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Bartblume: Standort, Winterhärte & Vermehren

Vor allem durch ihre blau leuchtenden Blüten sticht die Bartblume sofort ins Auge. Sie verströmt einen angenehmen Duft, der auch Bienen und Hummeln anlockt.

Bartblumen-Blüte mit Hummel
Die Bartblume macht im Garten einiges her [Foto: Moskwa/ Shutterstock.com]

Die Bartblume (Caryopteris) ist eine beliebte und pflegeleichte Zierpflanze für den Garten. Wir zeigen, wie man sie richtig pflanzt und stellen die schönsten Sorten vor. Außerdem gibt es Tipps zur erfolgreichen Überwinterung.

Bartblume: Blütezeit, Eigenschaften und Herkunft

Die Bartblume (Caryopteris x clandonensis) ist eine Art aus der Pflanzengattung der Bartblumen (Caryopteris) aus China. Die Gattung gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und umfasst sieben verschiedene Arten. Durch Kreuzung zweier Arten entstand dann auch die Hybride Caryopteris x clandonensis, die in unseren Breiten als Zierpflanze für den Garten sehr beliebt geworden ist. Von Juli bis September hat die Bartblume Blütezeit und erstrahlt in leuchtendem Blau. Der sommergrüne Halbstrauch wird bis zu einem Meter hoch und breit, verliert sein grau-grünes Laub im Winter und friert dann oft zurück. Die Bartblume ist jedoch mehrjährig, treibt im Frühjahr immer wieder aus und blüht im Sommer erneut. Von den grünen Laubblättern geht ein aromatischer Duft aus.

Biene auf einer Bartblume
Auch Insekten besuchen die Bartblume gern [Foto: Rocktrailfilm/ Shutterstock.com]

Ist die Bartblume bienenfreundlich?

Die Bartblume ist nicht nur schön anzusehen, sondern erfreut auch Bienen und Hummeln mit ihrer Anwesenheit. Die Insekten nutzen den Blütennektar im Spätsommer als Nahrungsquelle und dienen der Bartblume als Bestäuber.

Die schönsten Sorten

Von den sieben Arten, die in Asien vorkommen, ist bei uns nur die Hybride Caryopteris x clandonensis relevant. Sie wurde aus Caryopteris incana und Caryopteris mongholica gezüchtet. Es entstanden wiederum verschiedene Bartblumen-Sorten, von denen wir hier einige vorstellen:

Bartblume 'Heavenly Blue'
Die Sorte ‘Heavenly Blue’ kann blau oder violett sein [Foto: Nahhana/ Shutterstock.com]
  • Caryopteris x clandonensis ‘Heavenly Blue’: Die Bartblume ‘Heavenly Blue’ bildet besonders viele Triebe und somit auch viele Blüten, die in einem tiefen Blau oder Violett erstrahlen.
  • Caryopteris x clandonensis ‘Kew Blue’: Diese Sorte wächst dagegen nicht besonders stark und fällt neben den blauen Blüten vor allem durch grau-grünes Laub auf.
  • Caryopteris x clandonensis ‘Grand Bleu’: Mit über 100 cm kann die Bartblume ‘Grand Bleu’ besonders groß werden und überzeugt mit sehr dunkelblauen Blüten und dem dunkelgrünen Laub.
  • Caryopteris x clandonensis ‘Dark Knight’: Die Bartblume ‘Dark Knight’ bildet Blüten in nachtblauer Farbe aus und wird bis zu 100 cm groß.
  • Caryopteris x clandonensis ‘Blue Balloon’: Die Blüten der Bartblume ‘Blue Balloon’ bilden kugelförmige Zusammenschlüsse und auch der Strauch selbst wächst kugelig und kompakt.
  • Caryopteris x clandonensis ‘Blauer Spatz’: Die Bartblume ‘Blauer Spatz’ entwickelt dunkelblaue Blüten und wird etwa 70 cm groß. Die Blätter sind glänzend.
Blaue Bartblume
Man kann Bartblumen auch im Kübel pflanzen [Foto: guentermanaus/ Shutterstock.com]

