Foto: Martchan/ Shutterstock.com]

Dürfen Azaleen ihre eigenen verwelkten Blätter und Blüten als Mulch um ihre Wurzeln herum behalten, müssen sie nur in seltenen Fällen gedüngt werden.

Da bei organischer Düngung der Säuregehalt rasch zu kurz kommt, empfiehlt es sich, bei Bedarf den Boden anzusäuern. Das ist leichter als es klingt und auch auf Torf können Sie hierbei getrost verzichten. Geben Sie einfach eine Schicht aus Nadelstreu oder Blättern, bevorzugt Eichenblättern, auf die Erde über dem Wurzelraum. Ist dies aus ästhetischen Gründen keine Option, dann können Sie die Blätter auch vorher kompostieren und den Laubkompost verteilen. Einfach und wirkungsvoll ist auch eine Schicht aus Rindenmulch. Diese schützt zusätzlich, genau wie Blätter- und Nadelstreu, vor dem Austrocknen der Erde und fördert Bodenleben und Humusaufbau.

Azaleen mit Blaukorn und Co düngen

Azaleen können zwar mit Mineraldüngern gedüngt werden, doch optimal ist das nicht. Unabhängig von den problematischen Umweltaspekten können sie nämlich keinen Beitrag zu Bodenfruchtbarkeit und Humusaufbau leisten. Und Humus ist der bevorzugte Aufenthaltsort von Azaleenwurzeln.

Möchten Sie dennoch mineralische Dünger verwenden, dann sollten Sie am besten zu Rhododendrondüngern greifen. Diese haben das richtige Nährstoffverhältnis und sind zudem physiologisch sauer, was vor allem bei basischen Böden für Azaleen lebenswichtig ist. Außerdem sind Dünger mit Depotwirkung von Vorteil, da so die Pflanze kontinuierlich mit Nährstoffen versorgt wird. Das bekommt der Pflanze besser und schont zugleich den Gärtner.

Auch Blaukorn können Sie anwenden, jedoch ist hier Vorsicht geboten. Die Nährstoffe in Blaukorn sind hochdosiert, was im schlimmsten Fall zu einer Überdüngung führen kann. Auch die Auswaschung der Nährstoffe und eine daraus resultierende Gefährdung des Grundwassers sind ernstzunehmende Argumente. Setzen Sie daher hochkonzentrierte Dünger wie Blaukorn nur sparsam ein. Um eine langfristige Nährstoffversorgung aufrechtzuerhalten, müssen Sie Blaukorn regelmäßig anwenden.

Mit der richtigen Düngung können Sie Ihren Azaleen zu großartiger Blütenpracht verhelfen [Foto: rickyd/ Shutterstock.com]

Azaleen mit Hausmitteln düngen

Prominentestes Beispiel für den Einsatz von Hausmitteln ist sicherlich der Kaffeesatz, der aufgrund seiner Nährstoffzusammensetzung und der leicht sauren Wirkung hervorragend für Azaleen geeignet ist.

Ist Ihr Leitungswasser weich und hat nur einen geringen Anteil an Kalk, dann können Sie das Kochen von Kartoffeln auch ab und an mit dem Gießen Ihrer Azaleen abstimmen. Das Kochwasser ist angereichert mit wertvollen Nährstoffen und trägt in abgekühlter Form zur Gesundheit Ihrer Azalee bei.

Azaleen düngen – kurz zusammengefasst:

  • Düngung von Frühjahr bis Herbst, nicht während der Zeit der Blüte und kurz danach
  • Langzeitdünger ist sinnvoll
  • Nährstoffgehalt: Stickstoff und Kalium etwa ausgeglichen, weniger Phosphor
  • Organische Dünger bevorzugen, da sie den Humusaufbau fördern. Humus ist für Azaleen von großer Bedeutung
  • Den pH-Wert des Bodens überprüfen und gegebenenfalls durch verschiedene organische Stoffe ansäuern
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