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Barbarazweige: Das traditionsreiche Schneiden

Anfang Dezember können Zweige von Obstbäumen geschnitten und ins Warme gestellt werden. An Weihnachten erfreuen die Barbarazweige viele mit ihrer Blüte.

Barbarazweige Obstbaumzweig Blüte

Barbarazweige sind sehr beliebt zur Weihnachtszeit! [Foto: Till WestermayerCC BY-SA 2.0]

Das traditionsreiche Brauchtum der Barbarzweige geht auf den christlichen Glauben zurück. Viele Mythen ranken sich um die zu Weihnachten blühenden Zweige. Wir fassen zusammen, was es mit dem Phänomen auf sich hat und was zu beachten ist, um die Zweige verschiedener Bäume an Heiligabend erblühen zu lassen.

Die Legenden um die Barbarazweige

Um die zum Weihnachtsfest blühenden Barbarazweige ranken sich einige Mythen. So sollen die hübschen Zweige für das kommende Jahr Glück bringen. Außerdem wurden sie als Vorhersage und Orakel verwendet. Zum Beispiel bei der Auswahl des Bräutigams – jeder Zweig bekommt einen anderen Namen der verschiedenen Verehrer und der zuerst blühende signalisiert dann, wer der Richtige ist. Andererseits wurde die Blütenanzahl als Anhaltspunkt für die zu erwartende Ernte genommen. So war der Brauch der Barbarazweige bereits im frühen Mittelalter sehr beliebt.

Als Barbarazweige werden sie bezeichnet, da die Heilige Barbara auf dem Weg in die Gefängniszelle vor ihrer Hinrichtung an einem Zweig hängen blieb. Diesen unbelaubten Zweig stellte sie in ihrem Verließ in eine Vase und 21 Tage später begann der Zweig zu blühen. Traditionell werden die Zweige am Tag der Heiligen Barbara geschnitten und blühen pünktlich zum Weihnachtsfest.

Barbarazweige: Welche Bäume wann schneiden?

Will man Barbarazweige zum Blühen bringen, muss man sich nicht auf eine bestimmte Baumart festlegen. So eignen sich neben jeglichen verschiedenen Obstbäumen auch die Zweige von Kastanie, Flieder oder Forsythie zu Verwendung.

Um sich der Blüte an Weihnachten erfreuen zu können, müssen die Zweige am 4. Dezember von einem ausreichend alten, blühfähigen Baum geschnitten werden. Herrschten bis dahin noch keine frostigen Temperaturen, ist es zu empfehlen, die Zweige über Nacht in die Kühltruhe zu legen. Sie benötigen den Kältereiz, um in die Blüte zu kommen. Ansonsten kann es möglich sein, dass die Zweige keine Blüte ausbilden, obwohl sie abgeschnitten ins Warme gestellt werden. Entweder direkt oder nach der zusätzlichen Kältebehandlung werden die Zweige möglichst schräg angeschnitten, um die Oberfläche für die Wasseraufnahme zu maximieren. Die an einem warmen Ort aufgestellten Zweige sollten regelmäßig mit frischem Wasser versorgt werden. Das fördert die Vitalität der Zweige, indem die Leitungsbahnen nicht so schnell zu verstopfen drohen und ist somit auch förderlich für die Blütenpracht. Werden all diese Punkte beherzigt, erfreuen die Barbarazweige – egal von welchem Baum entnommen – garantiert mit der Blüte:

  • Zweige von beispielsweise Obstbäumen, Kastanie, Flieder und Forsythie können als Barbarazweige verwendet werden
  • Achtung: ausreichend alten Baum auswählen, da junge Bäume je nach Art manchmal noch keine Blüten ausbilden können
  • Zweige werden am 4. Dezember (Tag der Heiligen Barbara) geschnitten
  • Wenn noch kein Frost herrschte, gegebenenfalls über Nacht in den Gefrierschrank packen
  • Bevor die Zweige in die Vase gestellt werden, möglichst schräg anschneiden
  • Zweige in einer mit Wasser gefüllten Vase an einem warmen Ort im Haus platzieren
  • Wasser regelmäßig (z.B. alle drei Tage) wechseln
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