Bartblume pflanzen: Standort und Vorgehen

Der Standort der Bartblume sollte geschützt, möglichst sonnig und trocken bis frisch sein. Eine gewisse Bodenfeuchte ist zwar förderlich, Staunässe wird jedoch wesentlich schlechter vertragen als Trockenheit. Vor allem im Winter machen schwere und nasse Böden der Bartblume zu schaffen. Der Boden sollte humos, locker und schwach sauer oder alkalisch sein, denn die Bartblume hat mit Kalk keine Probleme. Wenn Sie die Bartblume pflanzen, sollten Sie einen Abstand von mindestens 50 cm zu anderen Pflanzen einhalten. Die beste Zeit zum Einpflanzen ist das Frühjahr, damit die Bartblume gut anwurzeln kann. Eine Pflanzung kann aber auch im Herbst erfolgen. Heben Sie ein Loch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Wenn der Boden sehr schwer ist, sollte etwas Sand untergemischt werden, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Mischen Sie je nach Gartenboden auch noch ein wenig Kompost unter und setzen Sie die Bartblume ins Beet. Nun füllen Sie alle Lücken mit Erde auf, drücken an der Oberfläche das Substrat an und gießen gut an.

Die Bartblume kann auch im Topf gepflanzt werden. Hier sollte vor der Pflanzung unbedingt eine Drainageschicht angelegt werden, um Staunässe zu vermeiden. Aber welche Erde braucht die Bartblume im Kübel? Als Substrat eignet sich eine hochwertige Erde, die lange strukturstabil bleibt. Dafür bietet sich zum Beispiel unsere Plantura Bio-Blumenerde an. Sie enthält Humus und liegt mit einem pH-Wert von 6,5 im schwach sauren Bereich. Sie versorgt blühende Pflanzen mit den wichtigsten Nährstoffen und kann Wasser speichern ohne zu vernässen. Zudem enthält sie Blähton, der die Durchlässigkeit und Strukturstabilität verbessert. Um die Durchlässigkeit noch mehr zu erhöhen, kann auch noch mehr Blähton untergemischt werden.

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Bartblume kombinieren: Was passt zur Bartblume?

Es gibt viele Pflanzen, die Sie mit der Bartblume kombinieren können. Vor allem andere Sträucher passen gut, sodass keine Pflanze neben der anderen untergeht. Zu den blauen Blüten der Bartblume passen zum Beispiel Rosen (Rosa) hervorragend. Auch Lavendel (Lavandula angustifolia) macht sich gut neben der Bartblume. Gelb blühende Fingerkräuter (Potentilla) harmonieren ebenfalls mit den Blüten der Bartblume und können im umliegenden Bereich als Bodendecker eingesetzt werden. Wichtig ist, dass die Pflanzpartner ähnliche Standortansprüche wie die Bartblume haben. Das heißt, sie sollten einen trockenen, durchlässigen Boden und viel Sonne bevorzugen.

Bartblume umpflanzen:

Falls sich der Standort als ungeeignet erweist, sollten Sie die Bartblume im Frühjahr umpflanzen. Da sie sehr tief wurzelt muss tief gegraben werden, damit alle Wurzeln erwischt werden. Am neuen Standort sollte dann auch ein entsprechend tiefes Pflanzloch ausgehoben werden. Nach dem Einpflanzen können Sie wie gewohnt die Bartblume pflegen. Bartblumen im Topf werden im Frühjahr umgetopft, sobald der alte Topf vollständig durchwurzelt ist.

Bartblume und Rosen
Zu den blauen Blüten der Bartblume passen rote oder weiße Blüten, zum Beispiel von Rosen [Foto: Christine Bird/ Shutterstock.com]

Ist die Bartblume winterhart?

Solange sie an einen geschützten Ort gepflanzt wird, ist die Bartblume winterhart. Temperaturen von – 23 bis – 17 °C werden über einen kurzen Zeitraum vertragen. Dabei kann die Bartblume bis an die Basis zurückfrieren. Da sie aber im folgenden Frühjahr stark austreibt ist das kein Problem. Um der Bartblume durch die kalte Jahreszeit zu helfen, können Sie den Boden rings um das Gehölz mulchen, zum Beispiel mit einer dicken Schicht Laub. Wichtig ist vor allem der Schutz der Wurzeln. Wenn Sie die Bartblume im Topf halten, sollten Sie sie auf einen Holzblock stellen und den Topf mit Jute oder einem ähnlichen, schützenden Material umwickeln. Ideal ist eine Überwinterung bei bis zu 0 °C an einem geschützten Platz. Damit die Erde nicht vollständig austrocknet, sollte ab und zu mäßig gegossen werden.

Kugelförmige Blüte der Bartblume
Die vielen kleinen Einzelblüten der Bartblumen bilden zusammen eine Art Kugel [Foto: RugliG/ Shutterstock.com]

Bartblume vermehren

Es ist zwar möglich, die Bartblume zu vermehren, allerdings lässt die erste Blüte lange auf sich warten. Neben der Vermehrung durch Samen nutzt man vor allem Bartblumen-Stecklinge.

Für die Stecklingsvermehrung schneiden Sie im Juli/August etwa 10 bis 15 cm lange, junge Triebe von der Mutterpflanze ab. Diese sollten nur leicht verholzt sein und mit einem scharfen Messer abgetrennt werden. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Stecklinge in ein nährstoffarmes Anzuchtsubstrat. Hier können Sie zum Beispiel unsere Plantura Bio-Kräuter- & Aussaaterde verwenden, die speziell auf die Bedürfnisse von Jungpflanzen ausgerichtet ist. Dabei besteht sie aus natürlichen Rohstoffen und enthält keinen Torf. Falls die Triebe schon stark verholzt sind, sollte Bewurzelungspulver verwendet werden. Ein guter Standort für die Keimung ist eine helle Fensterbank ohne direktes Sonnenlicht. Es sind Temperaturen zwischen 16 und 18 °C nötig, damit die Stecklinge anwachsen. Halten Sie die Erde feucht und topfen Sie die Jungpflanzen wenn nötig um, bis sie groß genug für das Blumenbeet sind.

Caryopteris x clandonensis
Von gut gedeihenden Mutterpflanzen kann man Stecklinge schneiden [Foto: R. Maximiliane/ Shutterstock.com]

Tipp: Je weicher die Triebe sind, desto besser lassen sie sich bewurzeln. Man kann die Mutterpflanze auch im Gewächshaus überwintern und dann die frisch getriebenen Kopfstecklinge im März schneiden.

Alternativ können Sie im Spätsommer oder Frühherbst reife Früchte von den Bartblumen absammeln und das Saatgut zur Vermehrung nutzen. Die Samen werden dann über den Winter bei Zimmertemperatur getrocknet und gelagert. Die Aussaat sollte im März oder April erfolgen. Die Samen werden leicht mit Erde bedeckt und der Topf mit einer Plastiktüte oder einem Glas überstülpt.

Bartblume in der Sonne
Bartblumen mögen es gern sonnig [Foto: guentermanaus/ Shutterstock.com]

Ist die Bartblume giftig?

Die Bartblume ist weder für Menschen noch für Haustiere giftig. Sie müssen sich also um Hunde, Katzen und Kinder keine Sorgen machen und können die Bartblume bedenkenlos in den Garten pflanzen.

Sie möchten noch mehr bienenfreundliche Pflanzen im Garten haben? Wir geben Tipps zum Anpflanzen einer Bienenweide.

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